DEP0041137DA - Tunnelöfen, insbesondere zur Herstellung von Eisen - Google Patents

Tunnelöfen, insbesondere zur Herstellung von Eisen

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DEP0041137DA
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Germany
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furnace
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gas
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English (en)
Inventor
Karl August Heimsoth
Original Assignee
Karl August Heimsoth Industrie- Und Tunnel-Ofenbau
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Description

Dr. E. Wi."1*; '
Dipl.-lng. W. ^na
Hamburg ί
Baliin&mm 26
W4 3779 / 48* I*/M* ρ 41 157 VIa/l8a
Earl August Heimsoth Hoheneggelsen 63«
Tunnelofen, Insbesondere zur Herstellung von Eisen»
Es ist bei der Erzeugung von metallischem Eisen» z. B* loheisen , bekannt, arts titansauren Eisenerzen den Beduktionsprozess, bei dem Bedulctionsgase verwendet werden, in zwei Teile zu zerlegen*. Es werden hierbei durch Niederschmelzen der Erze mit Kohlenstoff in einem Ofen, insbesondere in einem elektrischen Flamm-, Widerstands- oder Induktionsofen unverdünnte brennbare Gase (Eohlenmonoxydgase) erzeugt und die auf diese Weise erzeugten Gase nach einem Flamm- oder Schachtofen übergeleitet, um die dort befindliche: .titaneisenhaltige Charge zum niederschmelzen zu bringen*
Es ist ferner bekannt, Eisenschwamm aus Eisenerzen zu gewinnen, welche sich infolge der Gangart nicht zum Schmelzen eignen, indem Eisenoxyde mittels heisser reduzierender Wälzgase reduziert werden, und der Gaserzeuger mit Braunkohle beschickt wird, die in dem oberen Teil des Gaserzeugers mittels eines Teilstroms des heissen Wälzgases entgast und verkokt wird, wobei das für sich oder zusammen mit etwaigen überschussgas abgezogene Destillationsgas zur Beheizung des Gaserhitzers dient*
Bei einem weiteren bekannten Verfahren v/erden Eisen oder Eisenlegierungen durch Reduktion von Erzen dadurch gewonnen, dass eine aus Eisenerzen, leduktionsmitteln und gegebenenfalls Zuschlägen bestehende Beschickung chargenweise in einem Trommelofen unmittelbar mit Feuergasen erhitzt wird; nach diesem bekannten Verfahren wird auf Schlacken gearbeitet s die vorliegend aus zwei Oxyden oder Oxydgemischen zusammengesetzt sind, die schwerer als Bisenoxyde reduzierbar sind „ und Kieselsäure nicht oder nur in geringen Fengen enthalten*
Es ist sohliesslich bekannt, bei Verfahren zur Eeduktion von Metalloxyden, insbesondere von Eisenerzen die Beduktionsgase einem Kreislauf zuzuführen, von denen ein Teil immer wieder regeneriert wird*
Sämtliche Verfahren arbeiten, soweit sie in den vorbekannten öfen durchgeführt werden, diskontinuierlich«
Schliesslich ist auch das Reduzieren von Eisenarten mit dem üblichen Kohlenstoffgehalt in kohlenstoffarme Eisenarten durch den Temper - Prozess bekannt» Bei diesem Temper - Prozess erfolgt das Glühen und Reduzieren des Eisens in der Weise, dass der Kohlenstoff träger, das Glühgut bezw« die Eisenart mit dem Sauerstoffträger in einem festen Glühmittel in Glühkisten oder Glühtöpfe eingepackt wird, wobei als festes Glühmittel,. ze B. Walz - Sinter, Sand oe dgl« verwendet wird. Die Glühkisten werden gegen die in den Gltthraum des Ofens sieb befindlichen Heiz- bezw* Rauchgase gut abgedichtet, damit eine unmittelbare Beeinflussung dieser Gase auf das Glühgut und das Glühmittel vermieden wird«
Man hat in der Technik weiterhin die Möglichkeit erkannt, an Stelle eines festen Glühmittels, wie vorerwähnt, ein gasförmiges Glühmittel zu verwenden, das beispielsweise aus Kohlendioxyd und Eohlenoxyd, Wasser und Wasserstoff oder auch aus Generatorgasen besteht* Die Möglichkeiten ö.er Yerwendung von Gasen als Glühmittel an Stelle von festen Glühmitteln konnte jedoch in der Technik bisher nicht verwirklicht werden, weil es an Einrichtungen fehlt, ein solches Verfahren in technisch brauchbarer Form zu verwirklichen.
