DEP0053510DA - Vorbehandlung von Thomasroheisen für das Erblasen eines Thomasstahles mit niedrigem Stickstoffgehalt - Google Patents

Vorbehandlung von Thomasroheisen für das Erblasen eines Thomasstahles mit niedrigem Stickstoffgehalt

Info

Publication number
DEP0053510DA
DEP0053510DA DEP0053510DA DE P0053510D A DEP0053510D A DE P0053510DA DE P0053510D A DEP0053510D A DE P0053510DA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
thomas
pig iron
steel
blowing
pretreatment
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Karl Georg Dr.-Ing. Duisburg-Huckingen Speith
Original Assignee
Hüttenwerk Huckingen AG, Duisburg
Publication date

Links

Description

Es ist bekannt, dass bei der Herstellung eines normalen Thomasstahls sich häufig Misstände dadurch ergeben, dass sich das Roheisen schlecht verblasen lässt. Die einzige Abhilfe dagegen besteht in der Drosselung des Frischwindes, um den Auswurf, der sich als Folge der schlechten Verblasbarkeit ergibt, in erträglichen Grenzen zu halten. Diese Massnahme versagt aber dann, wenn aus dem Roheisen ein Stahl mit möglichst niedrigem Stickstoffgehalt erblasen werden soll. Die bis jetzt entwickelten Verfahren, einen Thomasstahl mit niedrigem Stickstoffgehalt herzustellen, entweder durch Blasen von der Seite oder durch Blasen im schräggestellten Konverter, beruhen nämlich auf der Erkenntnis, dass das an der Grenzfläche zwischen Frischwind und Eisenbad durch den Luftsauerstoff gebildete Eisenoxydulhäutchen dem Luftstickstoff den Eintritt in das Bad verwehrt. Da durch die heftige Durchwirbelung des Bades der Zusammenhang des Häutchens oft unterbrochen wird und auch das Häutchen selbst im Bad löslich ist, muss für seine dauernde Erneuerung durch ein ausreichendes Sauerstoffangebot gesorgt werden. Daher wird bei diesen Verfahren der Luftsauerstoff im Überschuss zugeführt, sodass die das Eisenbad durchstreifenden Luftblasen auch bei ihrem Austritt aus dem Bade noch Sauerstoff enthalten. Wird nun der Frischwind gedrosselt, so ist die ständige Erneuerung des Eisenoxydulhäutchens in Frage gestellt und der Stickstoff tritt in das Eisen ein. Es ist daher, wie umfangreiche Versuche ergeben haben, nicht möglich, aus einem schlecht verblasbaren Thomasroheisen einen Stahl mit niedrigem Stickstoffgehalt herzustellen.
Die schlechte Verblasbarkeit des Roheisens ist in der Hauptsache durch einen erhöhten Siliziumgehalt bedingt. Allgemein wird angenommen, dass der Gehalt dieses Begleitelements etwa 0,5 % nicht überschreiten soll. Weiterhin spielt auch die Temperatur des Roheisens eine Rolle und zwar wird durch steigende Temperatur des Roheisens eine Rolle und zwar wird durch steigende Temperatur die Verblasbarkeit verbessert. Um nun ein Thomasroheisen, dessen Siliziumgehalt über der kritischen Grenze liegt, für die Herstellung eines stickstoffarmen Thomasstahls geeignet zu machen, wird vorgeschlagen, das Roheisen unmittelbar vor dem Verblasen im Konverter mit Hilfe von möglichst reinem Sauerstoff in der Pfanne zu entsilizieren. Da die Oxydation des Siliziums ein exothermer Vorgang ist, wird mit der Entfernung dieses schädlichen Begleitelements gleichzeitig die Temperatur des Roheisens gesteigert. Die vorgeschlagene Massnahme ermöglicht es weiterhin, zur Herstellung eines stickstoffarmen Thomasstahls ein Thomasroheisen zu verwenden, das im Hochofen absichtlich mit erhöhtem Siliziumgehalt erstellt worden ist. Ein solches Roheisen hat bekanntlich nicht nur höhere Temperatur als ein siliziumarmes Eisen, sondern auch einen erheblich niedrigeren Schwefelgehalt. Auch lässt sich der Hochofen nach der heissen Seite hin leichter führen als nach der kalten.
Es ist schon vorgeschlagen worden, zur Verbesserung der Verblassbarkeit das Thomasroheisen in der Pfanne durch Einführen von flüssigem Wasser zu entsilizieren. Abgesehen davon, dass bei diesem Vorschlag an die Verwendung eines so behandelten Roheisens für die Herstellung eines stickstoffarmen Thomasstahls nicht gedacht worden ist, wird auch für die Spaltung des Wassers Wärme verbraucht. Die bei der Oxydation des Siliziums entwickelte Wärmemenge kommt also dem Roheisen nicht uneingeschränkt zugute.
Es ist weiterhin vorgeschlagen worden, siliziumreiches Thomasroheisen im sauren Konverter oder in einer Frischtrommel vorzufrischen.
Aber auch diesem Vorschlag lässt sich die Verwendung des vorgefrischten Roheisens für die Herstellung eines stickstoffarmen Thomasstahls nicht entnehmen. Ausserdem ist mit dem mehrmaligen Umfüllen ein erheblicher Temperaturverlust verbunden.

