DEP0039867DA - Aderkennzeichnung bei textillosen kunststoffisolierten Leitungen - Google Patents
Aderkennzeichnung bei textillosen kunststoffisolierten LeitungenInfo
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Description
Bekanntlich werden Kabel und Leitungen für elektrotechnische Zwecke bei ihrer Herstellung mit farbigen Kennfäden versehen, um sie einerseits gütemässig und andererseits herkunftsmässig zu kennzeichnen. Bei Isolationen, bei denen an sich Textilfasern verwendet werden, macht diese Art der Kennzeichnung keinerlei Schwierigkeiten. Anders verhält es sich aber bei Isolationen, die gänzlich aus Kunststoffen bestehen, d.h. also bei textillosen Isolationen. Man könnte daran denken, auch bei solchen Isolationen Textilkennfäden mit in die Isolation einzubetten. Ein solches Verfahren wäre aber umständlich. Aufgabe der Erfindung ist es, eine einfache und vor allem leicht durchführbare Kennzeichnung der Adern in solchen Fällen anzugeben.
Gemäss der Erfindung ist zum Zwecke der Kennzeichnung auf der Oberfläche der Leiter oder Litzen ein Farbauftrag angebracht. Dieser Farbauftrag kann in Form von Streifen, Tupfen, Strichen o.dgl. aufgetragen sein. Zweckmässig bringt man ihn in Form von Längsstreifen oder in der Längsrichtung aufeinanderfolgenden Tupfen, Ringen, Sternen allein oder gemischt auf dem Leiter an. Das Aufbringen der Farben ist mit bekannten Vorrichtungen unschwer durchzuführen. Es kann beispielsweise im Präge- oder Durchziehverfahren usw. leicht vorgenommen werden. Bei der Tupfenbezeichnung ist es ohne weiteres auch möglich, verschiedenfarbige Tupfen in immer gleicher Reihenfolge aufeinanderfolgen zu
lassen. Auf diese Weise hat man es in der Hand, die verschiedensten Farbzusammenstellungen zu erzielen. Dies ist insbes. für die Herkunftsbezeichnung von grossem Vorteil, weil dadurch die Erzeugnisse der zahlreichen Herstellerfirmen unschwer auseinander gehalten werden können.
Selbstverständlich ist es notwendig, die Farbzusammensetzung so zu wählen, dass einerseits die Farbe den zur Isolierhülle verwendeten Kunststoff nicht angreift und dass andererseits die Farbe auch vom Kunststoff nicht angegriffen wird. Unter Umständen ist zweckmässig, die Farbe so zu wählen, dass sie dem Isolierhüllenstoff artgleich ist, sodass sie beispielsweise beim Aufbringen der heissen Kunststoffhülle auf den Leiter, z.B. beim Spritzen des Kunststoffes, von diesem wie ein Abziehbild aufgenommen wird. In diesem Fall ist die Kennzeichnung jeweils in dem vom Leiter abgenommenen Isolierhüllenstück zu erkennen. Bei einer Isolierhülle aus dem vielfach verwendeten Polyvinylchlorid ist es empfehlenswert, Celluloseester, z.B. Cellulosenitrat als Bindemittel zu benutzen. Wenn aber bei der Polyvinylchlorid-Isolation ein artgleicher Farbauftrag gewünscht wird, kann man beispielsweise als Träger des Farbstoffes ein nachchloriertes und dadurch leicht löslich gemachtes Polyvinylchlorid verwenden.
Als Farbstoffe lassen sich Körperfarben benutzen, beispielsweise Eisenoxydrot oder auch unlösliche organische Farbstoffe.
Claims (9)
1. Aderkennzeichnung bei textillosen kunststoffisolierten Leitungen, dadurch gekennzeichnet, dass die Leiteroberfläche mit einem für die Kennzeichnung bestimmten Farbauftrag versehen ist.
2. Aderkennzeichnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Farbauftrag in Form von Längsstreifen oder in der Längsrichtung aufeinanderfolgenden Tupfen, Streifen, Punkten, Ringen o.dgl. angebracht ist.
3. Aderkennzeichnung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass bei der Kennzeichnung durch Tupfen der Tupfenstreifen aus mehreren hintereinander liegenden, verschiedenfarbigen Tupfen hergestellt ist.
4. Aderkennzeichnung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass am Leiterumfang mehrere Farbenkennzeichen aufgebracht sind.
5. Aderkennzeichnung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die zum Farbauftrag benutzten Farben so beschaffen sind, dass sie die Isolation nicht angreifen und dass andererseits die Farbe von der Isolation nicht angegriffen wird.
6. Aderkennzeichnung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass die Farbe dem Isolierhüllenstoff artgleich ist und von diesem beim Aufbringen wie ein Abziehbild aufgenommen wird.
7. Aderkennzeichnung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass bei Verwendung von Isolierhüllen aus Polyvinylchlorid die Farbe ein Celluloseester, z.B. Cellulosenitrat als Bindemittel enthält.
8. Aderkennzeichnung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass bei Verwendung von Isolierhüllen aus Polyvinylchlorid als Farbstoffträger ein nachchloriertes Polyvinylchlorid benutzt wird.
9. Aderkennzeichnung nach Anspruch 1 bis 8, dadurch gekennzeichnet, dass als Farben Körperfarben, z.B. Eisenoxydrot oder auch unlösliche organische Farbstoffe dienen.
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