DEP0049218DA - Herstellung quellfähiger Holzteile. - Google Patents
Herstellung quellfähiger Holzteile.Info
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Description
Peter Voelskow
(20) St 11 turn 87 über Derneburg/Eann* den 16AlΛ950
Aktenzeichen: ρ 49 218 UIß8k D
Neufassung der ^meldung mm 7» 7- 1949'
HBrstellung quellfähiger Holzteile*
Ss stnä verschiedene Verfahren zur Herstellung quellfähigen Holzes bekannt, bei denen das Ron-Holz vor oder naah der Bearbeitung auf die gewünschte Werkstückabmessung durch Dämpfen
oder Kochen Oorbehandßlt, anschließend in entsprechenden For·* men gepreßt und damit ό er dichtet wird und in diesem Zustand
erkalten und austrocknen muß* Das so Oerdicht&tef Holz ist lagerbeständig und kann im Bedarfsfalle durch Hinzufügen mn
Feuchtigkeit, Hasser oder Dampf wieder zum Quellen gebracht werden*
Derartige felle aus quellfähigem Holz werden bisher z*B« zum Ausflicken Όοη Schiff splaiiken, zum Sprengen anderer Stoffe,
als unterlagen für Eisenbahnschienen und zu ähnlichen Zwecken O&rweUdet* Besondess vorteilhaft ist aber auch die Verwendung
quellfähigen Holzes zur Herstellung Όοη Holzmrbindungsmittein* %«B» von Dübeln oder Federn, zur Herstellung von dünnen Quellleisten zum Einpressen won Folien oder Blechen in eingenutetes
Holzs zur Herstellung Όοη Dichtungsleisten bzw» Stäben für
Kisten, Fässer, und andere Behälter und auch zur Herstellung ΰοη stäben und Leisten mit Quellelgenschaften als direkte bau»
teile für solche Behälter „ Bei den Hol so erbindung smitt ein sind
die Quelleigenschaften deshalb ein großer Vorteil, weil zeß. Federn bekannter Art stramm in die dazugehörige iüut eingepaßt
werden wüßsen, dabei den Letm abstreifen und so keine vollwertige !,etherbindung ergeben* Bei zu losem Einpassen der Federn
wird der Leim aber nicht gepreßt und bindet nicht. Eine Feder aus Mu eil fähigem Holz dagegen kann in eine entsprechend vettere
Mut leicht eingeführt werden* ohne daß der Leim dabei abgestreift wird» Durch die im Leim enthaltete Feuchtigkeit quillt die Fe->
der rasch auf und preßt den Leim durch diese Volumenzunahme in die Holzpo^ren eln9 sokaß eine heroorragmde Lelmüerbindung
erzielt wird*
Die neuartige Herstellung υοη quellfähigen Holzteilen für derartige Verwendungszwecke besteht nun darin, daß stabförmige,
brettförmig® oder leistenähnlich® Holzteile ohne vorheriges Kochen oder Dämpfen durch einfaches Auswalzen ohne metallische
oder sonstige umhüllung im lufttrockenen Zustand verdichtet werden. Als Holzart^sind hierfür vorzugsweise zähe Hölzer mit
annähernd homogener struktur und gleichmäßiger Härte in den Jahresringen geeignet, %*b* PappeltLindef Erle, Ahorn, Buche
etc* Der mögliche Verdichtungsgrad ist Oersohteden. Pappel läßt sieh untsr umständen durch mehrmaliges Auswalzen bis auf
50 $ der Ursprungsstärku verdichten, ohne dabei zu platzen oder zu reißen» Bei Buche kommt man dagegen meist nur bis zu 70 Ms
80 i> der Anfangsstärke* Der maximale Verdichtungsgrad durch Walzen des Holzes spielt jedoch praktisch gar keine RoIIe9 da
es für HeIe technische Verwendung sswecke genügt, menn die Holzteile nur an der oberfläche geringfügig verdichtet werden, um
später mieder bei Feuchtigkeitseinfluß aufzuquellen» Wenn sich also zu diesem außerordentlich einfachen Verfahren auch nicht
alle Holzarten gleich gut eignen, und menn auch die Quellfähigkeit derart gewalzten Holzes durch teilweise zerquetschte Holzfasern nicht so vollkommen ist, wi@ bei vorher gedämpftem oder
gekochtem Holz, so reichen die Quell eigenschaften jedoch für technische Verwendungszwecke, wie sie z*B* MAfangs aufgeführt
wurden, vollständig aus* Dabei ist die wesentliche Vereinfachung des Herstellungsverfahrens dann aber ein großer Vorteil gegenüber den alten,umständlichen Verfahren, bei denen das gekochte
oder gedämpfte Holz unter dauerndem preßdruck erkalten und austrocknen mßp Mie Leistung einer derartigen Presse ist deshalb
sehr gering, mähr end durch walzm von lufttrockenen Holt sehr große Mengen in geringster Zeitspanne verdichtet werden können*
Claims (1)
- Patentanspruch:Herstellung quellfähiger Holzteile dadurch gekennzeichnet, daß stab- leisten- oder brettförmige Holzteile ohne metallische ©der sonstige Umhüllung und ohne Oorheriges Kochen oä@r Dämpfen in lufttrockenem Zustand durch ßassierm von Walzm Oerdichtet werden und die als HolzOerbindungsmlttel, %*B* als Dübel oder Federn, als Quell -Lei sten, beispielsweise zum Festpressen mn Folien in eingenutetes Holz, als Dichtungsstäbe oder Dichtungsleisten z.B* für Fässer, Kisten und Behälter, oder auch als stabförmige Bauteile für solche Behälter weiter oerarbeitet werden oder Anwendung finden.
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