DEP0051841DA - In eine Zugmaschine eingebauter, rutschfähiger Mähmesserantrieb - Google Patents
In eine Zugmaschine eingebauter, rutschfähiger MähmesserantriebInfo
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Description
Die Erfindung betrifft einen in eine Zugmaschine eingebauten, rutschfähigen und zu diesem Zweck meist mit Keilriemen ausgerüsteten Mähmesserantrieb. Mit der Rutschfähigkeit wird bekanntlich bezweckt, daß im Falle der Blockierung des Mähmessers durch in das Schneidwerk geratene feste Gegenstände im Getriebe ein das Messer gewissermaßen abkuppelnder Gleitzustand eintritt und so Beschädigungen im Mähwerk vermieden werden. Von dieser Bauart sind bisher im wesentlichen zwei Ausführungsformen bekannt geworden. Bei der einen wird die Kraft von der Zapfwelle des Motorgetriebes abgenommen und auf die Mähmesserkurbelwelle übertragen, die sich vom hinteren Ende der Zugmaschine bis zur Maschinenmitte erstreckt und hier die Kurbel trägt. Bei der anderen erfolgt die Kraftentnahme über eine Nebenwelle des Motorgetriebes seitlich am Getriebegehäuse, wo auch der Mähmesserantrieb in der Regel unten angeordnet ist. In beiden Fällen konnte man schon bisher den Abstand der Mähmesserkurbelwelle von ihrer treibenden Welle ändern, und zwar entweder durch seitliches Verstellen des Kurbelwellenlagers mit Hi9lfe von einzufügenden Zwischenlagen oder durch Höhenverschieben in einer klemmenartigen Lagerfassung
mit einem länglichen Klemmraum. Diese Arbeit ist hier aber mühsam und zeitraubend. Außerdem eignen sich diese Bauarten nur dazu, den Riemen erforderlichenfalls nachzuspannen, nicht aber, um größere Änderungen des erwähnten Wellenabstandes herbeizuführen und sie auf einfache und bequeme Weise zu ermöglichen.
Die Erfindung macht sich nun zur Aufgabe, eine leicht bedienbare und in weiten Grenzen verstellbare Aufhängung der Mähmesserkurbelwelle zu schaffen, um den Abstand der beiden Wellen auch anderen Erfordernissen oder Zweckmäßigkeiten schnell anpassen zu können, insbesondere um die Mähmesserkurbelwelle bei nicht im Betrieb befindlichem Mähwerk auch hochziehen und so für sonstige Arbeiten der Zugmaschine zeitweilig einen größeren Bodenabstand herstellen zu können. Dadurch wird man zugleich weitgehend unabhängig von der Riemenlänge und von der z.B. bei Verwendung anderer Hinterräder sich ändernden Maschinenhöhe. Ferner soll die Anordnung so getroffen werden, daß sich beim Anbau des Mähmesserantriebes die bisher notwendigen Paßarbeiten erübrigen und das Mähwerk auch leicht abgenommen werden kann.
Dieses Ziel wird erreicht, wenn man gemäß dem Vorschlag der Erfindung die Mähmesserkurbelwelle in einem an einem Festpunkt des Fahrzeuges, vorzugsweise am Gehäuse des Motorgetriebes, höhenverschwenkbar angebrachten Tragarm lagert.
Die Zeichnung veranschaulicht mehrere Ausführungsbeispiele, und zwar zeigen:
Fig. 1 die Ansicht der neuen Bauart von rückwärts,
Fig. 2 die zugehörige Seitenansicht und
Fig. 3 und 4 weitere Ausführungsformen.
