DEP0054985DA - Kunstharzpreßstoff mit Textileinlage - Google Patents

Kunstharzpreßstoff mit Textileinlage

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DEP0054985DA
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Emil Dr.-Ing. Düsseldorf Hammerschmid
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Description

Die Erfindung betrifft ein Kunstharzpreßstoff mit Textileinlage. Ein Ziel der Erfindung ist, die Festigkeitseigenschaften von Kunststoffpreßkörpern wesentlich zu erhöhen.
Der Erfinder schlägt zu diesem Zwecke vor, die Einlage im wesentlichen aus Fasern sehr hoher spezifischer Reißfestigkeit herzustellen, obwohl diese Fasern ihrer Natur nach eine geringe Aufsaugfähigkeit für das Kunstharz besitzen. Eine innige Verbindung zwischen der Textileinlage und dem Kunstharz ist aber notwendig. Der Erfinder schlägt daher weiterhin vor, die Einlage teils aus den genannten Fasern hoher spezifischer Reißfestigkeit und teils aus Fasern hoher Aufsaugfähigkeit, aber geringerer Reißfestigkeit, herzustellen. Unter dem Begriff sehr hoher spezifischer Reißfestigkeit wird eine Festigkeit verstanden, welche die Reißfestigkeit von Baumwollfasern, Flachs und damit die Reißfestigkeit von bisher für diese Zwecke benutzten Fasern übertrifft. In Frage kommen vor allem anorganische Faser z.B.: Metalldrähte, insbesondere Strahldrähte und Glasfasern unter 8 (My), vorzugsweise zwischen 2 und 6 (My). Es kommen auch in Frage hochfeste vegetabilische Fasern, z.B.: Ramie. Ferner kommen in Betracht Polyamid- und Superpolyamid-Fasern, vor allem in gerechtem Zustande.
Diese sehr festen Fasern müssen mit dem Kunstharz in irgend einer Weise sehr innig verbunden werden. Das geschieht vorzugsweise dadurch, dass mit diesen Fasern andere Fasern verbunden werden, die geeignet sind, das Kunstharz stark aufzusaugen und sich daher mit dem Kunstharz innig zu verbinden. Als solche Faser kommt vor allem Baumwolle in Betracht. Als Beispiel sei angeführt: Eine Mischung von Baumwolle mit 20 - 25% Polyamid ergibt eine Festigkeit des Garnes, die doppelt so gross ist wie die Festigkeit des reinen Baumwollgarnes.
Da sowohl die erwähnten sehr festen Fasern als auch die Baumwollfasern preiswert sind, erhält man auf diese Weise eine Einlage, die trotz der wesentlich höheren Festigkeit nicht oder nicht wesentlich teurer ist.
Die Verbindung der saugfähigen Faser mit der Faser hoher Reißfestigkeit und geringer Aufsaugfähigkeit kann beispielsweise dadurch geschehen, dass die beiden Faserarten miteinander zu einem Faser versponnen oder verzwirnt werden. Man kann aber in der Regel auch Mischgewebe benutzen, die in der einen Richtung, z.B. als Kette die hochfesten Fasern und in der anderen Richtung, z.B. als Schuss die saugfähigen Fasern enthalten. Falls die Beanspruchung des fertigen Preßstoffgegenstandes nur in einer Richtung erfolgt, kann es genügen, eine solche Einlage derart zu benutzen, dass stets die hochfesten Fasern in der Richtung der Festigkeits-Beanspruchung liegen. In der Regel wird man solche Mischgewebe unter Abwechslung der Richtung von Kette und Schuss aufeinanderlegen. Man kann auch Gewebe aus hochfesten Fasern und saugfähigen Fasern abwechselnd aufeinanderlegen. Als Gewebearten eignen sich im besonderen Maße Cordgewebe und geknüpfte Gewebe.
Eine gute Verbindung zwischen dem Gewebe und dem Kunstharz wird ferner dadurch erreicht, dass das Gewebe zwischen den einzelnen Fäden oder zwischen Fädengruppen Öffnungen besitzt, durch die hindurch das Kunstharz hindurchtreten und Verbindungsbrücken bilden kann. Bei Benutzung solcher Gewebe kann man häufig den Anteil der saugfähigen Fasern an der Textileinlage ganz wesentlich herabsetzen.
Der Preßstoff mit derartigen Textileinlagen ist bestimmt für solche Fälle, in denen er bestimmten hohen Beanspruchungen ausgesetzt ist. Versuche des Erfinders haben gezeigt, dass vor allem die Scherfestigkeit und die Druckfestigkeit bei sehr hohen Beanspruchungen im wesentlichen abhängig ist von der Reißfestigkeit der Fasern der Textileinlage. Eine Scherbeanspruchung quer zur Richtung einer Kunststoffplatte tritt beispielsweise dort auf, wo die Kunststoffplatte durch schmale Metallteile belastet wird; eine Scherbeanspruchung in Richtung der Textileinlage tritt dort auf, wo die Kunststoffplatte als Reibungseinlage unter hohem Druck beansprucht wird.
Eine hohe Zerreißbeanspruchung der Textileinlage tritt z.B. bei der Formgebung unter der Heißpresse ein, wenn die Textileinlage aus Wickeln besteht, insbesondere dann, wenn mehrere Wickel nebeneinanderliegen.
Von besonderer Wichtigkeit sind diese Kunstharzpreßstoffe mit den oben vorgeschlagenen Textileinlagen, wenn der Kunstharzpreßstoff als Reibungseinlage unter sehr hohem Druck, z.B. zwischen 600 und 2000 kg/cm(exp)2 arbeitet, wie dies z.B. bei Grubenstempeln der Falle ist.
Weitere Anwendungsfälle sind z.B. hohe Beanspruchungen bei Bremsbeläge, beispielsweise bei Walzwerksrollgängen, Lager bei Walzwerken, insbesondere bei Kaltwalzwerken und Pilgerwalzwerken.

