DEP0022399DA - Zentriermembran für Tauchspulen-Lautsprecher und -Mikrophone - Google Patents

Zentriermembran für Tauchspulen-Lautsprecher und -Mikrophone

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DEP0022399DA
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Germany
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centering
membrane
centering membrane
fiber
moving coil
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Expired
Application number
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English (en)
Inventor
Karl A. Schwenningen Neckar Schmitt
Original Assignee
Gottlob Widmann &. Söhne K.-G. Elektro- und Radio-Fabrik, Schwenningen Neckar
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Description

Tauchspul-Lautsprecher und Tauchspul-Mikrophone benötigen eine Einrichtung zum Zentrieren der Dynamometer-Tauchspule im Luftspalt und zum federnden Rückstellen der Tauchspule in die Null-Lage. Bisher hat man sich in der Regel dazu besonderer Federn, sogenannter Zentrierspinnen aus Hartpappe oder gewissen hochelastischen Isolierstoffen, bedient. Es sind aber auch schon Zentriervorrichtungen in Gestalt von membranartigen Papierscheiben verwendet werden. Die Zentrierspinnen haben den Nachteil, dass sie, wenn sie ihre mechanische Aufgabe erfüllen sollen, zu hart sind und die grossen Amplituden zum Nachteil der Tonwiedergabe, insbesondere der tiefen Frequenzen, unterdrücken. Die Zentriermembranen, die aus dem gleichen Stoff, wie die Lautsprechermembranen, nämlich Papierfaserstoff hergestellt wurden, sind so steif, dass sie einer kräftigen konzentrischen Wellung bedürfen, um genügend durchbiegungsfähig zu sein, eine Eigenschaft, die aber nur mit mangelhafter Zentrierfähigkeit erkauft wird. Zudem wirken solche Zntriermembranen wegen ihrer Steifheit noch in solcher Masse tonabstrahlend, dass sie den eigentlichen Lautsprecherton verfälschen.
Die vorliegende Erfindung hat zum Ziel, eine Einrichtung zu schaffen, die bei exakter Zentrierung der Tauchspule genügend Bewegungsfreiheit lässt, um die zur Wiedergabe der tiefen Frequenzen und der Portissimi notwendigen grossen Amplituden auszuführen, zugleich aber auch die erforderliche Rückstellkraft liefert. Als eine Einrichtung, welche diese Bedingungen in vollkommender Weise erfüllt, wurde eine Zentriermaschine gefunden, die unter Verwendung eines papionartigen Fliesses aus thermoplastischen, feuchtigkeitsabweisenden Fasern, insbesondere Kunststoff-Fasern auf der Basis von Polyvinylverbindungen hergestellt ist. Vorzugsweise werden Fliesse aus der sogenannten PeCe-Faser verwendet, die von der I.G.Farbenindustrie - auf Polyvinylchloridbasis - für Benzinfilter hergestellt wird. Die PeCe-Faser ist wasserabweisend, quillt in Wasser nicht, ist weitgehend säurebeständig und im Vergleich nur Papierfaser bei grosser Geschmeidigkeit und Formbildsamkeit sehr fest. Vorteilhaft für den vorliegenden Zweck ist auch das vergleichsweise niedrige spezifische der Faserfliesse.
