DEP0043189DA - Waschmittel - Google Patents

Waschmittel

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DEP0043189DA
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detergent
magnesium
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magnesium silicates
detergents
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Otto Dr. Lind
Wilhelm Dr. Pape
Original Assignee
Henkel & Cie GmbH, Düsseldorf
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Description

Es ist eine seit langem auch über die Fachkreise hinaus bekannte praktische Erfahrung, dass das Waschen in hartem Wasser die Wäschestücke sowohl rein äußerlich als auch hinsichtlich ihrer Lebensdauer im Gebrauch beeinträchtigt. Diese Qualitätsverminderung wurde den bei der Reaktion zwischen den Härtebildnern des Wassers und den Bestandteilen schmittels enden Niederschlägen zugeschrieben, die sich auf den Fasern ablagern bzw. diese inkrustieren. Durch diese Ablagerungen bzw. Inkrusten wird die Wäsche grau und spröde, der Griff wird hart und die Wäsche lässt sich von Wasser nur noch schwer
benutzen. Das diese Ablagerungen bzw. Inkrusten auch die Fertigkeitseigenschaften und damit die Lebensdauer der Wäsche verringern, konnte in neuerer Zeit durch Untersuchungen bestätigt werden. (Vergl. Lind, Erfahrungsaustausch der Seifen, Wasch- und Reinigungsmittelindustrie, Dezember 1947). Insbesondere die scharfen Calciumcarbonatkristalle, die bei der Reaktion der Härtebildner des Wassers mit der Soda entstehen, besitzen schädigende Eigenschaften, die auch dann auftreten, wenn das Wasser durch Sodazusatz vor dem Einbringen der Wäsche enthärtet wurde.
In der Praxis werden neben Soda enthaltenden Waschmitteln, auch solche Prärarate benutzt, die fast ausschließlich oder wenigstens zu einem großen Teil aus Schaummitteln bestehen. Als Zusatz enthalten derartige Präparate oft Salze von Säuren des Phosphors. Diese Waschmittel werden sowohl im Haushalt als auch in Wäschereien häufig zusammen mit Soda benutzt. Insbesondere in gewerblichen Betrieben kommt die Soda durch alkalische Vorwaschmittel mit dem Waschgut in Berührung, so dass sich die unerwünschten Niederschläge, Kalkstreifen und/oder Calciumcarbonat, im Laufe der weiteren Behandlung der Wäsche auf dieser ablagern können.
So wurde nun gefunden, dass man die schädlichen Einwirkungen dieser Niederschläge verhindern kann, wenn man Waschmitteln, die aus Scheuermitteln und gegebenenfalls Salzen von Säuren des Phosphors und/oder Neutralsalzen, Streckmitteln sowie den üblichen Waschmittelzusätzen bestehen, untergeordnete Mengen von in Wasser kolloidal löslichen Magnesiumsilikaten zusetzt. Der Gehalt an Magnesiumsilikaten beträgt vorteilhaft 2-10% der gesamten Waschmittelposition. Es hat sich gezeigt, dass das Molverhältnis
MgO : SiO(sub)2 die Schutzwirkung der Magnesiumsilikate beeinflusst, und zwar ist diese am größten, wenn das gesamte Verhältnis im Bereich von 1 : 1 bis 3 : 2 liegt, d.h. also beim Magnesiummetasilikat und beim Magnesiumhydrosilikat von Antigorittypus. Als Schaummittel enthalten die Waschmittel nach vorliegender Erfindung vorzugsweise Seifen. Diese können ganz oder zum Teil durch synthetische Seifenersatzstoffe ersetzt sein. Weiterhin können diese Waschmittel Salze von Säuren des Phosphors, die wasserärmer sind als die Orthophosphorsäure, wie z.B. Natriumpyrophosphat, Natriumtri- oder -hexametaphosphat, und schließlich weitere Waschmittelzusätze, wie z.B. Neutralsalze, Streckmittel, Leim, Gelatine, Derivate von Polysacchariden, Pflanzenschleime sowie Harnstoff- oder Phenol-Aldehyd-Kondensationsprodukte enthalten. Obwohl die Schutzwirkung des Zusatzes nach vorliegender Erfindung auch bei Anwesenheit von Wasserglas noch vorhanden ist, so empfielt es sich doch, diese nicht zuzusetzen.
Die Waschmittel können in bekannter Weise hergestellt werden. So kann man z.B. der Suspension von Magnesiumsilikaten die übrigen Bestandteile des Waschmittels hinzufügen und die erhaltene Masse weiter verarbeiten, z.B. indem man sie heiß versprüht und das erhaltene Pulver als solches verwendet oder es durch geeignete Verarbeitung in besondere
Form, wie z.B. Flocken, Nudeln, Bänder oder Stücke, überführt. Man kann auch die Seife durch Trocknen, z.B. auf dem Bandtrockner, in Schnitzel verwandeln und dann die Phosphate und die Magnesiumsilikate entweder in Form einer Paste oder als trockenes Pulver einarbeiten. Die Masse kann dann auf einem Flockenwalzwerk verarbeitet werden. Bei dieser Art der Verarbeitung wurde die überraschende Feststellung gemacht, dass sich die Waschmittel mit einem Gehalt an Magnesiumsilikaten leichter mechanisch verarbeiten lassen. Man kann in das Waschmittel größere Mengen an anorganischen Bestandteilen einarbeiten, ohne dass das Produkt dadurch an mechanischer Festigkeit verliert.
