DEP0050798DA - Elektrische Zündung, insbesondere für die Verbrennungsmotoren von Kraftfahrzeugen - Google Patents
Elektrische Zündung, insbesondere für die Verbrennungsmotoren von KraftfahrzeugenInfo
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Description
Zur taktgemässen Entzündung der komprimierten Gas-Luftgemische in den Verbrennungsmotoren bedient man sich von jeher Vorrichtungen, die elektrische Funken im Bereich des Gas-Luftgemisches herbeiführen und dieses zur Entzündung und Verbrennung bringen. Die elektrischen Einrichtungen, insbesondere die Zündkerzen, an denen die Funkenbildungen vor sich gehen, haben eine ausserordentliche Entwicklung hinter sich. Die Betriebsanstände, die auf Überhitzung der Elektroden innerhalb ihre Einbettung im Kerzenschaft, auf die Verrussung und Verölung, sowie auch auf den im Betrieb eintretenden Abbrand zurückzuführen sind, liessen aus der einschlägigen Technik immer neue Ausführungsvorschläge kommen. Diese erstrecken sich auch auf die Gestaltung und die notwendigen Regulierungsmöglichkeiten der Stromquelle mit ihren Nebengeräten.
Betriebsstörungen, denen die Funkenbildner durch die erwähnten Beanspruchungen und Vorgänge unterliegen, fallen fort, wenn die Zündungen durch einen Glühdraht herbeigeführt werden. Man kennt Glühdrahtkerzen, diese finden jedoch ausnahmslos Anwendung bei Schwerölmotoren zu dem Zweck, beim Motoranlass ein schnelles Erwärmen des Glühkopfes, an dem sich das hochkomprimierte Betriebsmittel entzündet, herbeizuführen. Für mit (Benzin-) Gas-Luftgemischen betriebene Verbrennungsmotoren, wie sie bei Kraftfahrzeugen Verwendung finden, eignen sich diese Glühkerzen sowohl ihrer Ausbildung als auch ihrer Anordnung wegen nicht.
Obgleich man auch für Verbrennungsmotoren Glühköpfe kennt, die im Arbeitstakt des Motors mit dem Explosionsgemisch in Berührung gebracht werden, hat man bisher nicht erkannt, dass die Verwendung eines während des Motorlaufes stetig unter Strom gehaltenen Glühdrahtes oder Stabes, an dem sich das Gas-Luftgemisch unmittelbar entzünden kann, beachtliche technische Vorteile mit sich bringt. So bedarf es z.B. einer einfachen Massnahme, die Stromstärke mit der jeweils in Frage kommenden Glühtemperatur in Einklang zu halten. In ihrer Gestaltung und Wirkungsweise verwickelte Präzisionszwischengeräte fallen fort und weiter stellt der Ersatz eines zu Schaden gekommenen Glühdrahtes oder Stäbchens eine kurzzeitig währende, ohne weiteres von jedermann durchzuführende Reparaturhandlung dar, im Gegensatz zu den Funkenbildnern und auch den Glühzylindern.
Erfindungsgemäss wird vorgeschlagen, sich bei Verbrennungsmotoren als Zündmittel eines stetig von Strom durchflossenen Glühdrahtes oder Glühstabes zu bedienen, wobei die Möglichkeit zu den der Erfindung zugrundeleigenden Überlegungen gehört, dass der ortsfest im Bereich der Verbrennungsgase liegende Glühstab taktmässig auf die Zündtemperatur bringende Stromstösse erfährt. Grundsätzlich soll jedoch erfindungsgemäss der Glühdraht in taktmässig sich aus dem Lauf des Motors ergebender Wechselfolge in Berührung mit dem zu entzündenden Gas-Luftgemisch gebracht werden. Der Glühdraht kann z.B. in einer mit gesteuerten Fenstern und im Bereich der Mischgase liegenden Hülse untergebracht werden, wobei als Steuerorgan ein im Drehsinne angetriebener Hülsenschieber Verwendung finden kann.
Die baulichen Ausführungsmöglichkeiten zur taktmässigen Herbeiführung der Glühdrahtwirkung auf das Gas-Luftgemisch sind vielgestaltig; sie kann auch durch ein von aussen gesteuertes Ventil zustandekommen. Grundsätzlich liegt die Gestaltungsmöglichkeit im Rahmen normalen fachmännischen Könnens, weshalb es hier der Darstellung einer solchen Apparatur zum Verständnis der Erfindung nicht bedarf.
Claims (4)
1) Elektrische Zündung, insbesondere für die Verbrennungsmotoren von Kraftfahrzeugen, dadurch gekennzeichnet, dass die Entzündungen des Gas-Luftgemisches an einem stetig durch elektrischen Stromdurchfluss in Glut gehaltenen Draht oder Stab erfolgt.
2) Elektrische Zündung nach Anspruch 1) mittels eines Glühdrahtes oder Glühstabes, dadurch gekennzeichnet, dass der Glühdraht oder -stab in Wechselfolge entsprechend dem Arbeitstakt des Motors mit den im Verbrennungsraum befindlichen Gasen in Berührung gebracht und von diesen getrennt wird.
3) Elektrische Zündung nach den Ansprüchen 1) und 2), dadurch gekennzeichnet, dass das Glühorgan durch den laufenden Motor in und ausser Wirkungsstellung bewegt wird.
4) Elektrische Zündung nach den Ansprüchen 1) bis 3), dadurch gekennzeichnet, dass dem unter stetigem Stromdurchfluss stehenden Glühdraht taktmässig die Glühtemperatur erhöhende Stromstösse zugeführt werden.
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