Der vorliegenden Erfindung liegt in erster linie die Aufgabe zugrunde, einen Ofen zu schaffen, bei dem die Reduktion von Eisenverbindungen zu Eisen auf kontinuierlichem Wege durchgeführt werden kann. Ein weiteres^Swetsk- der Erfindung besteht darin, dafür Sorge zu tragen, dass die Reduktion der Eisenverbindungen zu Eisen in einer dem Sweck entsprechenden Atmosphäre vor sich gehen kann, ohne dass die Gefahr des Eintritts von luft besteht» Schliesslich besteht ein Zweck der Erfindung darin, mit Sicherheit zu vermeiden, dass nach der Reduktion der Eisenverbindungen zu Eisen eine Rückkohlung des Eisens stattfindet*
Die Erfindung beruht auf den? Gedanken, zur Reduktion von. Eisenverbindungen su metallischem Eisen einen Tunnelofen su verwenden, und in diesem Tunnelofen die erforderliche Erwärmung, das Glühen der Eisenverbindungen, und eine zweckentsprechende Abkühlung vorzunehmen· Ferner umfasst die Erfindung Mittel, durch welche das Yerhältnis von reöuz^i^end wirkenden Gasen und Schutzgasen in einem beliebigen gewünschten Yerhältnis geregelt werden kann«
Gemäss einer bevorzugten Ausführungsform der "Erfindung wird Sorge dafür getragen, dass durch die Anwendung gasförmiger Fittel irr Innern des Ofens ein gewünschter Überdruck vorhanden ist und vorhanden bleibt, und dieser"
Überdruck regelbar gemacht ist*
Gemass einer weiteren praktischen Ausführungsform der Erfindung können Abgase aus dem Ofen, die aus zu Erwärmungszwecken im Ofen benutzten Gasen stammen, gegebenenfalls nach Entzug der in ihnen enthaltenen Feuchtigkeit, als Fitel zum Hegeln des Anteils an reduzierend wirkenden Gasen nutzbar gemacht %i/erden« Durch Wiederbenutzbarmachung der Abgase im Ofeninnern besteht gemäss der Erfindung die Möglichkeit, innerhalb des Ofens eine gewünschte Schutzgasatmospihäre zu schaffen, so dass der Eintritt von Falschluft In den Ofen ausgeschlossen wird* Zum gleichen Zweck kann jedoch auch ein anderes Schutzgas verwendet iTOrden*
leiter besteht gemäss der Erfindung die Möglichkeit, diese Afegase-als Scjgutggase in der Ein- bezw» Ausfahrtschleuse des Ofens zn verwenden, nachdem ein oder mehrere Wagen in die Einfahrtschleuse hineingebracht besw* aus der Ausfahrtschleuse herausgebracht worden sind, um so beim Öffnen der Kiren in das Ofeninnere ebenfalls den Eintritt von Falschluft in das Ofeninnere zu vermeiden*
lach einem ?reiteren Gedanken dervErfinöung kann zu ihrer Ausführung für die verschiedenen Zwecke ^Heizgas zum Erwärmen, (/Reduktionsgas^Schutzgas^ das gleiche Gas verwendet werden, so dass mit nur einer einzigen Gasart gearbeitet wird*
Gemäss einer praktischen Ausführungsform der Erfindung wird zu diesem Zweck vorgeschlagen, als reaktionsfähiges Glühmittel zur Reduktion des Glühgute s^eiaifemis? ob zu verwenden^ w-.
