DEP0049379DA - Verfahren zur Herstellung von Ambossen mit schmiedeeisernem Körper und aufgeschweißter Stahlplatte - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Ambossen mit schmiedeeisernem Körper und aufgeschweißter StahlplatteInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Ambossen, deren Körper aus Schmiedeeisen und deren Bahn aus einer aufgeschweißten Stahlplatte besteht.
Das Verfahren zur Herstellung solcher Ambosse spielt sich folgendermaßen ab:
Der aus Flußeisen in einem Stück gegossene Ambosskörper wird in einem mit Kohle beschickten Schmiedefeuer und die Stahlplatte in einem zweiten Feuer auf Schweißhitze erwärmt. Da natürlich nur die Bahn des Ambosskörpers auf Schweißhitze erwärmt werden darf, und der übrige Körper möglichst kalt bleiben muß, ist ein offenes Schmiedefeuer erforderlich, das ständig überwacht werden muß, und bei dem Frischwind und Brennstoff so verteilt werden müssen, daß die Verbrennungszone der Kohle sich in unmittelbarer Nähe der Bahn befindet, die Stellen minderer Erwärmung werden dabei mit unverbrannter Kohle abgedämmt. Es ist nicht einfach und bedarf langjähriger Erfahrungen, um zu verhüten, daß sich in einer solch großen Fläche, wie sie eine Ambossbahn bildet, überhitzte Stellen oder gar Löcher bilden.
Wenn der Amboß und die Stahlplatte Schweißhitze haben, wird ersterer mittels eines sogenannten Auslegers auf eine Arbeitsplatte, Tacken genannt, gesetzt, die Stahlplatte aufgelegt und von Hand durch sogenannten Rundschlag festgehämmert. Bei einem Amboß im Gewicht von ca. 200 kg sind fünf bis sechs qualifizierte Facharbeiter erforderlich.
Nachdem die Verstählung erfolgt ist, werden die Amboßhörner wieder einzeln im Kohlefeuer auf Schweißhitze erwärmt, um anschließend auf dem Tacken rund bzw. kantig spitz geschmiedet zu werden.
Die Arbeit ist schwer und anstrengend und erfordert eine lange Lehrzeit. Nachwuchs ist kaum zu erwarten. Das erfindungsgemäße Verfahren bezweckt, einerseits die Feuerbehandlung, andererseits das Schweißen zu erleichtern und letzteres insbesondere ohne Hammerarbeit auszuführen.
Es ist bekannt, Schmiedestücke in Koksöfen gleichmäßig zu erwärmen. Darauf kommt es indessen nicht an, sondern daß einerseits die bekannt bessere Zuführung der Verbrennungsluft zu den Hitzezonen gewährleistet, andererseits durch die Beigabe von Kohle ein Abdämmen der Feuerzone erleichtert wird.
Worauf es gemäß der vorliegenden Erfindung ankommt, ist also nicht die Verwendung von Koks anstelle von Kohle in einem Schmiedefeuer, sondern die Verwendung von Koks zur Erhitzung der Ambossbahn und die Verwendung einer Koks-Kohlemischung zur Bildung von Dämmen und Abschirmungen an den Stellen, welche nicht oder nur wenig erwärmt werden dürfen. Dieses Gemisch erst ergibt bei backender Kohle einen wärmeisolierenden Schutzmantel für den Körper des Amboß. Schneller als im Kohlefeuer die Ambossbahn zu erhitzen, besser den Körper gegen Erwärmung zu schützen bzw. diese niedriger zu halten, ist deshalb von großer Bedeutung, weil in neuer und vorteilhafter Weise das Aufschweißen der Stahlbahn unter einer Presse oder einem Fallhammer erfolgen soll. Der hierbei aufzuwendende Druck ist vielfach größer als der Druck von Handschmiedehämmern. Während es bei der bekannten Handarbeit niemals zu befürchten stand, daß der Ambosskörper gestaucht würde, ist gerade diese Gefahr beim Aufpressen oder großflächigen Aufschlagen der Stahlplatte mittels Fallhammer sehr groß, wenn der Körper außerhalb seiner Bahn wesentlich mit erwärmt würde. Letzteres aber wird verhindert durch die vorerwähnte Führung und Lenkung des Feuers mit Koks als Brennstoff in der Nähe der Bahn und einem Gemisch von Kohle und Koks als Mittel zum Abdämmen und Schirmen des Ambosskörpers.
Claims (1)
- Verfahren zur Herstellung von Ambossen mit schmiedeeisernem Körper und aufgeschweißter Stahlplatte, dadurch gekennzeichnet, daß der Ambosskörper in einem mit Koks beheizten Ofen erwärmt wird, wobei die Windzufuhr in unmittelbarer Nähe der Bahn erfolgt und seitlich zur Ambossbahn eine Mischung von Koks und Kohle vorgesehen ist, durch welche sich hartbrennende Dämme bilden, die nur wenig Verbrennungsluft aufnehmen und den Ambosskörper kalt halten zu dem Zwecke, das Aufschweißen der in einem Halbgasofen erwärmten Stahlplatte unter einer Presse oder Fallhammer zu ermöglichen, deren Druckfläche die gesamte Ambossbahn bedeckt.
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