DEP0046659DA - Schuhsohle, insbesondere aus Kunststoff, Gummi o.dgl. - Google Patents

Schuhsohle, insbesondere aus Kunststoff, Gummi o.dgl.

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DEP0046659DA
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shoe sole
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English (en)
Inventor
Rudolf Dassler
Original Assignee
Dassler, Rudolf, Nürnberg
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf Schuhsohlen insbesondere solche, die aus Kunststoff, Gummi o.dgl. z.B. im Wege des Press- oder Spritzgiessens hergestellt sind. Sie betrifft namentlich Sohlen für Sportschuhe.
Die bisher gebräuchlichen Sohlen, welche, gleichviel ab sie aus Leder oder aus anderem Werkstoff bestehen, plattenförmige Gebilde sind, haben den Nachteil, dass sie dem Fuss eine sehr harte, kompakte Unterlage bieten. Dies gilt auch, wenn die Sohle aus elastischem Werkstoff besteht, denn die Elastizität wirkt sich im wesentlichen nur hinsichtlich der Biegsamkeit aus. Der Fuss drückt aber auch in diesem Falle auf eine Platte von beachtlicher Härte.
Ein weiterer Mangel bekannter Sohlen liegt darin, dass diese der natürlichen Form des Fusses, die durch ein gewölbte Fläche gekennzeichnet ist, nicht genügend angepasst sind. Es ist zwar bekannt, die Sohle mit Mulden zu versehen und sie mit einer Gelenkstütze auszurüsten, um eine gewisse Anpassung an die Fussform zu ermöglichen. Diese Ausbildung ist aber nicht befriedigend. Die Formgebungsteile der Sohle wie Mulden,
Gelenkstützen usw. werden bei der Serienherstellung von Schuhen gewissermassen schablonenmässig ausgebildet und angeordnet. Die Füße der Menschen sind aber sehr verschiedenartig gestaltet. Es ist deshalb selten, dass die Sohle in ihrer Formgebung zu dem betreffenden Fuß passt.
Durch die Erfindung werden diese Nachteile in ebenso geschickter wie wirkungsvoller Weise dadurch behoben, dass die Sohle oberseitig mit wabenartigen Vertiefungen versehen ist. Es wird also die Sohlenoberfläche, auf welcher der Fuß unter Zwischenlage einer Brandsohle aufruht, von den die Wabenvertiefungen trennenden Wabenstegen gebildet. Diese dünnen Wabenstege besitzen eine solche Nachgiebigkeit, dass der Fuss weich aufruht. Es ist also der Schuhsohle ihre bisherige Härte genommen, indem ihr gewissermassen eine federnde Oberfläche gegeben worden ist. Da nunmehr der Fuss nicht mehr auf einer harten Platte wie bisher ruht sondern eine weiche Abstützung findet, obwohl im übrigen der Charakter der Sohle nicht beeinflusst ist, so ermüdet der Fuss weniger rasch, ergibt sich ein elastischer Gang und eine bessere Haftung des Fußes an der Sohle. Wegen dieser Vorteile ist eine erfindungsgemäss ausgebildete Sohle vornehmlich für Sportschuhe geeignet.
Darüber hinaus bringt die Erfindung aber auch den Fortschritt, dass die Sohle sich genauer als bisher der Form des betreffenden Fußes anpasst. Es ist erfindungsgemäss bewusst vermieden, vorgeformte, der Fußform in der Regel doch nicht entsprechende Mulden o.dgl. vorzusehen. Es ist vielmehr die Sohlenoberfläche so nachgiebig gestaltet, dass jeder Fuss die im passende Sohlenform sozusagen selbst zu formen vermag. Die Wabenstege weichen an den stärker gewölbten Stellen des Fusses mehr aus als an den weniger gewölbten Stellen. Es ergibt sich mithin eine Anpassung der Sohlenoberfläche an den Fuß.
Nach einem weiteren Merkmal der Erfindung steigt die Sohlenoberfläche nach hinten, also der Fersenpartie zu, an, indem die Wabenstege von vorn nach hinten allmählich höher werden. Aufgrund dieser vom Vorhandensein eines Absatzes unabhängigen Massnahme ruht die Ferse des Fußes etwa erhöht. Infolge dieser Hebung der Ferse erhält der Fuß die Neigung, sich stets nach vorn zu schieben. Es ist als eine gute Anlage des Schuhes am Fuß, namentlich beim Rist, gewährleistet. Ausserdem kann sich der bisherige Mißstand nicht mehr ereignen, dass der Fuß in seiner Neigung, nach hinten zu rutschen, die Fersenkappe nach hinten herausdrückt.
Es empfiehlt sich, die Waben aussen herum durch einen Randstreifen zu begrenzen, auf welchem das Schuhoberteil, z.B. mittels einer Naht befestigt ist. Dieser Begrenzungsstreifen liegt zweckvoll in der Fläche der Wabenstege. Besonders vorteilhaft ist es, wenn an ihn eine Randerhöhung anschliesst, welche in Anpassung an den Verlauf des Schuhoberteiles schräg nach innen abfällt. Es erfahrt dass einerseits der Fuß einen zusätzlichen Halt gegen Verschiebung auf der Sohle. Andererseits ist erreicht, dass sich die Sohle mit der Randerhöhung an das Schuhoberteil anschmiegt, wodurch das Eindringen von Wasser zwischen Sohle und Schuhoberteil erschwert und das Aussehen des Schuhes verbessert wird.
