DEP0032419DA - Füllventil - Google Patents
FüllventilInfo
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Description
Bei gesteuerten Füllventilen zum Abfüllen von Bier, Mineralwasser, Oel, Wein, Spirituosen und dgl. lag das Steuerorgan bisher senkrecht zum Füllrohr und war dementsprechend senkrecht zu diesem drehbar. Das Konusventil hat den Nachteil, das Flüssigkeiten mit hohem Druck nicht abgefüllt werden können. Auch ist dieses Ventil sehr empfindlich und teuer in der Fertigung, da grosse Dichtflächen vorhanden sind. Um eine sterile Füllung zu garantieren, müssen die Füllventile gedämpft werden. Beim Konusventil zeigte sich nun, dass das dünne Gehäuse durch die Erwärmung sich zuerst ausdehnt und der vollwandige Konus später. Dadurch schiebt sich der Konus tiefer in das Küken hinein und nach dem Erkalten sitzt der Konus im Gehäuse fest.
Um diese Nachteile auszuschalten, ging man zum Scheibenventil gleichfalls senkrechter Anordnung über und nahm die Nachteile der winkeligen Kanäle in Kauf. Die Praxis hat aber dann im Laufe der Jahre gezeigt, dass das Scheibenventil in senkrechter Anordnung viele Mängel aufweist; z.B. kommen Flüssigkeiten mit gebundener Kohlensäure leicht zum Schäumen. Eine einwandfreie sterile Reinigung ist ausserdem sehr schwierig.
Alle vorgeschriebenen Nachteile werden gemäss der Erfindung durch ein Füllventil mit waagerecht abdichtender Scheibe beseitigt. Das Ventil kann fernerhin in diesem Falle dadurch vereinfacht werden, dass der Kopf des Füllrohres zugleich als Ventilscheibe ausgebildet ist.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel der Erfindung beschrieben. Der Ventilstutzen 1 ist am Flüssigkeitsbehälter 2 angeschraubt. Im Ventilstutzen 1 sind zwei Kanäle angeordnet, und zwar der Füllkanal 13 und der Be- und Entlüftungskanal 14. Der Kanal 14 ist durch ein in 1 eingelötetes Rohr 3 über den Flüssigkeitsspiegel hinaus verlängert. Die Schaltscheibe 5 ist durch den mit Schaltstern 4 verschraubten Ring 6 gehalten. Auf der Gegenseite ist die Ueberwurfmutter 7 durch eine Feder 8 und einen Ring 9 mit dem Schaltstern 4 verbunden. Die Schaltscheibe 5 ist durch den Stift 12 (Abb. 3) genau zum Schaltstern 4 fixiert. Die vorgenannten Teile
4, 5, 6 und 9 sind im Ventilstutzen 1, und zwar horizontal drehbar in Bezug auf das Füllrohr gelagert und werden durch die Ueberwurfmutter 7 im Ventilstutzen 1 gehalten. Die Feder 8 vermittelt den erforderlichen Anpressdruck, der notwendig ist, um die Schaltscheibe 5 gegen den Ventilstutzen 1 in den verschiedenen Stellungen abzudichten. In bekannter Art ist der Füllrohrkopf 10 mit dem Füllrohr 11 an der Schaltscheibe befestigt.
Die Abb. 1 zeigt das Ventil in Schlußstellung. Die Kanäle 13 und 14 sind durch die Schaltscheibe 5 abgeschlossen; Luft und Flüssigkeit kann nicht nach aussen entweichen. Abb. 2 zeigt das Ventil in Vorluftstellung, Kanal 13 ist nach wie vor geschlossen, Kanal 14 geöffnet. Bei den bisher bekannten Ventilen sind getrennte Vor- und Rückluftkanäle für den Füllrohrkopf 10 notwendig. Nach der Erfindung erhält das zu füllende Gefäss Vorluft durch den Füllkanal 13. Abb. 3 zeigt die Füllstellung. Die Flüssigkeit strömt dem Gefäss durch die Kanäle 15 und 16 zu. Die Entlüftung erfolgt über die Kanäle 17, 18 und 14. Abb. 4 endlich zeigt die Ausbildung des Füllrohrkopfes 10 als Schaltscheibe 5, derart also, dass diese beiden Teile als ein Stück erscheinen und die Schaltscheibe Träger des Füllrohres ist. Dargestellt ist die Füllstellung.
Claims (3)
1. Als Scheibenventil ausgebildetes Füllventil zum Abfüllen von Flüssigkeiten mit und ohne Gasdruck bestehend aus einem Ventilstutzen mit Kanälen, dadurch gekennzeichnet, dass die die Kanäle steuernde Schaltscheibe (4) waagerecht drehbar angeordnet ist.
2. Füllventil nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schaltscheibe (4) zugleich Träger des Füllrohres (11) ist.
3. Füllventil nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Flüssigkeitskanal der Schaltscheibe auch als Spannkanal für die Vorluft dient.
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