DEP0048436DA - Mikroskop-Objektiv - Google Patents
Mikroskop-ObjektivInfo
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Description
Beim Mikroskopieren mit stark vergrössernden Objektiven, insbesondere Immersionsobjektiven, bei denen der Objektabstand häufig nur äußerst gering ist, besteht die Gefahr, daß man beim Verstellen des Mikroskops mit dem Objektiv auf das Präparat aufstößt und dadurch entweder das Präparat beschädigt oder aber die bekanntlich nur leicht gefaßte, etwa halbkugelige oder überhalbkugelige Frontlinse eindrückt. Diese Linse kann nämlich wegen ihrer runden Form nur mit einem schwachen Grat der Objektivfassung gehalten werden.
Die Erfindung betrifft eine Anordnung, die ein wesentlich sichereres Fassen der Frontlinse gestattet. Erfindungsgemäß wird auf die objektivseitge Fläche der Frontlinse eine dünne Glasplatte von größerem Durchmesser als der Durchmesser der Linsenfläche aufgekittet und die Linse an dem überstehenden Rand der Platte gefaßt. Die Platte hat vorzugsweise den gleichen oder einen ähnlichen Brechungsindex wie die etwa halbkugelige oder überhalbkugelige Frontlinse und eine Dicke von größenordnungsmäßig ein bis zwei Zehntel Millimetern. In einzelnen Fällen können auch größere Dicken in Frage kommen.
Ein Ausführungsbeispiel der Erfindung ist in der Abb. 1 der anliegenden Zeichnung dargestellt. Abb. 2 zeigt nochmals vergrößert den Kopf des Objektives allein.
Bei dem dort gezeigten Mikroskopobjektiv ist zur Befestigung der Linsen eine an sich bekannte Füllfassung verwendet, d.h. die einzelnen Linsen, 1, 2, 3 sind unter Verwendung von Abstandsgliedern 4, 5, 6 in eine entsprechende Aufnahme des Objektivkopfes 7 eingefüllt (vergl. Abb. 2). Dabei liegt das Abstandstück 4 gegen den untersten Teil des Objektivkopfes an. Der Vorschraubring 8 hält sämtliche Linsen zusammen.
Bei den bekannten Mikroskop-Objektiven ist die etwa halbkugelige Frontlinse 9 bisher nur mittels der dünnen Facette 7' am Kopf 7 und durch Andrücken des Grates in dem Abstandstück 4 gefaßt. Diese Fassungsart ist gegen Beschädigungen relativ empfindlich. Bei der Erfindung ist deshalb die Linse 9 mit der Glasplatte 10 verkittet,
die, wie aus der Zeichnung ersichtlich, über die Linse herausragt und sich einerseits fest gegen das Abstandstück 4 und andererseits gegen die Facette 7' des Kopfes 7 anlegt. Dadurch wird eine sehr widerstandsfähige Fassung auch der Frontlinse erzielt. Außerdem kann nunmehr auch die kugelige Frontlinse zusammen mit den übrigen Linsen beim Fassen in die entsprechende Öffnung des Objektives eingefüllt werden, und zwar zuerst die Frontlinse 9, 10 dann das Abstandstück 4, darauf die Linse 1 usw. Ein Hineindrücken der Frontlinse etwa beim Aufstoßen des Objektives auf den Objektträger ist praktisch ausgeschlossen.
Um außerdem eine Zerstörung des Objektes zu vermeiden, kann man zusätzlich das Objektiv in seiner Fassung federnd verschiebbar anordnen. Zu diesem Zweck wird das den Linsensatz tragende Rohr 11 von dem am Mikroskoptubus anschraubbaren Rohr 12 geführt. Am oberen Ende des Rohres 12 ist ein durch einen Anschraubring 14 gesicherter Ansatz 13 in Form eines Hohlraumes vorgesehen, der eine das Rohr 12 umgebende Schraubenfeder 16 aufnimmt. Die Schraubenfeder liegt am Rohr 11 an und hält dieses stets in seiner Gebrauchslage.- Um das Objektiv in seiner oberen Lage verriegeln zu können, ist ferner ein Bajonettverschluß in Form einer am Rohr 11 befestigten Stiftschraube 17 und einer entsprechenden Aussparung 18 im Rohr 12 vorgesehen.
Claims (5)
1. Mikroskop-Objektiv, dadurch gekennzeichnet, daß auf die objektseitige ebene Fläche der Frontlinse eine dünne Glasplatte von etwas größerem Durchmesser als der Durchmesser der Linsenfläche aufgekittet und die Linse an dem überstehenden Rand der Glasplatte gefaßt ist.
2. Mikroskop-Objektiv nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sich der Rand der Glasplatte okularseitig gegen das Abstandglied der nächstfolgenden Linse anlegt und objektseitig durch den übergreifenden Fassungsrand des Objektivkopfes gehalten wird.
3. Mikroskop-Objektiv nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Glasscheibe eine Dicke von größenordnungsmäßig ein bis zwei Zehntel Millimetern besitzt.
4. Mikroskop-Objektiv nach 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Brechungsexponent der Glasplatte gleich oder annähernd gleich dem der Frontlinse ist.
5. Mikroskop-Objektiv nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß es in seiner Fassung federn verschiebbar ist.
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