Es kann vorkommen, dass die Schräge der Randerhöhung mit dem Verlauf des Schuhoberteiles im Bereich von dessen Unterkante nicht übereinstimmt, denn bei der Schuherzeugung wird nicht mit Fertigungsgenauigkeiten gearbeitet wie sie in der Feinmechanik üblich sind. Um trotzdem zu gewährleisten, dass die Randerhöhung stets sauber an dem Schuhoberteil anliegt, wird, da die Gefahr des Klaffens namentlich im hinteren Schuhbereich besteht, erfindungsgemäss die Ausbildung so getroffen, dass die Randerhöhung im Bereiche der Fersenkappe mittels eines stufenartigen Absatzes in die Schuhoberfläche z.B. in den Begrenzungsstreifen übergeht. Auf diese Weise wird erreicht, dass bei der Verbindung z.B. bei dem Zusammennähen von Sohle und Oberteil das letztere auf den stufenartigen Absatz der Randerhöhung drückt, diese mithin oben nach innen gekippt wird. Infolgedessen schmiegt sie sich an das Schuhoberteil an.
Die Erfindung ist auf der Zeichnung an einem Ausführungsbeispiel veranschaulicht. Es zeigt
Fig. 1 einen Tennisschuh in schaubildnerischer Darstellung bei teilweise abgenommenem Schuhoberteil,
Fig. 2 die Sohle, ebenfalls in schaubildnerischer Darstellung,
Fig. 3 einen Längsschnitt durch das Fersenteil des Schuhes,
Fig. 4 den gleichen Schnitt bei anderer Ausbildung der Sohlen-Randerhöhung.
Die Sohle a ist auf der Oberseite durchgehend oder wenigstens in der Fersen- und/oder der Ballenpartie wabenartig gestaltet. Sie ist also durch wabenartige Vertiefungen b gekennzeichnet, welche durch dünne Stege c voneinander getrennt sind. Die Sohlenoberfläche wird demnach von den Wabenstegen c gebildet. Es brauchen die Waben nicht, wie beim gezeichneten Ausführungsbeispiel, eckig, beispielsweise viereckig zu sein. Sie können auch rund ausgebildet sein. In jedem Fall bilden die Stege c für den aufruhenden Fuß eine weiche, federnde Unterlage. Ausserdem ermöglichen diese Stege, da sie bei der Bewegung des Fußes stets nach der Seite entsprechend den auftretenden Drücken ausweichen, eine Anpassung an die beiden verschiedenen Bewegungszuständen sich gerade ergebende Fußform.
Zweckvoll ist die Ausbildung so getroffen, dass die Wabenstege c vor, also im Bereiche der Sohlenspitze, am niedrigsten sind und nach hinten, der Fersenpartie zu, allmählich höher werden, sodass also der Fuß hinten mit seiner Ferse etwa gehoben wird und aus den eingangs geschilderten Gründen die Neigung erhält, sich nach vorn zu schieben.
Die Sohle kann mit einer Gelenkstütze d versehen sein. Es ist dann im Sinne der Erfindung auch die Gelenkstütze wabenartig ausgebildet, wie namentlich Fig. 2 zeigt.
Bei der gezeichneten Ausbildungsform sind die Waben b, c von einem Begrenzungsstreifen e umgeben, der der Höhe nach zweckvoll in der Fläche der Wabenstege liegt. Es empfiehlt sich, auf diesem Begrenzungsstreifen das Schuhoberteil f zu befestigen. Werden die beiden Schuhteile durch eine Naht zusammengehalten, so besitzt die Sohle a auf ihrer Unterseite, also auf der Lauffläche, eine geeignete Nut g zur Einlagerung der Naht h.
Die Sohle ist ausserdem mit einer Randerhöhung i versehen, welche entlang dem ganzen Sohlenrand verläuft und in die Gelenkstütze d übergeht. Diese Randerhöhung fällt mit solcher Schräge nach innen ab, dass sie dem Verlauf des Schuhoberteiles im Bereiche dessen Unterkante entspricht, sich also die Randerhöhung schliessend an das Schuhoberteil anschmiegt. Es findet also der Fuß einen besonders guten Halt im Schuh und eine zusätzliche Sicherung gegen Verschiebung. Ausserdem wird die Bildwirkung des fertigen Schuhe verbessert, da der bisher übliche, klaffende Spalt zwischen Schuhoberteil und Sohle entfällt. Dadurch ist der weitere Vorteil gegeben, dass zwischen diesen beiden Schuhteilen weniger Wasser als bisher einzudringen vermag.
Es ist, wie bereits oben erwähnt, besonders vorteilhaft, zwischen den Begrenzungsstreifen e und die Randerhöhung i, namentlich im Bereiche der Fersenkappe, einen schulterartigen Absatz k einzuschalten. Dies bewirkt, dass das Schuhoberteil ursprünglich nicht ganz auf dem Streifen e aufliegt, beim Anbringen der Naht h jedoch auf diesen Streifen gepresst wird. Dabei drückt das Schuhoberteil auf den Absatz k, mit der Folge, dass die Randerhöhung e im Sinne des Pfeiles X nach innen gezogen, also an das Schuhoberteil angedrückt wird. Es werden also durch Fertigungsungenauigkeiten bedingte Unterschiede ausgeglichen.
Die Erfindung ist auf Sohlen aller Art anwendbar, gleichviel, ob die Sohlen für Schuhe, Stiefel oder sonstiges Schuhwerk bestimmt sind. Wie bereit erwähnt, sind die erfindungsgemäss erreichbaren Vorteile besonders nützlich bei Sportschuhen. Die Erfindung kann besonders einfach verwirklicht werden, wenn es sich um eine Schuhsohle aus Kunststoff, Gummi oder sonstigem, im Wege des Press- oder Spritzgiessens bearbeitbaren, elastischen Werkstoff handelt. Dann ist die Ausbildung der Sohle lediglich eine Angelegenheit der Giess- bzw. Pressform. Ausserdem wirken sich die elastischen Eigenschaften des Werkstoffs fördernd aus. In jedem Falle kann die Sohle selbstverständlich auf der Lauffläche in geeigneter Weise profiliert sein z.B. Rillen l besitzen, wie solche in Fig. 3 angedeutet sind.

