DEP0025772DA - Verfahren und Einrichtung zum Verspinnen oder Auspressen einer schmelzbaren organischen fadenbildenden Verbindung - Google Patents

Verfahren und Einrichtung zum Verspinnen oder Auspressen einer schmelzbaren organischen fadenbildenden Verbindung

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DEP0025772DA
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Inventor
Henry Dreyfus
Original Assignee
Dreyfus, Camille, New York
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Description

Die Erfindung bezieht sich auf die Herstellung von künstlichen Fäden, Filmen, Folien u.dgl. aus geschmolzenen organischen fadenbildenden Verbindungen.
Beim Verspinnen von geschmolzenen organischen fadenbildenden Verbindungen können sich Schwierigkeiten daraus ergeben, dass der Schmelzpunkt der Verbindung nur wenig unter ihrem Zersetzungspunkt liegt, und daraus, dass die Verbindung, gleichgültig ob fest oder geschmolzen, ein schlechter Wärmeleiter ist. Die erstgenannte Tatsache begrenzt die Zeitdauer während welcher die Verbindung der notwendigen Schmelztemperatur ausgesetzt werden darf, während die zweite es erschwert, die Verbindung in der verfügbaren begrenzten Zeit zu schmelzen und eine örtliche Erhitzung der Verbindung über die Zersetzungstemperatur hinaus zu vermeiden. Weiterhin sind die Verbindungen in geschmolzenem Zustandes leicht sehr zähflüssig, es sei denn, dass sie bis auf eine Temperatur erhitzt werden, in der sie zur Zersetzung neigen. Es können sich auch während der Einleitung des Spinnvorganges beim Ansaugen oder Füllen der Pumpe oder einer ähnlichen Fördereinrichtung mit der geschmolzenen Verbindung Schwierigkeiten ergeben.
Es hat sich nun herausgestellt, dass beim Verspinnen der geschmolzenen organischen fadenbildenden Verbindungen deren
Schmelzen dadurch zweckmässig und erfolgreichen bewirkt werden kann, dass die Verbindung in ein flüssiges Erhitzungsmittel eingelassen wird, welches die feste Verbindung umgibt, sodass die Hitze auf deren ganze Oberfläche einwirkt und ein rasches und vollständiges Schmelzen der Verbindung erreicht wird. Wenn überdies die Erhitzungsflüssigkeit geringeres spezifisches Gewicht hat als die zu schmelzende und herauszudrückende Verbindung, kann sie in sehr zweckmässiger Weise dazu dienen, die Pumpe oder eine ähnliche Fördervorrichtung anzulassen oder ingangzusetzen, sodass die auszudrückende Verbindung ohne Schwierigkeiten in die Pumpe eintritt.
Nach der Erfindung wird daher zum Verspinnen oder sonstigen Gestalten einer schmelzbaren organischen fadenbildenden Verbindung diese Verbindung durch eine Flüssigkeit hindurch, die gegen die Verbindung inert ist und auf einer ausreichend hohen Temperatur gehalten ist, um die Verbindung während ihres Durchganges durch die Erhitzungsflüssigkeit zu schmelzen, zur Spinndüse geführt, so dass die Verbindung die Spinndüse in geschmolzenem Zustande erreicht. Die Flüssigkeit ist vorzugsweise von geringerer Dichte als die Verbindung, sodass diese sich unter jener sammelt und leicht abgezogen und herausgedrückt werden kann. Ausserdem kann das Herausdrücken der geschmolzenen Verbindung leicht dadurch in Gang gesetzt werden, dass zuerst etwa Heizflüssigkeit ausgedrückt und erst dann zum Auspressen der fadenbildenden Verbindung übergegangen wird. Der Herauspressvorgang kann so trotz eines hohen Zähigkeitsgrades in der geschmolzenen Verbindung ohne Schwierigkeit begonnen werden.
