DEP0037718DA - Verfahren zur Herstellung anthelmintischer Mittel - Google Patents
Verfahren zur Herstellung anthelmintischer MittelInfo
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Description
Die bisher zur Verfügung stehenden Wurmmittel bringen häufig wenig befriedigende Ergebnisse, da die meisten nur gegen eine einzige Wurmart verwendbar sind und wegen der geringen Verträglichkeit nur eng begrenzte Dosierungen zulassen. Auch ist der Geschmack solcher Mittel häufig recht störend.
Bei der Suche nach einem Anthelminticum von großer Wirkungsbreite bei gleichzeitig hoher Verträglichkeit für den befallenen Wirtsorganismus wurde gefunden, daß das Hexachlorcyclohexan im Vergleich zu den bisher bekannten Wurmmitteln eine ungewöhnlich hohe Wirksamkeit aufweist und, besonders in gereinigter Form, völlig geschmacklos ist.
Es zeichnet sich vor allen bisher bekannten Wurmmitteln durch eine besonders große therapeutische Breite aus, so daß auch wesentlich größere Dosierungen, als zur Beseitigung der Würmer notwendig sind, ohne Gefährdung für Mensch und Tiere vertragen werden.
Weiterhin wurde gefunden, daß die anthelmintischen Eigenschaften des Hexachlorcyclohexan wesentlich gesteigert werden, daß man also die anzuwendende Dosis des Mittels wesentlich herabsetzen kann, wenn das Hexachlorcyclohexan in Form von Emulsionen, Suspensionen oder kolloidalen Lösungen zur Anwendung gelangt. Es ist ferner vorteilhaft, das angereicherte bzw. reine (Gamma)-Hexachlorcyclohexan anzuwenden, das von den verschiedenen Isomeren die stärkste Wirkung hat.
Die als besonders wirksam erkannten Emulsionen und Dispersionen werden erhalten, indem man das Hexachlorcyclohexan oder besonders das angereicherte oder reine (Gamma)-Hexachlorcyclohexan unter Zusatz von Emulgatoren oder Dispergatoren feinst vermahlt, oder indem man Lösungen von (Gamma)-Hexachlorcyclohexan in öligen Lösungsmitteln mineralischer, tierischer, pflanzlicher oder synthetischer Herkunft mit einem Emulsionsmittel versetzt. Diese Emulsionen und Dispersionen können verfahrensgemäß weiter fabrikatorisch auf Pulver, Tabletten, Salben, Sirupe usw. verarbeitet werden.
Sie entfalten durch die gegenüber den bisher angewendeten Verwendungsformen infolge der außerordentlich feinen Verteilung des wirksamen Stoffes gegen alle Arten von Wurmerkrankungen bei Menschen und Tieren eine rasche und durchgreifende Wirkung auch bei Anwendung kleiner Dosen.
Die Überführung der Hexachlorcyclohexan-Kristalle in stabile arzneiliche Anwendungsformen geschieht unter Verwendung von geeigneten Emulgierungs- und Dispersionsmitteln, Schutzkolloiden,
Lösungsmittel usw., mit oder ohne Teilfügung von Abführmitteln oder sonstigen Zusätzen.
Beispiel 1
Ein handelsübliches angereichertes oder reines (Gamma)-Hexachlorcyclohexan wird mit einem oder mehreren Dispergierungsmitteln, z.B. Quittenschleim, Zelluloseäther, Tragant, Gummiarabicum, Agar-Agar, Kolloidton usw., in einer Homogenisierungsvorrichtung feinst vermahlen. Durch Zusatz der entsprechenden Mengen Wasser erhält man stabile Emulsionen bzw. Dispersionen von gewünschtem Gehalt an wirksamen Stoffen.
Beispiel 2
Eine kalt gesättigte Lösung von angereichertem oder reinem Gamma-Hexachlorcyclohexan in gereinigtem Paraffinöl wird mit Hilfe von oxäthylierten Ölen oder anderen Emulgatoren in stabile Emulsionen übergeführt.
Beispiel 3
Ein nach Beispiel 1 aus (Gamma)-Hexachlorcyclohexan und Dispergierungsmittel durch nasse Vermahlung erhaltenes Gemisch wird - gegebenenfalls unter Zusatz wasserbindender Mittel (z.B. Natriumsulfat) mit soviel Bolus vermischt, daß ein leicht einnehmbares Pulver mit dem gewünschten Gehalt an Wirkstoff entsteht. Dieses Pulver kann auch tablettiert werden.
Beispiel 4
(Gamma)-Hexachlorcyclohexan wird in der 100fachen Menge eines Gemisches aus 80 Teilen Paraffinöl, 18 Teilen Kakaobutter und 2 Teilen Benzylbenzoat unter Zusatz von Natriumalginat zu einer Emulsion verarbeitet, der dann in bekannter Weise Schokoladenmasse einverleibt wird.
Claims (3)
1.) Verfahren zur Herstellung anthelmintischer Mittel auf Grundlage von (Gamma)-Hexachlorcyclohexan oder dieses enthaltenden Isomerengemische, dadurch gekennzeichnet, daß man das (Gamma)-Hexachlorcyclohexan oder seine Isomerengemische unter Zusatz von geeigneten Emulgatoren bzw. Dispergatoren in an sich bekannter Weise in stabile Emulsionen oder Dispersionen überführt.
2.) Verfahren nach Anspruch 1), dadurch gekennzeichnet, daß man (Gamma)-Hexachlorcyclohexan oder seine Isomerengemische in einem natürlichen oder synthetischen ölartigen Lösungsmittel, wie z.B. Paraffinöl, Ricinusöl, Benzylbenzoat, in Lösung bringt und diese Lösung unter Zusatz von geeigneten Emulgatoren in an sich bekannter Weise in stabile Emulsionen überführt.
3.) Verfahren nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß man die nach diesen Verfahren gewonnenen Emulsionen und Dispersionen in an sich bekannter Weise auf Pulver, Salben, Tabletten und Sirupe weiterverarbeitet.
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