DEP0039238DA - Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von Stranggußblöcken - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zur Herstellung von StranggußblöckenInfo
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Description
Das Zerteilen des nach unten aus der Stranggussform austretenden Gussstranges in Blöcke geschieht bisher durch eine Trennvorrichtung (Warmsäge), die den lotrechten Strang in waagerechter Richtung durchschneidet. An der Trennvorrichtung, die mit gleicher Geschwindigkeit mit dem Strang nach unten mitgehen muss, tritt bei der geringsten Abweichung zwischen der Geschwindigkeit des Stranges und der Trennvorrichtung ein Klemmen des Sägblattes und damit eine Unterbrechung des Schnittes und oftmals eine Zerstörung des Blattes auf.
Die Erfindung bezwecke diesen Übelstand zu verhüten und besteht im wesentlichen darin, dass der aus der Gussform lotrecht austretende Strang durch Biegewalzen in die Waagerechte gebogen, auf einer Rollenbahn weitergeführt und die auf waagerechten Führungen laufende Trennvorrichtung durch eine Klemmeinrichtung vom Block mitgenommen wird.
Da nunmehr die Transportgeschwindigkeit der Schneidvorrichtung gleich der Geschwindigkeit des Gussstranges ist, da nur der Reibungswiderstand, der ungünstigen Falles etwa 0,05 des Gewichtes beträgt, zu überwinden ist, ist ein sicheres Mitnehmen der Trennvorrichtung und damit ein glattes Schneiden gewährleistet.
In der Zeichnung ist eine der Durchführung des Verfahrens dienende Einrichtung in einem Ausführungsbeispiel in Fig. 1 in Seitenansicht und in Fig. 2 in Draufsicht dargestellt.
Fig. 3 zeigt eine Einzelheit zu Fig. 1.
Der aus der Stranggussform austretende Strang 2 wird durch die Biegewalzen 3, 4, 5, 6 in die Waagerechte gebogen. Von den Walzen wirken zumindest die Walzen 3 und 4, deren Achsen in einer waagerechten Ebene liegen, vorzugsweise aber alle vier Walzen als Zugwalzen und sind geriffelt. Die Walze 5 liegt lotrecht unter der Walze 3 und die Walze 6 in einer 45° geneigten Ebene, die durch die Achse der Walze 3 geht. Der Walzenhalbmesser ist ungefähr gleich der Dicke des Gussstranges. Die beiden Richtwalzen 7 und 8 verhindern ein Aufsteigen des Blockes, sodass dieser auf dem Rollenbett 9 weiterläuft. Auf zu diesem Bett parallelen Führungsschienen gleitet die Trennvorrichtung 10 samt dem antreibenden Motor 11. Die Trennvorrichtung kann, wie dargestellt, eine Warmsäge mit Elektromotor oder aber eine z. B. hydraulisch betriebene Schere sein. Die an sich bekannte, nicht dargestellte Führung gestattet mittels Zahnstangen, Schraubenspindeln o. dgl. das Zuschalten der Einrichtung, sinngleich wie bei einem Drehbanksupport. Die Trennvorrichtung wird durch Schrauben oder eine sonstige Klemmvorrichtung an den Gussstrang angeklemmt, sodass sie genau die Geschwindigkeit des von den Walzen 3 bis 6 geförderten Gussstranges besitzt.
Bei den bekannten Stranggussverfahren ist ein Anfuhrkopf vorgesehen, der kolbenartig in die Gussform hineinragt und hydraulisch oder mechanisch gesenkt wird. Er bildet einen beweglichen Boden und unterstützt den aus der Form austretenden Strang so lange, bis dieser durch die Haltewalzen 12, 13 (Fig. 3) erfasst wird. Der Anfuhrkopf muss so weit absenk-
bar sein, dass er hinter den Transportwalzen mit dem ersten Schnitt abgetrennt werden kann. Bei der beschriebenen Vorrichtung zur Durchführung des erfindungsgemässen Verfahrens machen die Walzen 3 bis 6 den Transport des Anfuhrkopfes bis zu der Schneidvorrichtung unmöglich.
In weiterer Ausbildung der Erfindung wird deshalb, wie in Fig. 3 dargestellt, ein aus Blech bestehender Kasten 14 vorgesehen, der zu Beginn des Giessens den Anfuhrkopf bildet und von den Haltewalzen 12, 13 gefasst wird. In die Kastendecke ist eine Kopfschraube 15 eingeschraubt, deren Kopf in das Blockmaterial eingegossen wird.
Der Kasten wird durch die Walzen 12, 13, die geriffelt und angetrieben sind, entsprechend der Erstarrungsgeschwindigkeit des Stranges abgesenkt, bis er diese Walzen 12, 13 verlässt, die nun den Strang fassen. Der Kasten 14 hängt dann an der eingegossenen Schraube 15. Er wird von dieser oberhalb der Walzen 3, 4 abgeschraubt und zur Seite gestellt. Beim weiteren Absenken wird nur der Strang 2 selbst von den Walzen 3, 4 aufgenommen und in der beschriebenen Weise um 90° gebogen und weiter behandelt.
Claims (5)
1.) Verfahren zur Herstellung von Stranggussblöcken, dadurch gekennzeichnet, dass der aus Giessform lotrecht austretende Strang durch Biegewalzen in eine waagerechte Rollenbahn gebogen und durch eine waagerecht geführte, zweckmässig am Strang festgeklemmte Trennvorrichtung abgeschnitten wird.
2.) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass zu Beginn des Giessens die Kokille von einem hohlen Anfuhrkopf geschlossen und dieser sodann der Erstarrungsgeschwindigkeit des Stranges entsprechend abgesenkt wird.
3.) Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch auch fördernd wirkende Biegewalzen (3 bis 6), die den lotrecht aus der Gussform austretenden Strang (2) in die Waagerechte überführen, ein Rollenbett (9) für den umgebogenen Strang, zu dem Rollenbett parallele Gleitführungen für die Trennvorrichtung (10, 11) und eine Klemmeinrichtung zum Festklemmen der Trenneinrichtung den Gussstrang.
4.) Vorrichtung nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch die Anordnung von vier Biegewalzen, von denen zumindest die waagerecht nebeneinander angeordneten Walzen (3, 4) angetriebene, geriffelte Transportwalzen sind, eine weitere Walze (5), lotrecht unter der in der Biegung innen liegenden Walze (3) und eine vierte Walze (6), die an der Aussenseite der Biegung unter 45° zwischen den beiden anderen Aussenwalzen (4, 5) liegt.
5.) Einrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch 2, gekennzeichnet durch einen prismatischen Blechkasten (14) vom inneren Querschnitt der Stranggiessform (1), in dessen Decke eine vom Kasten lösbare Haltereinrichtung (z. B. eine Kopfschraube), die in das Blockmaterial eingegossen wird, eingesetzt ist.
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