Die verwendete Erhitzungsflüssigkeit muss natürlich gegen den Spinnstoff inert, d.h. so beschaffen sein, dass sie keine schädlichen Einwirkungen, gleichgültig ob chemischer oder physikalischer Art, auf die zu schmelzende oder herauszudrückende Verbindung ausübt. Insbesondere muss die Flüssigkeit gegen die zum Schmelzen des
Spinnstoffes benötigten Temperaturen beständig sein, sodass sie sich nicht zersetzt und keine Produkte freigibt, die eine unerwünschte Wirkung auf den Spinnstoff haben könnten. Als Flüssigkeit von geringerer Dichte als der Spinnstoff eignet sich im allgemeinen ein organischer Stoff, der bei gewöhnlicher Temperatur sowohl flüssig, als auch fest sein kann, aber bei der zum Schmelzen des auszudrückenden Spinnstoffes erforderlichen Temperatur flüssig ist. So können beispielsweise, wo Temperaturen in der Grössenordnung von 200° bis 300°C erforderlich sind und die auszudrückende Verbindung ein spezifisches Gewicht von wenig über 1 hat, Stearylalkohol oder andere Fettalkohole, die wenigstens 12 Kohlenstoffatome enthalten, verwendet werden. Wahlweise können auch Kohlenwasserstoffe, z.B. aliphatische Kohlenwasserstoffe mit einer grossen Anzahl von Kohlenstoffatomen, beispielsweise 30 - 40, oder Gemische davon verwendet werden. So kann auch Paraffinwachs zu Anwendung kommen.
Die Erhitzungsflüssigkeit, durch die hindurch der Spinnstoff geführt wird, kann in einem Behälter enthalten sein, in dem über der Oberfläche der Erhitzungsflüssigkeit eine ständige inerte Atmosphäre unterhalten wird, indem z.B. Stickstoff unter leichtem Druck in den Raum des Behälters oberhalb der Flüssigkeit eingeführt wird. Um die feste Spinnverbindung durch die Flüssigkeit hindurch zuzuführen, kann eine Schleuse oder Kammer vorgesehen sein, durch welche der Spinnstoff stückweise auf die Oberfläche der Flüssigkeit geworfen werden kann, durch die er infolge seiner Schwere hindurchgeht. Beim Herabsinken durch die Flüssigkeit werden der Spinnstoff bzw. seine noch festen Teile durch ein Sieb oder einen Rost unterhalb des Flüssigkeitsspiegels zurückgehalten, durch welche Vorrichtung der Spinnstoff erst in geschmolzenem Zustande hindurchgeht. Beim Durchgang durch das Sieb oder den Rost bildet der geschmolzene Spinnstoff einen Vorrat oder Sumpf am Boden des Behälters, aus dem Material zum Spin- nen oder Herausdrücken abgezogen wird. So kann der geschmolzene Spinnstoff vermittels einer Druckpumpe von ständig gleichbleibender Leistung, deren Einlass unmittelbar mit dem Behälterboden in Verbindung steht, herausgedrückt werden. Es können Einrichtungen vorgesehen sein, um die in dem Schmelzgefäss verfügbare Menge geschmolzenen Spinnstoffs aufrecht zu erhalten, indem der Spiegel der Erhitzungsflüssigkeit zur Steuerung ausgenutzt wird. So kann auf der Oberfläche der Erhitzungsflüssigkeit ein Schwimmer vorgesehen werden und dessen Steigen und Fallen kann einen elektrischen Kontakt schliessen und unterbrechen, vermittels dessen die Druckschleuse betrieben und Stücke festen Spinnstoffs selbsttätig hindurchgeliefert werden. Wahlweise kann das Ein- und Ausschalten eines elektrischen Kontaktes in obiger Weise auch dazu dienen, um einen sichtbaren Anzeiger für die verfügbare Spinnstoffmenge zu betreiben, während der weitere Nachschub festen Spinnstoffes entsprechend dem Sichtanzeiger von Hand geregelt wird.
Die Einrichtung ist vorzugsweise so ausgebildet, dass die Menge des jederzeit zum Herausdrücken verfügbaren geschmolzenen Spinnstoffes ein Mindestmass dargestellt, das sich mit der Aufrechterhaltung einer stetigen Versorgung der Spinnstoffeinrichtung verträgt. Auf diese Weise wird die Zeitspanne, während welcher der Spinnstoff der notwendigen Schmelztemperatur ausgesetzt ist, weiter herabgemindert. Aus Gründen der Gewichtsersparnis und Wirtschaftlichkeit ist es ferner wünschenswert, dass die Erhitzungsflüssigkeit mengenmässig so klein wie möglich ist, soweit es die Berücksichtigung ihrer Aufgabe als Wärmespeicher, dem die Hitze zum Schmelzen des verwendeten Spinnstoffes entnommen wird, zulässt. Falls erwünscht, kann die Einrichtung so ausgebildet sein, dass aus einem einzelnen Sumpf oder Vorratsbehälter zwei oder mehr Pumpen mit geschmolzenem Spinnstoff gespeist werden.