Claims (17)

1.) Kunstharz mit Textileinlage, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage teils aus Fasern sehr hoher spezifischer Reißfestigkeit und entsprechend geringer Aufsaugfähigkeit und teils aus Fasern hoher Aufsaugfähigkeit und entsprechend geringer spezifischer Reißfestigkeit besteht.
2.) Preßstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Fasern sehr hohe spezifische reißfeste anorganische Fasern (Metall- und Glasfasern) verwendet sind.
3.) Preßstoff nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass Glasfasern von einer Stärke von weniger als 8 (My) verwendet sind.
4.) Preßstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Faser sehr hoher spezifischer Reißfestigkeit Ramie benutzt wird.
5.) Preßstoff nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass als Faser sehr hoher spezifischer Reißfestigkeit gerechte Polyamid- oder Superpolyamid-Faser verwendet sind.
6.) Preßstoff nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Fasern hoher spezifischer Reißfestigkeit mit den Fasern hoher Aufsaugfähigkeit versponnen oder verzwirnt sind.
7.) Preßstoff nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, dass das Gewebe der Einlage in der einen Richtung (Kette oder Schuss) die Fasern hoher spezifischer Reißfestigkeit und in der anderen Richtung die Fasern hoher Aufsaugfähigkeit enthält.
8.) Preßstoff nach einem der Ansprüche 1 - 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage aus abwechselnden Lagen von Geweben aus Fasern hoher spezifischer Reißfestigkeit und Geweben aus Fasern hoher Aufsaugfähigkeit besteht.
9.) Preßstoff nach einem der Ansprüche 1 - 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage aus einem Cordgewebe oder geknüpftem Gewebe besteht.
10.) Preßstoff nach einem der Ansprüche 1 - 9, insbesondere für Einlagen mit hohen Anteil von Faser geringer Saugfähigkeit, dadurch gekennzeichnet, dass die Einlage zwischen den Fäden oder Fädengruppen Öffnungen besitzt, durch die hindurch das Kunstharz Kunstharzbrücken bildet.
11.) Preßstoff nach einem der Ansprüche 1 - 10, dadurch gekennzeichnet, dass die Textileinlage die Form von nebeneinander liegenden Wickeln hat.
12.) Preßstoff nach einem der Ansprüche 1 - 11, dadurch gekennzeichnet, dass er für Gegenstände, die hohen Scherbeanspruchungen ausgesetzt sind, verwendet wird.
13.) Preßstoff nach einem der Ansprüche 1 - 11, dadurch gekennzeichnet, dass er für Gegenstände, die hohen Belastungen in der Richtung der Einlage ausgesetzt sind, verwendet wird.
14.) Preßstoff nach einem der Ansprüche 1 - 11, dadurch gekennzeichnet, dass er für Gegenstände, die einer grossen Reibung unter hohem Druck ausgesetzt sind, verwendet wird.
15.) Preßstoff nach einem der Ansprüche 1 - 11, dadurch gekennzeichnet, dass er für Reibeinlagen von Grubenstempeln verwendet wird.
16.) Preßstoff nach einem der Ansprüche 1 - 11, dadurch gekennzeichnet, dass er für hochbeanspruchte Lager verwendet wird.
17.) Preßstoff nach einem der Ansprüche 1 - 11, dadurch gekennzeichnet, dass er für hochbeanspruchte Bremsbeläge verwendet wird.

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