DEP0047942DA - Grubenstempel aus Leichtmetall - Google Patents

Grubenstempel aus Leichtmetall

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DEP0047942DA
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Josef Duisburg-Hamborn Brand
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Description

Das Bestreben, den Arbeitsanteil des Bergmannes bei der Kohlengewinnung, der auf den Ausbau entfällt, zu verringern und seine Arbeit zu erleichtern, hat in der letzten Zeit zu einer immer umfangreicher werdenden Verwendung von Leichtmetall im Strebausbau geführt, d.h. von Leichtmetallstempeln und Leichtmetallkappen, die gegenüber den bisher ausschließlich verwendeten eisernen Kappen und Stempeln den Vorteil des wesentlich niedrigeren Gewichts haben. Diesem Vorteil gegenüber müssen allerdings die ungünstigeren Festigkeitseigenschaften und der wesentlich höhere Preis des Werkstoffs in Kauf genommen werden.
Bei Grubenstempel aus Leichtmetall wirken sich die geringeren Festigkeitseigenschaften vor allem dadurch ungünstig aus, dass die höchstbeanspruchten Teile des Stempels sehr viel schneller verschleißen, als bei eisernen Stempeln und dass, abgesehen von normalem Verschleiß, an diesen leicht Brüche, Risse und Abplatzungen eintreten, die den ganzen Stempel unbrauchbar machen. Hierdurch wird der Kostenaufwand bei der an sich vorteilhaften Verwendung von Leichtmetallstempeln im Vergleich zu eisernen Stempeln erheblich gesteigert und damit werden die Anwendungsmöglichkeiten solcher Stempel stark eingeschränkt.
Die Erfindung beseitigt diese Nachteile. Sie baut auf der Erkenntnis auf, dass die Gefahr verstärkter Zerstörung und Beschädigung nur an gewissen Teiles des Stempels, vornehmlich bestimmten Teilen des Schlosses gegeben ist, nämlich denen, wo beim Setzvorgang und/oder bei der Druckaufnahme des eingebauten Stempels eine Reibung von Eisen auf Leichtmetall erfolgt. In den Schlössern von Leichtmetall-Grubenstempeln müssen, um ein einwandfreies Setzen und den gewünschten Einsinkwiderstand zu erzielen, gewisse Teile notwendigerweise aus Eisen bestehen, nähmlich bei den üblichen Stempelschlössern mit Keilgetriebe und Schleppkeil der Schleppkeil selbst, der Gegendruckkörper zwischen Oberstempel und dem Schlossgehäuse, gegen den durch den Schleppkeil der im Unterstempel verschiebliche Oberstempel angepresst wird und der Setzkeil. Bei anderen Konstruktionen von Stempelschlössern kann es notwendig sein, auch andere Schlossbestandteile aus Eisen herzustellen. Diese Teile, und zwar in dem vorstehend beschriebenen Falle der Schleppkeil und der Setzkeil,reiben beim Setzen des Stempels bzw. beim Einsinken des Oberstempels auf Leichtmetallteile des Keilgetriebes und setzen diese Teile im hohen Maße der Gefahr von Beschädigungen aus, insbesondere weil es sich hierbei um die Reibung von keilartigen Elementen aufeinander handelt.
Die Erfindung beseitigt die hieraus resultierenden Gefahren für eine Beschädigung der betreffenden Leichtmetallteile dadurch, dass diese mit einer Bewehrung aus widerstandsfähigem Werkstoff, vorzugsweise in Gestalt einer Auflage oder manschettenartigen Umkleidung aus Eisen- bzw. Stahlblech versehen werden. Hierdurch werden, ohne die geringste Beeinträchtigung der Wirkung des Schlosses bzw. des Keilgetriebes, die Leichtmetallteile absolut geschützt. Es findet an den betreffenden Stellen nur eine Reibung von Eisen auf Eisen statt, wobei außerdem die Möglichkeit gegeben ist, die Eisenblechbewehrungen jederzeit auszuwechseln.
In den Abbildungen ist ein Ausführungsbeispiel eines Grubenstempels nach der Erfindung dargestellt, ohne dass aber die Erfindung auf eine bestimmte Konstruktion von Grubenstempeln oder eine bestimmte Konstruktion des Schlosses von solchen beschränkt wäre.
Abb. 1 zeigt einen Vertikalschnitt durch den Stempel,
Abb. 2 einen Schnitt gemäß Linie C - D der Abb. 1 und
Abb. 3 gemäß Linie A - B der Abb. 1.
In den Abbildungen ist mit a der Unterstempel, mit b der wie üblich in diesen einschiebbare Oberstempel mit Kopf c bezeichnet. Der Oberstempel hat nach dem Ausführungsbeispiel einen vierstrahlig sternförmigen Querschnitt, wobei die Räume zwischen den Strahlen des Sternes eingewölbt sind.
Das Schlossgehäuse d, das ebenso wie Unter- und Oberstempel aus Leichtmetall besteht, nimmt das Schlossgetriebe auf. Dieses besteht gemäß dem Ausführungsbeispiel aus den beiden Leichtmetallkeilen e und f, dem Schleppkeil g und dem Setzkeil h. Durch Einschlagen des Setzkeiles wird über den Keil e und den Keil f der Setzkeil g gegen den Oberstempel gepresst und presst diesen andererseits gegen die Gegendruckkörper 1 an der dem Setzkeil gegenüberliegenden Seite des Schlossgehäuses. Der Setzkeil g sowie die Gegendruckkörper i sind entsprechend den Einwölbungen des sternförmigen Oberstempels vorgewölbt, sodass sich gegenüber einer ebenen Ausbildung der zur Anlage aneinander kommenden Flächen wesentlich vergrößerte Anlagefläche mit gleichmäßigen Flächendruck ergeben, Schleppkeil g und Gegendruckkörper i, ebenso wie der Setzkeil h bestehen aus Eisen.
Die Reibung des Keiles g und des Gegendruckkörpers i auf dem Leichtmetall des Oberstempels b, d.h. hier von Eisen auf Leichtmetall, ist funktionsbedingt und lässt sich nicht vermeiden. Sie ist aber wegen des senkrechten Einwinkweges des Oberstempels zwischen den Druckflächen der Teile g und i für den Werkstoff des Oberstempels verhältnismäßig wenig gefährlich. Die gefährlichen Stellen sind hingegen die Fläche des Keiles f, gegen die der Schleppkeil anliegt, sowie die Fläche des Keiles e, über dem der Setzkeil h eingetrieben wird. Diese beiden Flächen werden gemäß dem Ausführungsbei- spiel durch einen manschettenartigen Überzug aus Eisenblech k bewehrt, sodass der Leichtmetallkörper dieser Teile völlig geschützt ist.
Bei anderen Konstruktionen von Leichtmetallstempeln bzw. Schlössern von Leichtmetallstempeln können sich selbstverständlich im Rahmen des grundsätzlichen Erfindungsgedankens andere zu bewehrende Flächen ergeben, d.h. die Erfindung ist nicht etwa auf einen Stempel der vorstehend im einzelnen beschriebenen und in den Abbildungen beispielsweise veranschaulichten Ausführungsform oder die dargestellten Anordnungen der Bewehrungen beschränkt.

