DEP0048041DA - Verfahren um Einbringen Lumineszierender Stoffe in Glasgefäße, insbesondere in Gasentladungsröhren. - Google Patents
Verfahren um Einbringen Lumineszierender Stoffe in Glasgefäße, insbesondere in Gasentladungsröhren.Info
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Description
PÄ /,RlI CSV! 7 ^O
Benshoim, den 30, Juni 1949 #
Be s ο h r θ i b u a g ,
Die Erfindung "betrifft ein neues Verfahren um Luminophore y d*h. Stoffe, die fluoreszieren oder phosphoreszieren auf den Glaswänden
elektrischer Entladungsgefässe ,insbesondere den Glaswänden von Gasentladungsröhren anzubringen.
.Bas angemeldete und weiter unten im einzelnen beschriebene Verfahren ermö,glicht es, eine Vereinfachung des ■aufbringans der Luminophore
und weiter eine erhebliche Beschleunigung der Arbeitsgänge duruhzuflihren. Barüber hinaus schliesst es sämtliche Angel
aus, mit denen die bisher in 'übung befindlichen Verfahren sum Anbringen von Lumonophoren verbtiüiden waren;, gleichgültig, ob
diese Verfahren invSinstäuben der Luminophore oder invAufschläramen der Luminophore bestanden»
Das ^erfahren bedeutet also gegenüber den bisher ttbliohon Verfahren einen erheblichen technischen Fortschritt, Bekanntlich
haben viele Verfahren das ^bringen von Leuchtstoffen aum Gegenstände Iiie.ohstehen& seien die wichtigsten Patente angefahrt«
Patentschrift %. 536 QSO KL. 21 f Gruppe 8J/03
Patentschrift Sr* 58^ 3o^ KL. 21 f Gruppe 8}/ü3
Patentschrift Ir* 638 5P5 Kl.. 5? b Gruppe 12/07
Patentschrift Hr. 692 394 Klβ 57 b Gruppe 12/o?
Von den hier angeführten Patenten ist nur das Reichspatent 692 394 "^ on Bedeutiing, weil heute fast aus so lilies si ich mit
Phosphorsäure als Bindemittel gearbeitet i?ird, die nach diesem Patent in einer sehr stark verdünnten - 0,5 bis 2,5 >:iigen~=
Lößimg von wasserfreier phosphorsäure in einem wasserfreien Lösungsmittel, etwa Methylalkohol oder Jkoeton im Eöhreninneren
aufgebracht wird.
Von Bedeutung ist bei diesem und auch bei anderen Verfahren, dass das wesentliche Bindemittel die Phosphorsäure^ ■
stark verdünnt in einer Lösung aufgebracht wird, was zur Folge hatj dass die Lösung, die an sich überflüssig ist.und die nur
das Einbringen der Phosphorsäure err/iöglicher, soll, durch irgfÄä. eine Behandlung des Eoiires na3h dem Einbringen der Leuchtstoffe
aus d<;r Bohre wieder entfernt werden muss,
Ss lässt Bijh bei diesem "^erfahren niemlaß vermeiden, dass irgendwelche Restbestände des Lösungsmittels meist in verkohlter
Form in der Bohre verbleiben und zu Flockenbildung und damit zur Böintraahtigung der Leuchtkraft führen.
Bekanntlich "beruht die Fertigung von Leuchtröhren, die mit Edelgas gefüllt sind, auf dem Grundsata grösster
Sauberkeit, Das dem Bindemittel zugesetzte Lösungsmittel bedeutet praktisch eine Unsauberkeit, die bei dem jetzigen
8tand der Technik mit in. Kauf genommen werden muss, Von prallt isolier Bedeutung ist nur die Phosphorsäure, denn §ie
ist das Bindemittel, das die Luminophore an die Glaswände bindet.
Die vorliegende jl&sellung "betrifft nun ein Verfahren, welohes diese lachtsile vermeidet.
