DEP0042934DA - Verfahren zur Herstellung von Fahrradlenkern - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von FahrradlenkernInfo
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Description
Fahrradlenker bestehen aus dem senkrecht abwärts gerichteten Steuerrohr und dem quer dazu gerichteten Griffrohr. Die Verbindung dieser beiden Rohre miteinander erfolgte bisher durch eine beide Teile umfassende Schnalle aus Blech, welche durch Hartlöten in sich geschlossen und mit beiden Rohren verbunden ist. Lötverbindungen sind nicht unbedingt zuverlässig, namentlich dann nicht, wenn man ihren Verlauf nicht verfolgen kann, wie es bei Fahrradlenkern der Fall ist. Die Lötverbindung muss zur Vorbereitung für die galvanische Weiterbearbeitung des Lenkers sauber geschliffen werden; dies setzt geschickte Handwerker voraus und bedingt besonders geformte Schleifscheiben, um die Uebergangsstellen der Schnalle in das Rohr schleifen zu können. Durch die hierfür aufzuwendende Arbeit und den starken Verbrauch an Schleifmaterial verteuert sich die Herstellung der Fahrradlenker erheblich. Es kommt leicht vor, dass die Lötverbindung beim Schleifen geschwächt und ihre Festigkeit so herabgesetzt wird, dass sich bei Beanspruchung das Griffrohr oder das Steuerrohr oder beide in der Verbindungsschnalle drehen.
Die Erfindung hat ein Verfahren zur Herstellung von Fahrradlenkern zum Gegenstande, welches diese Uebelstände vermeidet.
An Hand der Zeichnung ist das erfindungsgemässe Verfahren nachstehend beschrieben. Es zeigt:
Abb. 1 einen Fahrradlenker in Vorderansicht und
Abb. 2 in Draufsicht; die
Abb. 3 bis 8 zeigen die einzelnen Arbeitsstufen des neuen Verfahrens.
Es ist 1 das Griffrohr eines Fahrradlenkers und 2 dessen senkrecht dazu stehendes Steuerrohr. Beide Rohre können durch Schleifen für die spätere galvanische Weiterverarbeitung vorbereitet sein. Das Rohr 2 wird, wie aus Abb. 3 zu erkennen ist, in tangentiale Berührung mit dem Griffrohr gebracht und in dieser Lage durch Schweissen damit verbunden. Die dabei entstehenden Schweisswulste sind mit 3 bezeichnet (Abb. 4). Ihre Grösse kann so sein, dass sie einen erheblichen Teil des Rohrumfanges decken. Die dadurch geschaffene Verbindung der Rohre 1 und 2 ist unbedingt fest. An sich wäre der Fahrradlenker damit gebrauchsfertig, da er betriebssicher ist, die Weitergestaltung des Lenkers dient dazu, sein Aussehen zu vervollkommnen. Hierzu dient eine Blechschnalle, deren Form aus den Abb. 5 bis 8 zu ersehen ist. Sie besitzt einen kappenartigen Teil 4, der über das obere Ende des Steuerrohres zu setzen ist, und eine Schürze 5, welche über das Griffrohr 1 greift, wenn die Schnalle über das Steuerrohr gesetzt wird (Abb. 5 und 6). Nach dem Aufsetzen der Schnalle wird die Schürze 5 um das Griffrohr 1 gepresst, wie in Abb. 8 zu sehen ist, sie kann dadurch die gleiche Form erhalten wie die hartgelötete Schnalle nach dem bisherigen Arbeitsverfahren. Eine direkte Verbindung der Schnalle 4, 5 mit den Rohren 1 und 2 durch Löten oder Schweissen findet nicht statt, ein Nacharbeiten durch Schleifen ist daher entbehrlich. Die Schnalle überdeckt die Schweisswulste 3, deren Bearbeitung durch Schleifen kommt daher in Wegfall. Die Schnalle 4, 5 ist vor dem Auf-
Aufsetzen auf die Rohre 1 und 2 in ihrer Oberfläche gebrauchsfertig, beispielsweise galvanisiert oder lackiert; nach ihrem Aufsetzen und Umpressen um das Rohr 1 ist der Lenker fertig.
Die Rohre 1 und 2 können vor ihrer Verarbeitung, also das Rohr 1 schon vor dem Biegen, maschinell geschliffen werden, es entfällt somit jegliche Handschleifarbeit. Die Verbilligung der Lenker nach dem erfindungsgemässen Verfahren ist erheblich, da die bisher aufzuwendenden Schleiflöhne den grössten Teil der Herstellungskosten ausmachten.
Claims (2)
1) Verfahren zur Herstellung von Fahrradlenkern, dadurch gekennzeichnet, dass das Steuerrohr (2) in rechtwinkliger Lage zu dem Griffrohr (1) tangential an dieses angelegt, damit verschweisst und durch Umpressen einer Blechschnalle (4, 5) die Schweissverbindung überdeckt wird.
2) Blechschnalle zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass sie einen kappenartigen Teil (4) zum Aufsetzen über das Steuerrohr (2) und eine Schürze (5) zum Umpressen um das Griffrohr (1) besitzt.
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