DEP0024160DA - Interpoliergerät zur Ermittlung des spezifischen Gewichts einer Flüssigkeit - Google Patents
Interpoliergerät zur Ermittlung des spezifischen Gewichts einer FlüssigkeitInfo
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Description
Interpol
Bei der Ermittlung des spezifischen Gewichts einer wässerigen lösung, zJ, Blut, Blutserum usw. nach dem Gradi ent verfahren Tom
Yan Slyke-Linderstroem-Lang, bedient man sich einer flüssigkeitssäule mit von unten nach oben stetig und linear abnehmendem spezifischen
Gewicht, in welche festtropfen mit bekanntem und unterschiedlichem spezifischen Gewicht und Probetropfen vom. gesuchten
spezifischen Gewicht eingeführt werden* Die Tropfen bleiben in der ihrem Gewicht entsprechenden Höhe der Säule hängen, so dass
das spezifische Gewicht der zu prüfenden Flüssigkeit festgestellt werden kann. Diese Feststellung ist dadurch erschwert, dass der
von den Testtropfen begrenzte Bereich der Flüssigkeitssäule keine im voraus zu bestimmende konstante Höhe hat« Man ist deshalb auf den
Weg der Interpolation angewiesen« Hierfür bediente man sieh bisher einer graphischen Methode, die als Bezugsgrösse ausser den bekannten
spezifischen Gewichten von wenigstens zwei Testtropf en*, die den letzteren entsprechenden Werte einer an der Flüssigkeitssäule
angebrachten Skala benötigt« Die Auswertung auf diesem Wege ist aus serordentlich umständlich und zeitraubend. Die Genauigkeit setzt
grosso Sorgfalt und Aufmerksamkeit vorausβ
Die Erfindung zeigt demgegenüber einen wesentlich einfacheren Weg für die Durchführung der Interpolation, bei welchem man insbesondere
ohne Skala an der Flüssigkeitssäule auskommt*, und der zur unmittelbaren Ablesemöglichkeit der gesuchten Werte führte
Die Erfindung empfiehlt die Verwendung eines Interpoliergerätes in Form eines der Höhe nach verstellbaren, in zwei in einer Horizontalen
liegenden Gelenken gehaltenen Parallelogramm-Rahmens, dessen Eckpunkte als Gelenke ausgebildet sind und zwischen dessen schwenkbaren
Seiten in gleichmässigen Abständen Ablesefäden, parallel zu den horizontalen Seiten befestigt sind» Bei Terwendung von durchsichtigem
Baustoff können in Ergänzung der Ablesefäden auf den horizontalen Seiten Richtlinien aufgetragen sein» Damit Parallaxenfehler ausgeschaltet sind, ist es aweckmässig, die Ableseffflen an
dem Parallelogramm-Rahmen mit Zwischenabstand doppelt zu verlegen« Statt dieser Hassnahm® oder in Ergänzung derselben kann man dem die
Flüssigkeitssäule enthaltenden Glaszylinder mit über den gesamten Umfang laufenden Ringmarken versehene
Die Handhabung des Geräts erfolgt in der Weise, dass man durch entsprechendes
Zusammenklappen oder Öffnen des Rahmens die den Testtropfen entsprechenden Fäden oder die Eichlinien auf den durchsichtigen
Trägern auf diese Tropfen einstellt und danach den Faden ausfindig macht, der dem zu prüfenden Tropfen entspricht und für welches
der Wert des spezifischen Gewiehts bezw# die Zahl der Gewichtsprozente an einer Skala auf einer oder beiden schwenkbaren Seiten des
Rahmens abgelesen werden kann«
Für Fälle, wo drei Testtropfen unterschiedlichen spezifischen Gewiehts benutzt werden, empliehlt es sich, das Gerät mit zwei unmittelbar
untereinander liegenden Parallelogramm-Rahmen auszustatten* die in der gleichen Horizontalen gehalten werden, wodurch ein grösserer
Ablesungsbereich und grössere Genauigkeit erreicht werden* Die die festen Schwenkpunkte enthaltende Horizontale wird bei der
Handhabung dieses Doppelgeräts auf den mittleren Testtropfen eingestellt, wonach der obere Rahmen auf den oberen Testtropfen, der
untere Rahmen auf den unteren Testtropfen eingestellt wird« Die
Einstellbarkelt der "beiden Eahmen muss hierbei natürlich unabhängig voneinander möglich sein»
Der Segenstand der Erfindung ist in der Zeichnung in zwei Ausführungsformen veranschaulicht? es zeigt
Abbildung 1*^ die Ansicht einer Prüfanordnung mit einem Inter» poliergerät nach Ser Erfindung?