Claims (3)

1. Grubenstempel aus Leichtmetall, dadurch gekennzeichnet, dass die Flächen des Stempels bzw. Stempelschlosses, welche beim Setzen und im Gebrauch des Stempels hohen Beanspruchungen ausgesetzt sind, mit einer Bewehrung aus einem Werkstoff von höherer Widerstandsfähigkeit, vorzugsweise einer Auflage aus Eisen- bzw. Stahlblech versehen sind.
2. Grubenstempel nach Anspruch 1 mit einem Schloss mit Keilgetriebe und Schleppkeil und Setzkeil, dadurch gekennzeichnet, dass Schleppkeil, Setzkeil und Gegendruckkörper aus Eisen bestehen und die Flächen des aus Leichtmetallkörpern bestehenden Keilgetriebes, welche an Gegenflächen des Schleppkeiles, sowie des Setzkeiles zur Anlage kommen, mit einer Bewehrung versehen sind.
3. Grubenstempel nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Oberstempel vierstrahlig sternförmiges Profil mit Auswölbungen zwischen den vier Strahlen des Sternes besitzt und Schleppkeil, sowie Gegendruckkörper unter ganzflächiger Auflage in diese Auswölbungen eingepresst sind, während die rückwärtige, dem Keilgetriebe anliegende Fläche des Schleppkeiles eben ist und auf der bewehrten ebenen Gegenfläche des letzten Keiles des Keilgetriebes aufliegt.

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