Claims (7)

1) Schuhsohle insbesondere solche aus Kunststoff, Gummi o.dgl., dadurch gekennzeichnet, dass die Sohle oberseitig mit wabenartigen Vertiefungen versehen ist.
2) Schuhsohle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Sohlenoberfläche nach hinten, der Fersenpartie zu, ansteigt, indem die Wabenstege von vorn nach hinten allmählich höher werden.
3) Schuhsohle nach Anspruch 1, mit Gelenkstütze, dadurch gekennzeichnet, dass auch die Gelenkstütze wabenartig gestaltet ist.
4) Schuhsohle nach Ansprüchen 1 und 2, gekennzeichnet durch einen die Waben begrenzenden Randstreifen, auf welchem das Schuhoberteil z.B. mittels einer Naht beseitigt ist.
5) Schuhsohle nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Begrenzungsstreifen in der Fläche der Wabenstege liegt.
6) Schuhsohle nach Ansprüchen 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass an den Begrenzungsstreifen eine Randerhöhung anschliesst, welche in Anpassung an den Verlauf des Schuhoberteils schräg nach innen abfällt.
7) Schuhsohle nach Ansprüchen 4 - 6, dadurch gekennzeichnet, dass die Randerhöhung namentlich im Bereich der Fersenkappe mittels eines stufenartigen Absatzes in die Sohlenoberfläche z.B. in den Begrenzungsstreifen übergeht.

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