Die in Wasser kolloidal löslichen Magnesiumsilikate können durch Umsetzen berechneter Mengen von Magnesiumsalzen und Alkalisilikaten und gegebenenfalls anschließendes Auswaschen mit Wasser hergestellt werden. Man kann sie aber auch auf andere Weise, z.B. durch Kochen von fein pulverisierter Kieselsäure mit einer Lösung von Magnesiumchlorid in Gegenwart alkalisch reagierender Stoffe erhalten. Schließlich kann man auch die Magnesiumsilikatgele trocknen. Damit diese Pulver beim Trocknen ihre Fähigkeit, sich im Wasser kolloidal zu lösen, nicht verlieren, darf man das Trocknen nicht bei zu hoher Temperatur, zweckmäßigerweise unterhalb 105°, vornehmen. Die so hergestellten Pulver können während der Zerstäubung des Waschmittels eingestäubt oder auf andere Weise zugesetzt oder eingearbeitet werden.
Die Vorteile des Zusatzes von Magnesiumsilikaten liegen zunächst einmal in ihrer ascheverhüteten Wirkung. Infolgedessen vergraut das Gewebe auch nach mehrfachen Waschen nicht, der natürliche
Glanz, die Geschmeidigkeit der Faser und ihre Saugfähigkeit bleiben erhalten und die Lebensdauer ist bedeutend höher als diejenige von in magnesiumsilikatfreien Waschmitteln gewaschenen Fasern. Darüber hinaus tragen die Magnesiumsilikate durch ihre kolloidalen Eigenschaften dazu bei, die Schmutztragfähigkeit der Waschflotte zu erhöhen. Dieses ist besonders wichtig bei der Verwendung synthetischer Waschmittel, wie z.B. Fettalkoholsulfonate, die wegen ihres molekulardispersen Lösungszustandes nicht die Schmutztragfähigkeit der micellar gelösten echten Seifen entwickeln können.
Die Waschmittel nach folgender Erfindung lassen sich nicht nur zur Wäschebehandlung verwenden, sondern eignen sich, gegebenenfalls auch in Form von Pasten und nach dem Zusatz von geeigneten Stoffen, wie z.B. Parfüm, Glycerin oder Hautschutzstoffen, zur Verwendung als Körperreinigungsmittel, Haarwaschmittel usw. Auch bei dieser Verwendungsart zeigen sich die Vorteile des Magnesiumsilikatzusatzes. Die seifenhaltigen Haarwaschmittel entfetten das Haar nicht so stark wie ähnliche Präparate auf der Basis härtebeständiger Schaummittel, während der Zusatz das Auftreten des unerwünschten Kalkschleiers auf dem Haar verhindert. Auch werden die lästigen Ansätze von Kalkseifen an Badewannen, Waschschüsseln usw. vermieden bzw. lassen sich durch einfaches Abspülen mit Wasser entfernen.
Es war zwar bekannt, gelförmige anorganische Stoffe, wie z.B. Magnesiumsilikat, als Reinigungsmittel zu verwenden. Es war weiterhin bekannt, diesen gelförmigen anorganischen Wasch- und Reinigungsmittel schaumbildende Mittel oder lösliche anorganische Salze zuzusetzen. Da aber diese Reinigungsmittel das anorganische Kolloid als Hauptbestandteil enthalten, handelt es sich in allen diesen Fällen um minderwertige Seifenersatzstoffe, die nur zu Zeiten der Seifenknappheit von Interesse waren. Schließlich war es bekannt, Magnesiumsilikate als stabilisierenden Zusatz in sauerstoffhaltigen Waschmitteln zu verwenden. Bei der vorliegenden Erfindung jedoch wird weder von der reinigenden noch von der stabilisierenden Wirkung der Magnesiumsilikate Gebrauch gemacht, sondern es handelt sich darum, durch einen Zusatz von Magnesium- silikaten in untergeordneten Mengen den Waschmitteln eine ascheverhütende Wirkung zu geben; eine Beobachtung, die aus den bisher bekannten Verwendungsarten von Magnesiumsilikatgelen nicht zu entnehmen war.
Beispiel 1:
Ein Waschmittel nach vorliegender Erfindung besteht aus 70% Reinseife, 25% Na(sub)4P(sub)2=(sub)7 und 5% Magnesiumhydrosilikat vom Antigorittyp. Zur Herstellung eines derartigen Waschmittels kann man wie folgt verfahren: Die Seife wird auf dem Bandtrockner zu Schnitzeln mit 80% Fettgehalt getrocknet. In diese Schnitzel arbeitet man auf dem Flockenwalzwerk die benötigte Menge Natriumpyrophosphat und Magnesiumhydrosilikatpulver ein. Das letztere kann z.B. durch Fällen einer Lösung von 3 Mol Natriumhydroxyd, Trocknen und Pulverisieren der enthaltenen Suspensien hergestellt werden. Bei der Verwendung des Pulvers ist der Gehalt an Natriumsulfat zu berücksichtigen.
Beispiel 2:
Ein anderes Waschmittel nach vorliegender Erfindung besteht aus: 60% Reinseife, 10% Alkylbenzolsulfonat, 20% Na(sub)5P(sub)3O(sub)10 und 5% Magnesiumsilikat. Zu eine bestimmte Menge einer Magnesiumchloridlösung lässt man die äquimolekulare Menge einer Natriummetasilikatlösung unter dauerndem Rühren einlaufen und gibt nacheinander die berechneten Mengen an Natriumtripolyphosphat, Alkylbenzolsulfonat und Seife zu. Die erhaltene Suspension wird heiß versprüht. Das dabei anfallende Pulver kann als solches verwandt oder auch auf dem Flockenwalzwerk, gegebenenfalls nach Zusatz von etwas Wasser, zu Flocken verarbeitet werden.

