DEP0023480DA - Mundstück, insbesondere für Formpressen - Google Patents
Mundstück, insbesondere für FormpressenInfo
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Description
Die Erfindung betrifft Mundstücke und insbesondere Mundstücke für Formpressen, z.B. von Futterkuchen für Tiere. Die Höhlung der Austrittsrohre von Mundstücken für Formpress-Maschinen weist gewöhnlich in der Bewegungsrichtung des zu pressenden Materials einen als konvergierenden Konus ausgebildeten Teil auf, in welchem das Produkt komprimiert wird, sowie einen zylindrischen Teil in welchem das durchtretende Material noch weiter zusammengepresst und geformt wird. Da in der Industrie eine erhebliche Anzahl Formeln für die Mischungen des zu pressenden Materials verwendet werden, ist es unmöglich zur Pressung der ver-
schiedenen Zusammensetzungen einen einzigen Presskonus zu verwenden. Andererseits ist es üblich, dass mit den Schwankungen der Rohmaterialpreise der Fabrikant die Zusammensetzung von Zeit zu Zeit zu ändern wünscht.
In diesem Fall ergibt sich eine Aenderung in der Charakteristik des hergestellten Produktes, das entweder zu hart oder zu weich wird, wenn man nicht gleichzeitig das Mundstück auswechselt. Man ist deshalb gezwungen für eine Maschine mehrere Mundstücke von verschiedener Konusgrösse zu besitzen. Dies bedeutet jedoch die Bindung eines erheblichen Kapitals, denn diese Mundstücke sind teuere Organe. Endlich ist ein besonders schwerer Nachteil der üblichen starren Austrittsrohre der, dass in neuem Zustand, die unvollkommene Politur des Austrittskanals in Unterstützung der Konus-Funktion zur Bremsung des Produktes und damit zu dessen Zusammenhalt beiträgt. Dies mag zu Anfang erwünscht sein, nach einigen Tagen Betrieb jedoch verbessert sich die Politur des Rohres und die Produkte werden nicht mehr genügend zusammengepresst. Dies erfordert die Anschaffung eines andern Mundstücks, dessen Konus einen grösseren Anzugswinkel besitzt, was noch einmal ein mühsames Einlaufen bedingt, wobei man nicht weiss, ob das definitive Mundstück nicht ein drittes sein wird mit noch stärkerer Konizität des Rohres.
Zwecks der Erfindung ist einen Grossteil dieser Nachteile zu beseitigen, in dem die Kompressions-Charakteristik
des Austrittsrohres des Mundstückes an Ort und Stelle und nach Wunsch änderbar gemacht wird.
Zu diesem Zweck ist jedes Austrittsrohr auf eine gewisse Länge geschlitzt und mit einer regulierbaren Spannvorrichtung versehen, welche das innere Längsprofil des Rohres zu ändern gestattet, wodurch dem geschlitzten Teil desselben eine mehr oder weniger grosse Konizität gegeben wird, was in gewissen Grenzen erlaubt, den für das Produkt verlangten Kompressionsgrad einzustellen.
Bei einer solchen Konstruktion addiert sich die im hinteren Teil des Rohres erhaltene Pressung zu der im konischen Teil erhaltenen und da diese letztere veränderbar ist, verfügt man über einen Pressungsbereich, der die Normung der Mundstückfabrikation gestattet, indem man sich auf zwei oder drei Konusnummern beschränken kann, was der Kundschaft erlaubt den Kompressionsgrad nach eigenen Wünschen selbst einzustellen, den Einfluss der Politur auf ein neues Mundstück zu korrigieren, sowie in einem grossen Masse den Einfluss der Aenderungen in der Zusammensetzung der zu pressenden Produkte auszugleichen. In den beigefügten Zeichnungen sind zwei Ausführungsbeispiele sowie zwei Varianten des Erfindungsgegenstandes dargestellt. Es zeigen:
Fig. 1 ein Austrittsrohr eines ersten Beispiels im Längsschnitt, senkrecht zur Rotationsachse der Presse,
Fig. 2 einen Schnitt nach der Linie II-II in Fig.1,
Fig. 3 und 4 Querschnitte durch zwei Varianten des obigen Beispiels, und
Fig. 5 ein weiteres Beispiel eines Austrittsrohres im Längsschnitt, parallel zur rotationsachse der Presse.
Das in einem Axialschnitt in Fig. 1 gezeigte Mundstück weist einen zylindrischen Körper 1 auf mit vertikaler Achse X-X, auf welcher z.B. eine archimedische Schraube angeordnet sein kann, die das Produkt fortlaufend in das mit horizontaler Achse angeordnete Austrittsrohr 2 schiebt, welches am Mundstück befestigt ist. Jedes dieser Rohre weist einen ersten, als Konus ausgebildeten Teil 3 auf, der in einen zweiten, zylindrischen Teil 4 mündet. Dieser letzte Teil des Rohres besitzt einen Schlitz 5, wodurch das Rohr in zwei elastisch gegeneinander bewegliche Zungen geteilt wird, damit verliert der Hohlraum 4 seine zylindrische Form und wird annähernd konisch und nach aussen leicht konvergierend.
