DEP0041444DA - Verfahren zur Herstellung von Isolierplatten - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Isolierplatten

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DEP0041444DA
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English (en)
Original Assignee
Kühn, Fritz, Hamburg
Reusch, Alfred, Hamburg
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Description

Für Isolierzwecke ist die Verwendung der verschiedensten in der Isolierwirkung bekannten Stoffe gebräuchlich, darunter auch die Verwendung von Glaswolle. Letztere Isolierung hat besonders den Vorteil sehr widerstandsfähig gegen Feuchtigkeitseinflüsse, Bakterien und Ungeziefer zu sein. Man hat bisher Glaswolle aber nicht zu Platten verarbeiten können, ohne die günstigen Eigenschaften derselben, nämlich den grossen Lufteinfluss zu zerstören und gleichzeitig eine genügende Festigkeit der Platte zu erreichen.
Hier setzt die vorliegende Erfindung ein, indem sie erstmalig Glasgespinstfasern zu einer festen Platte gestaltet, welche die Porosität der Masse aufrechterhält, sich später mit anorganischen oder organischen Mitteln auch noch imprägnieren und wie jede andere Bauplatte verarbeiten lässt. Die Platte nimmt nach entsprechender Imprägnierung acht Tage unter Wasser liegend nur 10,5 % Wasser auf, während beispielsweise für Kork diese Werte zwischen 12 und 14 % liegen.
Der Erfindungsgedanke liegt darin, Glasgespinstfasern z.B. Glaswolle, zweckmässig fein gezupft in ein Rührwerk zu geben, welches mit einer Dampf- und Luftleitung versehen ist und in welchem sich eine Auflösung von Alkalisilikaten (Wasserglas) mit anderen anorganischen oder organischen Stoffen befindet, welche neben einer Bindefähigkeit (Klebeeigenschaft) noch eine grosse Schaumbildung aufweisen, wofür als der typischste Vertreter Saponine bekannt sind.
Zur Unterstützung der Schaumbildung wird Druckluft in das Rührwerk eingeführt und zwar solange bis die einzelnen Glasfasern von der Flüssigkeit gleichmässig umgeben sind, was durch eine Handprobe festgestellt werden kann. Die Glasfaser wird zweckmässig zur Erreichung einer möglichst feinen und gleichmässigen Verteilung durch ein Sieb entsprechender Grösse eingetragen. Die Luft wird abgestellt, wenn eine Ballung der eingetragenen Glasfaser stattgefunden hat, das Rühren aber dann noch fortgesetzt, bis die Ballen wieder sich gleichmässig wieder in der Masse verteilt haben.
Die nun fertige Masse wird aus dem Rührwerk entfernt und in Formen mit den gewünschten Abmessungen gebracht, in diesen zur Härtung gelassen und kurz vor dem Ende der Härtung leicht angepresst. Der Zeitpunkt der Pressung und der Pressdruck werden so bemessen, wie es die im Einzelfalle verlangte Festigkeit der Platte erfordert und mit Rücksicht auf eine evtl. Imprägnierung zweckmässig ist.
Die Imprägnierung richtet sich je nach der Verwendung des Materials, ob es sich nur um ein Isoliermaterial handelt, was gegen Wärme oder Kälte schützen soll, als im Innern Verwendung findet, oder um eine Bauplatte. Die Imprägnierung erfolgt nachdem die Platte vollständig im Vakuum oder im Trockenofen oder auf sonst in der Technik bekannte Weise getrocknet ist. Zweckmässig erfolgt die Imprägnierung je nach Art des Imprägnierungsmittels heiss oder kalt und mit späterer nochmaliger Trocknung.
Es ist weiter vorgesehen, dass die Platten nach dem Trocknen nochmals mit einer Schicht von Wasserglas überzogen und mit dieser getrocknet werden kann.

Claims (4)

1. Verfahren zur Herstellung einer Bauplatte und nach dem selben hergestellte Bauplatte, dadurch gekennzeichnet, dass Glasgespinstfaser mit einer Auflösung von Alkalisilikaten unter Zugabe von schaumbildenden Mitteln verrührt, die entstandene Masse in Formen gefüllt und getrocknet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaumbildung durch Einblasen von Dampf und/oder Luft unterstützt wird.
3. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Masse vor der Trocknung und vor ihrer vollständigen Erhärtung leicht angepresst wird.
4. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Platte nach der Trocknung mit einer Imprägnierung versehen wird und/oder noch mit einem Silikatüberzug versehen wird.

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