DEP0056264DA - Selbstschalter mit elektromagnetischer und thermischer Auslösevorrichtung - Google Patents

Selbstschalter mit elektromagnetischer und thermischer Auslösevorrichtung

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DEP0056264DA
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Weber AG
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Weber AG
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Description

Die Erfindung betrifft einen Selbstschalter mit elektromagnetischer und thermischer Auslösevorrichtung mit parallel zur Längsachse des Selbstschalters liegender Magnetspulenachse, wobei erfindungsgemäss zur Erzielung eines für die Lichtbogenlöschung ausreichenden Kontaktöffnungsweges sowohl die Achse des Magneten, als auch der feststehende Teil des Schaltkontaktes exzentrisch zur Längsachse des Selbstschalters angeordnet sind.
Wird der Selbstschalter in an sich bekannter Weise mit einem im Einschaltknopf gelagerten Kniegelenk, welches den Schaltkontakt steuert, versehen, so erweist es sich als speziell vorteilhaft, dieses Kniegelenk in einem Längsschlitz zu führen, wobei dieser Längsschlitz gegenüber der Längsachse des Selbstschalters schräg angeordnet ist.
Ein Ausführungsbeispiel des Erfindungsgegenstandes sei an Hand der nachfolgenden Beschreibung und mit Hilfe der Figuren 1 - 3 erläutert.
Fig. 1 zeigt einen Längsschnitt durch den Selbstschalter in ausgeschalteter Stellung und
Fig. 2 einen Längsschnitt durch den gleichen Schalter in eingeschalteter Stellung,
Fig. 3 und 4 zeigen den Schaltermechanismus in Seitenansicht und Grundriss.
Zur Einschaltung des Schalters wird durch Druck auf den Einschaltknopf 1 dieser nach unten gestossen, wodurch der aus den Teilen 2 und 3 bestehende Kniegelenkhebel mittels des in den Schlitz 4 beweglich gelagerten Bolzens 5, der die Teile 2 und 3 beweglich verbindet, in die in Fig. 2 dargestellte Lage durchgedrückt wird. Durch diese Bewegung wird der zweiarmige Hebel 6 um die feststehende Achse 7 gedreht, wodurch die Feder 8 gespannt und der am unteren Teil des Hebels 6 befestigte bewegliche Kontaktteil 9 gegen den feststehenden Kontaktteil 10 gepresst wird. Der einmal in horizontale Lage gedrückte Teil 2 des Kniehebels wird trotz des Druckes der Feder 8 durch den Teil 3, der am Hebel 11 beweglich befestigt ist, daran gehindert, wieder nach oben zu steigen, da der Hebel 11 zufolge des ihn stützenden Hebels 12 nicht nach unten ausweichen kann, was zur Einleitung der Aufwärtsbewegung des Kniehebels 2, 3 nötig wäre.
Der feststehende Kontaktteil 10, welcher z.B. mit einem schwer oxydierenden Kontaktplättchen 10a versehen ist, befindet sich ausserhalb der Längsachse a-a des Selbstschalters, wodurch es möglich wird, dem beweglichen Kontaktteil 9, welcher mit einem schwer oxydierenden Kontaktplättchen 9a versehen ist, genügend Raum zur Verfügung zu stellen, um ein sicheres Löschen des Lichtbogens im Moment des Ausschaltens zu gewährleisten.
Diese Anordnung erlaubt es, den Ausschaltweg bei gleichbleibendem Aussendurchmesser des Schalters um ein Stück x zu vergrössern, bzw. den Ausschaltweg auf dem üblichen Mass zu belassen und dadurch den Aussendurchmesser des Selbstschalters bedeutend zu verkleinern. Die auf diese Weise zu erzielende Verkleinerung des Durchmessers erlaubt es beispielsweise, den Selbstschalter von dem allgemein üblichen Durchmesser von ca. 45 mm auf ca. 39 - 40 mm zu verkleinern.
Die exzentrische Lagerung der Kontaktstelle gegenüber der Längsachse des Selbstschalters bedingt natürlich auch eine entsprechende Verlagerung der Achse b - b der Magnetspule 13, welche einerseits zur Blasung des Lichtbogens, sowie zur elektromagnetischen Auslösung des Schalters dient. Der Innenhohlraum des Spulenkörpers 14 ist als Sackloch ausgebildet und enthält den feststehenden Magnetkern 15, den beweglichen Anker 16, die An- kerfeder 17 und die mit dem Anker verbundene Auslösestange 18. Im Bodenstück 19 des sacklochförmigen Spulenkörpers ist ein Gewinde eingepresst, welches eine Stellschraube 20 aufnimmt, die zur Regulierung der Stellung der Auslösestange 18 dient.
Die Auslösung des eingeschalteten Schalters erfolgt in bekannter Weise auf drei verschiedene Arten.
Bei allen drei Auslösungsarten handelt es sich stets darum, den Hebel 12 um seine feststehende Achse 21 im Gegenuhrzeigersinn zu drehen, sodass der Hebel 11 nach unten ausweichen kann, wodurch der Hebel 3 dem Druck des Hebels 2 nachgibt und so die Aufwärtsbewegung der Achse 5 in dem Schlitz 4 ermöglicht, wodurch der Hebel 6 von der in Fig. 2 gezeigten Stellung in die Stellung gemäss Fig. 1 zurückgeht und den Kontaktteil 9 vom Kontaktteil 10 trennt.
Die Drehung des Hebels 12 kann von Hand durchgeführt werden und zwar durch Druck auf den Ausschaltknopf 22, wodurch sich die Wippe 23 um ihre feststehende Achse 24 dreht und mit der Zunge 25 den Hebel 12 in der gewünschten Weise kippt.
Die Auslösung auf elektromagnetischem Weg, z.B. bei Kurzschluss, erfolgt durch die Auslösestange 18, welche unter Einwirkung des in der Spule 13 fliessen- den Stromes durch den Anker 16 aufgehoben wird und über die Zunge 25 den Hebel 12 kippt.
Eine weitere Auslösung ist auf thermischem Wege möglich, indem der auftretende Ueberstrom das Bimetall 26 erwärmt, wodurch sich dieses durchbiegt, sodass die regulierbare Schraube 27 gegen den Teil 28 des Hebels 12 drückt und dadurch nach einer durch die Stellung der Schraube 27 bestimmbaren Zeit den Hebel 12 kippt und den Schalter auslöst.
Besonders wird noch darauf hingewiesen, dass trotz der gedrängten Bauart, der Mechanismus eine Freiauslösung besitzt, wodurch verhindert wird, dass der Selbstschalter bei bestehendem Kurzschluss eingeschaltet wird. Eine Einschaltung des Selbstschalters ist erst nach Beseitigung des Kurzschlusses bzw. nach Normalbelastung wieder möglich.
Der Selbstschalter wird vorzugsweise so ausgebildet, dass die Wippe 23 mit ihren beiden hochgebogenen Schenkeln 23a ausserhalb der Lagerbleche 30 des Mechanismus gelagert ist, wie dies in Fig. 3 und 4 ersichtlich ist. Der Vorteil dieser Lagerung besteht darin, dass dadurch eine bequeme und schnellere Montage des inneren Hebelgestänges erzielt wird. Ein zweiter Vorteil ist der, dass durch die Aussenlagerung der Wippe 23, der Gesamt- mechanismus auf ein Minimum in der Breite zusammen gedrängt werden könnte.
Ferner ist es möglich, die Farbe des Einschaltknopfes entsprechend der Nennstromstärke zu wählen, wie dies allgemein bei Sicherungspatronen üblich ist.

