DEP0036409DA - Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Kunststeinen - Google Patents
Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von KunststeinenInfo
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Description
Ü192659
Beschreibung
für Herrn Alois Syre, Bendorf a.Rh,
für Herrn Alois Syre, Bendorf a.Rh,
Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen von Kunststeinen aus Leichtbaustoffen»
Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Herstellen von Kunststeinen aus Leichtbaustoffen,
z»B. aus JMaturbims, Schaumsehlaeke o· dgle sowie eine
Vorrichtung zur Ausübung dieses Verfahrens.
Durch das erfindungsgemaße Verfahren wird die Möglichkeit geschaffen, auch bei der Kunststeinerzeugung
unter Verwendung von Leichtbaustoffen der erwähnten Art die zur Erzielung einer über das ganze Steininnere gleichmäßigen
Dichte und der verlangten Festigkeit sehr günstigen* in senkrechter Richtung verlaufenden Vibrationsbewegungen
anzuwenden.
Das Verfahren kennzeichnet sich dadurch,daß, nachdem die aus dem jeweils verwendeten leiehtbaustoff
und dem Bindemittel bestehende Mischung in die auf dem Unterlagbrett ruhende Steinform gegeben wurde, diese
Formfüllung durch eine in die obere .Formöffnung passende Abdeckung beschwert wird, die sich durch ihr Eigengewicht
-1-
Aktenzeichens ρ 36409 VIb/80a
selbsttätig, jedoch nur bis zur gewünschten Steinhöhe
niedersenken kann, wenn dem Ganzen? d*h«, dem Unterlagbrett
mit der gefüllten Steinform und der Abdeckung senkrecht verlaufende Vibrationsbewegungen erteilt
werden»
Das auf die Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens bezügliche grundlegende Erfindungsmerkmal ist darin
zu erblicken, daß Steinstaiapfmasehinem der im wesentlichen üblichen und bekannten Bauart für die Verfahrens-Ausübung
verwendbar gemacht werden und zwar dadurch, daß einerseits der sonst für das Stampfen der Steine
verwendete Fallbär als die durch ihr Bigengewicht selbsttätig
niedersenkbare Abdeckung und Beschwerung der Formfüllung verwendet wird tind daß andererseits der das
Unterlagbrett mit der Steinform tragende lisch mit einer Einrichtung verbunden ist,durch die er in senkrecht verlaufende
Vibrationsbewegungen versetzt werden kann. Bei einer vorteilhaften Ausführungsform der letzterwähnten
Einrichtung wird der das Unterlagbrett mit der Steinform
aufnehmende iisch der Steinstampf maschine von kräftigen
Druckfedern getragen« Diese legen sich um Holme, die an der Tischunterseite befestigt und derart in Führungen
beweglieh sind,daß der Tisch in senkrechter lichtung
verlaufende Vibrationsbewegungerx ausführen kann, die ihm durch eine Welle erteilt werden, deren Drehzahl
der hohen Zahl der Vibrationsbewegungen entspricht und deren Lager ebenfalls an der iEüschunterseite befestigt
sind»
Unter den hier erwähnten Vibrationsbewegungen sind kleine Bewegungen zu verstehen, deren Zahl bis zu 3oao/min»
und mehr beträgt % sie sind nicht zu verwechseln mit den
bei der Kunststeinherstellung ebenfalls bekannten Rüttelbewegungen,
deren Höchstzahl je Minute sich nur auf etwa 200 beläuft·
Me zugehörige Zeichnung zeigtt In Abb# 1 und 2, die aneinander zu reihen sind,
die Vorderansicht einer Steinstampfmaschine mit einer als Ausführungsbeispiel geltenden
erfindungsgemäßen Ausrüstung und
in Abb« 3 die teilweise Seitenansicht dieser Steinstampf maschine, gesehen von der
rechten Seite der Abb«. I und 2·
Die gebräuchlichen Steinstampfmaschinen der verschiedenen Systeme können hinsichtlich der sie gemeinsam kennzeichnenden
Bauart und Wirkungsweise als bekannt vorausgesetzt werden. Die Maschine erhält ihren Hauptantrieb für alle
beim gewöhnlichen Stampfen der Steine notwendigen Bewegungen der in ihr vereinigten Einzeleinriehtungen über
die Riemenscheibe 1 von der diese tragenden Hauptantriebswelle 2 aus« Der !Tisch 3 trägt das Unterlagbrett 4 mit
der daruaf ruhenden auswechselbaren Steinform 5»die an
den Formhaltern 6 befestigt ist und dtireh sie in der
richtigen Stellung gehalten wird* Die ein- und ausfahrbare Vorrichtung 7 dient dem Füllen der Steinform 5 mit
der richtigen Menge des für die jeweils herzustellenden Steine benötigten Baustoffes, und der auf den senkrechten
Holmen 8 sieh führende Fallbär 9 wird, wenn die Steine
durch Stampfen erzeugt werden, unter Vermittlung des ihn tragenden Reibefcrettes 10 durch das aus der Reibrolle
11 und einer Gegenrolle bestehende Reibungsgetriebe angehoben. Dieses wird von Hand ein- und ausgeschaltet
und nach seiner jeweiligen Ausschaltung fällt der Fallbär auf den Inhalt der Steinform 5 nieder«
Die erwähnten Formhalter 6 sind ebenfalls auf den Holmen 8 verschiebbar und über die Zugstangen 12 und
12* mit der Kurbel 13 und mit dem eine Triebstoek-Verzahnung
tragenden Rad 14 verbunden» Die beiden letzteren sind auf der Tfelle 15 befestigt» lit dem Rad 14 steht
das auf der Welle 16 sitzende Zahnrad 17 in Eingriff.
