AT223679B - Verfahren zur Kennzeichnung von elektrischen Leitern mit einer Kunststoffisolierung, insbesondere Polyäthylenisolierung - Google Patents

Verfahren zur Kennzeichnung von elektrischen Leitern mit einer Kunststoffisolierung, insbesondere Polyäthylenisolierung

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   Verfahren zur Kennzeichnung von elektrischen Leitern mit einer Kunststoffisolierung, insbesondere Polyäthylenisolierung 
Zur Kennzeichnung von elektrischen Leitern mit einer Kunststoffisolierung ist es bekannt, die Isolierung oberflächlich   mit Kennzeichnungsmustern   zu versehen. Hiebei entstehen Schwierigkeiten dadurch, dass die üblichen Kennzeichnungsfarben auf den gebräuchlichen Kunststoffisolierungen schlecht haften. Dies trifft besonders bei Verwendung von Polyäthylen für den Isolierüberzug zu. Diese Schwierigkeit wird zwar stark verringert, wenn man in bekannter Weise die Kennzeichnung unmittelbar hinter der Strangspritzmaschine vornimmt. Aber dieses Verfahren hat neben der Tatsache, dass wegen der Weichheit der heissen Isolierung im allgemeinen nur berUhrungsfreie Kennzeichnungsverfahren in Frage kommen, noch andere Nachteile.

   Beim Spritzen der Isolierhüllen muss häufig ein Wechsel in der Kennzeichnung sowohl hinsichtlich des Musters als auch hinsichtlich der Farbe vorgenommen werden, was eine Beeinträchtigung der Leistung der Strangspritzmaschine zur Folge hat. 



   Ferner muss eine grosse Zahl verschieden gekennzeichneter Adern auf Lager gehalten werden, und es sind die so gekennzeichneten Adern in ihrer nachträglichen Verwendung festgelegt. 



   Um die Bedruckung von Polyäthylenfolien   od. dgl.   zu ermöglichen, ist es bekannt, diese vor dem Bedrucken oberflächlich entweder chemisch oder physikalisch zu behandeln. Als physikalische Behandlungsmethode soll entweder eine Flammenbehandlung oder eine elektronische Oberflächenbehandlung angewendet werden. Durch solche Behandlungen wird eine Oxydierung der Filmoberfläche erreicht, auf der die Druckfarbe besser haftet. Die Flammenbehandlung wird in einem besonderen Arbeitsvorgang vorgenommen, während für den Fall einer elektronischen Oberflächenbehandlung diese vorteilhaft unmittelbar nach dem Spritzen der Polyäthylenfolien erfolgt. Im Rahmen dieser Verfahren ist es ferner bekannt, die chemisch   oder physikalisch vorbehandelten Polyäthylenfolien   mit einer Grundfarbe zu bedecken.

   Diese Grundfarbe haftet gut auf der vorbehandelten Filmoberfläche, ist aber wenig glänzend. Dieser Mangel soll durch Überdrucken mit andern Farben behoben werden. Da die Haftung zwischen den beiden Farbschichten grösser ist als die Haftung zwischen der unteren Farbschicht und dem Polyäthylen, hat das Überdrucken mit einer glänzenden Farbe sowohl eine gute Haftung der äusseren Farbe als auch ein gutes Aussehen zur Folge. Diese doppelte Vorbehandlung ist aber kostspielig und für die Kennzeichnung von kunststoffisolierten elektrischen Leitern nicht geeignet. Eine Flammenbehandlung schliesst die Gefahr einer Zerstörung der Isolierung in sich, insbesondere bei Verminderung der Laufgeschwindigkeit des isolierten Leiters und beim Halten der Maschine. Eine elektronische Behandlung ist nur bei geringen Laufgeschwindigkeiten des Leiters anwendbar. 



   Es ist Aufgabe der Erfindung, ein Verfahren zur Kennzeichnung von elektrischen Leitern mit einer Kunststoffisolierung, insbesondere Polyäthylenisolierung, auf der die Kennzeichnungsfarbe schlecht haftet, zu schaffen, das die Nachteile der bekannten Verfahren nicht hat und wirtschaftlich durchführbar ist. In erster Linie soll das neue Verfahren für die Kennzeichnung von kunststoffisolierten Adern in   Femelde-   kabeln zur Anwendung gelangen. Die Erfindung besteht darin, dass die Kunststoffisolierung unmittelbar nach deren Aufbringung in   nochheissem Zustand   mit einer auf die Isolierung gut haftenden dünnen Deckschicht überzogen und auf diese Deckschicht, nachdem die Isolierung fest geworden ist, das Kennzeichnungsmuster bei Raumtemperatur in einem weiteren Arbeitsgang aufgebracht wird. 



   Auf diese Weise gewinnt man ungekennzeichnete kunststoffisolierte Leiter, die auf Lager genommen 

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 werden können, um sie zu gegebener Zeit je nach Verwendungszweck durch Bedrucken oder Aufsprühen kennzeichnen zu können. Mit besonderem Vorteil können die so behandelten Adern für die Herstellung von verdrillten   Adergruppen, wie   Paare, Stemvierem oder Einzeladerbilndeln, auf solchen Verseilmaschinen verwendet werden, bei denen die Adern von ausserhalb der Maschine angeordneten Adervorräten abgezogen und innerhalb der Verseilmaschine verseilt und aufgewickelt werden. Bei Anwendung solcher Verseilmaschinen wird das Kennzeichnungsmuster vor Einlauf der Ader in die Verseilmaschine aufgebracht. 