Claims (2)

1. Vorbehandlung von Thomasroheisen, dessen Siliziumgehalt oberhalb der für die Verblasbarkeit kritischen Grenze liegt, für das Erblasen eines Thomasstahles mit niedrigem Stickstoffgehalt, dadurch gekennzeichnet, dass das Roheisen in der Pfanne mit Hilfe von möglichst reinem Sauerstoff entsiliziert wird.
2. Die Verwendung eines Thomasroheisens, welches im Hochofen absichtlich mit einem erhöhten Siliziumgehalt erstellt ist, für das im Anspruch 1 genannte Verfahren.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE575867C (de) Verfahren zur Herstellung elektrolytarmer, waesseriger Loesungen von Seidenfibroin
DEP0053510DA (de) Vorbehandlung von Thomasroheisen für das Erblasen eines Thomasstahles mit niedrigem Stickstoffgehalt
DE744748C (de) Verfahren zur Herstellung von Sauermalzen
DE925889C (de) Verfahren zur Herstellung von Dialkylsulfoxyden
DE428755C (de) Verfahren zur Erzeugung von Roheisen und Stahl
DE525307C (de) Verfahren zum Konzentrieren von eisensulfathaltiger Schwefelsaeure in rotierenden OEfen
DE973180C (de) Verfahren zur Herstellung eines stickstoffarmen Stahles im Windfrischverfahren
DE2259533A1 (de) Bodenblasendes frischverfahren
DE876694C (de) Herstellung eines hochwertigen Stahles durch Windfrischen von Roheisen
DE2011676A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Formaldehyd
AT119466B (de) Blasformen zur Einführung des Gebläsewindes in Hochöfen.
DE904543C (de) Verfahren zur Erzeugung von Stahl
DE924452C (de) Mehrstufiges Verfahren zur Herstellung von Windfrischstahl, insbesondere Thomasstahl mit verbesserten Eigenschaften
DE878358C (de) Verfahren zur Herstellung eines Stahles mit niedrigem Stickstoffgehalt in der Thomasbirne
DE865319C (de) Verfahren zur Behandlung von Gusseisen bzw. Giessereiroheisen
DE960897C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Oberwindfrischen phosphorhaltigen Roheisens
DE594363C (de) Verfahren zur Herstellung von Alkaliaziden, insbesondere Natriumazid
DE804013C (de) Masse zur gleichzeitigen Entphosphorung und Entschwefelung von fluessigem Stahl
AT217069B (de) Verfahren zur Herstellung von Stahl durch Windfrischen von Roheisen im Konverter oder Drehofen
DE2459763A1 (de) Verfahren zur herstellung von eisenschwamm
DE898598C (de) Konverterboden und seine Verwendung zum Herstellen von Stahl nach dem basischen Windfrischverfahren
DE401418C (de) Verfahren zur Gewinnung von Zellstoff und Lignonkoerpern aus Holz und holzhaltigen Rohstoffen
DE958656C (de) Verfahren zur Herstellung von Stahl im basischen Konverter
DE816859C (de) Erzeugen von phosphorarmem Windfrischstahl
DE1149372B (de) Verfahren zur Vermeidung von Auswurfverlusten beim Verblasen von Thomas-Roheisen miteinem Silizium-gehalt von ueber 0, 4% zu Thomasstahl