DEP0044707DA - Verfahren zur Regelung der Beschickung von Zerkleinerungsmaschinen - Google Patents
Verfahren zur Regelung der Beschickung von ZerkleinerungsmaschinenInfo
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Description
Es ist bekannt, die Beschickung von Zerkleinerungsmaschinen von der Stromaufnahme des Antriebsmotors zu steuern, indem bei Überschreitung einer bestimmten Stromaufnahme die Beschickungsvorrichtung automatisch ausgeschaltet wird. Dies stellt lediglich eine Sicherung des Antriebsmotors gegen Überlastung dar, gleichzeitig auch eine Sicherung der Mühle gegen Überfütterung mit Mahlgut. Man hat auch versucht, von der Stromaufnahme des Antriebsmotors aus eine automatische Regelung der Beschickungsvorrichtung vorzunehmen, doch erfordert ein solches Verfahren eine komplizierte Regeleinrichtung.
Demgegenüber bezweckt die Erfindung eine Regelung der Beschickung, die auf den Vorgängen in der Zerkleinerungsmaschine selbst beruht und in einfacher sowie vielseitiger Weise durchführbar ist. Sie beruht auf der Erkenntnis, dass der grösste Teil der der Zerkleinerungsmaschine zugeführten Energie in dieser in Wärme umgesetzt wird und nur ein kleiner Teil der Energie zur Lösung des Zusammenhaltes der einzelnen Teilchen des zu zerkleinernden Gutes dient; der Wirkungsgrad von Zerkleinerungsmaschinen ist deshalb auch
bekanntlich schlecht. Gemäss der Erfindung wird diese Wärmeentwicklung in der Zerkleinerungsmaschine zur Regelung ihrer Beschickung benutzt.
In weiterer Ausgestaltung der Erfindung wird die Beschickungsvorrichtung von einem Thermostaten gesteuert, der auf eine bestimmte Temperatur oder einen bestimmten Temperaturbereich der Zerkleinerungsvorrichtung oder zugehörigen Anlage oder des durchgesetzten Arbeitsgutes oder Förder- oder Kühlmittels oder eines sonstigen von der Wärmeentwicklung in der Zerkleinerungsvorrichtung abhängigen Temperaturgebers eingestellt ist.
Das Verfahren gemäß der Erfindung hat den Vorteil, dass die Regelung unmittelbar von den im Innern der Zerkleinerungsvorrichtung herrschenden physikalischen Bedingungen ausgeht und somit auf die Einhaltung bestimmter Konstanter Bedingungen im Innern der Maschine hinwirkt. Da bei vielen Mahlgütern die Überschreitung einer bestimmten Temperaturgrenze schädlich ist und in gleicher Weise auch für die Arbeitsweise der Maschine die Überschreitung einer bestimmten Temperaturgrenze in vielen Fällen nachteilig sein kann, vereinigt das erfindungsgemässe Verfahren die beiden wesentlichen Vorteile, dass einerseits eine
gleichmäßige Beschickung und ein automatischer Gang der Maschine erreicht und andererseits
schädliche Übertemperaturen vermieden werden.
Ausserdem ist ein Vorzug des Verfahrens seine leichte und vielseitige Anwendbarkeit.
In den meisten Fällen kann ein normaler Schaltthermostat benutzt werden.
Bei Zerkleinerungsvorrichtungen, bei denen mit dem Mahlgut ein Förder- oder Kühlmittel durch die Maschine geführt wird, ist es zweckmässig, die Temperaturänderung des Förder- oder Kühlmittels, beispielsweise eines durchsetzten Luftstromes, zur thermostatischen Regelung zu benutzen. Diese
Arbeitsweise ist insbesondere dann vorteilhaft, wenn, wie beispielsweise bei sieblosen Stiftmühlen und anderen Schleudermühlen, die durchgesetzte Luftmenge bei steigender Mahlgutaufgabe infolge der Verdrängung durch das Mahlgut herabgesetzt wird. Es findet dann eine wesentliche Temperatursteigerung des Förder- oder Kühlmittels, also beispielsweise des Luftstromes, bei steigender Mahlgutzugabe statt, einmal infolge der grösseren Kraftaufnahme der Maschine bei grösserer Beschickung und zum anderen infolge der Verringerung der Luftmenge. Einer bestimmten Mahlgutzufuhr entspricht eine bestimmte Lufttemperatur, wobei die Lufttemperatur sehr empfindlich auf jede Veränderung der Mahlgutmenge reagiert.
