DEP0039214DA - Verfahren zur Erzeugung von Azetylen in Trockenentwicklern - Google Patents
Verfahren zur Erzeugung von Azetylen in TrockenentwicklernInfo
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Description
Die Erzeugung von Azetylen in sogenannten Trockenentwicklern findet in der Regel in zwei Vergasungsstufen statt, von denen man üblicherweise die erste als Hauptvergasung bezeichnet und die zweite als Nachvergasung. Unter Hauptvergasung versteht man dabei diejenige Vergasungsstufe, in der dem Karbid von aussen her Wasser zugeführt wird, während die Reaktion des in der Hauptvergasungsstufe noch nicht restlos vergasten Karbids mit der in dem erzeugten Azetylen enthaltenen Feuchtigkeit die Nachvergasung darstellt. Insbesondere trifft diese Unterscheidung zweier Vergasungsstufen für Entwickler mit kreisender Schlitztrommel zu, bei denen die Hauptvergasung in der Schlitztrommel selbst stattfindet, während sich die Nachvergasung in einer unterhalb der Schlitztrommel angeordneten Vorrichtung abspielt, die beispielsweise aus einer Austragschnecke oder einer Anzahl Tellerböden mit Rührwerken oder dergleichen bestehen kann. Auch bei einer bekannten Entwicklerkonstruktion, bei der das Karbid lediglich eine Anzahl von Tellerböden durchwandert und nur auf den obersten Tellerboden mit Wasser in Berührung gebracht wird, lässt sich sinngemäss zwischen einer Hauptvergasungsstufe und einer Nachvergasungsstufe unterscheiden.
Die bisher bekanntgewordenen Trockenentwickler haben nun durchweg den Nachteil, dass das erzeugte Azetylen, bevor es den Entwickler verlässt und in die nachgeschalteten Apparate gelangt, Räume durchströmen muss, die zu einem beträchtlichen Teil mit Kalkstaub durchsetzt sind. Das Gas belädt sich hier zwangsläufig mit erheblichen Mengen von Kalkstaub, der in den Rohrleitungen und Abschlussorganen, sowie in den nachgeschalteten Apparaten, leicht zu Verstopfungen führt, wenn nicht gar - infolge der Ausscheidung von Kondensat bei der unvermeidlichen Abkühlung des Gase - zu mehr oder weniger umfangreicher Kalkschlammbildung.
Demgegenüber beruht die vorliegende Erfindung auf dem Gedanken, bereits in der Hauptvergasungszone, also dort, wo das von aussen
zugeführte Reaktionswasser auf das Karbid auftrifft, eine grundsätzliche Trennung zwischen Gas und Kalkstaub herbeizuführen, so dass das hier erzeugte Azetylen, das den weitaus grössten Teil der insgesamt entstehenden Gasmenge darstellt, den Entwicklungsraum fast staubfrei verlässt. Nach dem Gedanken der Erfindung wird das Gas so aus der Hauptvergasungszone abgeleitet, dass es keinerlei Räume durchströmt, in denen es sich nachträglich mit Kalkstaub beladen könnte.
Die Zeichung veranschaulicht ein Ausführungsbeispiel eines zur Durchführung des Verfahrens gemäss der vorliegenden Erfindung geeigneten Entwicklers; sie zeigt einen Längsschnitt durch den Entwicklungsbehälter in schematischer Darstellung. In dem Entwicklungsraum 1 befindet sich die rotierende Schlitztrommel 2, die teilweise mit Karbid 3 gefüllt ist, das durch das Düsenrohr 4 mit Wasser bespritzt wird. Der sich in dieser Hauptvergasungszone bildende Kalkstaub 5 fällt durch die Schlitze der Trommel 2 nach unten auf die Austragschnecke 6, während das erzeugte Azetylen infolge seines geringeren spezifischen Gewichtes nach oben steigt und den durch Pfeile gekennzeichneten Weg zum Gasabgang 7 nimmt. Das Gas verlässt hierbei den Entwicklungsraum 1 durch Schlitze 8, die sich an den höchsten Stellen des Behälter-Innenmantels 9 befinden, und gelangt durch den zwischen dem Innenmantel 9 und dem Aussenmantel 10 befindlichen Hohlraum 11, der einem besonderen, hier nicht zur Rede stehenden Zweck dient, zum Gasabgang 7. Dem aus dem Entwicklungsraum 1 abziehenden Gas ist auf diese Weise jede Möglichkeit genommen, sich nachträglich mit Kalkstaub zu beladen.
Der Erfindungsgedanke lässt sich sinngemäss in der verschiedensten Weise verwirklichen; insbesondere sind Art und Bauform des Entwicklers selbst, sowie diejenigen seines Zubehörs, durchaus beliebig, sofern nur dafür Sorge getragen ist, dass das in der Hauptvergasungszone erzeugte Gas auf seinem Weg zum Gasabgang des Entwicklers und damit zu den nachgeschalteten Apparaten, keinerlei Räume durchströmt, in denen es sich nachträglich mit Kalkstaub beladen könnte.
Claims (2)
1. Verfahren zur Erzeugung von Azetylen in Trockenentwicklern, dadurch gekennzeichnet, dass das erzeugte Azetylen und das als Vergasungsrückstand anfallende Kalkhydrat unmittelbar an der Stelle, an der die Berührung zwischen dem Karbid und dem Wasser erfolgt, voneinander getrennt werden.
2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens gemäss Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass der Gasabgang (8) des Vergasungsraumes oberhalb der Hauptvergasungszone angeordnet ist.
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