DEP0022948DA - Triebwerk für die Ofendeckelbewegung an Lichtbogenöfen - Google Patents
Triebwerk für die Ofendeckelbewegung an LichtbogenöfenInfo
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Description
Um einen Elektroofen von oben mittels Chargierkorbes chargieren zu können, muss man in der Lage sein, den Deckel vom Gefäss zu entfernen. Man kann über dem Gefäss ein Portal anordnen, auf welchem ein Hubwerk sitzt, das mittels Ketten oder Haken den Deckel anhebt. Das Portal fährt mit dem Deckel ab oder das Gefäss ohne Deckel wird abgefahren. Man kann auch die Anordnung so treffen, dass neben dem Gefäss eine drehbare Säule steht, an welcher sich ein Kragportal befindet. Mit Hilfe eines auf dem Kragportal angeordneten Hubwerkes wird der Deckel angehoben und dann Säule, Kragportal mit dranhängendem Deckel mittels eines die Säule drehenden Schwenkwerkes abgeschwenkt. Eine weitere bekannte Möglichkeit besteht darin, nicht den Deckel für sich allein mit einem Hubwerk anzuheben, sondern die ganze Säule, das Kragportal und den Deckel zu heben und dann mittels eines Schwenkwerks, das aus Presszylinder oder elektromotorisch betriebenen Zahnrädern bestehen kann, abzuschwenken.
Gemäss der Erfindung erhält der Lichtbogenofen ein Triebwerk für den Ofendeckel, in welchem ein Hubwerk und ein Schwenkwerk für den Deckel durch mechanische, elektrische, hydraulische oder ähnliche Mittel in Abhängigkeit voneinander gebracht sind, derart, dass zunächst nur das Hubwerk läuft und erst nach einem bestimmten Weg das Schwenkwerk zugeschaltet wird. Das kann z.B. mit Hilfe von Kurvenscheiben, Steuernocken, Kurvenführungen u.dgl. geschehen. Diese Ausbildung ergibt ein sehr einfaches Triebwerk, eine Verminderung der Antriebsmaschinen und eine raumsparende Anordnung, sodass an Baustoffen, Bearbeitung, Gewicht und Raum gespart wird. Die Zugänglichkeit des Ofengefässes ist denkbar gut. Dabei wird selbsttätig erreicht, dass zunächst der Ofendeckel so weit aus der Öffnung gehoben werden kann, dass die Dichtungsmittel freigehen. Erst dann setzt die Schwenkbewegung ein.
Zweckmässig ist es, die Schwenkbewegung von der Hubbewegung abzuleiten. Man kann sogar ein gemeinsames Antriebsorgan für das Heben und Schwenken benutzen, welches zwangsläufig zuerst hebt und dann das Schwenkwerk in Bewegung setzt. Bevorzugt wird eine Ausführung, bei welcher ein Drehzapfen, der das Krag-
portal und den Ofendeckel trägt, während des Hubvorganges gedreht wird, indem ein am Säulenlager befestigter Stein bzw. eine Rolle, in eine sich um die Säulen windende Kurvenbahn eingreift und die Säule beim Hub schraubenartig verdreht. Die Ausbildung der Kurve kann dabei so gewählt werden, dass man mit geringen Beschleunigungs- und Verzögerungskräften für das Schwenkwerk auskommt. In derselben Richtung liegt der weitere Erfindungsgedanke, die Lagerung für das Hubwerk in Gleitlagern, für das Schwenkwerk dagegen in Wälzlagern vorzunehmen, wie im einzelnen anhand der Zeichnung noch erläutert wird.
Abb. 1 der Zeichnung zeigt einen Schnitt durch die Antriebsvorrichtung mit einem Teil des Ofengefässes, die
Abb. 2 und 3 geben Einzelheiten des Triebwerks wieder.
Beim Ausführungsbeispiel werden mit dem Hubwerk A die ganze Säule B, das Kragportal C und der Deckel D gehoben. Eine besonderes Drehwerk ist nicht vorgesehen, vielmehr weist die Säule B eine Führung E auf, die etwa schraubenlinienförmig um die Säule herumgewunden ist. Die Führung kann erhaben oder vertieft sein. In die Führung greift eine am Säulenlager F angebrachte Rolle G ein und versetzt die Säule in Drehung, während sie gehoben wird.
Die Führungsbahn H an der Säule ist nach einem Gesetz geformt, das von den Beschleunigungskräften abhängig ist, die von der Rolle bzw. ihrem Bolzen aufgenommen werden können. Ausserdem soll ein erschütterungsfreies Schwenken erfolgen. Die Schwenkgeschwindigkeit soll von Null langsam bis zu einem Höchstwert steigen und dann wieder auf Null absinken, wobei die Beschleunigung ein bestimmtes, durch die Ausgestaltung der Kurve B festgelegtes Mass nicht übersteigt. Im wesentlichen sind Anfang und Ende der Kurve durch das Gesetz
ausgebildet, worin y den Schwenkwinkel im Bogenmass n der Säule gemessen bedeutet, t die Hubzeit und b die zugelassene Beschleunigung darstelle.
Um die von den Massenträgheitsmomenten der zu schwenkenden Teile herkommenden Schwenkkräfte möglichst unabhängig von den Reibungskräften zu machen wird der der weiteren Ausgestaltung der Erfindung eine besondere Lagerkombination angewendet, welche darin besteht, dass die Säule für die Auf- und Niederbewegung
durch das Hubwerk in Gleitlagern ruht, die aber ihrerseits für die Aufnahme der Schwenkbewegung wieder in Kugellagern J laufen, welche sowohl die Axial- als auch die Radialdrücke aufnehmen und mit geringster Reibung übertragen.
Claims (6)
1.) Triebwerk für die Ofendeckelbewegung an Lichtbogenöfen, dadurch gekennzeichnet, dass ein Hubwerk und ein Schwenkwerk für den Deckel durch mechanische, elektrische, hydraulische oder ähnliche Mittel in Abhängigkeit voneinander gebracht sind, derart, dass zunächst nur das Hubwerk läuft und erst nach eine bestimmten Zeit das Schwenkwerk zugeschaltet wird.
2.) Triebwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die Schwenkbewegung von der Hubbewegung abgeleitet ist, beispielsweise indem am Hubwerk Steuernocken, Kurvenscheiben, Führungen o.dgl. angebracht sind, welche während der Bewegung des Hubmittels auch eine Schwenkbewegung für den Deckel betätigt.
3.) Triebwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass ein gemeinsames Steuerorgan zwangsläufig zunächst das Hubwerk und dann das Schwenkwerk schaltet.
4.) Triebwerk nach den Ansprüchen 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, dass eine das Kragportal und den Ofendeckel tragende Drehsäule mit einer Kurvenbahn ausgerüstet ist, welche an einem am Säulenlager angeordneten Stein oder einer Rolle vorbeigeführt wird, sodass die Säule beim Heben gedreht wird.
5.) Triebwerk nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, dass Anfang und Ende insbesondere an der Säule vorgesehen der Steuerkurvenbahn nach dem Gesetz
ausgebildet sind, wobei y den Schwenkwinkel im Bogenmass, t die Hubzeit und b die Beschleunigung bedeuten.
6.) Triebwerk nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass das Hubwerk in Gleitlagern, das Schwenkwerk in Wälzlagern ruht, insbesondere die Drehsäule für die Längsbewegung (Hubbewegung) in Gleitlagern ruht, während sie für die Drehbewegung in Wälzlagern abgestützt ist.
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