Eine einfache Verwirklichung des Verfahrens besteht darin, dass der Thermostat bei Überschreitung einer bestimmten Temperatur die Beschickungsvorrichtung ausschaltet und bei Erreichung einer unteren Temperaturgrenze wieder einschaltet. Es lässt sich das Verfahren auch mit Feinregelung betreiben, beispielsweise bei Verwendung von zwei Beschickungseinrichtungen, von denen die eine dauernd im Betrieb ist, während die zweite vom Thermostaten aus- und eingeschaltet wird. Die Anwendbarkeit dieser Feinregelung ist abhängig von der möglichen Gleichmässigkeit der Dosierungsvorrichtung. Sie die Schwankungen einer Dosierungseinrichtung beispielsweise plus/minus 20%, so kann man annähernd 80% des Mahlgutstromes mit der ungeregelten Hauptdosierungsvorrichtung zuführen, während eine zweite Beschickungsvorrichtung thermostatisch geregelt wird und die Schwankungen der Hauptdosierungsvorrichtung ausgleicht, so dass eine vollkommen konstante Beschickung der Zerkleinerungsvorrichtung verwirklicht wird. Es kann dann noch eine zusätzliche Sicherungseinrichtung eingebaut werden, die bei einer Überschreitung der Höchsttemperatur um ein bestimmtes Temperaturintervall oder während einer bestimmten Zeitdauer auch die
Hauptbeschickungsvorrichtung ausschaltet.
Bei Zerkleinerungseinrichtungen, bei denen das Mahlgut eine gewisse Verweilzeit in der Maschine hat, sich also stets eine bestimmte Mahlgutmenge in der Maschine befindet, genügt die einfache thermostatische Regelung mit einer Beschickungsvorrichtung, die zwischen zwei Temperaturgrenzen aus- und eingeschaltet wird, da eine durch zu grosse Speisung bedingte Temperatursteigerung mit einer Überfütterung der Maschine mit Mahlgut verbunden ist, so dass dann zweckmässig die Beschickungsvorrichtung abgeschaltet wird, bis die Zerkleinerungsmaschine das Mahlgut wieder verarbeitet hat und die Speisung automatisch wieder einsetzt.
Claims (6)
1. Verfahren zur Regelung der Beschickung von Zerkleinerungsmaschinen, dadurch gekennzeichnet, dass die Wärmeentwicklung in der Zerkleinerungsmaschine zur Regelung ihrer Beschickung benutzt wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschickungseinrichtung von einem Thermostaten gesteuert wird, der auf eine bestimmte Temperatur oder einen bestimmten Temperaturbereich der Zerkleinerungsvorrichtung oder zugehörigen Anlage oder des durchgesetzten Arbeitsgutes oder des Förder- oder Kühlmittels oder eines sonstigen von der Wärmeentwicklung in der Zerkleinerungsvorrichtung abhängigen Temperaturgebers eingestellt ist.
3. Verfahren nach Anspruch 1-2, dadurch gekennzeichnet, dass die Beschickungseinrichtung bei Erreichung einer bestimmten Höchsttemperatur ausgeschaltet und bei Erreichung einer bestimmten Minimaltemperatur wieder eingeschaltet wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass zur Feinregelung nur eine Teilmenge des zugeführten Mahlgutes thermostatisch geregelt wird.
5. Verfahren nach Anspruch 1-4, dadurch gekennzeichnet, dass durch die Feinregelung einer Teilmenge des zugeführten Arbeitsgutes die Schwankungen bei der Dosierung der anderen ungeregelt zugeführten Mahlgutmenge ausgeglichen werden.
6. Verfahren nach Anspruch 1-5, dadurch gekennzeichnet, dass auch bei Anwendung der Feinregelung für eine Teilmenge des zugeführten Mahlgutes die andere Teilmenge bei Überschreitung bestimmter Temperaturgrenzen in Abhängigkeit von der Temperatur oder von der Zeitdauer der Temperaturüberschreitung automatisch aus- bzw. eingeschaltet wird.
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