Haoh der Erfindung werden diese Keaktionsgasefxn der Glühzone des Ofens/an einer Mehrzahl von Stellen seitlich^snyfe. regelbar eingeführt, wobei vorzuziehen ist, die Reaktions-
gase so in den Ofen einzuführen, dass sie das zu behandelnde Gut von unten her bespülen, t«rodurch eine intensive Heaktion zwischen dem leaktionsgas und dem Glühgut eintritt« Gemass einer weiteren Ausführungsform der Erfindung können aie 2ulei-/tungen für das Reaktionsniittel, sioh bis in die Torwärmzone des Ofens erstrecken, um auf diese l?eise eine verstärkte Hege lung im Sinne des Erfindungsgedanken zu erhalten«
Torwärmen und weiteren Erhitzen des zu behandelnden Gutes können i die an sich bekannten Muffelstränge, sowohl in der (xHihzone als auch in der Torwärmzone verwendet werden, wodurch eininal er reicht Ψίχα, dass eine ausgezeichnete Ausnutzung der Brenngase erzielt wird, zum anderen aber, dass mit Sicherheit der Eintritt von Falschluft in den Ofen vermieten wird»
Die 1SHuffelstrange)-können mit den Mitteln zum Regeln des Druckausgleiches innerhalb des Ofens kombiniert werden, und zu diesem Zwecke können nach einer praktischen Ausführungsform der Erfindung eine oder mehrere Druckausgleichleitungen mit den Muffelsträngen der Torwärme inrieb tung des Ofens in Terbindung stehen, so dass durch Regelung Schornsteinzuges der Abgase aus der Torwärm- bezw. "ftrennzone zugleich eine gewünschte Regelung des Druckes im Innern des Ofens verwirklicht
Hach einer weiteren Ausführungsfonr der Erfindung können die Abgase, ^welche zum Yor^ärmeji„&e_s Glühgute s innerhalb β es Ofens dienen, durch einen einfachen EXihlvorgang von der in ihnen enthaltenen "Feuchtigkeit befreit werden und dann als öOp - G-ase zur Regelung des <remisches von 00 und 00~ und / oder als Mittel zur Schaffung einer Schutzgasatmosphäre wieder in den Ofen hineingeführt werden. Hierbei können diese Abgase zugleich „
nutzbar gemacht werden, auch unterhalb der durch den Tunnelofen hindurchvrandernden Wagen eine Schutzgasatmosphäre zu schaffen, f eine~bder mehrere Zuleitungen unterhalb der "Sagen endigen*
Gemäss einer weiteren Ausführungsform der Erfindung sind die Fittel, durch welche ein gewünschter Druckausgleich erzielt wird, zwischen der eigentlichen Glühzone und der EUhI-zone angeordnet, so dass erfindungsgemäss zwischen diesen beiden Zonen eine Reguliersone zwischengeschaltet ist., Hierbei kann durch die Zugregelung besw* Druckregelung in der Reguliersone, zugleich eine derartige Überdruckregulierung 6$j® leakGeneratorgase·)-im Ofeninnern erfolgen, dass der insbesondere in''der Yorwärm- und Glühzone herrschende tiberdruck gegen die Kühlzone gerichtet ist, und den ans der Kühlsone entgegengesetzt wirkenden Überdruck überwindet. Hierdurch wird weiterhin gewährleistet, dass ein Ansaugen von Falschluft von aussen vermieden wird*
Das Kühlen des Glühgutes kann auf eine beliebige und zweckentsprechende Weise erfolgen, vorzugsweise wird bei der Erfindung eine indirekte Kühlung des Glühgutes gewählt, welche spielsweise so ausgeführt sein kann, dass die Kühlung nach einer gewünschten und regelbaren !Temporaturkurve vor sich geht* Es ist möglich, zv. diesem Zweck in Seitenräumen eine Mehrzal.1 von vorzugsweise waagerecht verlaufenden Eohrreihen vorzugehen, durch welche hindurch Aussenluft regelbar hinöurchströmt* Die durch den Kühlvorgang des Glühgutes erwärmte Luft kann für die Yorwärmsdine oder für sonstige Heizzwecke wiederum nutzbar gemacht werden·
In der beigefügten Zeichnung ist eine Ausfuhrungsform der Erfindung beispielweise zur Darstellung gebracht«
