DEP0040665DA - Verfahren zur Herstellung von Formsteinen aus Eisenhochofenschlacke. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Formsteinen aus Eisenhochofenschlacke.Info
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Description
, Abschrift ρ 40 665 /fib/80b D
. j ' PATENTANWÄLTE
: ! ZSGBS^OXOSBOK Prof. Dipl.-Ing. C. WEIHE M. M. WIRTH Dr. W. SCHALK
© FRANKFURT A. M,
Sch/S* Kaiserstr. 22
Karl-Hermann Frhr.v, Gemmingen-Hornbergs
Heidelberg s Ziegelhäuser Landstr,. 1.
Verfahren zur Herstellung von Formsteinen aus Eisenhochofenschlacke.
Bekanntlich eignen sich Eisenhochofensclilacken zum Guss Ton Formungen schlechter als die Schlacken von Kupferhüttenschachtöfen*
Auch die kalkärmeren Eisenhochofenschlaekenj die beim sogenannten sauren und halbsauren Hochofenbetrieb entfallen,
liefern keine den Kupferschlacken gleichwertige Gusskörper; sie neigen vielmehr zu vollständig glasiger Erstarrung,
oder es entsteht eine glasige Grundmasse, in die Kristalle eingebettet sind* Auch diese Schlacken haben nur geringe
Festigkeit. Ein weiterer Mangel der Eisenhoohofenschlacken ist deren Gasgehalt, der zu Blasenbildungen führt=
Gemäss vorliegender Erfindung wird dadurch eine Verdichtung des Gefüges erzielt, dass man die Erstarrung und Temperung
unter Druck vornimmt» Bereits bei Anwendung eines Überdruckes von 1 atü erreicht man eine wesentliche Erhöhung der Festigkeit
der Formlinge.
Zur Ausführung des Verfahrens kann man alle für das Giessen unter Druck brauchbaren ^erfahren anwenden. Man
kann z.B. einen hochliegenden Einguss verwenden, so dass über der Schlacke in äer Gussform eine hohe Säule von
flüssiger Schlacke steht. Man kann auch die vollgegossene Form mit einem festverklammerten Deckel verschliessen und
dann eine Druckwirkung durch einen eingetriebenen Stempel oder durch eingeleitetes Druckgas oder Druckluft herbeiführen.
In allen Fällen muss der Druck solange aufrecht erhalten werden, bis die Schlacke soweit erkaltet ist, dass
sie sich nicht mehr verformen kann.
Besonders geeignet für den Formguss von Risenhochofenschlacke ist der Schleuderguss. Da der kristalline Zustand
der stabile ist, hat die kristalline Schlacke die grösste Dichtigkeit und bildet sieh bei Druckerhöhung vorzugsweise
aus; das Schleudern bewirkt ausserdem eine innige Durchmischung der Schlacke und damit die beschleunigte Bildung von
Kristallkeimen. Von Vorteil ist auch die dichtere Packung der Kristalle an der Aussenseite der geschleuderten Gussform,
falls man Pflastersteine und dergl. herstellen will.
Zur Herstellung von Formsteinen durch Schleuderguss kann man die Formen in die Schleudermaschine einbauen. Wenn man
auf diese 77eise Pflastersteine herstellt, werden diese auf der Oberfläche leicht gekrümmt, auch werden sie oben einseitig
etwas breiter als unten, was jedoch für den Strassenbau gerade vorteilhaft ist» Sin weiterer Vorzug der- in der Schleudermaschine
gegossenen Pflastersteine und Belagplatten ist, dass
die flüssige Schlacke sich innig mit dem Belagsplit verbindet«
Eine Verbesserung des Gefüges erzielt man auch schon durch das blosse Schleudern der flüssigen oder hal"bflüssigen Schlacke^
indem man die Schlacke z.B. kontinuierlich durch die Schleuderform hindurchlaufen lässt und dann in einer feststehenden Form
vergiesst *
Claims (4)
- Patentansprüche :1 β Verfahren zur Hersjellung von Formsteinen aus gegossener Eisenhochofenschlackej dadurch gekennzeichnet, dass man die Erstarrung und die Temperung der Schlacke unter einem Überdruck von mindestens 1 atü vornimmt.
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Erstarrung und Temperung in einer Schleuderform erfolgt»
- 3„ Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass die flüssige oder halbflüssige Schlacke zuerst in einer Schleudermaschine geschleudert und dann in einer feststehenden Form vergossen wird.
- 4. Anwendung des Verfahrens nach Anspruch 2 zur Herstellung von Pflastersteinen mit der Gestalt eines Rohrausschnittes <,Der Patentanwalt :
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