DEP0054436DA - Verfahren zur Herstellung von Alkalipolyphosphat - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Alkalipolyphosphat

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DEP0054436DA
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DE
Germany
Prior art keywords
rotary kiln
alkali
polyphosphate
production
water
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Bernward Dr. Wiesbaden-Biebrich Garre
Original Assignee
Chemische Werke Albert, Wiesbaden-Biebrich
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Description

Das Patent ... (Anmeldung p 52 982) beschreibt ein Verfahren zur Herstellung von Alkalipolyphosphat, indem Gemische aus Mono- oder Dialkaliorthophosphat oder aus Alkalimeta- und Alkalipyrophosphat mit einem Überschuss von höchstens 10% über das stöchiometrische Verhältnis an Monoalkaliorthophosphat oder an Alkalimetaphosphat auf Sintertemperaturen erhitzt werden. Hierbei werden die Phosphat-Ausgangsmischungen zweckmässig aus Lösungen hergestellt, in denen sie bereits in den erforderlichen Mischungsverhältnissen vorhanden sind. Diese Lösungen werden dann nach bekannten Verfahren, beispielsweise über Walzentrockner, getrocknet, so dass die Ausgangsstoffe in feinverteiltem Zustande und innig mit einander gemischt vorliegen. In diesem Zustande enthalten die Gemische immer noch einige Prozent Wasser.
Werden sie dann in einem Muffelofen o.ä., also in einem Ofen, in dem das Gemisch nicht bewegt wird, gemäss dem Verfahren des Hauptpatentes auf etwa 500 - 600° erhitzt, so entsteht ein klar lösliches, hochprozentiges Polyphosphat. Das im Ausgangsgemisch enthaltene Wasser ist vollständig verdampft. Sintert man dagegen solche getrockneten Gemische bei den gleichen Temperaturen in einem Drehrohrofen, so wird ein Polyphosphat erhalten, das demgegenüber in Wasser nicht völlig löslich ist, vielmehr einen Rückstand hinterlässt. Der Polyphosphatgehalt ist entsprechend dem ungelösten Rückstand geringer, obwohl auch in diesem Falle das Wasser des Ausgangsgemisches restlos verdampft ist.
Diese Tatsache wirkt sich für die Erzeugung von Polyphosphat nachteilig aus, da sie an sich am wirtschaftlichsten nur im Drehrohrofen durchgeführt werden kann. Hierbei ist es nämlich lediglich notwendig, das ungemahlene, direkt vom Walzentrockner kommende Gemisch in den Drehrohrofen zu werfen und nach einer gewissen Zeit, die je nach Bauart und Betriebsbedingungen des Drehrohrofens geändert werden muss, das gesinterte Material am anderen Ende des Ofens zu entnehmen. Demgegenüber erfordert ein muffelähnlicher Ofen bedeutend mehr Handgriffe zur Beschickung und zur Entleerung des Ofens. Er ist deswegen unwirtschaftlich, ganz abgesehen davon, dass er eine kontinuierliche Arbeitsweise, wie sie im Drehrohrofen möglich ist, nicht gestattet.
Es wurde nun überraschend gefunden, dass auch im Drehrohrofen ein klar lösliches Polyphosphat erhalten wird, wenn während des Erhitzens des Reaktionsgemisches zum Sintern vom Ende des Drehrohrofens her ein trockner Luftstrom durch den Ofen geleitet wird. Der Luftstrom kann auch vorgewärmt sein, um die Temperatur des Ofens durch den Luftdurchgang nicht herabzusetzen.
Der Grund, weshalb in einem Drehrohrofen, der sich lediglich dadurch von einem muffelähnlichen Ofen unterscheidet, dass das Gemisch während des
Erhitzens in Bewegung gehalten wird, schlechtere Produkte erhalten werden, ist nicht erklärlich, da in jedem Falle im Ausgangsmaterial Wasserdampf vorhanden ist und während des Erhitzens entweicht.
Beispiel: Eine wässrige Lösung, die Mono- und Dinatriumphosphat im stöchiometrischen Mengenverhältnis enthält, und der noch ein Überschuss von 5% Mononatriumphosphat zugesetzt ist, wird zwecks feiner Verteilung der festen Stoffe auf dem Walzentrockner getrocknet. Nach dem Trocknen enthält die feste Substanz noch 5% Wasser. Sie wird dann vom Walzentrockner sofort in den Drehrohrofen gegeben. Vom Auswurfende des Drehrohrofens aus wird ein Luftstrom von 400°C durch den Ofen geleitet. Der Drehrohrofen selbst hat die Temperatur von 600°C. Nach 30 Minuten langem Verbleiben des festen Ausgangsgemisches im Drehrohrofen ist ein klar wasserlösliches Natriumpolyphosphat mit einem Polyphosphatgehalt von 95% entstanden.
Wird demgegenüber dieselbe Ausgangsmischung unter den gleichen Bedingungen, jedoch ohne Luftdurchleiten während 30 Minuten auf 600° erhitzt, so löst sich das Endprodukt nicht klar in Wasser, und sein Polyphosphatgehalt beträgt nur etwa 80%.

Claims (1)

  1. Verfahren zur Herstellung von Alkalipolyphosphat gemäss Patent ... (Anmeldung p 52 982), dadurch gekennzeichnet, dass die festen, jedoch noch geringe Mengen Wasser und einen nicht mehr als 10% betragenden Überschuss an Monoalkaliorthophosphat oder an Alkalimetaphosphat enthaltenden Alkaliphosphat-Ausgangsgemische im Drehrohrofen unter Durchleiten eines trockenen Luftstromes durch den Ofen auf Sintertemperaturen zwischen 500 und 620° erhitzt werden.

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