DEP0031644DA - Verfahren zur Herstellung von plattenförmigen Formkörpern, wie z.B. Türen o. dgl. - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von plattenförmigen Formkörpern, wie z.B. Türen o. dgl.Info
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Description
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Die Erfindung hat sich die Aufgabe gestellt, die Herstellung von Formkörpern aus Holz, wie z. B. Türen, Möbelplatten, Trennwänden usw. wesentlich zu vereinfachen, wobei das bei Holzbetrieben auffallende Abfallholz weitgehend verwendet wird.
Man hat schon vorgeschlagen, Platten aus Holzabfällen durch Pressen der vorher fein zerkleinerten Holzabfälle in Pressformen herzustellen. Durch Anwendung verhältnismässig hoher Drücke gelingt es auch, einen hohen Grad der Verdichtung zu erzielen, welche solche Platten eine verhältnismässig hohe Stabilität verleihen. Um jedoch aus derartigen Pressplatten Türen und andere Formkörper herzustellen, ist es notwendig, Deckfurniere in einem weiteren Arbeitsgang aufzubringen und auch dann ist die Randfestigkeit derart hergestellter Formkörper meist nicht ausreichend, um Beschläge und Schlösser einwandfrei und ohne Schwierigkeiten anzubringen. Die notwendige hohe Verdichtung ermöglicht aber keine rationelle Ausnützung des Abfallholzes und ergibt Platten mit hohen spez. Gewichten. Aus diesen Gründen haben sich die bekannten Verfahren in die Praxis nicht einführen können.
Die Erfindung betrifft nun ein Verfahren zur Herstellung von plattenförmigen Formkörpern, wie z. B. Türen, Möbelplatten, Trennwänden o. dgl., das dadurch gekennzeichnet ist, dass zunächst ein Formrahmen (1), z. B. aus Holz von den äusseren Abmessungen des gewünschten Formkörpers gefertigt wird, und dass in diesem Formrahmen zweckmässig auf einer normalen Sperrholzpresse
eine Füllung z. B. aus mit Bindemitteln versetzten, grob zerkleinerten Holzabfällen derart eingepresst wird, dass die Füllung den gesamten Hohlraum des Formrahmens vollständig ausfüllt. Zu diesem Zwecke wird der Formrahmen mit Führungsnuten für einen zweiten, kastenförmigen Füllrahmen versehen, welcher vor Beginn des Pressvorganges aus dem Formrahmen herausragt, dann mit der Füllmasse gefüllt wird und beim Pressen sich in den Formrahmen hineinschiebt, wobei gleichzeitig eine Verdichtung der Füllmasse erfolgt, die sich ausserdem in allen Ecken des Formrahmens hineindrückt und nach Beendigung des Pressvorganges, je nach gewünschter Verdichtung, eine homogene Füllung des Rahmens bildet.
Ein weiteres wesentliches Merkmal des neuen Verfahrens besteht darin, dass während dieses einzigen, oben beschriebenen Arbeitsganges gleichzeitig auch Deckenfurniere auf beiden Oberflächen des Formkörpers befestigt werden können, indem die vorher mit Leim bestrichenen Furniere (oder auch bei ungeleimten Furnieren die durch die Verleimmaschine geschickten Formrahmen) unter den Formrahmen und auf den herausragenden, bereits mit der Füllmasse gefüllten Füllrahmen gelegt und dann in einem einzigen Pressvorgang mittels einer üblichen Sperrplattenpresse zu dem endgültigen Formkörper, z. B. einer Tür, verpresst werden.
Angestellte Versuche haben gezeigt, dass sowohl bei Benutzung sehr grober Holzabfälle, die nach bekannten Verfahren weder zur Herstellung von Platten noch für Füllungen geeignet ist, als auch bei Anwendung verhältnismässig niedriger Drücke von beispielsweise 5 bis 15 kg/cm(exp)2, einwandfreie Füllplatten hergestellt werden können.
Weitere Merkmale und Einzelheiten der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung, in
der an Hand der Zeichnung eine beispielsweise Ausführungsart des Verfahrens der Erfindung erläutert ist.
In der Zeichnung zeigt:
Fig. 1 einen senkrechten Schnitt durch den Form- und Füllrahmen,
Fig. 2 eine Draufsicht auf den Formrahmen,
Fig. 3 einen senkrechten Schnitt durch die Teile vor Beginn der Pressung,
Fig. 4 einen senkrechten Schnitt durch die Teile nach Beendigung der Pressung.