1 zeigt einen Längstschnitt durch den Ofen, von oben gesehen»
^J! zeigt einen Längstschnitt durch den Ofen, im Aufriss*
3 zeigt einen Querschnitt durch den Ofen' nach Linie 3-3 der Pig. 1»
Der Ofen besteht aus einer Torwärmzone 4, einer (xlühzone 5» einer Regulierzone 6 und einer Eühlzone 7 β Im Innern 8 des Ofens, Ser aus einem dberofen 9 und einem Unterofen Io besteht t ist eine "Reihe von Wagen 11 angeordnet; bei der dargestellten Ausführungsform können einunddreissig "Wagen im Ofen gleichzeitig Aufnahme finden« Die Yorwärmzone umfasst beispielsweise zwölf Wagen, die G-lühzone sechs Wagen, die Regulierzone drei Wagen und die Euhlsone zehn Wagen» Am Ofenanfang befindet sich die Ein— fahrschleuse 12 und am Ofenende die Ausfahrsohleuse 15, beide sind mit entsprechenden inneren und äusseren Türen versehen»
In der Yorwärmzone 4 und in der Glühzone 5 ist zu beiden Seiten des Ofenkanals je ein Muffelstrang 14 besw* 15 vorgesehen» der nach Art der bekannten Dressier - Kammern ausgebildet sein kann· Die Muffelstränge 14 und 15 werden durch e&ne Anzahl Brenner 16. 17 und 18, welche auf beiden Seiten In der G-lühzone vorgesehen sind, beheizt, wobei Verbrennungsluft den Brennern L zweckmässig vorgewärmt, zugeführt wird, "beispielsweise indem die aus der Kuhlzone stammende, durch äen Kühlvorgang gewärmte Luft, zu diesem Zweck ganz oder zum Teil nutzbar gemacht wird* Die in den beiden Muffetsträngen aus öer Terbrennung sioh ergebenden Abgase kennen über zweckmässig regulierbare Abzugsöffnungen 2o und 21 von beiien Seiten des Ofens abgesaugt und einem (nicht dargestellten) Schornstein zugeführt werden*
Bei der vorliegenden Ausführungsform der Erfindung werden "diese Abgase ganz oder zum Teil unter Druck über eine oöer mehrere leitungen 22 einer Kühleinrichtung 23 zugeführt, innerhalb welcher das in e'en Terbrennungsgasen enthaltene Wasser entfernt wird. Ua oh Trocknung dieser Abgase werden die Rauchgase, welche sur Hauptsache aus .QOq bestehen, auf eine später zu beschreibende ¥eise als Segelgasmittel und zum Teil als Schutzgas in Eontakt mit dem Grlühgut gebracht«
In der Regulierzone 6 ist eine Mehrzahl von Öffnungen 24 , vorgesehen, welche Jeweils mit den vorgenannten Foffelsträngen 14 und 15 in Verbindung stehen, und somit unter dem Zug des Schornsteins stehen» Die Öffnungen 24 bezw» 25 sind durch bolie-
bige, niohr aargestellte Mittel regelbar« Die regelbareil Öffnungen 24 und 25, deren Anzahl zweckentsprechend vermehrt werden kann, ermöglichen den im Oberofen 9 vorhandenen überdruck auf eine gewünschte Stärke zu regulieren» Das Einhalten eines gewünschten Überdruckes ist aus dem G-runde von Bedeutung, da dadurch mit Sicherheit ein Ansaugen von Falschluft von aussen her vermieden wird* DieservDruck kann — .r!rr Tüx^fryv33^^-?" geregelt werden, dass der in der Torwärmund Glühzone herrschende Überdruck entgegen den natürlichen Sirrömungsgesetaen den aus der Kühlzone in Richtung zur Glühzone wirkenden Überdruck überwindet, so dass damit der gesamte Ofen unter einem gawUia regelbaren Überdruok steht»
Für die Verwirklichung der Erfindung ist die-Anordnung der Hegulierzone 6 zwischen der Glühzone 5 und der Eühlzone 7 nicht Voraussetzung. Die Regulierzone kann auch an einer anderen Stelle des Ofens ausgebildet sein, bezw« besteht die Möglichkeit, diese Regulmerzone über gewünschte Teile des Ofens su verteilen, um so in jedem Falle eine Gewähr für die 4.ufreunterhaltung eines gewünschten Überdruckes im Ofeninnern zu haben.
