DE2504954B2 - Mechanisches sprungwerk, insbesondere fuer kleine hochleistungs-selbstschalter - Google Patents
Mechanisches sprungwerk, insbesondere fuer kleine hochleistungs-selbstschalterInfo
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Description
2. Sprungwerk nach Anspruch 1. dadurch gekennzeichnet,
daß der Entklinkungshebel (10) innerhalb einer einseitig begrenzten Ausnehmung des Spannhebels
(9) drehbar gelagert ist und die beiden Hebel im Bereich der Verklinkung für den Drahtbügel (13)
mittels einer um die gemeinsame Drehachse (11) gewundenen Spannfeder (12) gegeneinander gedruckt
sind und daß die Gesamtanordnung unter der Wirkung der Schraubendruc':feder (15) um die
gemeinsame Drehachse (11) verschwenkbar mit einer Nase des Spannhebels (9) an der Wandung des
Schaltergehäuses (1) zum Anschlag gelangt.
3. Sprungwerk nach Anspruch I, dadurch gekennzeichnet, daß der Drahtbügel (13) kniegelenkartig an
einem Drehkörper der Betätigungshandhase (2) gelagert ist und von einer sich um diesen
Drehkörper spannenden Zugfeder (14) mittels einer Schräge des Spannhebels (9) in der Verrastung mit
dem Entklinkungshebel (10) gehalten ist.
4. Sprungwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß zur Führung der zwischen dem
Spannhebel (9) und dem bewegbaren Kontaktglied (5) eingespannten Schraubendruckfeder (15) einerseits
ein im Kontaktbereich des Kontaktgliedes (5) drehbar gelagerter, zentral durch die Schraubendruckfeder
(15) geführter und innerhalb einer Nut des Spannhebels (9) gleitender Begrenzungsbügel
(16) sowie andererseits ein Vorsprung (17) an der Innenseite des Schaltergehäuses (1) vorgesehen ist,
welcher die Schraubendruckfeder (15) jeweils beim Vorbeigleiten sprunghaft um ihre Mittelachse
kippen läßt.
5. Sprungwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß einer der mit dem bewegbaren
Kontaktglied (5) über den Spannhebel (9) in Wirkverbindung stehenden Schenkel des Entklin-
kungshebels (10) im Einschaltzustand vor dem Schlaganker des elektromagnetischen Auslöseorgans
(3) liegt und mit Hilfe eines an der Seitenwand des Schaltergehäuses (1) geführten Schiebers (19)
Die Erfindung bezieht sich auf ein mechanisches Sprungwerk zur Betätigung einer von Hand einschalt
baren und jeweils manuell, elektromagnetisch oder elektrothermisch sowie frei auslösbaren Schaltvorrichtung, insbesondere für kleine Hochleistungs-Selbst
schalter. Ein derartiges Sprungwerk, das z. B. aus dem DT-GM 73 27 872 bekannt ist, hat die Aufgabe, bei einer
durch Kurzschluß oder durch Überlastung verursachten Auslösung den Ausschaltverzug des Selbstschalters
soweit wie möglich zu verkürzen, um mit hinreichender Geschwindigkeit eine möglichst hohe Lichtbogenspan
nung in die Kurzschlußschleife einzubringen, und auf diese Weise den Kurzschlußstrom in seiner Höhe und
Wirkung zu begrenzen.
Zu diesem Zweck verfügt beispeüsweise das durch ein
besonderes Chassis getragene und sich aus einer Mehrzahl mechanisch miteinander gekoppelter runktionselernente
zusammensetzende Schaltschloß des ah> bekannt vorausgesetzten Leitungsschutzschalters über
eine mit dem Betätigungshebel verbundene Schraubendruckfeder, mit deren Hilfe im Einschaltzustand an
der Schaiteinrichtung ein hoher Kontaktdruck erreicht und bei der Auslösung eine sprunghafte Trennung der
Kontaktstücke und die Rückführung des Schaltschlosses in die Ausgangslage herbeigeführt wird. Da sich ein
derart aufwendiges Schaltschloß mitsamt der dazugehörigen Kontakteinrichtung aber im Rahmen der üblichen
Schalterabmessungen nur oberhalb der Lichtbogenlöscheinrichtung anordnen läßt, gelingt es hier nicht, die
vorhandenen Bauabmessungen des Selbstschalters im Bereich höherer Abschaltleistungen beizubehalten.