Claims (5)

1.) Waschmittel, bestehend aus Seife oder Seifenersatzstoffen und gegebenenfalls Salzen solcher Säuren des Phosphors, die wasser- ärmer als die Orthophosphorsäure sind, sowie weiteren Waschmittelzusätzen, gekennzeichnet durch einen Gehalt an in Wasser kolloidal löslichen Magnesiumsilikaten in untergeordneten Mengen, vorzugsweise 2-10% der gesamten Waschmittelkomposition.
2.) Waschmittel nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch einen Gehalt an in Wasser kolloidal löslichen Magnesiumsilikaten mit einem Molverhältnis MgO : SiO von 1 : 1 bis
3 : 2 in untergeordneten Mengen, vorzugsweise 2-10% der gesamten Waschmittelkomposition.
3.) Waschmittel nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass sie in besondere Form, wie Flocken, Nudeln, Bänder, Stücke o.a. gebracht sind.
4.) Verfahren zur Herstellung eines Waschmittels nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass man nach an sich bekannten Verfahren Magnesiumsilikatgele erzeugt, die übrigen Bestandteile der Waschmittelkomposition zugibt und die Suspension in bekannter Weise weiter verarbeitet.
5.) Verfahren zur Herstellung eines Waschmittels nach Anspruch 1-3, dadurch gekennzeichnet, dass man die Magnesiumsilikate als Suspension, Paste oder Pulver an einen beliebigen Punkt des Herstellungsganges einarbeitet.

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