DER0000225MA - Dämpfungseinrichtung für Waagen, insbesondere Neigungswaagen - Google Patents
Dämpfungseinrichtung für Waagen, insbesondere NeigungswaagenInfo
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Description
Nach einem älteren Vorschlag, der nicht zum Stande der Technik gehört, wird als Dämpfungseinrichtung für Waagen, insbesondere für Waagen mit Neigungspendel, eine in einem magnetischen Kraftfeld zwischen den Polen eines permanenten Magneten sich bewegende Nichteisen-Metallplatte, welche an einem schwingenden Waagenteil befestigt ist, empfohlen.
Eingehende Versuche haben gezeigt, daß die Erzeugung des Kraftfeldes für die an sich bekannte Wirbelstromdämpfung in Anwendung auf die Dämpfung von Neigungswaagen gewisse Nachteile mit sich bringt. So müssen, um eine unerwünschte Beeinflussung von Waagenteilen durch magnetische Streukräfte zu vermeiden, alle Teile im Bereich der magnetischen Einwirkung aus Nichteisen-Metallen hergestellt werden. Als Elektromagnete kommen ferner dabei zweckmässigerweise nur Gleichstrommagnete infrage, die bei Anschluss an die übliche Wechselstromspannung des Lichtnetzes einen Gleichrichter und einen Regulierwiderstand erfordern. Die gesamte Anordnung wird dadurch räumlich sehr groß und kompliziert. Außerdem ist der Betrieb der Waage von der elektrischen Stromlieferung abhängig. Die Verwendung der bisher üblichen Permanentmagnete bringt keine genügende Dämpfungskraft.
Um diesen Mißständen aus dem Wege zu gehen, werden gemäß der Erfindung zur Dämpfung von Waagen, insbesondere Neigungswaagen, Permanentmagnete mit hohen Güteziffern (Koerzitivkraft und Remanenz), wie sie als Legierungen von Eisen mit Aluminium, Nickel, Kobalt und Kupfer unter dem Namen Oerstit, Koerzit und Alnico (zum Beispiel Alnico 400) im Handel bekannt sind, vorgesehen, zwischen oder vor deren Polen ein Waagenteil schwingt. Hierdurch wird eine hinreichende und überaus vorteilhafte Dämpfung der Waagen ermöglicht.
Denn die Permanentmagnete aus diesen Legierungen besitzen eine magnetische Vorzugsrichtung bei stark gerichtetem magnetischen Kraftfeld und eine kaum spürbare Streuung des Kraftfeldes. Eine trotz der geringen Streuung etwa noch erwünschte Isolierung von Waagenteilen gegen den Kraftfluss dieser starken Magnete kann in einfachster Weise durch eine Blechummantelung der Magnete mit remanenzfreiem Eisenblech erzielt werden. Der Raumbedarf für die Unterbringung der erfindungsgemäßen magnetischen Dämpfungseinrichtung in den Waagen ist denkbar gering. Die Regulierung der Dämpfung erfolgt auf einfachste Weise durch Verschieben des magnetischen Kraftfeldes zu dem als Dämpfungsschwert ausgebildeten elektrischen Leiter, und zwar entweder durch Herausschwenken der Permanentmagnete um einen Drehpunkt oder durch Parallelverschiebung derselben aus dem Schwingungsbereich des Dämpfungsschwerts. Die geringe Alterung der neuen Magnetwerkstoffe gewährleistet eine unveränderliche Dauerwirkung der Dämpfungsmagnete.
Auf der anliegenden Zeichnung ist in den Abb. 1, 2 und 3 eine besonders vorteilhafte Ausführungsform der magnetischen Dämpfungseinrichtung nach der Erfindung im Aufriss, Grundriss bzw. Seitenriss dargestellt.
In den Abbildungen ist mit 1 das gleichzeitig die Gewichtsskala tragende, beispielsweise aus Kupferblech bestehende Dämpfungsschwert bezeichnet, das von dem Neigungspendel der Waage getragen wird und zwischen vier Permanentmagneten 2 schwingt, die aus Legierungen von Eisen mit Aluminium, Nickel, Kobalt und Kupfer bestehen, je eine neutrale Zone 3 besitzen und durch Eisenplatten 4 durch eine sogenannte Nullzone verbunden sind. Mit 5 ist ein Bolzen bezeichnet, um den die Magnete 2 gleichzeitig insgesamt zur Regulierung der Dämpfungswirkung gedreht werden können.
Claims (4)
1. Dämpfungseinrichtung für Waagen, insbesondere Neigungswaagen, dadurch gekennzeichnet, daß Permanentmagnete mit hoher Koezitivkraft und Permanenz, wie sie als Legierungen von Eisen mit Aluminium, Nickel, Kobalt und Kupfer unter den Namen Oerstit, Koerzit, Alnico (zum Beispiel Alnico 400) bekannt sind, als Dämpfer vorgesehen sind, zwischen oder vor deren Polen ein Waagenteil schwingt.
2. Dämpfungseinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der schwingende Waagenteil (1) aus Nichteisenmetall besteht und bei Neigungswaagen als die Gewichtsskalen tragendes Dämpfungsschwert ausgebildet ist.
3. Dämpfungseinrichtung nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der oder die Dämpfungsmagnete (2) zweckmässig verschieb- oder verschwenkbar zum Dämpfungsschwert (1) angeordnet sind.
4. Dämpfungseinrichtung nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß je wenigstens zwei Permanentmagnete (2), vorteilhaft in spiegelbildlicher Anordnung, in der Nullzone durch eine Eisenplatte (4) miteinander verbunden sind.
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