Solches erweist sich als besonders nachteilig, weil man bestrebt ist, zu einer selektiveren Überwachung der in
einer Anlage vorhandenen Stromkreise möglichst viele Selbstschalter auf dem dafür zur Verfugung stehenden
Raum unterzubringen. In Anbetracht dessen liegt der Erfindung die Aufgabe zugrunde, ein möglichst einfaches
und wenig platzaufwendiges Sprungwerk zu entwickeln, mit welchem es gelingt, die ihm zugeordnete
Schaltstrecke im Augenblick der Entklinkung mit hoher Geschwindigkeit zu öffnen, um einen stromstarken
Lichtbogen zum sofortigen Ablaufen von der Kontaktstelle zu veranlassen.
Diese Aufgabe wird erfindungsgemäß durch die kennzeichnenden Merkmale des Anspruchs 1 gelöst. Ein
derartiges Sprungwerk hat im Vergleich zu der Ausführung nach dem DT-GM 73 27 872 den Vorteil,
daß es sich oberhalb der in Reihe nebeneinander gelegenen Kontakteinrichtung, der Lichtbogenkammer
und der Löscheinrichtung anordnen läßt. Dabei wird die mechanische Wirkverbindung zwischen den vorhandenen
Einschalt- und Auslöseorganen und der elektrischen Schaltvorrichtung in vorteilhafter Weise ein und
derselben Hebelkombination übertragen, welche an zentraler Stelle angeordnet ist und mit allen anderen
Elementen auf direktem Wege oder über einfache Zwischenglieder in Verbindung steht. Auf diese Weise
wird die Zahl der insgesamt erforderlichen Einzelteile wesentlich reduziert, und die noch vorhandenen Teile
werden zudem in ihrer Ausbildung vereinfacht. Aufgrund dessen gelangt man gemäß der Erfindung zu einer
Mechanik, die sich auf engstem Raum in den Aufbau eines Selbstschalters eingliedern läßt, ohne dabei dessen
elektrische Einrichtungen zu beeinträchtigen. Auf der
anderen Seite erreicht man bei diesem Sprungwerk »uferund seiner wenigen Funktionselemente und deren
eentraler Anordnung sowie der kurzen Übertragungsweg eine außerordentlich günstige Eigenzeit zwischen
dem Zeitpunkt der Auslösung und dem nachfolgenden öffnen der Kontaktstrecke. Daraus resultiert wiederum
ein schnelles Ablaufen des Schaltlichtbogens von den Kontaktstellen in die dafür vorgesehene Löscheinrichtung
und eine dementsprechend hohe Abschaltk istung der Gesamunordnung.
In vorteilhafter Ausgestaltung des erfindungsgemäßen
Sprungwerks ist der Entklinkungshebel innerhalb einer einseitig begrenzten Ausnehmung des Spannhebels
drehbar ge;agert und die beiden Hebel sind im Bereich der Verklinkung für den Drahtbügel mittels
einer um die gemeinsame Drehachse gewundenen Spannfeder gegeneinander gedrückt, wobei die Gesamtanordnung
unter der Wirkung der Schraubendruckfeder
um die gemeinsame Drehachse verschwenk- bar ist und der Schwenkhebel mit einer Nase an der
Wandung des Schaltergehäuses zum Anschlag gelangt. Aufgrund einer derartigen Reduzierung der gesamten
Sprungwerkmechanik auf zwei Hebelglieder mit einem Drehpunkt treten wegen fehlender Schubbewegungen
in mechanischer Beziehung außerordentlich geringe Reibungskräfte und Trägheitsmomente auf, die sich
günstig auf den zeitlichen Ablauf des Auslösevorgangs auswirken. Außerdem hat die genaue Zuordnung der
ineinandergreifenden Hebelglieder in bezug uuf die anderen Elemente des Sprungwerks und der Schalteinrichtung
eine weitgehende Toleranzunabhangigkeit der betreffenden Teile zur Folge.
Gemäß einer weiteren Ausgestaltung der Erfindung ist der Drahtbügel kniegelenkartig an einem Drehkörper
der Betätigungshandhabe gelagert und ist von einer sich um diesen Drehkörper spannenden Zugfeder
mittels einer Schräge des Spannhebels in der Verrastung mit dem Entklinkungshebel gehalten. Durch
dieses Eingleiten eines schmalen Drahtbügels in die Verklinkungsstelle des einen Hebels und die linienförmige
Kopplung mit dem anderen Hebe! erreicht man auf der einen Seite in jeder Richtung einen verhältnismäßig
niedrigen Reibungskoeffizienten und auf der anderen Seite durch das Zusammenwirken der beiden Hebel
einen sehr geringen Entklinkungsweg.
