DEP0047324DA - Strohpresse mit Schwingkolben. - Google Patents

Strohpresse mit Schwingkolben.

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DEP0047324DA
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Germany
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straw
rake
press
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English (en)
Inventor
Wilhelm Ackermann
Original Assignee
Ackermann, Wilhelm, Dielingdorf über Melle
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Description

Es sind Strohpressen mit Schwingkolben und zwischen Schutzbändern umlaufenden, gesteuerten Strohzuführungsrechen bekannt, bei denen das von der Dreschmaschine anfallende Stroh in der allgemeinen Fliessrichtung dem Presskanal zugeführt wird.
Bei einer solchen bekannten Bauart wird das Stroh aus einem Sammeltrog von unten durch einen Zinkenrechen dem Presskanal zugeführt, dabei liegt die Schwingachse des Presskolbens oberhalb des Presskanals. Der schwingende Presskolben streift das Stroh von den Zinken ab, wobei beide gegenläufig sind. Es tritt dadurch ein Richtungswechsel in der Strohbewegung ein, und die Zusammenarbeit von Kolben und Zinken muss sorgfältig gesteuert werden. Trotzdem ist es noch erforderlich, in dem Kolben Aussparungen für den Durchgang der Zinken vorzusehen. Diese Bauart hat ausserdem den Nachteil, dass sie viel Platz beansprucht, da das Stroh sich auf einer gestreckten Bahn bewegt.
Diesen Nachteil hat man bereits zu beheben versucht, indem man den an dem Auslauf des Strohschüttlers anschliessenden Strohausführungskanal in zur allgemeinen Förderrichtung entgegengesetzten Richtung verlaufen lässt. Auf diese Weise wird aber das Langstroh nicht in der allgemeinen Fliessrichtung dem Presskanal zugeführt, und das Langstroh stört den Lauf des Kurzstrohes, das aus entgegengesetzter Richtung anfällt.
Diese Ausführung gehört ausserdem nicht zu der Gattung von Strohpressen mit zwischen Schutzbändern umlaufenden, gesteuerten Strohzuführungsrechen.
Gemäss der Erfindung ist der Stroheinlauf oberhalb der Rechenantriebswelle angeordnet, und der Strohzuführungsrechen führt das Stroh in einer Rundbewegung zuerst entgegen der allgemeinen Fliessrichtung, dann abwärts und schleudert es schliesslich in Fliessrichtung in den Presskanal, wo es vom Presskolben erfasst wird. Auf der Zeichnung ist der Gegenstand der Erfindung schematisch und beispielsweise dargestellt. Es zeigen:
Abb. 1 einen Längsschnitt durch die Strohpresse
Abb. 2 einen Grundriss ohne Schutzbänder.
Die Rechenantriebswelle 1 wird durch das ausserhalb der Seitenwand liegende Zahnrad 2 angetrieben, das mit dem Ritzel 3 im Eingriff steht. Der Zahnradkörper 2 dient zugleich zur Betätigung des Presskolbens 4 mittels der Zugstange 5, der um den festen Zapfen 6 schwingt. Auf der Rechenantriebswelle sind mehrere Arme 7 oder Scheiben befestigt, in denen die Rechenwelle 8 mit den Strohtransportzinken 9 gelagert ist. Welle 8 und Zinken 9 bilden zusammen den Strohzuführungsrechen. Dieser Rechen kreist um die Rechenantriebswelle 1, kann sich aber ausserdem in den Lagerstellen der Arme 7 drehen. Die Drehbewegung des Rechens 8, 9 wird mittels eines festen Kurvenstückes 10 und eines Steuerhebels 11 derart gesteuert, dass die Zinken 9 das Stroh in den Presskanal schleudern. Diese Steuerung kann aber auch durch bekannte Exzenter oder Zahnsegmente ausgeführt werden. Das Triebwerk 1, 7, 8 und 9 ist durch Schutzbänder 12 gegen Eindringen von Stroh geschützt. Das Langstroh wird durch den Schüttler 13 zugeführt, während das Kurzstroh über die Rutsche 14 einläuft. Auf der Rechenantriebswelle 1 können können auch mehrere Strohmitnehmerscheiben 15 mit Zacken 16 angeordnet sein.
Die Wirkungsweise ist folgende:
Das Langstroh fällt vom Schüttler 13 auf die Schutzbänder 12. Von dort wird es durch die kreisenden Zinken 9 in einer Rundbewegung zuerst entgegen der allgemeinen Fliessrichtung, dann abwärts geführt und schliesslich in Fliessrichtung in den Presskanal 17 geschleudert, wo es von dem Presskolben 4 erfasst und zusammengepresst wird. Der Kurzstroheinlauf ist derart angeordnet, dass das Ende der Rutsche 14 bis zu dem höchsten Punkt des Kolbenabdeckbleches geführt ist, sodass die Strohteile nicht nach aussen rutschen können. Die kreisenden Zinken 9 erfassen zuerst das Langstroh und dann das Kurzstroh und bringen es eingerollt in die Mitte der Pressbunde, sodass es nicht herausfallen kann. Bei hohen Leistungen ist es vorteilhaft mehrere Strohmitnehmerscheiben 15 mit Zacken 16 auf der Rechenantriebswelle 1 anzuordnen, die schon vor den Zinken einen Teil des Langstrohes mitnehmen, das dann durch die Schleuderbewegung der nachfolgenden Zinken ebenfalls in den Presskanal 17 geschleudert wird. Eine Unterbrechung des Zackenrades sorgt dafür, dass während des Pressvorganges die Strohzuführung aussetzt. Diese Mitnehmerscheiben können auch die Lagerstellen für die Rechenwelle 8 aufnehmen, sodass die Arme 7 fortfallen. Der Presskolben 4 ist zweckmässig derart gelagert, dass die Schwingachse 6 unterhalb des Presskanals 17 liegt. Dabei ist die Pressbahn derart ausgebildet, dass sie nur ein einseitiges Gefälle in Fliessrichtung besitzt, sodass keine Strohteile aus dem Presskanal herausfallen können.
Die Strohpresse gemäss der Erfindung hat den grossen Vorteil, dass sie eine sehr geringe Baulänge besitzt, da das Stroh auf einem Teil des Weges gegen die allgemeine Fliessrichtung geführt wird. Trotzdem ist aber der glatte Fluss nicht gestört, weil Zinken und Kolben gleichsinnige Bewegungen ausführen. Die kurze Baulänge der Strohpresse lässt sie besonders zum Abbau an Dreschmaschinen geeignet erscheinen. Sie wirkt sich aber auch sonst in beengten Räumen und auf dem Transport günstig aus.