Durch Einrücken einer die Welle 16 mit der Hauptantriebswelle 2 verbindenden Eintourenkupplung kann dem Rad
und seiner Welle 16 jeweils eine Teildrehung vermittelt und dadurch die Steinform 5 angehoben, d#h.aus den fertigen Steinen ausgehoben werden»
Die bisher erwähnten, bei Erzeugung der Steine durch Stampfen benötigten Einrichtungen der Maschine
können an sich unverändert beibehalten und verwendet werden, wenn die laschine der Ausübung des erfindungsgemäßen
Vibrationsverfahrens zur Herstellung von Steinen aus Leichtbaustoffen dienstbar gemacht werden soll.
Zusätzlich ist sie für diesen Zweck noch mit folgender Einrichtung ausgerüstet;
An der Unterseite des das ünterlagbrett mit der Steinform aufnehmenden Tisches 3 sind vier Holme 18
befestigt ,die sich so in den Sockeln 19 führexi?dass
der Tisch Bewegungen in senkrechter Richtung ausführen kanne über die Holme 18 sind die Druckfedern 20 geseho»
ben? die sich auf &en oberen Rand der Sockel 19 stützen
und so die eigentlichen Träger des Formtisches mit der
Steinform darstellen» An der Tischunterseite sind des weiteren die drei Pendelkugellager 21? 21« und 21·f für
eine Welle 22 befestigt» die durch eine elastische Kupplung 25 mit einer ausserhalb der Maschine in Lagern 24
und 24' laufenden Welle 25 verbunden ist« Die Lager 24 und 24' sind ebenfalls Pendelkugellager% das Lager 24*
kann daher in einer Gleitführung 26 um einen geringen Betrag so verschoben werden, dass eine auf der 1IeIIe 25
befestigte Reibscheibe 27 gegen die unmittelbar auf der Welle des Elektromotors 28 sitzende Scheibe 29 gepreßt
oder von ihr abgehoben werden kann» Das diesem Zweck dienende Verschieben des Lagers 24' wird bewirkt durch
den Handhebel 30, der ebenso wie ein zweiter,kurzer
Hebel 31 auf der Welle 32 angeordnet ist»Mit dem Hebel
31 ist das Lager 24' durch die Schiene 33 verbunden, welche die HebelSchwenkungen auf das Lager überträgt.
Beim Anpressen der Reibscheibe 27 an die Motorseheibe 29 wird der Welle 25 und damit über die elastische
Kupplung 23 auch der Welle 22 eise hohe Drehzahl erteilt. Die Welle 22 ist zwischen ihren beiden Lagern
21 und 21' einseitig mit einem Gewieht 35 belastet,so=
daß sie infolge ihrer hohen Drehzahl entsprechende
Vibrationsbewegungen ausführt, die sich auf ihre Lager
21, 21% 21% auf den lisch 3 und die darauf befindliche
Steipform 5 übertragen und sich infolge der Füh=
rung der Holme 18 in den Sockeln 19 und der Formhalter 6 auf den Holmen 8 nur in senkrechter Richtung auswirken
können» Damit die Vibrationsbewegungen durch die Zugstangen 12 und 12' nicht behindert werden* sind die
letzteren durch Langlöcher mit den Formhaltern 6 verbunden»
Nachdem mit Hilfe der Füllvorrichtung 7 die aus
einem Leichtbaustoff und einem Bindemittel bestehende Mischung in die Steinform gegeben wurde,wird der Fallbär
9 auf die Formfüllung niedergesenkt. Seine Anschlagholme 54 wurden zuvor so eingestellt, dass er sich nur
bis zu einer untersten Grenzstellung niedersenken kann, die der gewünschten Steinhöhe entspricht. Der Tisch 3
wird dann samt der gefüllten Steinform auf die beschriebene Weise den Vibrationsbewegungen ausgesetzt, die Bur
Folge haben, dass sich die Formfüllung unter der Belastung durch den Fallbär, obgleich sie aus Leichtbaustoffen
besteht, über ihre ganze Höhe gleichmäßig verdichtet* Wenn der Fallbär 9 seine durch die Anschlagholme
34 bestimmte unterste Grenzstellung erreicht und damit der Stein seine richtige Höhe erlangt hat,ist bei
entsprechender Bemssung der anfängliehen Formfüllung
dureh die Vibrationsbewegungen auch die erstrebte Steindiehtung
herbeigeführt worden, und zwar geschieht dies erheblieh rascher und gleichmaßiger als durch das bisher
bei Verwendung von Leichtbaustoffen allein übliche
Büttel- und Stampfverfahren*
Hacliaem die Steine so für den Abtransport zur Trockenstelle
fertiggestellt sind, wird der Fallbär 9 wie oben
beschrieben angehoben» in seiner angehobenen Stellung
gesichert und alsdann die Steinform 5 ausgehoben,sodaß das "ünterlagbrett 4 mit den darauf liegenden Steinen
aus der Maschine genommen und weggefördert werden kann.
Bei dem Ausführungsbeispiel der Zeichnung ist angenommen^ dass der Antrieb der die Vibrationsbewegungen
erzeugenden felle 22 von der rechten Maschinenseite aus durch einen besonderen Motor erfolgt» Es
steht jedoch naturgemäß nichts im fege, den Antrieb auf die andere liaschinenseite zu verlegen oder für den
Gesamtantrieb der Maschine und der Welle 22 nur einen einzigen Motor zu verwenden. Ebenso kann bei dem gezeichneten
Rechtsantrieb eine Verlängerung der Motorwelle bis zur linken Maschinenseite durchgeführt und
von dort aus die Riemenscheibe 1 angetrieben werden.
Claims (1)
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