DEP0034518DA - Schleifmittel - Google Patents
SchleifmittelInfo
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Description
Gegenwärtig werden Korundschleifmittel von im Wesentlichen drei verschiedenen Typen, weiss, hell und dunkel, verwendet, die verschiedene schleiftechnische Eigenschaften und verschiedene Härte und Sprödheit aufweisen. Weisser Korund ist am härtesten und auch am sprödesten, während dunkler Korund am zähesten ist und gleichzeitig die geringste Härte aufweist. Der dritte Typus, heller Korund, nimmt eine Zwischenstellung sowohl betreffend Härte als auch betreffend Zähheit ein. Bei der Herstellung von Schleifscheiben u.dgl. verwendet man den Korundtypus, der sich für das Material in dem zu schleifenden Arbeitsstück und für das mit der Schleifung beabsichtigte Resultat am besten eignet. In gewissen Fällen wird das Hauptgewicht auf die Leistung, d.h. die Fähigkeit der Schleifscheibe, Material zu entfernen und in anderen Fällen auf eine ebene Fläche des Arbeitsstückes gelegt. Die Abnutzung der Schleifscheibe im Verhältnis zu der geleisteten Menge Material und die Anzahl erforderlicher Schärfungen zur Erzielung des guten Resultates bei der Schleifung sind ebenfalls von grosser Bedeutung. Es ist
eine in der Schleiftechnik bekannte Tatsache, dass man nicht gleichzeitig eine gute Leistung, eine niedrige Abnutzung, wenige Schärfungen und eine ebene Fläche des Arbeitsstückes erreichen kann, dass vielmehr die Wahl des Korundtypus der Eigenschaft oder den Eigenschaften, die in dem jeweiligen Falle von grösster Bedeutung sind, anzupassen ist.
Somit wird weisser Korund im allgemeinen dort angewendet, wo man eine Wärmeentwicklung zu vermeiden wünscht, d.h. das Schleifen kalt erfolgen soll, und wo man hohe Ebenheit der Fläche zu erhalten wünscht, wobei man die niedrige Leistungsfähigkeit des weissen Korunds weniger berücksichtigen darf. Wenn dagegen das Hauptgewicht auf die Leistungsfähigkeit gelegt wird, während die Ebenheit der Fläche und die Wärmeentwicklung von geringerer Bedeutung sind, wählt man zweckmässig den dunklen, zähen Korund. Der helle Korund nimmt auch bezüglich der schleiftechnischen Eigenschaften eine Zwischenstellung in Verhältnis zu den weissen und dem dunklen Korund ein. Für gewisse Zwecke, z.B. wenn man sowohl eine ebene Fläche als auch eine hohe Leistung zu erreichen wünscht, eignet sich keiner der genannten drei Typen.
In dem Bestreben die Schleifmittel auf Korundbasis zu vervollkommnen, hat man neuerdings in der Schleifmittelindustrie ein Korundschleifmittel geschaffen, das in seinen Eigenschaften dem weissen Edelkorund am nächsten kommt. Dieser neue Typus, der im folgenden H-Typus
genannt wird, kennzeichnet sich durch hohe Reinheit, reichlich vorkommende Kristallflächen und Abwesenheit von inneren Spannungen und wird auf bekannte Weise dadurch hergestellt, dass man geschmolzenen Korund in einer Sulfid enthaltenden Schmelze erstarren lässt, wonach die erstarrte Masse mit Wasser oder Wasserdampf behandelt wird. Schleiftechnische Untersuchungen dieses Korundtypus haben gezeigt, dass er in seinen Schleifeigenschaften zunächst an den weissen Korund erinnert, indessen höhere Härte und Sprödigkeit als dieser besitzt.
Versuche, Korund H für solche Schleifungen anzuwenden, wo gewöhnlich der weisse Korund verwendet wird, haben jedoch nicht immer genügend gute Ergebnisse gegeben. Die grosse Sprödigkeit des Korundtypus kann bisweilen dazu führen, dass der Schleifmittelverbrauch grösser wird als wenn dunkler oder heller Korund angewendet wird.
Versuche haben indessen gezeigt, dass man durch Mischen dieses Korunds vom H-Typus mit hellem oder dunklem Korund ein Schleifmittel erhalten kann, das neue überraschende Eigenschaften aufweist. Somit wird ein solches Schleifmittel z.B. in der Form von Schleifscheiben, Eigenschaften aufweisen, die eine Kombination der Eigenschaften der einzelnen Bestandteile in rein qualitativer, aber nicht in quantitativer Hinsicht darstellen, da gewisse Eigenschaften, wie z.B. die Fähigkeit kalt zu arbeiten, niedrige Abnutzung der Schleifscheibe und
Leistungsfähigkeit in einem Masse auftreten, das grösser ist als das, was mit Rücksicht auf den Gehalt der in der Mischung enthaltenen Bestandteile erwartet werden konnte.
Das Schleifmittel nach der Erfindung besteht aus einer Mischung von kornförmigen dunklen oder hellen Korund und einem Korundtypus, der sich durch hohe Reinheit von Verunreinigungen, reichliches Vorhandensein von Kristallflächen und Abwesenheit von inneren Spannungen kennzeichnet. Die Proportion der in der Mischung enthaltenen Bestandteile und die Korngrösse können nicht generell festgestellt werden, sondern sind jeweils aus Versuchen für den beabsichtigten Verwendungszweck zu berechnen. Allgemein kann jedoch gesagt werden, dass eine Mischung bestehend aus 40 - 60 Teilen Korund vom H-Typus auf 60 - 40 Teile dunklen und/oder hellen Korund gute Resultate gibt und dass bei den Versuchen, die ausgeführt worden sind, ein Mischungsverhältnis von 50/50 sich am geeignetsten gezeigt hat. Mit aus dieser Mischung hergestellten Schleifscheiben hat man Schleifprobleme gelöst, die bisher mit den einzelnen Schleifmitteln, jedes für sich genommen, nicht befriedigend haben gelöst werden können.
Claims (3)
1. Schleifmittel vom Korundtypus, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einer Mischung von hellem und/oder dunklem Korund und einem Korundtypus besteht, der durch Hydrolyse einer Sulfid enthaltenden Korundschmelze hergestellt worden ist.
2. Schleifmittel nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass es aus einer Mischung von 40 - 60 %, vorzugsweise 50 %, von hellem und/oder dunklem Korund und von 60 - 40 %, vorzugsweise 50 %, von einem Korundtypus besteht, der durch Hydrolyse einer Sulfid enthaltenden Korundschmelze hergestellt worden ist.
3. Schleifrad, Schleifsegment, Schleifpapier, Schleiftuch usw., hergestellt aus dem Schleifmittel nach Patentanspruch 1 oder 2.
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