DEP0024329DA - Schnelllaufende Schleudermühle - Google Patents

Schnelllaufende Schleudermühle

Info

Publication number
DEP0024329DA
DEP0024329DA DEP0024329DA DE P0024329D A DEP0024329D A DE P0024329DA DE P0024329D A DEP0024329D A DE P0024329DA
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
mill
housing
rotatable
blow
mill according
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
Other languages
English (en)
Inventor
Hans Dr.-Ing. Rumpf
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Alpine AG
Original Assignee
Alpine AG
Publication date

Links

Description

Schnelllaufende, beispielsweise Schlagstiftmühlen, mit waagerechter Welle waren bisher mit einem starren Mühlengehäuse ausgerüstet, das eine Auslassöffnung für das Mahlgut und die durch die Mühle strömende Luft an einer bestimmten Stelle besitzt. Im allgemeinen erfolgt der Mahlgutauslass nach unten über die ganze Breite des Gehäuses. Die Entlüftung erfolgt dabei entweder durch einen besonderen Entlüftungsstutzen nach oben oder zusammen mit dem Mahlgut nach unten, wobei in dem nachgeschalteten Absacktrichter die Trennung in Mahlgut und Luft stattfindet, welche durch am Absacktrichter angebrachte Filtersäcke entweicht.
Bei dieser Anordnung ist es notwendig, dass die Mühle in einer entsprechenden Höhe über dem Erdboden, also entweder im ersten Stockwerk oder auf einem Podest aufgebaut wird, weil unter der Mühle noch Platz für den Absacktrichter und die Absackung notwendig ist.
In vielen Fällen ist dieser Raum nicht vorhanden, so dass die Aufstellung der Mühlen erhebliche Schwierigkeiten bereitet.
Man hat deshalb auch Mühlen gebaut, die einen Ausblasestutzen entweder nach der Seite oder nach oben besitzen, wobei also das Mahlgut mit der Luft durch diesen seitlichen oder oberen Ausblasestutzen in eine Rohrleitung zu der Absackeinrichtung befördert wird. In diesem Falle kann die Mühle auf dem Fussboden befestigt werden.
Man ist aber dabei an die bestimmte Lage des Ausblasestutzens am Mühlengehäuse gebunden, was in allen den Fällen zu Schwierigkeiten führt, bei denen die Absackeinrichtung sich an einer ungünstigen Stelle befindet. Es kann ausserdem häufig vorkommen, dass man den Standort der Mühle oder die Zusammenstellung der Anlage verändern will, wobei sich bei einer bestimmten Lage des Ausblasestutzens Schwierigkeiten ergeben können.
Die Erfindung behebt diese Nachteile dadurch, dass die Auslassöffnung verstellbar angeordnet ist. Diese bietet allerdings wesentliche technische Schwierigkeiten, weil das Mühlengehäuse mit einem aufklappbaren Deckel versehen sein muss, an dem die feststehenden Mahlorgane befestigt sind. Erfindungsgemäss wird das Mühlengehäuse unterteilt in ein feststehendes Trägergehäuse, das die Lagerung der Mühlenwelle und die Rückwand, sowie den Mühlenfuss bildet und einen diesen gegenüber verdrehbaren Teil, der den Ausblasestutzen trägt. Dieser Teil kann auch den ausserhalb der Mahlscheibe befindlichen Auffangraum mit dem Ausblasestutzen umfassen. Der Mühlendeckel ist mittels eines stabilen Scharnieres mit dem Trägergehäuse verbunden. Der einstellbare Gehäuseteil kann zwischen Trägergehäuse und Mühlendeckel in jeder beliebigen Lage befestigt werden. Bei zylindrischer Gestaltung des ausserhalb der Mühlenscheibe befindlichen Raumes und somit auch des einstellbaren Mühlengehäuses lässt sich die beliebige Einstellbarkeit des Gehäuses konstruktiv dadurch lösen, dass dieses zwei Flansche besitzt, an denen es einerseits am Trägergehäuse und andererseits am Mühlendeckel befestigt ist. Die Befestigung kann mittels Klemmschrauben vorgenommen werden.
Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, den Raum ausserhalb der Mahlscheiben spiralförmig zu gestalten. In diesem Fällen bestehen für die konstruktive Ausbildung des einstellbaren Mühlengehäuses zusätzliche Schwierigkeiten, weil die Anbringung zentrischer
Flansche ausserhalb des Flansches zu einer sehr grossen schweren und unzweckmässigen Form führen würde. Erfindungsgemäss werden diese Schwierigkeiten dadurch behoben, dass in den beiden Seitenwänden des einstellbaren Gehäuseteils Ringnuten mit Schwalbenschwanz- oder T-Profil eingelassen sind. In diesen Ringnuten sind Befestigungsschrauben angebracht, deren Köpfe entsprechend der Querschnittsform der Ringnuten ausgebildet und deren Schäfte durch Bohrungen im Trägergehäuse bzw. im Mühlendeckel hindurchgesteckt und mit einer ausserhalb befindlichen Mutter angezogen werden. Zur Befestigung des drehbaren Gehäuses an dem feststehenden Gehäuse werden mehrere über den Umfang gleichmässig verteilte Schrauben benutzt, während zur Verbindung des drehbaren Gehäuses mit dem Deckel vorteilhaft eine dem Deckelscharnier gegenüber angebrachte Oesenschraube mit Handradverschluss verwendet wird.
