DEP0038929DA - Warmsäge zum Trennen von Walzgut während der Bewegung - Google Patents
Warmsäge zum Trennen von Walzgut während der BewegungInfo
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Description
In zunehmenden Maße werden heute Warmsägen verwendet, die das aus dem Walzwerk austretende Walzgut während der Bewegung zerteilen. Bei den bekannten Sägen dieser Art ist die eigentliche Säge, also das Sägeblatt mit Welle und gegebenenfalls auch dem Antriebsmotor auf einem Schlitten angebracht. Soll das Walzgut getrennt werden, dann wird der Schlitten mit der Säge durch einen Kurbeltrieb in Laufrichtung des Walzgutes verschoben, bis er dessen Geschwindigkeit erreicht hat. In diesem Augenblick erfolgt durch Verschieben oder Absenken des Sägeblattes die Trennung des Walzgutes. Nach dem Schnitt kehrt die Säge in ihre Ausgangsstellung zurück und ist für einen neuen Schnitt bereit. Da sich die erforderlichen Verschiebekräfte im Quadrat mit der Geschwindigkeit erhöhen und die Säge ein beträchtliches Gewicht besitzt, werden schon bei Geschwindigkeiten von mehr als 1,5 m/sec. die Kräfte so gross, daß ein einwand-
freier Betrieb nicht mehr gegeben ist.
Die Erfindung hat nun eine Warmsäge zum Trennen von Walzgut während der Bewegung zum Gegenstand, die auch bei erheblich höheren Walzgutgeschwindigkeiten, nämlich bei Walzgutgeschwindigkeiten bis zu etwa 4 m/sec. einwandfrei arbeitet. Dies Ziel wird dadurch erreicht, daß erfindungsgemäß von der geradlinigen Verschiebewegung dass aus Säge, Antriebsmotor und Schlitten bestehenden Systems abgegangen und vorgeschlagen wird, das beim Schneiden senkrecht zum Walzgut stehende Sägeblatt in dieser dabei unverändert gehaltenen Stellung um einen mittleren Drehzapfen kreisen zu lassen. Dabei findet diese kreisende Bewegung der Säge mit der Laufgeschwindigkeit des Walzgutes statt. Der Schnitt erfolgt bei jeder Umdrehung des Systems stets dann, wenn die Säge dem Walzgut am nächsten ist, und zwar ebenso wie bei den bekannten Sägen durch Vorschieben, Heben oder Absenken des Sägeblattes. Die Schnittlänge entspricht also hier genau dem Umlaufweg der Säge. Erfolgt das Vorschieben, Heben oder Absenken des Sägeblattes nur jede zweite oder dritte Umdrehung, dann wird die doppelte oder dreifache Walzgutlänge abgetrennt. Ferne ist es möglich, den Radius der Drehbewegung zu verändern, wodurch der Umfang des Kreises, den die Säge beschreibt, vergrössert oder verkleinert wird. Auch durch diese Maßnahme kann die Länge des abgetrennten Walzgutes vergrössert oder verkleinert werden. (1)
Werden bei der Warmsäge nach der Erfindung, wie das ohne weiteres möglich ist, mehrere Sägen am Umfang des Drehkreises angeordnet, dann können entsprechend kürzere Walzgutlängen abgetrennt werden. Verwendet man z.B. zwei Sägen, dann kann die halbe, bei drei Sägen 1/3 der Länge geschnitten werden, die sonst eine Säge schneidet. Ferner kann die Walzgutlänge auch dadurch geändert werden, daß die Säge mit ungleicher Geschwindigkeit umläuft. Während des Schnittes entspricht die Geschwindigkeit der Säge genau derjenigen des Walzgutes. Danach kann aber nun die Säge langsamer umlaufen oder auch beschleunigt werden. Bei einer Verlangsamung der Drehgeschwindigkeit würden größere, bei einer Beschleunigung kleinere Walzgutlängen abgetrennt werden, als dem Weg der Säge bzw. der Länge des von der Säge umschriebenen Kreises entspricht. Eine solche Veränderung der Umlaufgeschwindigkeit kann man auf verschiedene Weise erreichen, z.B. entweder über eine entsprechende Einregelung des Motors, durch Einbau eines regelbaren Getriebes oder durch Verwendung von zwei verschiedenen Motoren oder Getrieben, die entweder beide laufen oder von denen jeder oder jedes auf eine bestimmte Drehgeschwindigkeit eingestellt ist.
In der Zeichnung ist die Warmsäge zum Trennen von Walzgut in einem Ausführungsbeispiel dargestellt und zwar zeigen:
Fig. 1 die Säge in Ansicht und
Fig. 2 eine Aufsicht auf die Säge.
Das während des Schneidens senkrecht zum Walzgut 1 stehende Sägeblatt 2 kreist erfindungsgemäß in dieser unverändert gehaltenen Stellung zusammen mit Antriebswelle, Motor usw. um einen mittleren Drehzapfen 3 und zwar mit einer Umfangsgeschwindigkeit, die während des Schneidens der Laufgeschwindigkeit des Walzgutes entspricht. Ohne Veränderung dieses Erfindungsprinzips kann die Ausgestaltung der Säge selbst und des mit ihr in Verbindung stehenden Systems beliebig und den jeweiligen Verhältnissen angepaßt sein. Die Geschwindigkeit der vom Sägeblatt bzw. von der Säge ausgeführten Kreisbewegung kann erfindungsgemäss auf elektrischem oder mechanischem Wege vom Walzgut aus fortlaufend eingeregelt werden.
Claims (5)
1.) Säge zum Trennen warmen Walzgutes während der Bewegung, dadurch gekennzeichnet, daß das beim Schnitt senkrecht zum Walzgut stehende Sägeblatt in dieser unverändert gehaltenen Stellung eine kreisende Bewegung um einen mittleren Drehzapfen ausführt mit einer Geschwindigkeit, die im Augenblick des Schneidens der Geschwindigkeit des sich in gleicher Richtung mit der Säge bewegenden Walzgutes entspricht.
2.) Säge nach Anspruch 1, dadurch gekennnzeichnet, daß die Länge des Walzgutes durch Änderung des Kreisumfanges, den die Säge beschreibt, veränderlich ist.
3.) Säge nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß mehrere Sägen in gleichem oder verschiedenem Abstand voneinander mit gleichen Radius um einen gemeinsamen Drehpunkt angeordnet sind.
4.) Säge nach Anspruch 1 - 3, dadurch gekennzeichnet, daß das Sägeblatt während des Kreisens durch Planetentrieb, Ketten, Zahnräder oder Schneckenräder von der Drehachse
aus in unveränderter Schneidstellung zum Walzgut gehalten wird.
5.) Säge nach Anspruch 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß die Geschwindigkeit der Kreisbewegung des Sägeblattes durch das Walzgut selbst auf elektrischem oder mechanischem Wege fortlaufend regelbar ist.
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