DEP0054184DA - Verfahren zum Durchführen von Metall-Schlacken-Reaktionen im Drehofen. - Google Patents

Verfahren zum Durchführen von Metall-Schlacken-Reaktionen im Drehofen.

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DEP0054184DA
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English (en)
Inventor
Karl Schmidt
Original Assignee
Karl Schmidt, Metallschmelzwerk GmbH., Stuttgart-Vaihingen
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Description

Die vorliegende Erfindung ermöglicht, Reaktionen zwischen Metallen und Schlacken bzw. Zuschlägen in schneller und wirkungsvoller Weise im Drehofen durchzuführen. Solche Reaktionen sind zum Teil bekannt und können entweder zur Entfernung unerwünschter Bestandteile aus Legierungen oder dgl., oder umgekehrt zur Einführung erwünschter Bestandteile in die Metall-Phase dienen. Daneben können in dieser Weise geschmolzene Metalle von nichtmetallischen Verunreinigungen befreit werden, indem sie mit einer geeigneten Salzschmelze durchgewaschen werden.
Bisher wurden Drehöfen, in denen solche Reaktionen durchgeführt wurden, mit weniger als 2 Umdrehungen pro Minute betrieben, das diese Geschwindigkeit für den bisher allein verfolgten Zweck, die von der Flamme erhitzten Ofenwände unter das Schmelzbad zu führen, vollkommen ausreichte. Es zeigte sich nun, dass für ein erfolgreiches Arbeiten im Sinne der eingangs gestellten Aufgabe eine Drehzahl von mehr als 2 Umdrehungen pro Minute notwendig ist, vorzugsweise 3 - 8. Dadurch wird eine innige Durchmischung der Reaktionsteilnehmer erreicht.
Es ist ferner sehr zweckmässig, den Ofen polygon auszumauern, vorzugsweise 4- oder 5-eckig. Polygone mit mehr als 5 Ecken sind weniger zweckmässig, da sich dann Metall und Schlacke nicht so intensiv durchmischen. Grundsätzlich wird im flüssigen Zustand beider Komponenten gearbeitet, gegebenenfalls aber auch nur einer Komponente, bzw. im teigigen Zustand.
Anstelle von Drehöfen können auch entsprechende Oszillier- bzw. Schwenköfen zur Anwendung gelangen, bei denen die
Schwenkbewegung so einzustellen ist, dass die sich ergebende Durchmischung des Inhaltes der Durchmischung in Drehöfen mit mehr als 2 Umdrehungen pro Minute entspricht.
Das neue Verfahren ist besonders brauchbar für die Entfernung von Metallen aus Legierungen durch Zugabe einer Verbindung, deren Säurerest sich mit dem zu entfernenden Metall verbindet, während das dabei freigesetzte Metall von der Legierung aufgenommen wird. Beispielsweise wird einer Aluminium-Magnesium-Legierung, welcher das Magnesium entzogen werden soll, eine Aluminium-Verbindung, z.B. Kryolith, zugegeben. Dabei wird das Magnesium verschlackt, während das freigesetzte Aluminium von der Legierung aufgenommen wird. Aus einer Zink-Aluminium-Legierung kann das Aluminium beispielsweise mit Zink-Oxyd entfernt werden. Die Zusatzmenge soll der zu entfernenden Metallmenge mindestens äquivalent sein. Es ist ferner möglich, das erforderliche Metallsalz in der Schmelze selbst zu erzeugen. Bei einem Zusatz von Zink-Oxyd kann man z.B. durch Oxidationsmittel, z.B. Kaliumnitrat oder Luftsauerstoff, einen Teil des in der Schmelze enthaltenen Zinks in das Oxyd überführen.

Claims (4)

1. Verfahren zum Durchführen von Reaktionen zwischen Metallen einerseits und Schlacken, bzw. Zuschlägen andererseits im Drehofen, dadurch gekennzeichnet, dass der Drehofen mit einer Umdrehungszahl von mehr als 2 pro Minute betrieben wird.
2. Drehofen zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1), dadurch gekennzeichnet, dass er polygon, vorzugsweise 4- oder 5-eckig, ausgemauert ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1), dadurch gekennzeichnet, dass anstelle eines Drehofens ein Schwenkofen verwendet und dieser mit einer solchen Schwenkzahl pro Minute betrieben wird, dass die Durchmischung des Inhaltes derjenigen entspricht, die in einem Drehofen mit einer Drehzahl von mehr als 2 pro Minute erreicht wird.
4. Anwendung der Verfahren nach den Ansprüchen 1 und 3, auf die Entfernung nichtmetallischer Verunreinigungen aus Metallschmelzen durch Durchmischen mit Salzschmelzen.

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