DEP0055559DA - Verfahren zur Vergasung von Brennstoffen in Generatoren. - Google Patents

Verfahren zur Vergasung von Brennstoffen in Generatoren.

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DEP0055559DA
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fuels
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English (en)
Inventor
August Müser
Original Assignee
Müser, August, Düsseldorf
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Description

Gasgeneratoren wurden früher als sogenannte Heissgasgeneratoren betrieben. Das erzeugte Gas wurde heiss verbrannt. Heute geht man immer mehr dazu über, das erzeugte Gas vor der Verbrennung zu kühlen und zu reinigen, um Verschmutzungen in den Rohrleitungen und den Brennern zu vermeiden. Diese Reinigung ist aus folgenden Gründen schwierig.
Wenn der vergaste Brennstoff teerhaltig ist und ein heisses Rohgas entsteht, dann verkrackt ein Teil der Teerbestandteile des Gases, und der auszuwaschende Teer fällt in klebrigem Zustand an. Dadurch verschmutzen die Gasreinigungsapparate und die Gase werden nicht sauber. Der klebrige und zähflüssige Teer, soweit er ausgewaschen wird, ist fast wertlos und kann nicht in einer Destillation verarbeitet werden.
Erfindungsgemäss wird nun das Verkracken des Teeres im heissen Rohgas dadurch unterbunden, dass die obere Brennstoffschicht gekühlt wird, und zwar so tief, dass die Gasabzugstemperatur bis unter die Verkrackungstemperatur sinkt. Dies kann geschehen durch Beifügung eienr Substanz, die eine hohe spezifische bzw. Verdampfungswärme hat. Am besten eignet sich Wasser. Dieses wird in der oberen Brennstoffschicht verdampft, wodurch das abziehende heisse Rohgas genügend Wärme verliert, um unter die Verkrackungstemperatur zu sinken. Dadurch bleibt der Teer unzerstört in seiner Zusammensetzung und nach der Auswaschung dünnflüssig, sodass die Reinigung des Gases so- wohl in einem Desintegrator als auch in einem Elektrofilter erfolgen kann.
Der ausgewaschene Teer, nach diesem Verfahren gewonnen, kommt in bezug auf seine Viskosität, Beschaffenheit und Güte dem Urteer nahe.
Das Kühlwasser aus der oberen Brennstoffschicht, das als Dampf vom Gas aufgenommen und mitgeführt wird, gelangt in den nachgeschalteten Gaskühler, wo die Dämpfe kondensieren. Dieses Kondensat wird dann von Neuem zur Befeuchtung der oberen Brennstoffschicht benutzt. Die Benetzung kann vor, während oder nach der Beschickung vorgenommen werden und durch einen automatischen Regler in Abhängigkeit von der Temperatur des abziehenden Rohgases erfolgen.
Die obere nasse Brennstoffschicht hat ferner den Vorteil, dass sie wie ein Adhäsionsfilter staubbindend wirkt. Das erzeugte abströmende Gas verlässt dadurch staubfrei den Generator. Es war bisher ein schlecht gelöstes Problem, das Generatorgas vor seiner Teerauswaschung und Kühlung gründlich zu entstauben. Dieser Vorteil ist auch wichtig bei der Vergasung von teerfreien und teerarmen Brennstoffen, wie z.B. Koks oder Anthrazit, wo der sonst im Vorkühler oder Reiniger anfallende Staub schon in der nassen Oberschicht des Brennstoffes im Generator festgehalten wird und so wieder in den Vergasungsvorgang gelangt. Eine besondere Reinigungsanlage für solche Gase kann entweder kleiner werden oder ganz fortfallen.
Durch die staubbindende Wirkung des Verfahrens nach dem Erfindungsgegenstand können staubhaltigere Brennstoffe in kleinerer Körnung vergast werden.

Claims (3)

1.) Verfahren zur Vergasung von Brennstoffen in Generatoren mit nachgeschalteter Kühlung und Reinigung, dadurch gekennzeichnet, dass der Brennstoff vor, während oder nach der Einfüllung in den Generator so stark befeuchtet wird, dass dadurch die Gasabzugstemperatur so weit herabgesetzt wird, dass keine Teerbestandteile des Gases verkracken und der ausgewaschene Teer dünnflüssig anfällt.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Befeuchtung des Brennstoffes verwendete Flüssigkeit, die in einem nachgeschalteten Gaskühler kondensiert, wieder zur Befeuchtung des Brennstoffes, also im Kreislauf, benutzt wird.
3.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Zuleitung der beizufügenden Flüssigkeitsmenge in Abhängigkeit von der Gastemperatur automatisch durch Regler erfolgt.

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