  Mit Vorteil erhalten alle Adern der verdrillten Adergruppen gleiche Deckschichten mit gleicher Grundfarbe. 



   Es wurde gefunden, dass für die auf eine noch im heissen Zustand befindliche Polyäthylenisolierung aufzubringende Deckschicht Kombinationen von Polymethacrylsäureestern und   Polyacrylsäureestem   geeignet sind, die einen harten und dennoch geschmeidigen Lackfilm ergeben. Diese Kombinationen werden vorteilhaft entweder mit besonders hellen, hochschmelzenden Cumaronharzen oder mit chloriertem Triphenyl gemischt. Eine wesentlich bessere Haftung der Deckschicht   auf einer Polyäthylenisolierung   wird erreicht, wenn den. Kombinationen organische Pigmentfarben oder Substratfarbstoffe zugesetzt werden. 



  Durch Versuche wurde festgestellt, dass als Pigmentfarbstoffe mit besonderem Vorteil ein   hoch-oberflä-   chenaktives Kieselsäurepigment verwendbar ist. Es ergab sich eine gute Haftung solcher Lackkombinationen auf dem frisch gespritzten, zirka 1800 warmen Polyäthylenüberzug ohne zusätzliche Vorbehandlungsmassnahmen, wie elektronische Bestrahlungen usw. Bevorzugt werden helle bzw. weisse Deckschichten, um die auf die Deckschicht aufgebrachten Muster deutlich zu erkennen. Es sind aber auch andere möglichst hellfarbene Deckschichten anwendbar. 



   Im folgenden werden zwei Ausführungsbeispiele für weisse Deckschichten angegeben :
Beispiel   1 :     2, 0 Gew.-Teile   Titandioxyd   15, 0 Gew.-Teile   aktives Kieselsäurepigment   18, 8 Gew. -Teile Polymethacrylsäureester-Polyacrylsäureester-   
Gemisch (1 : 1 in Methylacetat)   18, 4 Gew.-Teile   Cumaronharz   71, 5 Gew.-Teile   Toluol   60, 0 Gew.-Teile   Xylol   30, 0 Gew.-Teile Methylisobutylketon      10, 0 Gew.-Teile   Anon
Beispiel 2 :
2, 0 Gew.-Teile Titandioxyd   15, 0 Gew.-Teile   aktives Kieselsäurepigment   28, 0 Gew. -Teile Polymethacrylsäureester-Polyacrylsäureester-   
Gemisch (1 :

   1 in Methylacetat) 
 EMI2.1 
    0 Gew.-Teile24, 0 Gew.-Teile   Xylol   10, 0 Gew.-Teile   Anon
Die Bestandteile der Mischungen können je nach den vorliegenden Verarbeitungsbedingungen des Lackes in ihrer Menge variiert oder durch andere Bestandteile ersetzt werden. 



    PATENTANSPRÜCHE :    
1. Verfahren zur Kennzeichnung von elektrischen Leitern mit einer Kunststoffisolierung, insbesondere Polyäthylenisolierung, auf der die Kennzeichnungsfarbe schlecht haftet, durch Bedrucken bzw. Aufsprühen, dadurch gekennzeichnet, dass die Kunststoffisolierung unmittelbar nach deren Aufbringung in noch heissem Zustand mit einer auf der Isolierung gut haftenden dünnen Deckschicht überzogen und auf diese Deckschicht, nachdem die Isolierung fest geworden ist, das Kennzeichnungsmuster in einem weiteren Arbeitsgang aufgebracht wird.

Claims (1)

  1. 2. Verfahren nach Anspruch 1 zur Herstellung von verdrillten Adergruppen für Femmeldekabel auf Verseilmaschinen, bei denen die Adern von ausserhalb der Maschine angeordneten Adervorräten abgezogen und innerhalb derVerseilmaschine miteinander verseilt und als verdrillteAdergruppe auf eine Aufwickel- <Desc/Clms Page number 3> trommel gewickelt werden, dadurch gekennzeichnet, dass das Kennzeichnungsmuster vor Einlauf der Ader in die Verseilmaschine aufgebracht wird.
    3. Verfahren nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, dass alle Adern der verdrillten Adergruppen gleiche Deckschichten mit gleicher Grundfarbe erhalten.
    4. Deckschicht zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch l oder den folgenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass sie aus Kombinationen von Polymethacrylsäureestern und Polyacrylsäureestem gebildet ist, die einen harten und dennoch geschmeidigen Lackfilm ergeben.
    5. Deckschicht nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass den Kombinationen helle, hochschmelzende Cumaronharze beigemischt sind.
    6. Deckschicht nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass den Kombinationen chloriertes Triphenyl zugesetzt ist.
    7. Deckschicht nach Anspruch 4 oder den folgenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass den Kombinationen ein hoch-oberflächenaktives Kieselsäurepigment zugesetzt ist.
AT781061A 1960-11-15 1961-10-17 Verfahren zur Kennzeichnung von elektrischen Leitern mit einer Kunststoffisolierung, insbesondere Polyäthylenisolierung AT223679B (de)

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