Claims (6)

1. Strohpresse mit Schwingkolben und zwischen Schutzbändern umlaufenden, gesteuerten Strohzuführungsrechen, der das von der Dreschmaschine anfallende Stroh in der allgemeinen Fliessrichtung dem Presskanal zuführt, dadurch gekennzeichnet, dass der Stroheinlauf oberhalb der Rechenantriebswelle (1) angeordnet ist, an welcher die Rechenwelle (8) mittels der umlaufenden Scheiben oder Arme (7) drehbar gelagert ist, und die an der Rechenwelle befestigten Zinken (9) mittels des Kurvenstückes (10) und mittels des an der Rechenwelle angeordneten Steuerhebels (11), auch wohl mittels Exzenter oder Zahnsegmente, derart gesteuert werden, dass die Zinken (9) bei ihrer Aufwärtsbewegung entgegen der Fliessrichtung und bei ihrer Abwärtsbewegung in der Fliessrichtung wirkend bewegt werden.
2. Strohpresse nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Ende der Rutsche (14) für das Kurzstroh bis zu dem höchsten Punkt des Kolbenabdeckbleches geführt ist.
3. Strohpresse nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwischen den Strohtransportzinken (9) des Rechens mehrere Strohmitnehmerscheiben (15) auf der Rechenantriebswelle (1) angeordnet sind.
4. Strohpresse nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass die Strohmitnehmerscheiben (15) an einem Teil des Umfanges keine Mitnehmerzacken (16) aufweisen.
5. Strohpresse nach den Ansprüchen 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwingachse (6) des Presskolbens (4) unterhalb des Presskanals (17) angeordnet ist.
6. Strohpresse nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Pressbahn nur nach der Fliessrichtung hin ein einseitiges Gefälle aufweist.

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