Das Erwärmen der über dem Sumpf stehenden Erhitzungsflüssigkeit kann durch jede geeignete Vorrichtung bewirkt werden, die der aufrechtzuerhaltenden Temperatur und anderen in Frage kommenden Erwägungen entspricht. So kann der Behälter, in welchem der Spinnstoff geschmolzen wird, in einem Mantel eingeschlossen sein, der ein erhitzendes fliessendes Medium enthält, oder er kann von elektrischen Windungen umgeben sein. Oder aber das erhitzende flüssige Mittel kann in einem gesonderten Behälter erhitzt und durch den Behälter, in welchem der Spinnstoff geschmolzen wird, oder durch mehrere solcher Behälter zum Umlauf gebracht werden. Die ganze Einrichtung ist vorzugsweise aussen ummantelt, um Wärmeverluste und Belästigungen der Bedienung zu verhindern.
Eine Regelung der Wärmezufuhr in die Einrichtung kann durch geeignete temperaturregelnde Vorrichtungen entsprechend der innerhalb der Einrichtung herrschenden Temperatur bewirkt werden. Trotzdem es erwünscht ist, Wärme allen Teilen der Einrichtung, die flüssiges Heizmittel oder geschmolzenen Spinnstoff enthalten, zuzuführen, können für die verschiedenen Teile besondere Wärmequellen mit besonderen Temperaturregulierungseinrichtungen verwendet werden, z.B. eine Regulierungseinrichtung für den Schmelzbehälter und seine Nachschubschleuse und eine andere für die Pumpe und den Durchlass, durch den sie mit geschmolzenem Spinnstoff gespeist wird. Auch kann die Wärmezufuhr zum Schmelzbehälter durch Zirkulation gesondert erwärmter und durch Zirkulationssteuerung regulierter Erhitzungsflüssigkeit bewirkt werden, während die Pumpe elektrisch geheizt und diese Heizung elektrisch reguliert werden kann.
Die Erfindung ist allgemein auf das Spinnen oder Herausdrücken von organischen fadenbildenden Verbindungen anwendbar, die im geschmolzenen Zustande verspinnbar sind, und ist besonders das vorteilhaft, wo, wie dies gewöhnlich der Fall ist, sich diese Verbindungen bei Temperaturen, die nicht viel höher sind als die benötigten Schmelztemperaturen, leicht zersetzen oder sonst nachteilig beeinflusst werden. Beispiele solcher Verbindungen sind die als synthetische lineare Superpolyamide bekannten Stoffe, die z.B. bei der Kondensation von Diaminen mit Dicarboxylsäuren entstehen. Weitere Verbindungen, auf welche die Erfindung anwendbar ist, sind solche, die aus einer Polyvinylverbindung bestehen oder diese zur Basis haben, z.B. Polyvinylidenchlorid oder ein Mischpolymerisat von Vinylchlorid mit Vinylazetat. Oder aber die Erfindung kann auf die Verbindungen angewendet werden, die aus einem Zellulosederivat bestehen oder es zur Basis haben, wie z.B. ein organischer einfacher oder gemischter Zelluloseester wie Zelluloseazetat, Zellulosepropionat oder Zellulosebutyrat, Zelluloseazetat-butyrat, Zelluloseazetat-propionat und Zelluloseazetat-stearat, oder auf Zelluloseäther, die Äthyl- und Benzylzellulose.
Ein Ausführungsbeispiel einer Einrichtung nach der Erfindung ist auf der Zeichnung im Schnitt dargestellt.
In der Zeichnung bedeutet 1 eine Schmelzkammer, 2 eine Pumpkammer und 3 eine Spritz- und Filtereinheit. Die Schmelz- und die Pumpkammer befinden sich in einem grossen gusseisernen Behälter 4 ausgebildet, die Pumpkammer 2 in Gestalt eines glatten zylindrischen Hohlraums im unteren Teil des Behälters 4 und die Schmelzkammer 1, die einen zylindrischen oberen und einen konischen unteren Teil aufweist, im oberen Teil des Behälters 4.
Die Kammer 1 ist vermittels eines starken Deckels 5 geschlossen, der durch Schrauben 6 gehalten und vermittels eines kupfernen Dichtungsringes 7 abgedichtet ist.