Die Kopplung des zentralgelegenen Hebelpaarcs mit
der elektrischen Schaltvorrichtung betreffend, ist gemäß einer Weiterbildung der Erfindung zur Führung
der zwischen dem Spannhebel und dem bewegbaren Kontaktglied eingespannten Schraubendruckfeder einerseits
ein im Kontaktbereich des Kontaktgliedes drehbar gelagerter, zentral durch die Schraubendruckfeder
geführter und innerhalb einer Nut des Spannhebels gleitender Begrenzungsbügel sowie andererseits
ein Vorsprung an der Innenseite des Schaltet gehäuses vorgesehen, welcher die Schraubendruckfeder jeweils
beim Vorbeigleiten sprunghaft um ihre Mittelachse kippen läßt. Mit Hilfe eines derartigen Begrenzungsbügels
wird die Schraubendruckfeder zunächst einmal im Verlauf der Einschaltbewegung daran gehindert, unkontrolliert
in seitlicher Richtung auszuweichen, so daß sich deren gesamte Spannkraft gezielt auf die Betätigung des
Kontaktgliedes auswirkt, welches hierdurch im Zuge der von Seiten des Spannhebels geführten Druckbeaufschlagung
an einem bestimmten Punkt zum sprungartigen Umkippen auf die Festkontaktstelle veranlaßt wird.
Daran anschließend verursacht die gespannte Schrau
bendruckfeder den erforderlichen Kontaktdruck an der Bepährungsstelle. Im Auslösefall erfolgt demgegenüber
nach der Entklinkung des Sprungwerks eine Freigabe der beiden Hebel und der Schraubendruckfeder, worauf
die letztere im Verlauf ihrer Entspannung beim Vorbeigleiten an dem genannten Gehäusevorsprung um
ihre Mittelachse in die Normallage zurückkippt Bei diesem Vorgang geht der im Einschaltzustand ausgeübte
Kontaktdruck schlagartig in eine größere Aufreibkraft über, so daß das bewegbare Kontaktglied sehr
schnell von dem Festkontaktstück der Schaltstrecke getrennt wird und die gesamte Sprungwerkmechanik
wieder in ihre Ausgangsstellung zurückkehrt. Dabei wirkt sich die mechanische Aufreißkraft des Entklinkungshebels
zur gleichen Zeit in Verbindung mit dem dynamischen Auftreffen des anderen Spannhebelschenkels
auf das bewegbare Kontaktglied in vorteilhafter Weise auf die mechanische Trennung einer eventuell
verschweißten Kontaktstelle aus.
Gemäß einer Weiterbildung der Erfindung hegt einer der mil dem bewegbaren Kontaktglied über den
Spannhebel in Wirkverbindung stehenden Schenkel des Entklinkungshebels im Einschah/ustand vor dem
Schlaganker des elektromagnetischen Ausloseorgans. Dabei hintergreift dieser gleiche Schenkel mit HiMe
eines an der Seitenwand des Sehaltergehäuses geführten Schiebers den B.metallsireifen des elektroihermisehen
Ausloseorgans. Auf diese Weise crfo gt im
Kurzschluß- wie im Überlastungsfall von der gleichen Stelle des Entklinkungshebels aus eine schlagartige oder
Leitverzögerte Einleitung des Entklinkungsvorgangs wobei das bewegbare Kontaktglied im Kurzschlußfall
sogar unabhängig von der Sprungwerkmechan.k durch den mitsamt dem betreffenden Hebelende au das
Kontaktglied prallenden Schlaganker in die geöffnete
Schahstellung umschwenkt.