Die gegenseitige Annäherung der beiden Zungen 5 und damit die Konizität des Rohrteiles 4 ist durch folgende Vorrichtung einstellbar: Ein Bügel 6 greift um die freien Enden des Rohres 2 und wird durch eine, mit einer Gewindebohrung versehenen Platte 7 abgeschlossen, in welche ein Gewindebolzen 8 eingeführt ist. Die Seitenflächen des Sechskantkopfes desselben sind nummeriert, um eine gegebene Regulierstellung mit Hilfe eines Zeigers 13 zu markieren, der an der Platte 7 befestigt ist, und um eine gleichmässige
Regulierung bei allen Austrittsrohren eines Mundstückes zu gewährleisten.
Die elastische Einspannung des Rohres 2 erleichtert bei der Stillegung der Presse das Ausstossen des Restzapfens, d.h. des im Rohr verbliebenen, erkalteten Materials. Dieser im Rohr festgebackene Zapfen ist bedeutend weniger elastisch als es die normale Masse während der Fabrikation ist; wenn keine Feder vorhanden ist, kann daher die erstarrte Masse den Teil 4 des Rohres 2 nicht passieren, was die Maschine am Anlaufen hindert. Dank der nachgiebigen Feder 9 kann der feste Zapfen ausgestossen werden, ohne dass die Druckschraube betätigt werden muss, d.h. ohne Aenderung der Regulierung. Es gibt jedoch gewisse Produkte, die sich hart backen und bei Stillstand der Presse am Rohr kleben, dies ist z.B. der Fall bei Melasse-Produktion. Die Feder genügt dann nicht mehr und ein Lösen der Druckschraube wird notwendig. In der Variante gemäss Fig.3 wurde die Feder 9 weggelassen, aber, um eine Betätigung der Schraube 8, 12 zu vermeiden, d.h. die Regulierung zu ändern, ist auf dem Bügel 6 eine zweite Spannschraube 14 angeordnet, welche der Schraube 8, 12 gegenüberliegt und die beim Laufen der Presse voll angezogen ist; um den Restzapfen zu entfernen genügt es, die Schraube 14 voll zu lösen, worauf sie wieder festangezogen wird und die einfache Regulierung ist somit ohne ein weiteres Suchen wieder eingestellt.
Eine weitere Variante des Austrittsrohres ist in Fig.4 dargestellt, worin die Feder 9 durch die Elastizität des Bügels 6 selbst ersetzt ist, dessen oberer Teil 6a zur Erhöhung der Elastizität ausgebuchtet ist.
Anstatt nur auf einen kleinen Teil des Durchmessers, kann der Druck auf den geschlitzten Teil des Rohres 2 auch über dessen ganzem Umfang ausgeübt werden, wobei das Rohr 2 auch mehr als einen Schlitz aufweisen kann. Die Einspannung des Rohres wird sodann durch eine Hülse ausgeführt, ähnlich dem Dorn eines gebräuchlichen Einspannfutters für Bohrer. Diese Hülse wird auf das Rohr 2 geschraubt und weist eine konische Innenfläche auf, die mit dem konischen Teil 16 des Rohres 2 zusammenarbeitet.
Diese Ausführungsform ist zur Einspannung besonders geeignet bei Austrittsrohren, die parallel der Rotorachse angeordnet sind.
Claims (7)
1. Mundstück, insbesondere für Form-Pressen, dadurch gekennzeichnet, dass jedes Austrittsrohr (2) auf eine gewisse Länge geschlitzt und mit einer regulierbaren spannvorrichtung (6 bis 12) versehen ist.
2. Mundstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannvorrichtung einen Rahmen (6) aufweist, der mit mindestens einer Spannschraube (8) versehen ist.
3. Mundstück nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass zwei Spannschrauben (8, 14) in entgegengesetzter Richtung auf das Austrittsrohr (2) einwirken, von denen die eine (8) zur Regelung und die andere (14) zur Oeffnung des Austrittsrohres dient.
4. Mundstück nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass ein elastisches Organ (9) zwischen dem Austrittsrohr und der Spanmnschraube angeordnet ist.
5. Mundstück nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, dass der Rahmen (6) der Spannvorrichtung selbst elastisch ist.
6. Mundstück nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass die zur Regulierung dienende Schraube (8) einen mit nummerierten Flächen versehenen Schrauben-
kopf (12) aufweist.
7. Mundstück nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Spannvorrichtung eine Hülse (15) aufweist.
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