Durch eine zentrale druckfest Stopfbüchse 8 im Deckel 5 geht eine Ventilstange 9 hindurch, die mit einem schraubenförmigen Teil 10 und einem Handrad 11 ausgestattet ist, vermittels deren sie gehoben und gesenkt werden kann, sodass ihr unteres konisches Ende 12 mit der Spitze des konischen Teils der Kammer 1, in die das Ende der Stange 9 hineinpasst, in Berührung gebracht bzw. von ihr abgehoben werden kann. Die Spitze des konischen Teils der Kammer 1 steht vermittels eines Kanales 14 und eines Verbindungsrohres 15 mit der Pumpe 16 in der Pumpkammer 2 in Verbindung; durch Heben oder Senken der Ventilstange 9 kann der Kanal 14 geöffnet oder verschlossen werden. Die Ventilstange 9 enthält eine axiale Bohrung, in die ein weiterer Ventilstab 17 hineinpasst, der durch eine Stopfbüchse 18 in die Ventilstange 9 eingelassen ist und einen schraubenförmigen Teil 19 und ein Handrad 20 enthält, vermittels derer er gehoben und gesenkt werden kann. Das untere Ende 21 der Ventilstange 17 ist zugespitzt und passt auf einen Ventilsitz 22 in der Bohrung der Ventilstange 9. Kurz oberhalb des Ventilsitzes 22 angeordnete Öffnungen 23 in der Wandung der Ventilstange 9 bilden eine Verbindung zwischen der Bohrung in der Ventilstange 9 und der Schmelzkammer 1. Nache dem unteren Ende des zylindrischen Teils quer durch die Kammer 1 erstreckt sich ein Sieb oder Rost 24, das mit einem locker um die Ventilstange 9 herumpassenden Halsstück 25 und mit einem Flansch 26 versehen ist, der an den zylindrischen Teil der Kammer 1 angepasst ist und auf deren konischem Teil aufruht.
In der Kammer 1 ist ein Schwimmer 27 vorgesehen, von dem aus sich eine Kontaktstange 28 mit Spiel durch die Führungsbuchse 29, deren Bohrung die Stange 28 mit Spiel umgibt, nach oben erstreckt. Eine zweite Kontaktstange 30 erstreckt sich durch eine isolierte Druck-Stopfbüchse 31 des Deckels 5, sodass mit dem Steigen und Fallen des Schwimmers 27 eine Berührung zwischen den Stangen 28 und 30 und dadurch eine elektrische Verbindung zwischen den Drähten 32 und 33, die mit dem Deckel 5 bzw. der Kontaktstange 30 verbunden sind, hergestellt oder unterbrochen wird.
Während des Betriebes der Einrichtung befindet sich in der Schmelzkammer 1 ein Sumpf 35 geschmolzener Verbindung und eine erhebliche Menge 36 an gegen sie inerter Flüssigkeit von geringerem spezifischen Gewicht. Auf dem Rost oder Sieb 24 ruhen Stücke einer festen Verbindung 37. In die Kammer 1 wird die feste Verbindung durch eine bei 38 angedeutete Schleuse eingeführt, die 2 Hahnventile 39 und 40 nebeneinander enthält, an welchen 2 Scheiben 41 bzw. 42 befestigt sind, deren Ränder Aussparungen 43 aufweisen, die dazu dienen, je mit der Peripherie der anderen Scheibe zusammenzuwirken. Hierdurch sind die Ventile 39 und 40 verriegelt, sodass keines von ihnen geöffnet werden kann, wenn das andere nicht vollständig verschlossen ist. Die Ventile 39 und 40 geben Zutritt zu einem schrägen Durchlass 44, der durch den Deckel 5 hindurch in die Kammer 1 führt. Um festen Spinnstoff einzuführen, wird, während das Ventil 40 geschlossen bleibt, das Ventil 39 geöffnet, durch die Öffnung 45 ein Stück Spinnstoff eingeworfen und durch das Ventil 40 aufgehalten. Dann wird das Ventil 39 geschlossen und das Ventil 40 geöffnet, worauf das Stück Spinnstoff durch den Durchlass 44 in die Kammer 1 fällt.
Das Unterbrechen der elektrischen Verbindung zwischen den Drähten 32 und 33 zeigt an, dass frischer Spinnstoff benötigt wird. Das Einwerfen frischen Spinnstoffes hebt den Spiegel der Flüssigkeit 36 in der Kammer 1, sodass der Kontakt wieder hergestellt wird, bis ein weiteres Nachfüllen frischen Spinnstoffes erforderlich wird.