In Fig. 1 ist mit 1 der aus Vollholz gefertigten Formrahmen einer Tür bezeichnet, die nach dem Verfahren der Erfindung hergestellt werden soll. Dieser Formrahmen weist eine alle vier Rahmenseiten umlaufende Nut 2 auf, welche zur Aufnahme des Füllrahmens 3 bestimmt ist.
Die Innenkanten Formrahmens 1 sind, wie bei 4 angedeutet, abgeschrägt, um ein einwandfreies Eindrücken der Füllmasse zu gewährleisten. Vor dem Pressvorgang wird der Füllrahmen 3, wie in Fig. 1 dargestellt, nur so weit in die Nut 2 des Formrahmens 1 eingeschoben, dass er gerade in seiner Lage festgehalten wird. Alsdann wird das unter Deckfurnier 5, wie Fig. 3 zeigt, unter den Formrahmen gelegt, nachdem vorher entweder der Formrahmen oder die diesem zugewendete Fläche des Furniers 5 mit Leim bestrichen ist. Alsdann wird die Füllmasse in den Füllrahmen eingebracht. Diese besteht aus groben Holzabfällen, welche zu etwa 3 cm Länge und 1 cm Breite zerkleinert und mit einem geeigneten Bindemittel vermischt sind. Diese Füllung ist in Fig. 1 und 3 mit 6 bezeichnet. Nachdem der gesamte Raum von der Oberkante des Füllrahmens 3 bis zum Furnier 5 mit Füllmasse gefüllt ist, wird das obere Deckfurnier 7, das ebenfalls mit Leim bestrichen ist, auf den Füllrahmen 3 aufgelegt.
Nunmehr wird das Ganze in eine normale Sperrholzpresse oder in eine geeignete andere Presse gebracht und mit einem Druck von z. B. 15 kg/cm(exp)2 gepresst. Zweckmässig werden
beheizte Pressen benützt. In der Regel werden für die Füllungen lufttrockene Holzabfälle verwendet. Um auch bei Verwendung von Abfällen mit einem höheren Feuchtigkeitsgehalt ein Abführen der sich z. B. bei Heißpressen bildenden Dämpfe zu ermöglichen, sind Entlüftungskanäle 8 im Formrahmen 1 vorgesehen.
Beim Pressvorgang wird also nicht nur die Füllmasse verdichtet und zu einer innigen Verbindung mit dem Rahmen 1 gebracht, sondern auch die Deckenfurniere 5 und 7 fest mit den beiden Außenflächen des Türrahmens verbunden. Der Füllrahmen 3 gleitet in den Nuten 2 vollständig in den Formrahmen 1 hinein und sitzt in diesem fest. Die Deckfurniere bilden einen einwandfreien, vollkommen ebenen Abschluss der so herzustellenden Tür.
Das Verfahren der Erfindung, das auch für zahlreiche andere Formkörper, wie Möbelplatten, Zwischenwänden usw., mit Vorteil angewendet werden kann, besitzt wesentliche Vorteile gegenüber bekannten Verfahren. Besondere Formen sind nicht erforderlich, weil der äussere Rahmen des Formkörpers während der Herstellung als Pressform wirkt. In einem einzigen Arbeitsgang wird die verdichtete Füllung der Platte und die beiden Deckfurniere zu einem Ganzen mit dem Formrahmen verbunden. Eine Feinzerkleinerung der Holzabfälle fällt fort und die Pressung kann in jeder normalen Sperrholzpresse vorgenommen werden. Die Verdichtung braucht nur soweit geführt werden, wie zur Aufleimung der Furniere erforderlich ist und ermöglicht hohe räumliche Ausnützung der Abfälle. Anstelle der beschriebenen dreifach gesperrten Ausführung, kann eine fünffache gesperrte gewählt werden, wobei zwischen Deckfurnier und Formrahmen ein zweites beleimtes Furnier gebracht werden kann.