In der Kühlzone 7S deren Tnnenwandung aus einem wärmeleitfähigen Stoff besteht, ist ein System von Bohren 26 beiderseits des Ofenkanals vorgesehen, denen Aussenluft nahe der Ausfahrt-schleuse zugeführt wird, und die an dem der !Regulierzone zugekehrten Ende durch Leitungen 27 abgeführt wird· Ge?ninschtenfalls kann eine Mehrzahl von individuellen Rohrsystemen innerhalb der Kühlzone vorgesehen sein, um so, durch Regulierung des in der Zeiteinheit durch die Kühlrohre hindurch strömenden Gastes eine gewünschte stufenweise Regulierung und damit eine Beherrschung der Temperaturkurv© innerhalb der Euhlzone zu verwirklichen* Die Regulierung der Menge des Kühlmittels kann beispielsweise durch einen Exhauster 28 erfolgen.
In der Glühzone 5 ist eine Mehrzahl von Zuleitungen 29, "5ο, 31 vorgesehen, welche zweckmässig regelbare Düsen aufweiten, durch die das Reaktions- b^sw» Reduktionsgas in öen Oberofen 9 hineingeführt ντίτδ.. Diese Düsen können in je eS/lm kanalartigen Hohlraum endigen, der sichel im Boden der Muffelkammer 14 befindet, so dass das Reaktions- b^szw· Reduktionsgas so tief in den Oberofen 9 eingeführt wird, dass der Gasstrahl b&zw* die G-asstrahlen das gliihgut von unten bespülen. Dadurch, das?, das Reaktions- b^zw» Reduktionsgas an den verschiedenen Stellen, regelbar in den Ofen eingeführt wird und die Crasströme das Gltihgut von unten her bespült, tritt es mit-Kohlenstoff des G-lühgutes in Eontakt und die Reduktion des Eisens wird hervorgerufen. Infolge des herrschenden Überdruckes innerhalb des Ofeninneren 9 verteilt sich dann das Reduktionsgas sowohl saüa? Hichtung zur Ofeneinfahrt als auch insbesondere zur Ofenausfahrt· Durch Regelung der Düsen 29 bis 51 können die Mengen des zur-Ofeneinfahrt bjäzw.» Ofenatisfahrt hinströmenden. Reduktionsgases in gewünschter Menge geregelt werden*, Falls erforderlich^ können weitere Düsen in der Yorwärmzone 4- vorgesehen sein, wodurch die Regelung verstärkt werden kann« Der in dem Ofen durch die Einführung der Reduktionsgase herrschende Überdruck wird durch die vorbeschr^benen Regelmittel in der Regulierzone 6 geregelt, so dass damit die Länge der Strecke geregelt werden kann, auf welcher das Reaktions- bfezw* Reduktionsgas in der Vorwärm- oder aneh^in der Eühlzone noch wirksam sein soll»
Die aus der Vorwärmzone kommenden Abgase, welche durch eine Kühl- Td^zwt Trocknungseinrichtung? 15 von öem ihnen anhaftenden Wasser befreit sind, werden an verschiedenen Stellen des Ofens wieder in das Ofeninnere_eingeführt. Sie gehen über Regulierleitungen 52 ΈωΚ~33Τ beispielweise in die Einfahrt schleuse IJ und münden dort aweckmässig im Unter of en Io t wie bei 34 in ^ 2 angedeutet ist. Bine w&ätere leitung. 55 mündet in der Ausfahrtschleuse 15 bei 56« Ein Teil der getrockneten Rauch- bjzw» Abgase ψίχα. durch Leitungen 37 und 38 in das Ofeninnere bei 39" und 4o, z« B« vermittels Düsen, eingeführt und bläst hier unter das Ofengewölbe von dem Ejnfahrts- und Ausfahrtsende in Richtung zur Glühzone, so dass damit eine gute Durchmischung der Rauchgase mit den Reduktionsgasen erfolgen kann.
