DEP0052881DA - Verfahren zur Herstellung von harten Kunststoffolien, insbesondere aus Polyvinylchlorid - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von harten Kunststoffolien, insbesondere aus Polyvinylchlorid

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DEP0052881DA
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polyvinyl chloride
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plastic films
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English (en)
Inventor
Norbert Dr. Freiburg Böckl
Original Assignee
Chemische Fabrik Knoell KG, Freiburg
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Description

Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von harten Kunststoffolien, insbesondere aus Polyvinylchlorid im Gießverfahren.
Kunststoffolien aus Polyvinylchlorid in giessender Verfahrensweise herzustellen, ist an sich bekannt. Hierbei ist es notwendig, dass die aus dem Grundstoff mit dem beigegebenen Weichmacher zubereitete Paste dünnflüssig genug ist, um die giessen zu können. Will man dabei Folien gewinnen, die eine bestimmte Flächenhärte aufweisen sollen, so verlangt dies höhere Prozentanteile an Polyvinylchlorid. Die Folge dieses höheren Grundstoffanteiles ist, dass die daraus zubereitete Paste nicht mehr dünnflüssig genug ausfällt, um sie einwandfrei im Gießverfahren weiter verarbeiten zu können und dass sie sich dann auch durch Anquellen zu schnell verdickt, so dass kein einwandfreies Arbeitsprodukt gesichert ist und auch die vorzubereitende Vorratsmenge an Paste zeitlich zu kurzfristig unbrauchbar wird.
Die Erfindung bezweckt die Behebung dieses Übelstandes und ausserdem die Schaffung weiterer mit ihr verbundener Vorteile. Erreicht wird dies erfindungsgemäß dadurch, dass dem insbesondere aus Polyvinylchlorid unter Zugabe eines Weichmachers bestehenden Foliengrundstoff noch ein freie Valenzen aufweisendes und so durch Sauerstoffaufnahme einer Polymerisation unterziehbares Öl zugesetzt wird.
Ein Öl der angegebenen Eigenschaft wirkt dabei einerseits für die Gießpaste als zweckdienliches Verdünnungsmittel, das der Paste trotz hoher Prozentanteile an Grundstoffmaterial eine gute Gießfähigkeit sichert, andererseits hat ein solches Öl aber noch den weiteren Vorzug, dass es selber mit polymerisierungsfähig sich dem eigentlichen Polymerisationsvorgang, der die Folie gewinnen lässt, zweckdienlich einbaut, da es bei den notwendigen hohen Temperaturen eine Gelatinierung möglich macht und da es ausserdem der dann entstehenden gegossenen Folienmasse nach Wunsch beste Härteeigenschaften sichert.
Versuche haben gezeigt, dass als zuzugebendes Öl der fraglichen Art und Wirkung sich z.B. Leinöl ganz besonders eignet. Es hat sich auch herausgestellt, dass vor allem Leinöl ein unerwünscht vorzeitiges Anlösen des Polyvinylchlorids durch den Weichmacher verhindert, was das oben erwähnte unbrauchbar machende Verdicken der Gießpaste in verhältnismäßig kurzer Zeit verursachen würde. Die erfindungsgemäß vorgesehene spezielle Ölzugabe wirkt also auch als Stabilisierungspufferung gegen das angeführte Anquellen. Abgesehen hiervon sichert sie den gewonnenen Folien in bisher, insbesondere auch im Giessverfahren, nicht erreichbar gewesenem Ausmasse höhere Shore-Härte. Die nach dem neuen Verfahren hergestellten Folien eignen sich eben wegen ihrer guten Shore-Härte auch als Flächenbelag, z.B. für Wände, Fussböden u.dgl. und ebenso auch für Belegungen auf Textilunterlagen oder auf Filzpappe, die ein leichtes Aufkleben ermöglicht.
Es kommt nun ferner noch in Betracht, die Folien insbesondere für diesen Zweck durch zusätzliche Beigabe eines Leuchtfarbstoffes sogar leuchtfähig zu machen und zwar entweder in der ganzen Fläche oder gegebenenfalls auch nur streifen- oder stellenweise. Man erhält dadurch eine Leuchtfolie und mit ihr die Möglichkeit, z.B. einen sich in der Dunkelheit von selbst aufhellenden Fußbodenbelag, z.B. für Krankenhäuser, Gänge, Treppen usw. zu schaffen, dessen Leuchtkraft abnutzungsfest erhalten bleibt, weil sie in die den Fussbodenbelag bildende Folie miteingebettet ist. Die gleichmäßige Einmischung dieses einzubettenden Leuchtfarbstoffes wird dabei noch erleichtert durch die mittels Zugabe des Spezialöles erzielte verbesserte Dünnflüssigkeit der Gießpaste. Erwähnt sei, dass diese Maßnahme auch in Betracht kommen kann bei der Herstellung von Folien und Materialien für andere Zwecke, insbesondere auch für Schuhe oder Schuhsohlen, so dass diese Teile dann ebenfalls einen wirkungsvollen Leuchteffekt zeigen.

Claims (2)

1.) Verfahren zur Herstellung von harten Kunststoffolien, insbesondere aus Polyvinylchlorid im Gießverfahren, dadurch gekennzeichnet, dass dem aus Polyvinylchlorid unter Zugabe eines Weichmachers bestehenden Foliengrundstoff ein freie Valenzen aufweisendes und so durch Sauerstoffaufnahme einer Polymerisation unterziehbares Öl, z.B. Leinöl, zugesetzt wird.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass dem Foliengrundstoff zusätzlich noch ein Leuchtfarbstoff so beigegeben wird, dass er die Folienoberfläche im Ganzen oder streifen- bzw. stellenweise bei Dunkelheit leuchtfähig macht.

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