Die Erfindung besteht darin, dass nicht stark verdünnte Phosphorsäure mit einem später wieder zu entfernendem Lösungsmittel
in die Röhre eingebracht wird, sondern dass im Eöhreninneren selbst, reine Phosphorsäure durch chemische Eeaktion
erzeugt wird, die so konzentriert ist, dass sie praktisch undissoziiert ist und die als Folge Jhrer Reinheit den
Leuchtstoff chemisch nicht zersetzen, sogar ihn nicht einmal angreifen kann. Die Folge dieser !einheit i;md das Fehlen
eines Lösungsmittels ist zunächst, dass das häufig als sehr störend auftretende Hachdixrikeln dor Leuchtstoffe durch Flecken—
bildung in der Bohre entfällt, was besonders bei der Verwendung von Silikaten und Boraten von ganz besonderer Bedeutung
18 * Das ^erfahren gemäss der 3r fin dung spielt sioh wio
folgt ab:
Technischer roter Phosphor wird mit e.iaem geeigneten Gxjr&ations— mittel s.B» Braim stein und unter evtl. Zugabe von Füllstoffen
au Tabletten oder Stäben gepresst, die durch eine bestimmte Dosierung dem gewünschten Bedarf grössenraässig angepasst
werden» Diese Tabletten od^r Stäbe werden entzündet und ent— wickeln durah den 'i;rei"bren-iimgsproEess einen P'liosphorpenthoxyd—
Hebel, eier in das Jimere eier Bohre hineinsublimiert wirds Da dieser Hebel verhältnisrnäseig schwer ist, kann er durch
entsprechende Bewegung der Bohre— insbesondere Bollen — die von Hand oder ?rechemisch durchgeführt wird, tiberall.
mit der inneren■ Bührenwand in Berührung gebracht werden« Auf der Böhrenwand verbindet sich dann der 'webel mit dom feinen
Wasserdampffilm, der sich auf jeder Glaswand befindet, dui'Oh chemische Reaktion zu absolut reiner Phosphorsäure.
Weil nun aber der YJassercLampffilm nicht ausreicht, usi die Gesamtmenge des Phosphprponthoxyd-STebels, der sich im
Böhreninneren befindet, in PhosiDliorsäiire a
Verbleibt ein gewisser Teil des Phosphorpenthcxydes an der land der Bohre* Phosphorpenthoxyd ist sehr.hygroskopisch»
Dies hat zur Folge, dass "beim Pumpen der Bohre der dem Pumpprozess besonders, abträgliche Wasserdampf durch
dieses Phosphorpenthoxyd gebunden wird, was eine erhebliche SrIe iah te rang und ^ereinfaammg des Purapprose sses stir Folge
hat.
7/eiterhin ist der nacsh diesem ^erfahren erzeugte Lewihtstoff^Film sehr glei:3hmässig und dicht. Hoch ein
wesentlicher Vorteil ist die ^βτΜχχζν:ηβ der -Arbeitszeit
für das Beschicken der Bohren mit Leuchtstoff.
Claims (1)
- Patentansprüche .Ve ι-fahren zvm. !Einbringen lumiae sz ie render Stoffe in Glaegefasse, insbesondere in Gasentladungsröhren dadurch gekennzeichnet, class aus technischem rotem Phosphor, der mit einem geeigneten Oxydationsmittel ( z.B. Braunstein ) und evtl. Zusats. von Füllstoffen und Bindemitteln zn festen Körpern 2eB, Stauen oder Tabletten in grös semnäss ig durch den Verwendungszweck bestimmter^Dosiermig gepresst odar sonstwie vorarbeitet wird durch θ inen Verbrennungsprozess Phosphorpentliosyd— lesboi erzeugt und in das Höhrer.innere hinein subl im ie rt wird, wo er auf Grund seines veiiiältnisaässig hohen Gewichtes, durch entsprechende Bewehrung der Eöhre — von Hand cd'r mechanisch — überall mit der inneren Eöhrenwand in Berührung gebracht wird wad. sioh dort niederschlägt mit dem Ergebnis, dass sich aus dem Phosphürpenthoxyd«4Jiedersahlag mid«fbm feinen Tiaßserdanrpf-» film, der sioh auf der Glaswand befindet, durch cliemisohoigebracntenLösungsmittels eine theimisahe oder andere i^aohbehandlung der liöhre zum Zwecke der .ISntfermmg des Lösungsmittels erfor/derlioli ist, während ein Teil des Pliosphorpenthozydes den schädlichen Wasserdampf bindet, wodurch der Pumpprozess erleichtert vaiö. vereinfacht wird,^erfahpen nach iiknspruoli I6) dadurch gekennseichnet, dass die vorgeschlagene Bewegimg der Bohre unter Verwendung eiiies geeigneten mechanischen Hilfsmittels in einem Hollen in wagi-ecliter Lage besteht.
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