e weitere Zuführung von Abgasen erfolgt über eine Zuleitung 41 bei 42, etwa in der Mitte der Regulierzone von unten her in den Unterofen 10, so dass die in dem Unterofen vorhandenen Abgase zu den Ofenenden strömen können und hier zwischen den Ofeninnentüren und dem Wagenstrang in den Oberofen 9 eintreten. Eine beliebige Anzahl solcher regelbaren Zuleitungen 4-2 kann vorgesehen sein, um zu gewährleisten, dass auch im Unterofen dauernd eine reduzierend wirkende Atmosphäre und ein gewünschter Druck aufrechterhalten bleibt, so dass auch vom Unterofen her keine Falschluft in den Oberofen eintreten kann.y
[öfen| werden vorzugsweise Eisenverbindungen in pulverförmigem Zustand benutzt, reiche ans Eisenoxyden, Bisenblenden, Eisenkiesarten, Mischungen dieser Verbindungen usw* bestehen können« Diesen Ausgangsa- wird- Fohlenstoff (ebenfalls in pulverförmigem Zustand/zugemischl^ und zwar in eineia-
ίτ7ι etui*** i*A**fc«v C ·? J*"
orH-q.pyar.v>n-prinin Menge 'aίΒβ /.der
Es ist vorssusiehen, wegen des pulverförmigen Zustandes des su behandelnden Gutes, sie in Kasten aus Schamotte oder'räiinnvrandi geffi Eisen einsubringenj und die einzelnen G-lühwag®n mit diesen Kästen so zu beladen, dass die Realctionsgase mit dem in den Kästen befindlichen Gut in unmittelbaren Zontakt treten können. Die Terwendung besonderer Eästen ist jedoch nicht Voraussetzung* da das (Jliihgnt auch direkt auf die Wagen geschüttet werden kann, ledoch ist die Verwendung von Kästen aus G-ründen der einfacheren Handhabung und des Be- und Entladens der Wagen vorzuziehen«
Der Ofen kann insgesamt in Abhängigkeit von der ¥enge des
zugeführt en jteanam» Reduktions£Sel&, äer Menge der -
"'iodereingeführten Abgase oder eines_s_onstigeji„S.ch%itzgases und der Regelung des Oberdruckes innerhalb des Ofens in gewünschter Weise geregelt werden,^um eine gewünschte Temperatürkurkurve vorn Beginn der Vorwsrmzone bis sum Ende aer Glühzone im Ofen
aufrechtzuerhalten. Zweckmässig wird die Temperaturkurve so gewähltj dass sie innerhalb der Vorwäfanzone gleichmässig ansteigt, innerhalb der Glühzone 5 im,wesentlichen konstant gehalten wird, und innerhalb der Euhlsone 7 gleichmässig wieder abfällt«
Als Glühmittel sur Reduktion des Glühgutes wird vorzugsweise ein Gemisch verwendet, welches aus den Gasen CO2 und 00 besteht, und dieses gas tritt mit dem Kohlenstoff des Glühcjuies-Zusammen wo^d ruft die gewünschte Reduktion des Sisens hervor» Die Reaktionsfestigkeit des gasförmigen Glühmittels nimmt mit der Höhe der Glühtemperatur au, woraus sich eine entsprechende Regelung der 00.·^ COg Anteile in den verschiedenen Teilen des Ofens ergibt* Durch Regelung der zugeführten Wiengen an Reaktions- b^zw» Reduktionsgas im Verhältnis zu dem hauptsächlich aus^pO^^bestehenden ^c^mtzgas^ kann bett der Erfindung das Verhältnis von 00 zu CO2 an den verschiedenen Stellen des Ofens in gewünschter Weise geregelt werden* indem s* B* bei der an der Ofeiieinfahrt herrschenden niedrigen Ofentemperatur der Anteil von CO2 zu CO im Verhältnis von 1 : und bei der Höchsttemperatur innerhalb der Glühzdme etwa im Verhältnis von 1 : 4 steht* In "Übereinstimmung mit der zwischen diesen Temperaturen ansteigenden Kurve ist dann dafür Sorge zru tragen, dass auch öer volumenmässige Anteil des CO regelbar ansteigt» Zur Durchführung der Reduktion des Eisens und auch zur Beheizung des Tunnel-Ofens kann eine einzige Gasari verwendet werden, sddass von der Erzeugung von Gasgemischen, bestehend aus reinem CO2 und CO oder H2O und H2, Abstand genommen -"erden kann«
die Durchführung der "^rfindung hat sich als besonders zweckmässig die Verwendung von Generatorgas, z.B. aus Koks, herausgestellt, wodurch weiterhin erreicht wird, dass sowohl zur Durchführung der Reduktion des Eisens, "bei welchem das Generatorgas also als Reaktionsmittel wirkt,
,Gas
das gleicire? zur Beheizung des Tunnelofens verwendet werden kann, so dass damit die gesamte Beheizung des Ofens sich einfach,wirtschaftlich und vor allen Dingen billig gestaltet.
