DEP0053926DA - Verfahren zum Rösten von Tabak und ähnlichem Gut. - Google Patents
Verfahren zum Rösten von Tabak und ähnlichem Gut.Info
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Description
Um Tabak für die Weiterverarbeitung geeignet zu machen, wird er bekanntlich einer Feuchtung ausgesetzt. Dabei ist von Bedeutung, dass sich die Feuchtigkeit dem Tabak möglichst gleichmässig mitteilt. Zu diesem Zweck hat man bereits vorgeschlagen, den Tabak vor oder nach der Feuchte einem elektrischen Wechselfeld auszusetzen, dessen Frequenz einer Wellenlänge von ca. 5 bis 50 m entspricht. Auch ist es bereits bekannt, gefeuchteten Tabak nachträglich zu trocknen, indem man ihn durch eine Kondensatorfeld mit Frequenzen von 3 x 10(exp)6 HZ bewegt, um vermittels der Feldwärme die überflüssige Feuchtigkeit wieder zum Verdampfen zu bringen.
Bei der Erfindung handelt es sich weder um einen Trocknungs- noch Feuchtungsprozess, sondern um ein Röstverfahren. Gegenüber dem Trocknen erfolgt der Röstvorgang plötzlich, wobei die Temperaturen wesentlich höher liegen als beim Trocknen (Trocknen etwa 40/50°C; Rösten etwa 80/100°C). Das Rösten bewirkt
eine Geschmacksveredelung des Tabaks und ein bessere Aufsaugen der Sosse. Es wurde nun gefunden, dass sich das Rösten von Tabak in hervorragender Weise in einem elektrischen Feld durchführen lässt. Da die Wirkung des Feldes bekanntlich von innen nach aussen erfolgt, wird die im Tabak befindliche Eigenfeuchtigkeit schnell und gleichmässig zum Ausschwitzen gebracht und ein beachtlich besseres Röstgut erzielt, als es bei den bekannten Röstverfahren der Fall ist. Bei dem bekannten Rösten in beheizten Drehtrommeln ist insbesondere bei geschnittenem Tabak ein Verfilzen der einzelnen Tabakfasern und ein Zusammenballen des Tabaks nicht zu vermeiden, so dass die Gleichmässigkeit des Röstgutes nicht gewährleistet ist. Vielmehr wird das Gut stellenweise zu schart bzw. zu wenig geröstet, so dass bei dem sich an die Röstung anschliessenden Kühlprozess der Tabak eine ungleichmässige Beschaffenheit erhält. Diese Mängel werden beseitigt, wenn der Tabak beim Hindurchbewegen durch das Kondensatorfeld gleichmässig geröstet und unmittelbar danach ebenso gleichmässig gekühlt wird.
Ein weiterer Vorzug des Röstens im elektrischen Hochfrequenzfeld besteht darin, dass durch Regulieren der Sendeleistung bzw. durch Verändern der Kondensatorgrösse oder des Abstandes der Kondensatorplatten der Röstprozess weitgehendst im Rhythmus der dem Röstprozess vor- bzw. nachgeschalteten Maschinen und Einrichtungen erfolgen kann. Dadurch wird erreicht, dass man beispielsweise eine Schneidemaschine vor- und die Kühleinrichtung nach dem Röstprozess derart im Takt mit letzterem fahren kann, dass ein kontinuierlicher Betrieb gewährleistet ist. Dieser Vorteil ist für eine gleichmässige Beschaffenheit
des Tabaks von ausserordentlicher Bedeutung, das an keiner Stelle des Verarbeitungsprozesses eine Stauung des Tabaks eintreten kann, die bei der Empfindlichkeit der verschiedenen Tabaksorten gegebenenfalls zu einer Geschmacksänderung des Tabaks führen kann.
