DEP0044850DA - Schlepper mit Ladepritsche - Google Patents
Schlepper mit LadepritscheInfo
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Schlepper, die als Straßen- und Acker-Fahrzeuge gebraucht werden sollen. Der Schlepper soll zur Mitführung kleinerer Lasten vorn mit einer Ladepritsche versehen sein. Die Aufgabe der Erfindung ist es, die verschiedenen Forderungen bezüglich der Achs-Belastungen sowie der Boden- und Seitenfreiheit für Anbaugeräte bei der Unterbringung des Antriebsmotors und des Wechselgetriebes zu berücksichtigen.
Bei der Anordnung von Motor und Getriebe in Schleppern sind folgende Bedingungen zu erfüllen: die Hinterachse muß ausreichend belastet sein, damit eine genügende Zugkraft durch die Reifen übertragen werden kann. Auch vorn darf der Schlepper nicht zu leicht sein, weil sonst die Gefahr besteht, daß das Fahrzeug im schweren Zugbetrieb auf dem Acker, beispielsweise beim Pflügen, aufbäumt oder daß die Vorderachse zumindest nicht die für die Lenkung nötige Belastung erhält. Anderseits darf der Schlepper vorn auch nicht zu schwer sein, damit die Lenkung den Fahrer nicht zu stark ermüdet. Eine weitere, im Zusammenhang mit der Ladepritsche nicht leicht zu erfüllende Bedingung besteht darin, daß der Schlepper auch ohne Pritschenladung eine brauchbare Verteilung der Achs-Belastungen erhält. Außerhalb des schweren Zugbetriebs, wie beispielsweise beim Pflügen, soll die Mitführung von Ballastgewichten nicht notwendig sein.
Beim Schlepper nach der Erfindung wird der Motor in an sich bekannter Weise an das Gehäuse der von ihm angetriebenen Hinterachse angeflanscht. Die Erfindung besteht darin, daß der Motor vor der Hinterachse mit waagerechten Zylindern unter dem Fahrersitz und das Wechselgetriebe hinter der Achse angeflanscht sind, wobei die zur Kurbelwelle gleichachsige Antriebswelle des Wechselgetriebes oberhalb oder unterhalb der Achsantriebswelle vorbeigeführt ist.
Diese Anordnung von Motor und Getriebe wird den eingangs genannten Anforderungen an die verschiedenen Betriebsverhältnisse des Schleppers gerecht: die liegende Anordnung der Zylinder ermöglicht es, den Fahrersitz über dem Motor anzubringen, während der Fahrer dadurch, daß das Wechselgetriebe hinter die Achse verlagert ist, seine Füße vor den Motor niedriger stellen kann. Das Getriebe kann dabei noch unmittelbar durch einen üblichen Schalthebel bedient werden. Der Motor als der weitaus schwerste Teil des Antriebes gibt durch seine Lage zwischen den beiden Achsen einen Gewichtsausgleich, so daß bei unbeladener Pritsche und nicht zu großer Zugkraft die Mitführung von Ballastgewichten unnötig wird.
Bei der erfindungsgemäßen Motoranordnung bleibt die für seitliche Anbaugeräte, beispielsweise Mähbalkenantriebe, notwendige Seitenfreiheit zwischen Vorder- und Hinterrädern gewahrt, wobei ein verhältnismäßig kleiner Radstand erreicht wird.
Für den Fall, daß die zur Kurbelwelle gleichachsige Antriebswelle des Wechselgetriebes unterhalb der Achsantriebswelle vorbeigeführt ist, erhält man eine vorteilhaft niedrige Schwerpunktlage. Um hierbei eine möglichst große Bodenfreiheit zu gewährleisten, wird die Motorwelle in Weiterbildung der Erfindung nach hinten schräg abfallend in der Weise angeordnet, daß die Unterseiten des Motors und des Wechselgetriebes etwa die gleiche Bodenfreiheit ergeben.
Auf der Zeichnung ist ein Schlepper nach der Erfindung vereinfacht wiedergegeben. Abbildung 1 zeigt eine Seitenansicht und Abbildung 2 eine Draufsicht auf den Schlepper.
Auf dem Träger-Rahmen 1 ist über den Vorderrädern 2 die Ladepritsche 3 angebracht, die entweder zur Beförderung kleinerer Lasten, oder, soweit notwendig, zur Aufnahme von Ballastgewichten dient.
An das Hinterachsgehäuse 4 sind hinten das Wechselgetriebe 5 und vorn der Antriebsmotor 6 angeflanscht. Die Arbeitszylinder 7 des Motors sind entgegengesetzt gerichtet und mit liegender Achse unterhalb der Rahmenträger so angeordnet, daß die in Verlängerung der Kurbelwelle liegende
Antriebswelle 8 des Wechselgetriebes 5 unterhalb des Ausgleichgetriebes 9 vorbeigeführt ist. Die zum Ausgleichgetriebe führende Welle 10 des Wechselgetriebes kann in der Achsebene der Hinterachse liegen.
Mit Rücksicht auf die größere Bauhöhe des Motor-Kurbelgehäuses gegenüber der des Wechselgetriebes ist die Motorwelle nach hinten so geneigt, daß Motor und Getriebe annähernd dieselbe Bodenfreiheit ergeben.
Der Fahrer hat seinen Sitz 11 über dem Motor 6, so daß er die Füße vor den Motor stellen kann. Der Schalthebel 12 für das Wechselgetriebe ist für ihn bequem greifbar.
Claims (2)
1. Schlepper mit vorn angeordneter Ladepritsche und Hinterradantrieb durch einen an die Achse angeflanschten Motor, dadurch gekennzeichnet, daß der Motor (6) vor der Hinterachse (4) mit waagerechten Zylindern (7) unter dem Fahrersitz (11) und das Wechselgetriebe (5) hinter der Achse (4) angeflanscht sind, wobei die zur Kurbelwelle gleichachsige Antriebswelle (8) des Wechselgetriebes (5) oberhalb oder unterhalb der Achsantriebswellen vorbeigeführt ist.
2. Schlepper nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch eine nach hinten abfallende schräge Lage der Motorwelle in der Weise, daß die Unterseiten des Motors (6) und des Wechselgetriebes (5) etwa die gleiche Bodenfreiheit ergeben.
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