DEP0033617DA - Optische Anzeigeeinrichtung für Kraftfahrzeuge - Google Patents
Optische Anzeigeeinrichtung für KraftfahrzeugeInfo
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Description
Der Straßenverkehr ist heute im wesentlichen beherrscht vom Kraftfahrzeug. Dabei spielt eine Rolle nicht nur die erhebliche Geschwindigkeit, die diese Verkehrsmittel entwickeln, sondern ebenso ihre immermehr zunehmende Verkehrsdichte. Diese Gegebenheiten machen es ständig notwendiger, dass die Verkehrsteilnehmer aufeinander Rücksicht nehmen und sich gegenseitig in der Erkennung der Verkehrslage und Verkehrsverhältnisse unterstützen; denn nur unter dieser Voraussetzung ist ein möglichst reibungsloser und glatter Verkehr möglich und werden Unfälle weitestgehend verhindert.
Diese Gesichtspunkte gelten in erster Linie auch für den Überholungsverkehr. Es ist nachgewiesen, dass ein ganz erheblicher Prozentsatz von Verkehrsunfällen sich beim Überholen von Fahrzeugen ereignet. In zahlreichen Verkehrssituationen fehlt dem Fahrer, der überholen will, einfach die erforderliche Übersicht der Fahrbahn, ohne dass ein schuldhaftes Verhalten vorliegt, weil die Fahrbahn durch das vorausfahrende Fahrzeug mehr oder weniger verdeckt wird. Häufig kommt es z.B. sogar vor, dass das Rechtsheranfahren des vorderen Kraftwagens als Zeichen der Überholungsfreigabe aufgefasst wird, während es in Wirklichkeit nur das Ausweichen für ein entgegenkommendes Fahrzeug bezweckt. Dieses Mißverständnis kann dann aber zu den schwersten Folgen führen mit Verlust an Material und häufig sogar auch an Menschenleben. Erschwerend kommt hinzu, dass dabei nicht selten gleichzeitig alle drei Fahrzeuge gefährdet sind, nämlich das überholende, das überholte und ebenso auch das entgegenkommende Fahrzeug.
Derartige Verkehrsunfälle, gleich ob sie aus Mißverständnissen in der Beurteilung der Verkehrssituation resultieren oder überhaupt aus fehlender Verkehrsübersicht, haben im Grunde die Tatsache zur Ursache, dass bisher den Fahrzeugführern einfach noch keine Möglichkeit zur Verfügung stand, sich gegenseitig während der Fahrt in möglichst lapidarer Weise eindeutig über die in jedem notwendigen Augenblick gegebene Verkehrssituation miteinander zu verständigen. Als solche Verständigung ist z.B. zu verstehen, dass
das vorausfahrende Kraftfahrzeug dem nachfolgenden, das überholen will und die Verkehrslage selbst nicht übersieht, zu erkennen und zu wissen geben kann, wie die Situation tatsächlich ist, um damit also den nachfolgenden Fahrer darüber zu orientieren, ob überholt werden kann oder im Augenblick darauf verzichtet werden muß. Diese Frage ist schon bei Tag nicht immer leicht für den nachfolgenden Kraftwagen zu übersehen und zu entscheiden und gestaltet sich bei Nacht noch umso schwieriger; denn bei Dunkelheit ist es selbst für das vordere Fahrzeug häufig nicht möglich, den Weg auf grössere Entfernung genügend zu übersehen, vor allem, wenn eine kurvenreiche Strecke befahren wird oder reger Verkehr herrscht. Gerade auch für den Nachtverkehr oder bei Nebel haben die oben angeführten Gesichtspunkte daher noch umso grössere Bedeutung und für ihn ist die Erfindung auch in erster Linie gedacht.
Der Zweck der Erfindung ist, im oben angegebenen Sinne eine gegenseitige Verständigung von Fahrzeug zu Fahrzeug mit möglichst einfachen Mitteln zu erreichen, um damit auf dem Gebiet der Verkehrstechnik eine Verbesserung von überragender Fortschrittlichkeit zu schaffen, die imstande ist, den Unfallprozentsatz im Kraftfahrverkehr ganz beträchtlich zu verringern, und der daher auch eine ganz erhebliche volkswirtschaftliche Bedeutung zukommt.
Dieser Erfolg wird erfindungsgemäß mittels einer für Kraftfahrzeuge bestimmten optischen Anzeigeeinrichtung erreicht, die dazu dient, die vor dem Fahrzeug gegebene Verkehrslage nach hinten anzuzeigen und die gekennzeichnet ist durch ein an der Fahrzeugrückseite befestigtes Meldetableau, auf dem optisch wahrnehmbar verschiedene, die Verkehrslage kennzeichnende Signale vom Fahrersitz des Fahrzeugs aus wahlweise zur Erscheinung gebracht werden.