Die erfindungsgemäße Ausbildung eines mechanischen
Sprungwerks in Verbindung mit d|r elektnschen
Einrichtung eines kleinen Hochleistungs-Selbstschalters zeigt F i g. 1 der Zeichnung in einem Längsschnitt durcn
den Selbstschalter im ausgeschalteten Zustand, wahrend in F 1 g 2 ein Querschnitt durch den Schalter im Bereich
der Sprungwerkmechanik und der Schallkammer
8ew!?äus der Darstellung ersichtlich, befindet sich im
Obeneil eines relativ flach gehaltenen Schaltergehauses
1 das mittels einer Betätigungshandhabe 2 einschaltbare Sprungwerk und ein mit ihm zusammenwirkendes
elektromagnetisches Auslöseorgan 3. Den unteren Teil
des Schaltergehäuses 1 nimmt zu einem großen Teil eine
Lichtbogenlöschkammer 20 in Anspruch, vor welcher eine aus einem hornförmig ausgebildeten Festkontakt
stück A und einem bewegbaren Kontaktglied bestehende Schaltstrecke angeordnet f- Daneben
befindet sich ein elektrothermisches Ausloseorgan dessen Bimetallstreifen 6 in elektrischer Verbindung mit
dem bewegbaren Kontaktglied 5 und einer de außengelegenen Anschlußklemmen 7 «eht. Eine auf der
gegenübergelegenen Schmalseite des Schaltergehauses , angebrachte Anschlußklemme 8 ist über die
Erregerwicklung des elektromagnetischen Ausloseorgans
3 mit dem Festkontaktstück 4 der Schaltstrecke
^Bestimmendes Element des erfindungsgemäßen
Sprungwerks sind ein zweiarmiger Spannhebel 9 und ein zweiarmiger Entklinkungshebel 10. Dieselben sind
um eine gemeinsame Drehachse 11 verschwenkbar gehalten und greifen unter der Wirkung einer
Spannfeder 12 mittels einer Ausnehmung einseitig begrenzt ineinander ein. Den Einschaltvorgang vollzieht
ein Drahtbügel 13, welcher unter Bildung eines Kniegelenks an einem innen gelegenen Drehkörper der
Betätigungshandhabe 2 gelagert ist und durch eine sich um dessen Mantelfläche spannende Zugfeder 14 ständig
gegen den Entklinkungshebel 10 gedrückt wird. Auf diese Weise stützt sich der mit dem Entklinkungshebel
10 verrastete Drahtbügel 13 im Verlauf der Einschaltbewegung an einer Schräge des Spannhebels 9 ab und
verschwenkt das mit diesem über eine kräftige Schraubendruckfeder 15 und deren Begrenzungsbügel
16 gekoppelte bewegbare Kontaktglied 5 gegen das Festkontaktstück 4 der Schaltstrecke. Bei diesem
Vorgang verhindert der im Kontaktbereich des Kontaktgliedes 5 drehbar gelagerte, zentral durch die
Schraubendruckfeder 15 geführte und mit seinem freien Ende innerhalb einer Nut des Spannhebels 9 gleitende
Begrenzungsbügel 16 das seitliche Ausweichen der Schraubendruckfeder 15 in Richtung des Spannhebels 9
und des Entklinkungshebels 10, wogegen auf der anderen Seite ein an der Innenseite des Schaltergehäuses
1 vorgesehener Vorsprung 17 in einer bestimmten Phase der Schwenkbewegung ein sprunghaftes Kippen
der Schraubendruckfeder 15 um ihre Mittelachse bewirkt. Dies hat zur Folge, daß sich die Kontaktanordnung
schlagartig schließt, wonach die gespannte Schraubendruckfeder 15 den erforderlichen Kontaktdruck
aufrechterhält. Zur gleichen Zeit wird der untere Schenkel des Entklinkungshebels 10 im Verlauf der
Einschaltbewegung unmittelbar bis vor den Schlaganker des elektromagnetischen Auslöseorgans 3 geschwenkt
und in dieser Stellung in der Wirkung auf den unter Druck der Spannfeder 12 und der Schraubendruckfeder
15 in der Verrastung mit dem Entklinkungshebel 10 gehaltenen Drahtbügel 13 der Betätigungshandhabe 2 für einen der verschiedenen Auslösevorgange
vorbereitet.
