DEP0038680DA - Auf Klemmreibung beanspruchte Teile - Google Patents
Auf Klemmreibung beanspruchte TeileInfo
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Description
Im Bergbau werden bekanntlich in großem Umfang eiserne Grubenstempel verwendet, die aus einem Oberstempel und einem Unterstempel bestehen, welche gegeneinander festgeklemmt werden. Die verschiedenen Bauarten solcher Stempel unterscheiden sich im wesentlichen nur durch die Art, wie der die Festklemmung verursachende Anpreßdruck zwischen Ober- und Unterstempel im Schloß des Stempels erzeugt wird. Die Festklemmung erfolgt in der Regel durch Keile. Wenn der Stempel durch den Gebirgsdruck seine höchste Belastung erfährt, werden die Flächen, in denen die die Festklemmung der beiden Stempelhälften bewirkenden Teile aneinander liegen, vielfach so sehr aneinander gepreßt, daß die Gefahr einer Zerstörung dieser Berührungsflächen gegeben ist. Diese Gefahr ist besonders groß, wenn unter der Gebirgslast auch noch eine gegenseitige Verschiebung der aneinandergepreßten Flächen vor sich geht. Man hat daher versucht, durch die Verwendung von sogenannten Druckleisten eine Vergrößerung der Reibungsflächen, in denen Innen- und Außenstempel gegeneinander festgeklemmt werden, zu erreichen, um den spezifischen Flächendruck zu verringern. Um der gegenseitigen Verschiebung der aneinandergepreßten Flächen und damit einem Gleiten des Oberstempels und Nachgeben des Stempels unter der Gebirgslast vorzubeugen, ist man bereits dazu übergegangen, die Druckleisten mit bestimmten Metallüberzügen, beispielsweise solchen aus Zink oder aus Aluminiumlegierungen der Gattung Al-Cu-Mg zu versehen. Es ist auch schon vorgeschlagen worden, durch zweckentsprechende Formgebung der Druckleisten und Nuten für eine Erhöhung der Reibung Sorge zu tragen.
Von den Druckleisten wird gefordert, daß sie eine besonders große Reibung erzeugen, wenn Stahlteile an ihnen entlanggleiten, und daß auch beim beschleunigten Entlanggleiten von Stahl keine Funken entstehen.
Erfindungsgemäß werden diese Forderungen, wie sich auf Grund eingehender Versuche gezeigt hat, erfüllt, wenn man die Druckleisten mit einem aus einem Lot oder einer Lotlegierung, z.B. Bronze- oder Silberlot, bestehenden Überzug versieht, in dem feinkörniges Hartmetall eingebettet ist. Die Menge der Hartmetallkörner, die beispielsweise aus erschmolzenem Wolframkarbid be-
stehen können, wird zweckmässig in den Grenzen von 20 bis 60% gehalten. Besonders bewährt hat sich ein Überzug aus Bronzelot mit einer Zumischung von 50% Wolframkarbidkörnern der Größe 0,3 bis 0,5 mm. Die Hartmetallkörner bewirken infolge ihrer außerordentlich großen Härte und Verschleißfestigkeit, daß die Oberfläche der Druckleisten griffig ist und bleibt. Das Lotmetall ermöglicht eine leichte Herstellung des Überzuges auf den Stahlunterlagen. Da der Überzug kein Eisen enthält, ist die Bildung von Funken ausgeschlossen.
In der Zeichnung ist eine gemäß der Erfindung hergestellte Druckleiste dargestellt, und zwar zeigt Abb. 1 eine solche Druckleiste in Draufsicht, Abb. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II der Abb. 1.
Die Stahlleiste 1 ist zur Erhöhung des Reibungswiderstandes und zur Verhütung von Funkenbildungen auf einer Seite mit einem Lotüberzug 2 versehen, in dem erschmolzene Wolframkarbidkörner eingebettet sind.
Claims (1)
- Auf Klemmreibung beanspruchte Teile, z.B. Druckleisten für Grubenstempel, dadurch gekennzeichnet, daß sie mit einem aus Lot oder einer Lotlegierung, z.B. Bronze- oder Silberlot, bestehenden Überzug versehen sind, in dem feinkörniges Hartmetall, z.B. in einer Korngröße von etwa 0,3 bis 0,5 mm, in Mengen von zweckmäßig etwa 20 bis 60%, z.B. 50%, eingebettet ist.
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