DEP0048192DA - Verfahren und Einrichtung zur Aufarbeitung von Schwelgasen - Google Patents
Verfahren und Einrichtung zur Aufarbeitung von SchwelgasenInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf die Aufarbeitung von Schwelgasen, insbesondere aus Steinkohle, und bezweckt, die Ausscheidung und Trennung der in diesen enthaltenen, kondensierbaren, flüchtigen Bestandteile auf wirtschaftlichere Weise als bisher durchzuführen.
Bisher erfolgte die Aufarbeitung der Schwelgase und -dämpfe in der Regel in der Weise, dass die Gesamtteermenge aus den Schwelgasen niedergeschlagen, insgesamt der Teerdestillation zugeführt und in dieser gegebenenfalls in einzelne Fraktionen aufgeteilt wurde. Dieses Verfahren erfordert beträchtlichen Wärme-, Arbeits- und Zeitaufwand sowie umfangreiche Destillationsvorrichtungen. Außerdem wird die Ausbeute an leichter flüchtigen Teerbestandteilen infolge längerer Erhitzungsdauer bei der Destillation verringert.
Eine wesentlich wirtschaftlichere Aufarbeitung der Schwelgase wird erreicht, indem gemäß der Erfindung aus den den Schwelofen verlassenden Schwelgasen - gegebenenfalls nach vorheriger Wiederaufheizung - bei einer Temperatur von oberhalb etwa 150°,
vorzugsweise 180°, die schwerer flüchtigen, kondensierbaren Bestandteile durch eine elektrostatische Abscheidung ausgeschieden und diese sowie die die leichter flüchtigen, kondensierbaren Bestandteile enthaltenden Restschwelgase gesondert weiter behandelt werden.
Es ist bekannt, Braunkohlenschwelgase wenig oberhalb des Taupunktes in einem elektrostatischen Teerscheider zu behandeln, um die Masse des Teeres wasserfrei zu erhalten, da anders eine Ausscheidung des Wassers aus dem Teer, dessen spez. Gewicht nahe 1 liegt, sehr schwierig ist. Auch auf Steinkohlenschwelgase hat man dieses Verfahren bereits angewendet. Demgegenüber verfolgt die Erfindung nicht den Zweck der Trennung der Hauptteermenge von Wasser, sondern der Gewinnung möglichst großer Anteile der höher flüchtigen, kondensierbaren Bestandteile ohne Niederschlag des Teeres und ohne Destillation. Dies wird dadurch erreicht, dass die elektrostatischen Abscheidung nicht wie bisher, wenig oberhalb des Taupunktes, sondern erheblich höher, und zwar bei 150-200° und höher, betrieben wird.
Bei der Durchführung des Verfahrens wird der Niederschlag aus dem elektrostatischen Teerscheider einer Destillation zugeführt, während die leichter flüchtigen, kondensierbaren Bestandteile durch Kühlung abgeschieden werden.
Die in der elektrostatischen Abscheidung abgeschiedene, schwer-flüchtigen, kondensierbaren Bestandteile werden zusammen mit den asphaltartigen Anteilen und den Vorlage- und Leistungskondensaten desttilliert und das Destillat getrennt oder zusammen mit dem durch Kühlung aus dem die elektrostatische Abscheidung verlassenden Schwelgas gewonnen, die flüchtigeren
kondensierbaren Bestandteile enthaltenden Kondensate entphenoliert.
Es ist ohne weiteres erkennbar, dass dieses Verfahren von besonders wärmewirtschaftlichem Vorteil ist, weil für einen beträchtlichen Teil der Inhaltsstoffe die zur Destillation erforderliche Wiederaufheizung in Fortfall kommt und eine Ausscheidung der schwerer flüchtigen Bestandteile unmittelbar in der Schwelwärme stattfindet. Erhebliche Teile der flüchtigeren Inhaltsstoffe werden auf diese Weise ohne Teerdestillation in einer für die Weiterverarbeitung, insbesondere durch Behandeln mit verdünnter Natronlauge zwecks Gewinnung der sauren Bestandteile (Phenole), unmittelbar geeigneten Form gewonnen, und die Destillationsvorrichtung wird erheblich entlastet.
In der zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Anlage zur Durchführung des erfindungsgemäßen Verfahrens dargestellt.
