DEP0052004DA - Masse und Verfahren zur Herstellung von Formen für Gießereizwecke - Google Patents
Masse und Verfahren zur Herstellung von Formen für GießereizweckeInfo
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Description
Formen für Giessereizwecke aus einer Formmasse, die neben Quarzsand ein hydraulisches Bindemittel, z. B. Zement, enthält, haben den Nachteil, dass ihre Oberflächen sehr rauh sind und daher das flüssige Metall sehr stark in diese einbrennt, sodass die Gusskörper dadurch eine unansehnliche Gusshaut erhalten. Dieser Mangel kann zwar durch Schwärzen der Formen und Kerne behoben werden. Durch diese Massnahme wird aber in sehr nachteiliger Weise die Trocknungs- und damit auch die Lagerungszeit der Formen und Kerne erheblich verlängert, was wiederum einen grösseren Platzbedarf in der Giesserei zur Folge hat. Bei Formen, die aus Tonsanden hergestellt sind, wird dieses Einbrennen auch dadurch erfolgreich vermieden, dass diese mit Graphit eingestäubt und poliert werden. Bei Zementsandformen ist die Anwendung dieses Verfahrens aber nicht möglich, da der Graphit mit der Oberfläche der Zementsandform keine Bindung eingeht, nach dem Trocknen der Form zum grossen Teil wieder abblättert und der verbleibende Rest beim Giessen von dem flüssigen Metall weggespült wird.
Durch die Erfindung wird nun ein Weg gezeigt, der auch das Bestäuben der Zementsandformen mit Graphit möglich macht. Sie geht dabei aus von einer Formmasse, die neben Quarzsand ein hydraulisches Bindemittel, z. B. Zement, enthält. Die eigentliche erfinderische Neuerung besteht darin, dass der Formmasse ein oder mehrere weitere Bindemittel, z. B. Zellpechpulver, Culluloseäther, Phenolharze, Stärkeprodukte, Erstarrungsöle, beispielsweise Melasse, in bekannter Weise zugesetzt werden, wodurch die Grünstandsfestigkeit der Formmasse erhöht sowie das Zersprengen der Form und der Kerne beim Erstarren der Gussmasse und das Lösen der Form- und Kernmasse vom erkalteten Gusskörper erleichtert wird, ferner gegebenenfalls noch Kohlenstaub hinzugefügt wird und die aus dieser Formmasse hergestellten Formen ausserdem mit Graphit eingestäubt und poliert werden. Die nach diesem Verfahren gewonnenen Gusskörper lösen sich leicht aus der Form, auch die Kerne lassen sich leicht entfernen und die Gusskörper erhalten eine glatte Aussenhaut. Aber nicht nur diese Vorteile allein werden durch die Anwendung des neuen Verfahrens erreicht, sondern es wird darüber hinaus eine ganz wesentliche neue Wirkung erzielt. Es hat sich nämlich gezeigt, dass der den bekannten Zementformen anhaftende Nachteil der langen Lagerzeit
bis zum Giessen durch die Anwendung des Verfahrens gemäss der Erfindung soweit behoben werden kann, dass auf diese Weise hergestellte Formen bereits nach 24-stündiger Lagerung an der Luft abgegossen werden können, ohne dass ein Abflammen oder eine Nachtrocknung im Ofen erforderlich wäre. Die rasche Abgiessbarkeit ist von grosser Bedeutung für die Wirtschaftlichkeit, weil entsprechend der Abkürzung der zwischen der Fertigstellung und dem Abguss der Formen liegenden Zeitspanne auf etwa die Hälfte im Vergleich zu anderen Zementformen in der Giesserei auch der Raumbedarf für die Formen auf die Hälfte verringert werden kann. In dieser Hinsicht sind also die nach der Erfindung ausgebildeten Formen den üblichen Nassgussformen gleichwertig, weisen aber gleichzeitig diesen gegenüber alle Vorteile der Zementsandformen auf.
Bei einer bevorzugten Ausführungsform geht der Graphitierung eine Bestäubung mit Zement voraus. Dadurch wird die Formoberfläche stärker gehärtet und ausserdem das Eindringen von freiem gleitenden Wasser aus der Form in die Graphitschicht verhindert.
Vorteilhafterweise wird ein Graphit von hohem Reinheitsgrad von über 90° verwendet.
Claims (4)
1.) Masse zur Herstellung von Formen für Giessereizwecke, die neben Quarzsand ein hydraulisches Bindemittel, z. B. Zement, enthält, gekennzeichnet durch den Zusatz eines oder mehrerer weiterer Bindemittel wie z. B. Zellpechpulver, Celluloseäther, Phenolharze, Stärkeprodukte, Erstarrungsöle, beispielsweise Melasse und gegebenenfalls Kohlenstaub.
2.) Verfahren zur Herstellung von Formen aus einer Masse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Formen mit Graphit eingestäubt und poliert werden.
3.) Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die Form vor dem Graphitieren mit Zement eingestäubt wird.
4.) Verfahren nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass Graphit mit einem hohen Reinheitsgrad von über 90 % verwendet wird.
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