Bei sieblosen Stiftmühlen mit hochtouriger Stiftscheibe ist es vorteilhaft, das Getriebe zum Antrieb der Stiftscheibe in einem mit dem Trägergehäuse zusammen aus einem gegossenem Getriebegehäuse unterzubringen, wobei dieses Getriebegehäuse eine Oelfüllung erhält. In diesem Falle sieht die Erfindung vor, dass die Durchgangsschrauben durch im Getriebegehäuse vorgesehene rohrförmige Eingüsse hindurchgeführt werden. Die Erfindung bringt den Vorteil, dass nunmehr der Auslass in jeder beliebigen Lage angeordnet werden kann. Dieser Vorteil bedeutet nicht nur, dass die Montage der Mühle wesentlich erleichtert wird, indem die Mühle in jeder beliebigen vorhandenen Anlage so eingebaut werden kann, dass die Abführung des Mahlgutes und der Mühlenluft auf die kürzeste und zweckmässigste Weise erfolgt, sondern bringt auch besondere strömungstechnische Vorteile mit sich. Diese sind beispielsweise dann gegeben, wenn die Mühlenluft zusammen mit dem Mahlgut in eine unterhalb der Mühle ge- legene Sammelleitung gelangen soll, was bei grösseren Anlagen mit mehreren Mühlen leicht der Fall sein kann. In diesem Fall wählt man eine schräg nach unten gerichtete Lage des Ausblasestutzens und kann somit ohne Strömungsverluste in der Strömungsrichtung in die Sammelleitung hineinblasen.
Ein weiterer grundsätzlicher Vorteil der erfindungsgemässen Anordnung besteht in der Teilung des Mühlengehäuses. Das einstellbare Mühlengehäuse umfasst gerade diejenigen Teile, die mit dem Mahlgut und dem Strömungsmittel ausserhalb der Stiftscheibe in Berührung kommen. Es ist in vielen Fällen wünschenswert, dass diese Teile zum Zwecke des Korrosionsschutzes oder mit Rücksicht auf besondere chemische Einflüsse oder auf mechanischen Verschleiss aus einem besonderen Material bestehen. Bei der erfindungsgemässen Anordnung genügt es, wenn das einstellbare Mühlengehäuse aus diesem Sondermaterial, z.B. aus rostfreiem Stahl oder aus Aluminium-Guss oder in verbleiter, gummierter oder emaillierter Ausführung hergestellt wird. Ein solcher Gehäuseteil lässt sich verhältnismässig einfach in einer derartigen Spezialausführung erstellen, während die Herstellung des ganzen Mühlengehäuses in Spezialausführung in den meisten Fällen nicht möglich oder ausserordentlich schwierig und teuer ist. Bei der Anwendung der Mühle für verschiedene Materialien, wie es in Versuchslaboratorien oder auch in Fabrikationsbetrieben, beispielsweise Versuchslohnmüllereien häufig vorkommt, kann man für die verschiedenen Mahlgüter das jeweils aus entsprechend geeignetem Material hergestellte, einstellbare Gehäuseteil benutzen.
Um die Herstellung des einstellbaren Gehäuseteils noch weiter zu erleichtern, wird dieses erfindungsgemäss zweiteilig ausgeführt.
Ein Ausführungsbeispiel der erfindungsgemässen Schleudermühle ist in Figur 1 in Seitenansicht und in Figur 2 im waagerechten Schnitt dargestellt. Das Mühlengehäuse besteht aus dem am Boden befestigten Trägergehäuse 1, dem drehbaren Gehäuseteil 2 und dem Deckel 3. In dem festen Trägergehäuse 1 ist die bewegliche Mahlscheibe 4 gelagert und mittels Getriebe 5 von der Riemenscheibe 6 aus angetrieben. Im Deckel 3 ist die feststehende Mahlscheibe 7 befestigt. Der Deckel 3 ist ferner mittels Scharnier 8 mit dem festen Trägergehäuse verbunden und trägt den Mühleneinlauf 9. Ausserhalb der feststehenden und der rotierenden Stiftscheibe ist der zum Auffangen des Mahlgutes dienende Raum 10 vorgesehen, der als Spiralraum ausgebildet ist. Das den Raum 10 umschliessende Spiralgehäuse 2 mit dem Ausblasestutzen 11 ist beliebig drehbar. Verschiedene Stellungen des Ausblasestutzens 11 sind in Figur 1 gestrichelt angedeutet.
Zur Befestigung des drehbaren Spiralgehäuses besitzt dieses eine Ringnute 12 an der Trägergehäuseseite und eine Ringnute 13 an der Deckelseite. In die Ringnute 12 sind Schrauben 14 eingelassen, die durch rohrförmige Eingüsse 15 im Getriebegehäuse hindurchgehen und ausserhalb mittels Mutter 16 verschraubt sind. Zur Befestigung des Deckels am drehbaren Spiralgehäuse dient eine mit dem Handrad 17 anziehbare Schraube 18, deren Kopf in der Ringnute 13 geführt ist.
Das Spiralgehäuse ist zum Zwecke der besseren Zugänglichkeit und Herstellung zweiteilig ausgeführt. Die beiden Teile 21 und 22 sind mittels Schrauben zusammengeschraubt.