Claims (4)

1.) Selbstschalter mit elektromagnetischer und thermische Auslösevorrichtung mit parallel zur Längsachse des Selbstschalters liegender Magnetspulenachse, dadurch gekennzeichnet, dass zur Erzielung eines für die Lichtbogenlöschung ausreichenden Kontaktöffnungsweges sowohl die Achse des Magneten, als auch der feststehende Teil des Schaltkontaktes exzentrisch zur Längsachse des Selbstschalters angeordnet sind.
2.) Selbstschalter mit im Einschaltknopf beweglich gelagertem Kniegelenk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dieses Kniegelenk in einem Längsschlitz des Einschaltknopfes geführt ist, wobei dieser Längsschlitz gegenüber der Längsachse des Selbstschalters geneigt verläuft.
3.) Selbstschalter nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Hohlraum des Magnetspulenkörpers als Sackloch ausgebildet ist, dessen Bodenstück ein eingepresstes Gewinde zur Aufnahme einer Stellschraube enthält.
4.) Selbstschalter mit einer Wippe zur Uebertragung der Ausschaltbewegung von einem Ausschaltknopf auf einen das Kniegelenk blockierenden Hebel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass diese Wippe mit ihren beiden hochgebogenen Schenkeln ausserhalb der Lagerbleche des Mechanismus gelagert ist.

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