Beim Kühlen wird das Glühlgut in einer Atmosphäre behandelt, welche weniger reaktionsfähig zu sein Braucht und die vorherrschend als eine Schutzgas-Atmosphäre zu bezeichnen ist. Um jedoch eine G-efahr der Rückkohlung des Glüh-
gutes zu vermeiden, ist es vorzuziehen, auch innerhalb der Kühlzone ein bestimmtes Verhältnis zwischen den Volumenanteilen der Gase 002 zu GO aufrechtzuerhalten..Dieses Kann entweder durch die regelbare Einführung gewünschter Schutzgasmengen erfolgen, kann jedociraauch, wie oben erwähnt, durch gewünschte Strömungen der Reaktionsgase von der Glühzone her, entgegen den üblichen Strömungsgesetzen, zur Ofenausfahrt hin erreicht werden. Diese letztgenannte Ausführung, bei der die Menge des CO-Anteiles durch Regelung des Druckes innerhalb des Ofens erfolgt, ist vorzuziehen, da dadurch die Anordnung besonderer regelbarer Eintrittsöffnungen für das Schutzgas in der Kühlzone in Wegfall -gelangt, und die Regelung des Verhältnisses der GOp zu CO-Anteil^e in den Gasen innerhalb der Kühlzone zugleich mit einer -- Druckregelmig innerhalb des Ofens kombiniert werden kann.
Wie oben angedeutet, ist auch in der Sinfahrts- und Ausfahrtsschleuse eine reduzierende Atmosphäre aufrechtzuerhalten, um eine Rückoxydation des Glühgutes durch den Eintritt in den Ofenkanal mit Sicherheit auszuschliessen. Vor dem öffnen der Aussentüren der Ein- und Ausfahrtsschleusen zu^Ein- taa*« Ausbringen eines Glühwagens oder mehrerer Glühwagen, wird zunächst das Einströmen der Rauch-
gase durch die Austrittsöffnungen 34 bfezw. 36 unterbrochen, um einen Übertritt der Rauchgase in die Ofenhallelpu vermeiden. lach dem Schliessen der Aussentüren wird dann zunächst die eingeströmte Luft durch die wiedereinströmenden Rauchgase aus den leitungen 34 bizw« 36 verdrängt, und nach Wiederherstellung der Rauchgas-A.tmospffiäre innerhalb der Einfahrtschleuse 12 bjgzw. der Ausfahrt schleuse 13 werden die Innentüren geöffnet. Zum Entweichen der Luft aus der Ein- b4®w. Ausfahrtschleuse tonnen entsprechende Sntlüftungskamine 43 b^zw. 44 vorgesehen sein.
Bei geschlossenen Innentüren können die in den Unterofen 10 eingeführten Rauchgase^Jaizw. Schutzgase durch einen zwischen ihnen und dem Wagenstrang vorhandenen kleinen Zwischenraum nach oben strömen, so dass sowohl im Oberofen 9 als auch im Unterofen 10 praktisch gleichbleibende Druckverhältnisse sind, und somit etwaige schädliche Gasströmungen innerhalb des Ofens vermieden werden. Um weiterhin eine gute Abdichtung des Maxierwerkes gegen den Eintritt von Falschluft % zu gewährleisten, kann der Ofen in Bekannter 7?eise in einem Blechmantel gesetzt werden und weitere zusätzliche Abdichtung« mittel vorgesehen sein.
Pur die Ausführung gemäss der Erfindung ist nicht Voraussetzung, dass die aus dem Ofen strömenden Abgase wiederum als G-as b^zw. als Regelmittel für die Zusammensetzung des G-ases innerhalb des Ofens nutzbar gemacht werden, als Schutzgas kann auch irgendein anderes beliebiges, von ause< sen zugeführtes Gras Verwendung finden.

Claims (1)

  1. DK. E. WIEGAND
    DIPL.-ING. W. NIEMANN
    PATENTANWÄLTE
    BANKKONTO: NORDDEUTSCHE BANK IN HAMBURG ■ SPITALERSTRASSE 16 POSTSCHECKKONTO: HAMBURG 142846 TELEGRAMME: KARPATENT, HAMBURG BURG 1,
    NDAMM 26 FERNSPRECHER 330475
    JÄ&JO
    43. 237 Vla/iBa B de* Masm 'm%X ik^isfe
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