DEP0035601DA - Salbengrundlage - Google Patents

Salbengrundlage

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DEP0035601DA
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DE
Germany
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water
ointment
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soluble
polyalkylene oxides
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English (en)
Original Assignee
Desitin-Werk Carl Klinke GmbH, Hamburg
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Description

Salbengrundlagen, die mit Hilfe von flüssigen oder festen Kohlenwasserstoffen, z. B. Paraffinöl, Vaseline, Ceresin, gegebenenfalls unter Zusatz von Fetten oder Wachsen hergestellt sind, lassen sich, auf der Haut auftragen, nicht mehr mit Wasser abwaschen. Für die Entfernung derartiger Salbengrundlagen ist es notwendig, entweder geeignete Lösungsmittel oder Seifen bzw. verwandte Stoffe zu benutzen. Versuche, durch Einarbeiten von bekannten Emulgatoren, wie Cholesterin, Hexadecylalkohol Stearaten, Sapaminen, die Abwaschbarkeit zu verbessern, führen nicht zum gewünschten Erfolg. Solche Salbengrundlagen sind zwar mehr oder weniger leicht mit Wasser emulgierbar und bilden stabile Emulsionen, sind aber nicht mit Wasser abwaschbar.
Wasserlösliche Salbengrundlagen sind an sich bekannte. Es ist z. B. vorgeschlagen Polyalkylenoxyde geeigneten Polymerisationsgrades als wasserlösliche Salbengrundlagen und Hautgleitmittel zu verwenden.
Erzeugnisse dieser Art sind leicht mit Wasser abwaschbar. Sie haben aber den Nachteil, durch Schweiss oder Wundsekrete verdünnt zu werden, was zur Folge hat, daß die aufgetragene Salbe weggeschwemmt oder vom Verband leicht aufgesaugt wird. Auch bewirkt die hohe Hydrophilie der Polyalkylenoxyde eine merkliche osmotische Einwirkung auf die Gewebezellen, eine Saugwirkung.
Die vorliegende Erfindung betrifft eine Salbengrundlage, die zwei an sich diametral gegenüberstehende Eigenschaften in sich vereinigt. Die erfindungsgemäß hergestellte Salbengrundlage hat die Wirkung einer normalen wasserlöslichen Salbe, wie z. B. Vaseline, ist aber trotzdem leicht mit Wasser abwaschbar.
Es wurde gefunden, daß man zu vorzüglichen mit Wasser abwaschbaren Salbengrundlagen gelangt, wenn man homogene Gemische aus einer wasserlöslichen Salbengrundlage mit wasserlöslichen und hydrophilen Polyalkylenoxyden oder deren Derivaten oder Substitutionsprodukten herstellt. Zweckmäßig enthält die Salbengrundlage mehr als etwa 40%, zweckmäßig etwa 60% des wasserunlöslichen Bestandteiles und mehr als etwa 20%, vorzugsweise etwa 30-40% Polyalkylenoxyde. Dem Gemisch können Emulgierungsmittel und/oder Puderstoffe und Heilmittel einverleibt sein.
Als wasserlöslicher Bestandteil eignen sich die für Salbengrundlagen bekannten Stoffe, z. B. Kohlenwasserstoffe wie Vaseline, Ceresin, Paraffin, oder Fette und fette Öle wie Schweineschmalz, Wollfett, Wachse, gehärtetes Erdnußöl oder andere tierische und pflanzliche Öle oder Fette.
Es ist zweckmäßig, der wasserunlöslichen Salbenkomponente Emulgatoren wie Cholesterin, Fettalkohol-Sulfonate o.dgl. zuzusetzen.
Als Polyalkylenoxyde im Sinne der vorliegenden Erfindung eignen sich alle Verbindungen, deren Aetherkette so lang ist, daß eien salben- oder wachsartige Konsistenz erhalten wird und die Stoffe wasserlöslich sind. So kann ein Polyäthylenoxyd von salbenartiger Konsistenz verwendet werden. In Frage kommen aber auch Substitutions- oder Kondensationsprodukte des Aethylenoxyds mit höheren Alkoholen, Fettsäuren o.dgl. wie Polyaethylenglykole, Polyaethylenglycerine,Polyoxyalkylen-propenylglykol-monopalminat, Kondensationsprodukte mit Mannit oder Sorbit oder Mischungen hochmolekularer Kondensationsprodukte mit niedermolekularen.
Wenn auch die Verwendung von Polyalkylenoxyden für die Herstellung von Melkfetten als Gleitmittel und als Salbengrundlagen bereits bekannt war, konnte nicht vorausgesehen werden, daß sich diese Kondensationsprodukte mit wasserlöslichen Salbengrundlagen wie Kohlenwasserstoffen, Fetten und Wachsen zu Salben verarbeiten lassen, die eine vorzügliche abdeckende Wirkung auf der Haut bewirken und sich trotzdem mit Wasser abwaschen lassen.
Besonders bewährt hat sich in klinischen Versuchen die erfindungsgemäße Salbe als Grundlage zur Herstellung von Kopfsalben, da deren leichtes Herauswaschen aus den Haaren besonders erwünscht ist. Ferner läßt sich die erfindungsgemäß hergestellte Salbengrundlage auch zum Aufbau abwaschbarer Schminken verwenden.
Beispiel 1:
Vaseline 470g
Hexadecylalkohol 20 g
Polyäthylenoxyd (Molekulargewicht etwa 4000) 500 g
Titandioxyd 10 g
Beispiel 2:
Paraffinsalbe 520 g
Oxycholesterin 30 g
Kondensationsprodukt von
etwa 20 Mol Aethylenoxyd
mit 1 Mol Stearinsäure 400 g
Schwefelblüte 50 g
Die Bestandteile werden zu Salben verarbeitet.

Claims (3)

1.) Mit Wasser abwaschbare Salbengrundlage, bestehend aus einem Gemisch einer wasserunlöslichen Salbengrundlage mit wasserlöslichen oder hydrophilen Polyalkylenoxyden oder deren Derivate oder Substitutionsprodukten.
2.) Salbengrundlage nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß sie mehr als etwa 40%, zweckmäßig etwa 60%, des wasserunlöslichen Bestandteiles und mehr als etwa 20%, vorzugsweise etwa 30 - 40% Polyalkylenoxyde enthält.
3.) Salbengrundlage nach Anspruch 1 oder 2, gekennzeichnet durch einen Gehalt an Emulgierungsmitteln und/oder Puderstoffen.

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