Diese Auslösung des Sprungwerks kann außer einer Betätigung von Seiten der Betätigungshandhabe 2 bei
einem Kurzschluß durch das elektromagnetische Auslöseorgan 3 oder bei einer Überlastung durch das
elektrothermische Auslöseorgen mit dem Bimetallstreifen 6 erfolgen. Im erstgenannten Fall trifft der durch die
Erregerwicklung beeinflußte Schlaganker des elektromagnetischen Auslöseorgans 3 mit voller Wucht auf den
vor ihm liegenden Schenkel des Entklinkungshebels 10. Infolgedessen gibt der als Rastklinke ausgebildete
andere Schenkel dieses Hebels den Drahtbügel 13 frei, worauf dieser von der vor ihm gelegenen Schräge des
Spannhebels 9 abgleitet und die Verklinkung löst. Bei diesem Vorgang vermittelt die Stoßbeschleunigung
durch den Schlaganker dem bewegbaren Kontaktglied 5 in vorteilhafter Weise eine derart hohe Anfangsgeschwindigkeit,
daß dieses in Bruchteilen einer Sekunde den erforderlichen Abstand zum Festkontaktstück 4
erreicht, den ein stromstarker Lichtbogen zum Ablaufen von der Kontaktstelle benötigt. Zur gleichen Zeit wird
durch die Entklinkungdie gespannte Schraubendruckfeder 15 freigegeben, die den Spannhebel 9 entgegen dem
Uhrzeigersinn auf das bewegbare Kontaktglied 5 einwirken läßt. Da dieser Vorgang genauso schlagartig
erfolgt, wird das Kontaktglied 5 weiterhin schnellstens von dem Festkontaktstück 4 entfernt, bis der Spannhebel
9 in der Endstellung mit einer Nase an der Gehäusewandung zum Anschlag gelangt. Auf diesem
Wege wird das durch den Spannhebel 9, den BegrenzungsLügel 16 und das Kontaktglied 5 gebildete
Kniegelenk gestreckt, so daß die Schraubendruckfeder 15 auch das bewegbare Kontaktglied 5 wieder in seine
Ausgangsstellung zurückbringt. Gleichzeitig bringt die Zugfeder 14 den Drahtbügel 13 in die Verrastung mit
dem Entklinkungshebel 10 und damit die Betätigungshandhabe 2 wieder in die Ausschaltstellung zurück, so
daß der Selbstschalter von neuem einschaltbereit ist.
Zum Zweck der elektrothermischen Auslösung ist der in Verbindung mit der Anschlußklemme 7 an einer
Justiervorrichtung 18 im Schaltergehäuse 1 gehalterte Bimetallstreifen 6 mechanisch mit Hilfe eines an der
Seitenwandung des Schaltergehäuses 1 geführten Schiebers 19 mit dem gleichen Schenkel des Entklinkungshebels
10 gekoppelt, auf den auch der Schlaganker des elektromagnetischen Auslöseorgans 3 einwirkt.
Infolgedessen verursacht die erwärmungsbedingte Ausbiegung des Bimetallstreifens 6 nach außen hin über eine
nunmehr langsam verlaufende Verschwenkung des Entklinkungshebels 10 im wesentlichen den gleichen
Auslörevorgang, wie er für die elektromagnetische Schnellauslösung beschrieben worden ist. Hierbei läßt
sich zudem der Zeitpunkt für diese Auslösung auf einfache Weise von außen her durch ein entsprechendes
Verstellen der Justiervorrichtung 18 einstellen.
Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Claims (1)
- Patentansprüche:den Bimetallstreifen (6) des elektrothermischen Auslöseorgans (Bimetallstreifen 6) hintergreift.1, Mechanisches Sprungwerk zur Betätigung einer von Hand einschaltbaren und jeweils manuell, elektromagnetisch oder elektrothermisch sowie frei auslösbaren Schaltvorrichtung, insbesondere für kleine Hochleistungs-Selbstschalter, dadurch gekennzeichnet, daß zwischen der Betätigungshandhabe (2) und dem bewegbaren Kontaktglied (5) der elektrischen Schaltvorrichtung ein Spannhebel (9) und ein Entklinkungshebel (10) um die gleiche Drehachse (11) verschwenkbar und dabei teilweise ineinandergreifend angeordnet sind, von denen der zweiarmige Spannhebel (9) an seinem einen Schenkel über einen Drahtbügel (13) lose mit der Betätigungshandhabe (2) sowie über eine Schraubendruckfeder (15) kraftschlüssig mit dem beweglichen Kontaktglied (5) gekoppelt ist und mit seinem anderen Schenkel schlagartig auf das Kontaktglied (5) einwirkt, und von denen der zweiarmige Entklinkungshebel (10) an seinem einen Schenkel von dem elektromagnetischen Auslöseorgan (3) oder von dem elektrothermischen Ausiöseorgan (Bimetallstreifen 6) betätigbar ist und an seinem anderen Schenkel eine Verklinkungsstelle für den Drahtbügel (13) der Betätigungshandhabe (2) aufweist.
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