Abbildung 2^ eine Seitenansicht des zum Interpoliergträt nach Abbildung !^"gehörenden Parallelogramm-Bahmens%
Abhildung 3Y die schematisehe Darstellung eines Interpoliergerätes mit zwei unmittelbar übereinanderliegenden
Parallelogramm-Bahmen*
Die Prüfanordnung nach Abbildung I)- und 2.\ umfasst einen Glaszylinder
1 und ein auf dem Stativ 2 senkrecht verschiebbares und in jeder gewünschten Höhenlage mittels Klemmschraube 3 feststellbares
Interpoliergerät 4*
Der Glaszylinder 1 ist mit einer Flüssigkeitssäule beschickt, deren spezifisches Gewicht von unten nach oben stetig und linear abnimmt«
In der Flüssigkeitssäule hängen zwei Test tropf en a und b, deren spezifisches Gewicht bekannt ist« In der Flüssigkeitssäule hängt noch
ein dritter kröpfen aus einer Flüssigkeit, deren spezifisches Ge wicht festgestellt werden soll»
Diese Feststellung erfolgt erfindungsgemäss mit Hilfe des Interpoliergeräts 4» welches aus einem durchsichtigen horizontalen !Träger
5 und einem Parallelogramm-Hahmen besteht, dessen beide Bahmeneei» ten β und 7 in den Punkten 8 und 9 des Trägers 5 schwenkbar gelagert
und mit der horizontalen Bahmenseite 10 gelenkig verbunden siad* Zwischen den Rahmens ei ten 6 und 7 sind in gleichmässigen Abständen
parallel zu den horizontalen Eahmenseiten verlaufende Ablesefäden 11 gespannt, und zwar sind die Fäden, wie Abbildung 2^-veranschaulicht,
mit Zwischenabstand jeweils doppelt verlegt, um auf diese Welse Parallalaxen-Fehler auszuschalten.
Bei der in Abbildung \ψgezeigten Einstellung des Interpoliergeräts
ist angenommen, dass der Faden 11a an dessen Stelle auch eine §|LehjÜ.inie auf dem den Eahmen nach oben begrenzenden Träger 5 aufgetragen
sein könnte, das dem Testtropfen a entsprechende spezifische Gewicht anzeigt, und dass in entsprechender Weise der Faden
oder die Eiehlinie 11b dem Eesttropfen b zugehört» Damit ist zugleich der Faden bezw, der Abschnitt festgelegt, der die unmittelbare
Ablesung des spezifischen Gewichts der Flüssigkeit ermöglicht, aus welchejsrder Iropfen χ bestellte
Abbildung 3\- zeigt ein Gerät, mit zwei unmittelbar senkrecht übereinanderliegenden
Parallelogrammen, wodurch ohne Beeinträchtigung der Genauigkeit ein doppelter Prüfbereich erfasst wird» Abweichend
von der ersten Ausführungsform werfen hier drei Sesttropfen A, B und 0 verwendete
Der in Abbildung 3$· unten liegende Eahmen entspricht nach Anordnung ufed Handhabung mit Bezug auf die festtropfen B und C dem Hahmen
gemäss Abbel·^ und 2H βπΛ seiner Hilfe lässt siob. also das ape-
zifische G-ewiclit eines Prüf tropf ens ermitteln, der sich in der Flüssigkeitssäule zwischen den Eesttropfen B und 0 einstellt,
Der obere Rahmen ist seitlich durch die "bei 8 und 9 am !rager 5 angelenkten Seiten 6a und 7a und nach oben durch die mit den
Seiten 6a und 7a gelenkig verbundene Seite 10a begrenzt. Seine Einstellung erfolgt auf die Testtropfen Ä und Bf im übrigen
stimmt seine Handhabung mit derjenigen des unteren Rakmens über»
Claims (3)
- Patentansprüche1» Interpoliergerät zur Ermittlung des spezifischen Gewiehts einer Flüssigkeit anhand einer Flüssigkeitssäule mit von unten nach oben stetig und linear abnehmendem spezifischen Gewicht, in welehe !Testtropfen mit bekanntem und unterschiedlichem und Probetropfen vom gesuchten spezifischen Gewicht eingeführt werden, gekennzeichnet durch einen in seiner Höhe verstellbaren, in zwei in einer Horizontalen liegenden Gelenken gehaltenen Parallelogramm-Eahmen, dessen Eckpunkte als Gelenke ausgebildet sind und zwischen dessen schwenkbaren Seiten in gleichmässigen Abständen Ablesefäden parallel zu den horizontalen Seiten befestigt sind»
- 2)» Gerät nach Anspruch lt dadurch gekennzeichnet, dass die Ablesefäden zwecks Ausschaltung von Parall^fcaxen-Fehlern mit Zwischenabstand doppelt verlegt sind»
- 3) β Gerät nach Anspruch l)~oder 2-)-, gekennzeichnet durch seine Ausstattung mit zwei untereinanderliegenden in der gleichen Horizontalen gehaltenen Parallelogramm-lahmen«
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