DEP0041557DA - Entschwefelungsgemisch - Google Patents

Entschwefelungsgemisch

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DEP0041557DA
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Germany
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mixture
soda
desulphurisation
steel
furnace
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English (en)
Original Assignee
Societe Anonyme des Hauts-Fourneaux de la Chiers, Longwy
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Description

Die Entfernung des Schwefels bildet eines der am schwierigsten zu lösenden Problemen für den Metallurgen, insbesondere aber für den Eisenhüttenmann, da gerade dieses Element eine besonders schädigende Wirkung aus Gusseisen und Stahl hat.
Zur Herabminderung des Gehalts an Schwefel in Metallbädern sind bereits verschiedene Verfahren bekannt und einer der heute in grossem Ausmass angewendeten Verfahren besteht darin, dem Metallbad eine entsprechende Menge an Soda zuzusetzen. Diese Massnahme führt zu einer für die üblichen Stähle ausreichenden Herabsetzung des Schwefelgehaltes, doch lässt sich damit keine Minderung auf so geringe Anteile erzielen, wie sie für Sonderstähle oder Sonderguss verlangt werden.
Die Erfindung betrifft ein neuen Entschwefelungsgemisch von besonders grosser Wirksamkeit, das sich für jeden Stahl oder Gusseisen, sowie auch für andere Metalle und Legierungen anwenden lässt und sich gegenüber den bekannten
Entschwegelungsstoffen durch besondere Einfachheit in der Verwendung auszeichnet. Das neue Gemisch, das die Möglichkeit gibt, den Gehalt an Schwefel auf einem solchen Anteil herabzubringen, der weit unter den bei der Verwendung von Soda erreichbaren Grenzen liegt, besteht erfindungsgemäss Reduktionsmittel, einem Entschwefelungsmittel und einer starken Base, insbesondere aus Kalziumkarbid, Soda und kaustischer Soda.
Die zweckmässige Abstimmung der drei Bestandteile ergibt sich aus dem nachstehenden Anwendungsbeispiel.
Während des Abgiessens von flüssigen Thomas-Stahl vom Mischer in die Giesspfanne wird in den Metallstahl 1 Gewichtsteilprozent eines Gemisches aus etwa
38 % Soda,
38 % kaustischer Soda und
23 % Kalziumcarbid
eingeblasen. Die auftretende Reaktion ist sehr heftig, und der Gehalt an Schwefel sinkt in weniger als 1 Minute von 0,060 % auf 0,018 %.
Das neue Gemisch kann auch für die Behandlung von Stahl aus dem Martin-Ofen, dem Konverter, dem Elektroofen, wie auch auf die Behandlung von Gusseisen beim Abstich aus dem Hochofen, dem Schachtofen oder dem Mischer verwendet werden.
Das zum Entschwefeln dienende Gemisch kann dabei in den Auslaufstrom, die Ofenrinne, die Giesspfanne, in den Ofen selbst oder an jeder anderen Stelle eingeführt werden.
Die Erfindung beschränkt sich dabei nicht auf das Behandeln von Gusseisen oder Stahl und kann auch für das Entschwefeln anderer Metalle oder Legierungen benutzt werden.

Claims (2)

1) Entschwefelungsgemisch für geschmolzene Metalle und Legierungen, insbesondere für Eisen oder Stahl, bestehend aus einem Reduktionsmittel, einem Entschwefelungsmittel und einer starken Base.
2) Entschwefelungsgemisch nach Anspruch 1, bestehen aus Kalziumkarbid, Soda und kaustischer Soda.

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