DEP0049406DA - Räuchermittel - Google Patents

Räuchermittel

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DEP0049406DA
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Heinrich Fischer
Karl Viebahn
Original Assignee
Thermolith Gesellschaft Viebahn & Fischer, Remscheid
Publication date

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Description

Schädlingsbekämpfungsmittel werden u.a. auch als Dampf oder Rauch zur Anwendung gebracht. In der Regel geht man dabei so vor, dass man die Verdampfung oder Verräucherung der wirksamen Mittel z.B. in sogenannten Räucherpfannen oder auf andere Weise in besonderen Heizvorrichtungen bewirkt. Man hat auch schon Schädlingsbekämpfungsmittel mit einer Brandmasse vermischt, die nach dem Entzünden die zum Verdampfen bzw. Verräuchern der wirksamen Mittel notwendige Wärme liefert. Diese letztgenannten Mischungen kommen in der Regel in Form von Patronen oder dergleichen zur Anwendung. Die bisher vorgeschlagenen brennbaren Mischungen haben sich aber als ungeeignet für temperaturempfindliche Schädlingsbekämpfungsmittel erwiesen, d.h. für solche Wirkstoffe, die bei erhöhter Temperatur nur unter teilweiser oder vollständiger Zersetzung verdampfen und dadurch ihre Wirkung ganz oder teilweise einbüßen.
Es wurde noch gefunden, dass sich Presskörper, die im wesentlichen aus Holzkohle und sauerstoffabgebenden Salzen bestehen und wesentlich kleinere Mengen an sauerstoffabgebenden Salzen enthalten, als zur Verbrennung der Kohle zu Kohlenoxyd erforderlich ist, vorzüglich als Brandmasse zum Verdampfen oder Verräuchern von temperaturempfindlichen Schädlingsbekämpfungsmittel eignen. Es hat sich ferner als sehr vorteilhaft für die Eigenschaften der Presskörper erwiesen, nicht Holzkohle von einheitlicher Korngröße zu verwenden, sondern solche von verschiedener Korngröße. Es hat sich nämlich gezeigt, dass bei Verwendung von Holzkohlenmehl die Festigkeit der Presskörper zwar sehr gut ist, ihre Abbrenneigenschaften aber durch Abplatzen der Glühzone nicht ganz befriedigend sind; griesartige Holzkohle führt dagegen zu mechanisch nicht genügend festen Presskörpern mit jedoch guten Abbrenneigenschaften.
Die Presskörper, wie Tabletten u.dgl., werden zweckmäßigerweise nicht durch hohen Druck aus dem trockenen Material hergestellt, da die Porosität solcher Presskörper für das ungehin- derte Entweichen verdampfender empfindlicher Wirkstoffe zu gering ist, sondern aus angefeuchteter Mischung mit Drücken von ungefähr 5-15 kg/ch(exp)2, und anschließend getrocknet. Zur besseren Bindung kann man noch die üblichen Mittel, wie Dextrin, mitverwenden. Auch kann ein Teilchen der Holzkohle zur Steigerung der mechanischen Festigkeit durch eine möglichst bitumenfreie Braunkohle ersetzt werde. Die Abbrenngeschwindigkeit der Presskörper wird zweckmäßigerweise durch Variation des Verhältnisses von Erdalkalinitrat zu Alkalinitrat, die üblicherweise als sauerstoffabgebende Salze verwendet werden, geregelt.
Die Einverleibung der Wirkstoffe erfolgt entweder, indem man die Wirkstoffe von der Holzkohle aufsaugen lässt oder ihr beimischt und dann die Presskörper wie beschrieben herstellt, oder dass man die Presskörper zuerst ohne Wirkstoff herstellt und nach Beendigung des Herstellungsvorganges, gegebenenfalls erst vor der Verwendung, den Wirkstoff zuführt.
Beim Schwelvorgang entweicht der Wirkstoff aus den Kapillaren der Holzkohle mit großer Geschwindigkeit. Da die Menge sauerstoffabgebender Salze nicht zur Verbrennung der Kohle zu Kohlenoxyd ausreicht, verbrennt die restliche Kohle erst durch Luftzutritt nach Beendigung des Schwelvorganges. Während des Schwelvorganges nimmt die Kohle einen Teil der Verbrennungswärme auf, leitet sie schneller, als die Verbrennungsreaktion folgt, der temperaturempfindlichen Substanz zu, worauf diese, ohne thermisch zersetzt zu werden, verdampfen kann.
Der Begriff Schädlingsbekämpfungsmittel im Zusammenhang mit vorliegender Erfindung soll Insekticide, Fungicide, Rodenticide und Baktericide umfassen. Die Anwendung der Presskörper zur Verdampfung oder Verräucherung von Wirkstoffen kann sowohl in geschlossenen Räumen als auch im Freiland erfolgen.
Als Beispiel für geeignete Mischungen zur Herstellung der Presskörper seien die folgenden angeführt:
Beispiele:
1.) 32% Holzkohle fein
18% Holzkohlengries
30% Bariumnitrat
8% Kaliumnitrat
12% Dextrin
2.) 14% Holzkohlengries
8% Holzkohle fein
28% Braunkohle
30% Bariumnitrat
8% Kaliumnitrat
12% Dextrin
Als Beispiele für temperaturempfindliche Schädlingsbekämpfungsmittel seien die Dialkyl-aryl-thiophosphate erwähnt.

Claims (4)

1.) Brennbare Presskörper, die sich durch Abbrennen zum Verdampfen oder Verräuchern von temperaturempfindlichen Schädlingsbekämpfungsmitteln eignet und die im wesentlichen aus Holzkohle und sauerstoffabgebenden Salzen bestehen, dadurch gekennzeichnet, dass sie die sauerstoffabgebenden Salze im wesentlich kleinerer Menge als zur Verbrennung der Kohle zu Kohlenoxyd notwendig ist, enthalten.
2.) Presskörper gemäß Patentanspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass Holzkohle in verschiedener Korngröße verwendet wird.
3.) Presskörper gemäß Patentanspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein Teil der Holzkohle durch Braunkohle ersetzt wird.
4.) Presskörper gemäß Patentanspruch 1, 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, dass sie temperaturempfindliche Schädlingsbekämpfungsmittel enthalten.

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