Ausführen lässt sich die erfindungsgemäße Anzeigeeinrichtung in verschiedener Weise. Die betreffenden Signale können z.B. mittels umschaltbarer Schriftschablonen nach Bedarf wechselweise auf ein gemeinsames Bildfenster projiziert werden, das die Abschlussfläche eines entsprechenden Apparaturgehäuses darstellt und von jedem nachkommenden Fahrzeug aus ohne Mühe ablesbar ist. Die Betätigung dieser Einrichtung zur Auslösung des zu gebenden Signales wird dabei zweckmäßig jeweils vom Sitz des Fahrers des Kraftwagens aus vorgenommen.
Eine andere Möglichkeit der Ausführung der Erfindung ist dadurch gegeben, dass das Meldetableau aus einem einheitlichen Gehäuse besteht, welches im Inneren zur Schaffung verschiedener Signalfelder zweckmäßig durch horizontale Trennwände unterteilt
ist, wobei jedes Raumteil ein eigenes Beleuchtungssystem besitzt, welches dann jeweils nur den ihm entsprechenden Teil des Meldetableaufensters mit dem ihm entsprechenden Signalbild ausleuchtet. Mit jedem solchen Unterteilungsfenster des Meldetableaus lässt sich dabei also ein anderes Signalbild vermitteln und man hat es in dieser Weise in der Hand, das gewünschte Signalfeld dadurch zur Erscheinung zu bringen, dass man wechselweise lediglich diejenige Beleuchtung vom Fahrersitz aus einschaltet, die das betreffende Feld von innen her erleuchtet. Ein dieser Konstruktion entsprechendes Gerät ist baulich und bedienungsmäßig sehr einfach und billig herzustellen, so daß es von jedem Fahrzeugbesitzer angeschafft werden kann. Ihm entspricht das nachfolgend an Hand der Zeichnungen zur weiteren Erläuterung der Erfindung angeführte Ausführungsbeispiel. Es zeigen
Fig. 1 die optische Anzeigeeinrichtung der Erfindung in Gebrauchsansicht,
Fig. 2 einen vertikalen Schnitt nach der Schnittlinie II-II in Fig. 1,
Fig. 3 eine Innenansicht der Einrichtung,
Fig. 4 die am Führersitz des Fahrzeugs befindliche Schaltereinrichtung zur Betätigung der Anzeigeeinrichtung und
Fig. 5 ein Prinzipschaltschema derselben.
Die Einrichtung wird durch ein zylindrisches, im Inneren horizontal unterteiltes Leichtmetallgehäuse gebildet, das durch seitlich einschiebbar vorgesehene Buntglasscheiben 2a, 2b, 2c geschlossen ist. Unten am Gehäuse sind zwei Halteleisten 3 angebracht, die je ein Rund- und ein Langloch 4 für eine Schraubbefestigung des Gehäuses an der Rückseite des Kraftfahrzeuges, z.B. an dessen hinterer Stoßstange aufweisen. Die innere Unterteilung der Gehäuse 1 bewirken Leichtmetallzwischenwände 5. Diese Wände 5 schaffen im Gehäuse 1 für sich abgeschlossene Räume, in denen je eine elektrische Soffittenlampe 6a, 6b, 6c sitzt, die von federnden Backenkontakten 9 gehalten werden, an die die Adern des Stromanschlußkabels 10 angeschlossen sind. Diese Lampen 6a, 6b, 6c können durch Umlegen des Schalterarmes 12, der sich am Armaturenbrett des Kraftfahrzeuges befindet, nur wechselweise eingeschaltet werden und zwar auf dem aus Fig. 5 ersichtlichen Stromweg. 12a, 12b, 12c sind dabei die zur Einschaltung der Lampen 6a, 6b, 6c zu betätigenden Schalterkontakte. Die Rückleitung der Stromführung wird in bekannter Weise durch Körperschluss vorgenommen. Zweckmäßig wird die Schalteranordnung dabei so gewählt, dass der Schalterarm 12
in seiner Lagerachse um einen geringen Betrag axial verschiebbar ist. Befindet sich der Arm 12 in der gezeichneten Kontaktstellung, so bedarf es zur Schalterdrehung der Achsialbewegung des Armes. Auf diese Weise ist es ausgeschlossen, dass eine ungewünschte Kontaktgabe erfolgt, falls der Schalterarm 12 bei seiner Betätigung Kontaktstellungen überfährt, an denen kein Stromschluss stattfinden soll. Falsche Signalgaben sind damit in grundsätzlicher Weise ausgeschlossen.