Die den Schwelofen 1 verlassenden Schwelgase werden über die Vorlage 2 durch eine leitung 3 über einen Zwischenerhitzer 4 einem elektrostatischen Abscheider 5 zugeführt, der auf einer Temperatur oberhalb 150°, vorzugsweise 180°, gehalten wird. Zwecks Ausnutzung des Wärmeinhaltes des Schwelgases ist die Gassaugleitung 3 ebenso wie der elektrostatische Abscheider 5 wärmeisoliert. Das im Abscheider anfallende heiße Niederschlagskondensat wird durch eine Leitung 6 einem Zwischenbehälter 7 und von da mittels einer Leitung 8 der Destillation 9 zugeführt.
Das Kondensat aus der Vorlage 2 und der Saugleitung 3 wird durch eine Leitung 10 über einen Sammelbehälter 11
und eine Leitung 12, eine Entwässerungsanlage 13 und von da nach Abscheidung des Wassers über eine Leitung 14 ebenfalls der Destillationsanlage 9 zugeführt.
Die die elektrostatische Abscheidung 5 durch die Leitung 15 verlassenden heißen Gase gelangen in einen Kühler 16 und treten aus diesem oben nach Niederschlagung der flüchtigeren, kondensierbaren Bestandteile und eines Teiles des Wassergehaltes durch eine Leitung 17 aus. Das Kondensat gelangt durch eine leitung 18 in eine Entwässerungseinrichtung 19 und von da durch eine Leitung 22 in eine Sammelleitung 20, wo es mit dem aus der Destillationsanlage 9 kommenden, in einem Kühler 21 niedergeschlagenen Destillat vereinigt und einer Entphenolierungsanlage 23 zugeführt wird. Es ist natürlich auch möglich, das Kondensat aus der Destillierungsanlage 9 einerseits und das Kondensat aus dem Kühler 16 andererseits getrennt zu halten und getrennt weiter zu verarbeiten. Bei einer Temperatur von 150-200° und darüber in der elektrostatischen Abscheideanlage 5 werden auf diese Weise je nach Höhe der Temperatur 25-40% und mehr der Gesamtinhaltsstoffe des Schwelgases in Form von Schwelöl ohne Destillation in unmittelbar verarbeitsbarer Form erhalten.
Claims (7)
1. Verfahren zur Aufarbeitung von Schwelgasen, insbesondere aus Steinkohle, dadurch gekennzeichnet, dass aus den den Schwelofen verlassenden Schwelgasen und -dämpfen gegebenenfalls nach vorheriger Wiederaufheizung bei einer Temperatur von oberhalb 150°, vorzugsweise 180°, die schwerer flüchtigen, kondensierbaren Bestandteile durch einen elektrostatischen Abscheider abgeschieden und diese sowie die leichter flüchtigen, kondensierbaren Bestandteile enthaltenden Restschwelgase gesondert weiter behandelt werden.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Niederschlag des elektrostatischen Abscheiders der Destillation zugeführt wird, während die flüchtig gebliebenen, kondensierbaren Bestandteile aus den Schwelgasen durch Kühlung gewonnen werden.
3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die in der elektrostatischen Abscheidung abgeschiedenen, schwerer flüchtigen, kondensierbaren Bestandteile zusammen mit den asphaltartigen Anteilen und den Vorlage- und Leitungskondensaten destilliert und das Destillat getrennt oder zusammen mit dem durch Kühlung aus dem die elektrostatische Abscheidung verlassenden Schwelgas gewonnen, die flüchtigeren Bestandteile enthaltenden Kondensat entphenoliert werden.
4. Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach einem der Ansprüche 1 bis 3, gekennzeichnet durch einen unmittelbar an die Vorlage (2) des Schwelofens angeschlossen, für das Arbeiten bei Temperaturen oberhalb 150° eingerichtet, elektrostatischen Abscheider (5), dessen Ablauf (6) mit einer Destillationsvorrichtung (9) und dessen Gasausgang mit einem Kondensationsraum (16) verbunden ist.
5. Einrichtung nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsleitung (3) zwischen Schwelofen und elektrostatischem Abscheider (5) wärmeisoliert und gegebenenfalls in sie ein Gaserhitzer (4) eingeschaltet ist.
6. Einrichtung nach Anspruch 4 oder 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindungsleitung (3) zwischen Schwelofen und Abscheider einen Kondensatabfluss (10) für die Vorlage (2) und die Leitung aufweist, der unmittelbar an die Destillationsvorrichtung angeschlossen ist.
7. Einrichtung nach einem der Ansprüche 4 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass die über einen Kühler (21) geführte Ausgangsleitung die Destillationsvorrichtung (9) mit dem Austrag des Kondensationsraumes (16) verbindet und gemeinsam mit diesem nach der Entphenolierungsanlage (23) geführt ist.
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