Weiterhin liegt es im Bereich der Erfindung, Platten oder Formkörper ohne äussere Deckfurniere oder mit nur einem Deckfurnier herzustellen. So kann es z. B. für die Herstellung von Trennwänden erwünscht sein, eine Platte mit
versteifenden Formrahmen und einer Füllung aus Holzabfällen zu schaffen, welche nicht mit Furnieren abgedeckt ist. Derartige Platten lassen sich nach der Erfindung sehr einfach herstellen, indem die Pressung mit Hilfe der beiden Rahmen 1 und 3 nach Füllung mit der Füllmasse vornimmt, ohne Furniere auf beiden Seiten aufzulegen.
Weiterhin lässt sich das Verfahren der Erfindung auch in der Weise abwandeln, dass man den äusseren Formrahmen aus Pressmasse, Beton, Leichtbeton oder irgend einem anderen zweckmäßigen Material herstellt. Derartige, nicht mit den Deckfurnieren versehene Platten, können beispielsweise im Bauwesen ls Trenn- oder Zwischenwände Anwendung finden.
Soweit für besondere Zwecke hoch verdichtete Füllmassen Anwendung finden sollen, kann der Füllrahmen aus einem Stoff höherer Festigkeiten, z. B. aus Metall, hergestellt werden.
Claims (10)
1) Verfahren zur Herstellung von plattenförmigen Formkörpern, wie z. B. Türen, Möbelplatten, Trennwänden o. dgl., dadurch gekennzeichnet, dass zunächst ein Formrahmen (1) z. B. aus Holz von den äusseren Abmessungen des gewünschten Formkörpers gefertigt wird, und dass in diesen Formrahmen zweckmässig auf einer normalen Sperrholzpresse eine Füllung z. B. aus mit Bindemitteln versetzten, grob zerkleinerten Holzabfällen derart eingepresst wird, dass die Füllung den gesamten Hohlraum des Formrahmens vollständig ausfüllt.
2) Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass in einem Arbeitsgang der Füllstoff (6) verdichtet wird und ein oder zwei Deckfurniere (5, 7) auf die Außenfläche des Formkörpers aufgebracht werden.
3) Verfahren zur Herstellung von Türen und anderen Formkörpern nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zunächst der Formrahmen (1) auf ein passend zugeschnittenes Deckfurnier (5) nach Aufbringung einer Leimschicht ufgelegt,nach der Füllrahmen (3) in die Nuten (2) des Formrahmens (1) derart eingesetzt wird, dass er mit seinem grössten Teil aus dem Formrahmen herausragt, und dass dann der gesamte Hohlraum von der Oberkante des Füllrahmens (3) bis zum Bodenfurnier (5) mit der Füllmasse (6) gefüllt und anschließend das Deckfurnier (7) auf die Oberfläche des gefüllten Füllrahmens (3) aufgelegt wird, wonach das Ganze in einer Presse, z. B. einer Sperrholzpresse, in einem Arbeitsgang fertig gepresst wird, wobei der Füllrahmen (3) vollständig in den Formrahmen (1) hineingedrückt wird.
4) Verfahren nach Anspruch 1, 2 oder 3 sind dadurch gekennzeichnet, dass als Füllmasse grob zerkleinerte Holzabfälle, z. B. Holzteilchen 2 m/m bis 3 cm Länge und 0,1 bis 1,5 cm Breite, mit einem geeigneten Bindemittel versetzt, verwendet werden.
5) Verfahren nach Anspruch 1, 2, 3 und 4 sind dadurch gekennzeichnet, dass bei Verwendung von groben Holzabfällen als Füllmasse ein Pressdruck
von etwa 5 bis 15 kg/cm(exp)2 aufgewendet wird.
6) Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1, 2, 3, 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Formrahmen (1) an seinen oberen dem Füllrahmen zugewendeten Innenkanten (4) abgeschrägt ist.
7) Vorrichtung nach Anspruch 6, dadurch gekennzeichnet, dass der Formrahmen (1) mit Entlüftungskanälen (8) für die Ausführung der evtl. beim Pressen entstehenden Dämpfen versehen ist.
8) Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Formrahmen (1) aus Vollholz oder Abschnitten aus verleimten Stab- oder Stäbchenblöcken besteht.
9) Vorrichtung nach Anspruch 8, dadurch gekennzeichnet, dass der Formrahmen (1) aus Pressmasse, Leichtbeton oder einem geeigneten anderen Werkstoff hergestellt ist.
10) Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Füllrahmen (3) aus Holz, Pressmasse, Metall oder einem geeigneten anderen Werkstoff besteht.
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