Der Schmelzkammer 1 wird durch Heizelemente 47, die durch Leitungen 48 mit Strom versorgt werden, Wärme zugeführt, und die so gelieferte Wärme erhält die inerte Flüssigkeit 36 auf einer auf einer Temperatur, die den festen Spinnstoff 37 mit der erforderlichen Schnelligkeit schmilzt. Der feste Spinnstoff sinkt durch die Flüssigkeit 36 und ruht auf dem Rost oder Sieb 24, bis er, geschmolzen, sich durch den Rost hindurch mit dem Sumpf 35 geschmolzenen Spinnstoffes vereinigt.
Das Spinnverfahren wird durch das Schmelzen einer Anfangsladung von Spinnstoff eingeleitet, wobei der Kanal 14 durch die Ventilstange 9 vermittels des Handrades 11 geschlossen wird, bis sich ein genügender Satz oder Sumpf 35 geschmolzenen Spinnstoffes angesammelt hat. Während sich der Sumpf 35 sammelt, kann das Ventil 21, 22 geöffnet werden, sodass die Flüssigkeit 36 durch die Öffnungen 23 und durch die Bohrung der Ventilstange 9 zum Durchgang 14 und von da durch das Rohr 15 in die Pumpe 16 gelangt, von welcher sie durch ein Filter 50 und eine Spritzvorrichtung bzw. Spinndüse 51 hindurchgedrückt wird. Sobald sich ein genügender Sumpf geschmolzener Verbindung 35 angesammelt hat, wird das Ventil 21, 22 geschlossen (in dieser Stellung ist die Einrichtung gezeigt) und die Ventilstange 9 gehoben, sodass die geschmolzene Verbindung von dem Sumpf 35 durch die Pumpe 16 hindurch zum Spinnkopf mit Spinndüse 51 gelagt, während beide, Pumpe wie Spritze, vermittels der beiden durchgegangenen inerten Flüssigkeit schon gefüllt sind.
Die Tätigkeit der Pumpe 16 wird vermittels einer unter Druck stehenden Stickstoffatmosphäre innerhalb der Kammer 1 über dem Spiegel der inerten Flüssigkeit 36 unterstützt. Der Stickstoff wird vermittels eines schrägen, nicht dargestellten, Durchgangs, - ähnlich dem Durchgang 44 für den festen Spinnstoff -, in die Kammer eingeführt. Falls erwünscht, kann der Durchlass 14 unmittelbar mit der Filter- und Spritzeinheit 3 verbunden und die Pumpe 16 fortgelassen werden, so dass das Herausdrücken nur durch den Druck der Stickstoffatmosphäre oberhalb des Flüssigkeitsspiegels 36 bewirkt wird.
Der Behälter 4 und die Filter- und Spritzeinheit 3 sind gegen Wärmeverlust vermittels einer dicken Schicht 53 aus nichtleitendem Material geschützt. Der Raum in der Pumpkammer 2 um die Pumpe herum ist mit Metallspänen 54 gefüllt, die das Wärmefassungsvermögen desjenigen Teils des Behälters 4, der die Pumpkammer umgibt, erhöhen und mithelfen, die Temperatur der geschmolzenen Verbindung während ihres Durchgangs aus dem Sumpf 35 zur Spinndüse 51 ständig aufrecht zu erhalten. Der Pumpkammer 2 und, falls erwünscht, auch der Filter- und Spritzeinheit 3 kann, beispielsweise vermittels elektrischer Heizelemente 55, die durch Leitungen 56 mit Strom versorgt werden, zusätzliche Wärme zugeführt werden.

Claims (18)

1. Verfahren zum Verspinnen oder Auspressen einer schmelzbaren organischen fadenbildenden Verbindung, dadurch gekennzeichnet, dass die Verbindung durch eine Flüssigkeit hindurch, die gegen die Verbindung inert ist und die auf einer genügend hohen Temperatur gehalten ist, um die Verbindung während ihres Durchgangs durch die Erhitzungsflüssigkeit zu schmelzen, zur Spinndüse geleitet wird.
2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Erhitzungsflüssigkeit von geringerer Dichte ist als die fadenbildende Verbindung.
3. Verfahren nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass der Spinnvorgang durch ein Herausdrücken von Erhitzungsflüssigkeit eingeleitet und danach erst zum Auspressen der geschmolzenen Verbindung übergegangen wird.
4. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass durch Einschaltung eines Siebes oder Filters verhindert wird, das festes Material zur Auspresstelle gelangt.
5. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass oberhalb des Spiegels der Erhitzungsflüssigkeit eine inerte Atmosphäre unter Druck unterhalten wird.
6. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass die Zufuhr frischer fester Verbindung zur Erhitzungsflüssigkeit entsprechend dem Spiegelstand dieser Flüssigkeit geschieht, sodass der Spiegelstand der Erhitzungsflüssigkeit im wesentlichen gleichbleibend gehalten wird.
7. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche, dadurch gekennzeichnet, dass als Erhitzungsflüssigkeit Stearyl- oder ein anderer Fettalkohol mit wenigstens 12 Kohlenstoffatomen verwendet wird.
8. Verfahren nach einem der vorhergehenden Ansprüche 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass als Erhitzungsflüssigkeit geschmolzenes Paraffinwachs verwendet wird.
9. Einrichtung zum Schmelzen und Auspressen bzw. Verspinnen schmelzbarer organischer fadenbildender Verbindungen, gekennzeichnet durch eine in einem Behälter (4) vorgesehene, zur Aufnahme einer gegen die Verbindung inerten Erhitzungsflüssigkeit bestimmten Schmelzkammer (1), die einen Auslass (14) zum Ableiten der Schmelzverbindung aufweist, durch Mittel zum Heizen der Flüssigkeit in der Kammer (1), durch Mittel zum Zuführen der Verbindung durch die Flüssigkeit zu dem Auslass (14) sowie durch vorzugsweise im Behälter (4) vorgesehene Mittel zum Absaugen der geschmolzenen Verbindung durch den Auslass (14) und zum Auspressen der Verbindung durch eine Spinndüse (51).
10. Einrichtung nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch von ausserhalb des Behälters (4) zu bedienende Mittel, z.B. eine hohle Ven- tilstange (9), um während des Schmelzens einer Anfangsbeschickung von Verbindung den Auslass (14) der Schmelzkammer (1) für den Durchgang geschmolzener Verbindung zu schliessen.
11. Einrichtung nach Anspruch 9, gekennzeichnet durch Mittel (21, 22, 23), die der Erhitzungsflüssigkeit einen Durchtritt durch den Auslass (14) der Schmelzkammer (1) gestatten und gleichzeitig den Durchgang geschmolzener Verbindung an dem Auslass (14) verhindern.
12. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 9 bis 11, gekennzeichnet durch einen sich quer durch die Schmelzkammer (1) unterhalb des Spiegels der darin befindlichen Flüssigkeit erstreckenden Rost oder Sieb (24) im Durchgang der zum Spinnpunkt gelieferten Verbindung.
13. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 9 bis 12, gekennzeichnet durch Mittel, um Gas unter Druck in den oberen Teil der Schmelzkammer (1) zu liefern.
14. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 9 - 13, gekennzeichnet durch eine Spinnpumpe (16) zum Herausdrücken der geschmolzenen Verbindung durch die Düse (51).
15. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 9 bis 14, gekennzeichnet durch Kontrollmittel, um den innerhalb des Behälters bestehenden Spiegelstand der Erhitzungsflüssigkeit ausserhalb des Behälters anzuzeigen.
16. Einrichtung nach Anspruch 15, gekennzeichnet durch einen
Schwimmer (27) auf der Oberfläche der Erhitzungsflüssigkeit in der Kammer (1), einen von diesem Schwimmer getragenen Kontakt (28), einem mit diesem zusammenwirkenden, feststehenden Kontakt (30) und einen Stromkreis, der durch Berührung der Kontakte geschlossen wird.
17. Einrichtung nach Anspruch 15 oder 16, gekennzeichnet durch unter dem Einfluss der Kontrollmittel (27, 28, 30) stehende selbsttätige Mittel zum Nachfüllen frischer fester Verbindungsmasse in den Behälter, sodass der Spiegelstand der Erhitzungsflüssigkeit innerhalb des Behälters im wesentlichen gleichbleibend gehalten wird.
18. Einrichtung nach einem der vorhergehenden Ansprüche 9 bis 17, dadurch gekennzeichnet, dass besondere Heizmittel und besondere Reguliereinrichtungen erstens für die Schmelzkammer und ihre angeschlossenen Teile und zweitens für die Pumpe und ihre angeschlossenen Teile vorgesehen sind.

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