Das gleichmässige Hindurchbewegen des Röstguts durch das Kondensatorfeld kann in verschiedener Form erfolgen. So kann der Tabak in gehöriger Schichtstärke uf Transportvorrichtungen, z. B. auf einem Transportband zwischen den Kondensatoren hindurchgefahren werden. Auch ist es denkbar, dass der Tabak das Kondensatorfeld im freien Fall passiert, wobei die Fallgeschwindigkeit der Leistung der übrigen Maschinen und Einrichtungen entsprechend durch Gegenstromluft oder auf andere Weise angebracht werden kann. In beiden Fällen können zwecks Beeinflussung des Röstvorgangs mehrere Kondensatorfelder vorgesehen sein, deren Energiedichte überdies verschieden sein kann. Je nach Art des zu röstenden Tabaks hat man es dabei in der Hand, den Tabak zu Beginn oder an anderer Stelle der Röststrecke länger oder kürzer, scharf oder weniger scharf zu rösten, indem die elektrische Sendeleistung an den jeweiligen Stellen des Kondensatorfeldes verschieden hoch gewählt wird.
Was die Formgebung der Kondensatoren anbelangt, so können diese platten-, mulden- oder zylinderförmig ausgebildet sein.
Claims (10)
1. Verfahren zum Rösten von Tabak und ähnlichem Gut, dadurch gekennzeichnet, dass das Gut im ungeschnittenen oder geschnittenen Zustand in gehöriger Schichtstärke derart fliessend durch ein elektrisches Feld von einer Frequenz von über 3 x 10(exp)6 HZ hindurchbewegt wird, das ein gleichmässiges Rösten aller Tabakteile und damit auch ein gleichmässiges Abkühlen hinter dem elektrischen Feld gewährleistet ist.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Röstgut auf einer Transportvorrichtung, z. B. einem Förderband durch das elektrische Feld bewegt wird, dessen Umlaufgeschwindigkeit regelbar ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Röstgut im freien Fall durch das elektrische Feld hindurchbewegt wird, wobei die Fallgeschwindigkeit durch Gegenstromluft oder sonstwie abbremsbar sein kann.
4. Verfahren nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Röstgut an mehreren Stellen der Einwirkung eines elektrischen Feldes ausgesetzt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Röstgut durch mehrere elektrische Felder bewegt wird, deren Sendeleistungen jede für sich regelbar sind.
6. Verfahren nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Feldleistung derjenigen der übrigen zum Verarbeitungsprozess eines fertig gerösteten Tabaks bzw. Schnitttabaks gehörenden Maschinen und Einrichtungen jeweils derart angepasst wird, dass das Rösten des Tabaks im Rhythmus der dem Feld vor- bzw. nachgeschalteten Verarbeitungsmaschinen bzw. -einrichtungen erfolgt.
7. Verfahren nach Anspruch 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die elektrische Sendeleistung, die Zahl und Grösse der Kondensatoren, die Tabakmenge sowie die Durchschleusgeschwindigkeit durch das elektrische Feld jeweils derart gegen- und untereinander abgestimmt werden, dass vom Rohtabak bis zum verarbeitungsfertigen Rösttabak ein ununterbrochen fliessender Arbeitsgang gewährleistet ist.
8. Anlage zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch 1 bis 7, gekennzeichnet durch ein oder mehrere Felder, durch die der zu röstende Tabak hinduchgeführt wird und mit denen die vor- bzw. nachgeschalteten Maschinen und Einrichtungen mittel- oder unmittelbar derart zusammenarbeiten, dass ein kontinuierlicher Röstvorgang erfolgt.
9. Anlage nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass die Vorrichtung zum Fördern des Röstguts durch das elektrische Feld mit den vor- bzw. nachgeschalteten Maschinen bzw. Einrichtungen zwangsläufig gekuppelt ist.
10. Anlage nach Anspruch 8 und 9, dadurch gekennzeichnet, dass die Kondensatoren platten-, mulden- oder zylinderförmig ausgebildet sind.
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