Der Hauptwelle 1 des Motorgetriebes ist gemäß Fig. 1 und 2 eine Nebenwelle 2 zugeordnet. Beide sind durch die Zahnräder 3 und 4 miteinander gekuppelt. Die Kraft für den Mähmesserantrieb wird vom Zahnrad 4
abgenommen und mit Hilfe des seitlich angeordneten Zwischenzahnrades 5 auf das Zahnrad 6 übertragen. Alle bisher genannten Teile sind in das Gehäuse 7 des Motorgetriebes eingebaut. Auf der das Gehäuse durchsetzenden Welle 8 des Zahnrades 6 sitzt außenseitig die treibende Keilriemenscheibe 9, die mittels der Keilriemen 10 auf die darunter befindliche Riemenscheibe 11 arbeitet. Diese Scheibe besitzt einen Kurbelzapfen 12, der zum Antrieb der Mähmessertreibstange 13 dient. Die Welle 14 der Scheibe 11 ist also die Mähmesserkurbelwelle. Ihr Lager befindet sich im freien Ende des Tragarmes 15, der mittels des Bolzens 16 an das Getriebegehäuse 7 höhenverschwenkbar angelenkt und in der jeweils gewünschten Lage feststellbar ist. Zum Verschwenken und Feststellen dient der an den Tragarm 15 angelenkte Schraubenbolzen 17, der das Auge 18 des Gehäuses 7 durchsetzt und an ihm mittels der zu dessen beiden Seiten angeordneten Muttern 19 festgeschraubt ist. Durch Verstellen der Muttern 19 kann der Abstand der Mähmesserkurbelwelle 14 von der treibenden Welle 8 in weiten Grenzen kontinuierlich geändert und so den jeweiligen Gegebenheiten angepaßt werden. Das Mähwerk läßt sich im Bedarfsfalle sehr rasch abnehmen. Hierzu ist lediglich die obere der Muttern 19 und außerdem der Bolzen 16 des Tragarmes 15 zu lösen, worauf alle Teile geschlossen entfernt werden können. Ebenso einfach ist der Anbau des Mähwerkes.
Im Falle der Fig.3 sind die beiderseits des Auges 18 angeordneten Muttern 19 durch eine im Auge 18 drehbar gelagerte sowie gegen Axialverschiebung gesicherte Stellmutter 20 ersetzt, die eine Stellkurbel 21 aufweist. Diese Bauart gibt dem Fahrer die Möglichkeit, die jeweils gewünschte oder erforderliche Verstellung des Tragarmes 15 auf besonders einfache und bequeme Weise, gegebenenfalls sogar von seinem Sitz aus vorzunehmen.
Ein weiteres Beispiel zeigt Fig. 4. Hier ist zwischen der unteren der Muttern 19 und dem Auge 18 eine Druckfeder 22 eingebaut, die dem Tragarm 15 eine Schwingfähigkeit in Richtung zur Triebwelle 8 verleiht. Auf diese Weise wird erreicht, daß im Falle der Blockierung des Mähmessers der Tragarm 15 durch die Riemen 10 elastisch hochgezogen wird und dadurch etwas in Schwingungen gerät mit der folge, daß dann der Rutschzustand sehr rasch und sicher eintritt. Gegebenenfalls kann man auch noch zwischen der oberen Mutter 19 und dem Auge 18 eine Schraubenfeder vorsehen. Außerdem läßt sich diese Mutter auch mit einer Stellkurbel ausführen.
Der Tragarm 15 braucht bei keiner der beschriebenen Ausführungsformen unbedingt an der Gehäuseunterseite befestigt zu sein. Er kann bei entsprechender Anpassung der Gesamtanordnung des Antriebs ebensogut z.B. seitlich am Gehäuse 7 oder an einem sonstigen geeigneten Festpunkt des Fahrzeuges angebracht sein.
Claims (6)
1. In eine Zugmaschine eingebauter rutschfähiger Mähmesserantrieb mit veränderlichem Abstand der Mähmesserkurbelwelle von ihrer Triebwelle, dadurch gekennzeichnet, daß die Mähmesserkurbelwelle (14) in einem an einem Festpunkt des Fahrzeuges, vorzugsweise am Gehäuse (7) des Motorgetriebes, höhenverschwenkbar angebrachten Tragarm (15) gelagert ist.
2. Mähmesserantrieb nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragarm (15) ein kontinuierlich verstellbares Halteorgan aufweist, bestehend vorzugsweise aus einem Schraubenbolzen (17), der einerseits an ihn angelenkt, andererseits an einem Auge (18) des Fahrzeugfestpunktes mittels einer oder mehreren Muttern (19) befestigt ist.
3. Mähmesserantrieb nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß beiderseits des Auges (18) Muttern (19) vorgesehen sind.
4. Mähmesserantrieb nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß in das Auge (18) des Fahrzeugfestpunktes eine drehbar gelagerte, gegen Axialverschiebung gesicherte Stellmutter (20) eingebaut ist, die eine Stellkurbel (21) besitzt.
5. Mähmesserantrieb nach den Ansprüchen 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Tragarm (15) in Richtung zur Triebwelle (8) abgefedert ist, vorzugsweise durch eine zwischen dem Auge (18) des Fahrzeugfestpunktes und der unteren der Muttern (19) eingesetzte Schraubenfeder (22).
6. Mähmesserantrieb nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß die obere der Muttern (19) mit einer Stellkurbel versehen ist.
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