Claims (5)

1. Schnelllaufende Schleudermühle mit waagrechter Welle, dadurch gekennzeichnet, daß das Mühlengehäuse in einen feststehenden Teil (1) und einen diesem gegenüber verdrehbaren Teil (2) unterteilt ist, der den Ausblasestutzen trägt, so daß die Richtung des Ausblasestutzens (11) allseitig beliebig einstellbar ist.
2. Mühle nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der verdrehbare Teil (2) auch den außerhalb der Mahlscheiben (4, 7) befindlichen Auffangraum (10) umschließt.
3. Mühle nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß an beiden Seiten des verdrehbaren Gehäuseteils Ringnuten (12, 13) mit Schwalbenschwanz- oder T-Proffil zur Aufnahme von Befestigungselementen (14, 18) eingelassen sind.
4. Mühle nach den Ansprüchen 1 bis 3, dadurch gekennzeichnet, daß in dem feststehenden, mit angegossenem oder angeschraubtem Getriebegehäuse (1) versehenen Teil des Mühlengehäuses rohrförmige Eingüsse (15) vorgesehen sind, durch die die Befestigungsschrauben (14) für das verdrehbare Mühlengehäuse (2) hindurchgehen.
5. Mühle nach den Ansprüchen 1 - 4, dadurch gekennzeichnet, daß das verdrehbare Mühlengehäuse (2) in der Längsebene geteilt ist, so daß das Innere leicht zugänglich ist.

Family

ID=

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE3521668C3 (de) Rührwerksmühle
US3844490A (en) Apparatus for dispersing finely divided solid particles in a liquid vehicle
CH620841A5 (de)
DE3041949A1 (de) Druckentlastungseinrichtung
EP0200003B1 (de) Mischer mit einer Stiftmühle
DE1442819A1 (de) Drehfoerderer fuer Feststoffpartikel
DEP0024329DA (de) Schnelllaufende Schleudermühle
DE1066135B (de)
DE2112605C3 (de) Vorrichtung zum Feindispergieren von Suspensionen
DE2240751C3 (de) Rührwerksmühle
DE1189467B (de) Siebzentrifuge fuer kontinuierlichen Betrieb, insbesondere Zuckerzentrifuge
CH621268A5 (de)
CH406085A (de) Abwasserbehandlungsvorrichtung
EP0037538A2 (de) Vorrichtung zum Vermahlen feststoffhaltiger flüssiger Dispersionen
DE102021101527B4 (de) Rührwerksmühle
EP0166139B1 (de) Vertikalmühle, insbesondere Wälzmühle für Kohlevermahlung
DE3117885C2 (de) Reisschleifmaschine
DE1949221C3 (de) Geschlossene Rührwerksmühle
AT211640B (de) Motorisch angetriebene Mühle, insbesondere für Kaffee
DE2154713A1 (de) Siebanordnung an ruehrwerksmuehlen
DE2457609A1 (de) Ruehrwerksmuehle
DE685875C (de) Vorrichtung zum Zerkleinern koerniger Stoffe durch Aufschleudern auf eine Schleuderscheibe mittels eines Luftstromes
DE3834456C2 (de)
DE667426C (de) Mahlvorrichtung zum Mahlen von Gut aller Art
AT222989B (de) Strömungssichter