Festgeschraubt wird das Gehäuse 1 durch Befestigungsschrauben mit zugehöriger Mutter 7. Die Leisten 3 sind zweckmäßig durch Nieten 8 mit dem Gehäuse verbunden. 11 ist eine Öffnung im Gehäuse 1, durch die das Stromkabel eingeführt wird.
Im Einzelnen ist ferner noch zu bemerken, dass die Glasscheiben 2a, 2b und 2c so ausgeführt sind, dass sie normalerweise auf ihrer Aussenseite wie Milchglas wirken. Ihre Innenseite dagegen ist farbig gehalten und trägt eine entsprechende Signalschrift. Im Beispiel ist dementsprechend die obere Scheibe 2a innen rot und trägt das Wort STOP; die mittlere Scheibe ist innen gelb, kombiniert mit dem Wort VORSICHT, und die untere Scheibe ist grün und versehen mit dem Wort FREI. Es sind die drei für die Verkehrsregelung üblichen Signale. Jedes dieser Signale der drei Scheiben erscheint erst dann, wenn die ihnen entsprechenden Soffittenlampen 6a, 6b bzw. 6c durch den Schaltarm 12 vom Fahrersitz des Kraftwagens aus eingeschaltet werden. Der Fahrer kann also mittels der beschriebenen Einrichtung, die äusserst einfach und billig ist, jedem nachfolgenden Fahrzeug in jedem Augenblick sofort signalisieren, wie die vor seinem Fahrzeug gegebene Verkehrslage beschaffen ist, und der Wagen, der überholen will, ersieht daraus sofort, ob die Fahrbahn frei ist oder mit der Überholungsfahrt noch gewartet werden muss. Unzählige Unfälle lassen sich durch die erfindungsgemäße optische Anzeigeeinrichtung verhüten, wenn die Kraftwagenbesitzer die Disziplin aufwenden, sich insbesondere bei Nacht dieser Vorrichtung in zweckmäßiger Weise zu bedienen.
Allergrösste Bedeutung hat die Einrichtung natürlich auch im Lastzugverkehr,wo sie jeweils am letzten Anhänger anzubringen ist. Gerade bei diesen breiten und langen Transportfahrzeugen ist es ganz besonders notwendig, dass der nachfolgende Kraftwagen eine Verständigung mit dem Lastzugfahrer in der angegebenen Weise aufnehmen kann.
Erwähnt sei noch, dass sich die Ausführung der Erfindung nicht allein auf die im Beispiel angegebene Ausführungsform be-
schränkt. Es lassen sich im Rahmen der Erfindung noch anders aufgebaute, eventuell auch mit akustischen Signalen kombinierte Einrichtungen in Benutzung nehmen. Ist die Meldetableaufläche ringsum durch eine vorstehende Abschirmung abgedunkelt, so ist sie auch bei Tageslicht verwendbar.
Claims (6)
1.) Optische Anzeigeeinrichtung für Kraftfahrzeuge, gekennzeichnet durch ein an der Fahrzeugrückseite befestigtes Meldetableau (2a, 2b, 2c), auf dem optisch wahrnehmbar verschiedene die Verkehrslage kennzeichnende Signale vom Fahrersitz des Fahrzeuges aus wahlweise zur Erscheinung gebracht werden.
2.) Optische Anzeigeeinrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Meldetableau aus einem einheitlichen Gehäuse (1) besteht, welches im Inneren zur Schaffung verschiedener Signalfelder durch horizontale Trennwände (5) unterteilt ist, wobei jedes Raumteil ein eigenes Beleuchtungssystem (6a, 6b, 6c) besitzt, welches dann jeweils nur den ihm entsprechenden Teil des Meldetableaufensters mit dem ihm entsprechenden Signalbild ausleuchtet.
3.) Optische Anzeigeeinrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass am Fahrersitz eine Schaltvorrichtung (12) vorgesehen ist, die die wechselweise Einschaltung der Meldetableausignale und insbesondere der diese Signale auslösenden Lampe bewirkt.
4.) Optische Anzeigeeinrichtung nach Anspruch 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, dass als Meldetableaulampen Soffittenlampen mit breitem Leuchtbereich dienen, die leicht auswechselbar sind.
5.) Optische Anzeigeeinrichtung nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass das Signalbild aus einem kombinierten Schrift- und Farbbild oder nur aus einem Farbbild besteht, wobei als Farben insbesondere grün, gelb, rot Verwendung finden.
6.) Optische Anzeigeeinrichtung nach Anspruch 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass die Meldefelder des Tableaus aus insbesondere seitlich einschiebbaren Scheiben bestehen, die auf der Aussenseite indifferent transparent ausgeführt sind und auf der Innenseite die Signalmeldung tragen, so dass letztere nur bei Ausleuchtung von innen her zur Erscheinung kommt.
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