Die erfindungsgemäss zur Verwendung kommenden Fliesse haben infolge der thermoplastischen Eigenschaften der Faser in fertigungstechnischer Einsicht den bedeutenden Vorzug, dass man durch örtliches, vorzugsweise punktweises Verschweissen der Faser unter Anwendung von Druck und Hitze, zweckmässig in elektrisch beheizten Rasterformen, ohne Zusatz von Hilfsstoffen wie Imprägniermitteln oder Lacken Verformungen, Verdichtungen und vor allem Steifungen herbeiführen kann. Diesem Verfahren kommt besonders Bedeutung zu, wenn, nach einem zusätzlichen Erfindungsmerkmal die Zentriermembran aus einem Stück mit dem Tauchspulenkörper hergestellt wird. Dieser wird dann besonders gesteift, wobei durch zusätzliche Imprägnierung und Lackierung die Steifigkeit noch erhöht werden kann. Vorzugsweise werden Zentriermembrane gemäss der Erfindung in Verbindung mit Lautsprechermembranen aus dem gleichen Stoff benutzt, wobei beide Teile durch eine unter Anwendung von Druck und Hitze hergestellte Schweissnaht verbunden sind. Diese Verbindung ist fabrikationstechnisch nicht nur einfacher herzustellen, als die bisher gebräuchlichen Klebeverbindungen, sondern auch erheblich fester. Faserfliesse beispielsweise aus PeCe-Faser haben sich als genügend fest und zugleich geschmeidig erwiesen, um daraus Zentriermembranen ohne bisher übliche konzentrische Wellungen, d. h. also glatt herzustellen, die den bisher bekannten Zentriervorrichtungen überlegen waren. Zur weiteren Steigerung der Durchbiegungsfähigkeit der Membran kann aber eine konzentrische Wellung vorgesehen werden, die sich jedoch von der bei Papierfaser-Zentriermembranen üblichen grundsätzlich dadurch unterscheidet, dass sie sehr flach gehalten ist, sodass ein seitliches Auswandern der Tauchspule ausgeschlossen ist.
Weitere Merkmale und Vorteile der Erfindung ergeben sich aus der nachfolgenden Beschreibung zweier Ausführungsbeispiele, aus der Zeichnung und den Patentansprüchen.
Es zeigen
Figuren 1 und 2 eine Zentriermembran im Schnitt bzw. in Obenansicht,
Figur 3 eine Zentriermembran mit angeformten Tauchspulenkörper im Schnitt.
Die als ganzes mit 1 bezeichnete Zentriermembran (Fig. 1 u. 2) umfasst die Randzone 2, die konzentrische Wellung 3, die glatte Mittenzone 4 und den mittleren kreisrunden Ausschnitt 5. Die konzentrische Wellung 3 ist in Wirklichkeit flacher gehalten, als auf der Zeichnung und zwar gerade so flach, dass die Durchbiegungsfähigkeit der Membran noch hinreicht, um die für eine gute Tonwiedergabe notwendigen grossen Amplituden zuzulassen, ohne dass anderseits die exakte Zentrierung darunter leidet, d. h. die Tauchspule seitlich auswandern kann.
Die Membran erhält ihre Gestalt in einer elektrisch beheizten Pressform, wobei diejenigen Zonen der Membran, die von Natur aus zu weich sind, um die notwendige Rückstellkraft zustande kommen zu lassen durch punktweise, rasterartig angeordnete örtliche Verschweissungen 6 gesteift werden können.
Die Zentriermembran wird mit dem Band des Mittenausschnittes 5 an die (in Fig. 1 in unterbrochenen Linien angedeutete) Lautsprechermembran angeschweisst.
Die zweite Ausführungsform für eine Zentriermembran zeigt Figur 3. Hier ist an die Membran 11 der Tauchspulenkörper 12 angeformt. Dank der hohen Formbildsamkeit z. B. der PeCe-Faserfliesse ist dies möglich. Der Tauchspulenkörper ist vermittels eines dichten Punktrasters 13 gesteift und kann in bekannter Weise durch Imprägnierung und Lackierung zusätzlich verfestigt werden. Die Zentriermembran wird vorteilhafterweise mit einer Lautsprechermembran aus dem gleichen Stoff vereinigt, wobei die Verbindung durch Verschweissen der Ränder hergestellt wird.

Claims (8)

1. Zentriermembran aus Faserstoff für Lautsprecher und Tauchspulenmikrophone, gekennzeichnet durch die Verwendung eines papierartiges Fliesses, insbesondere Kunststoff-Fasern auf der Basis von Polyvinylverbindungen.
2. Zentriermembran nach Anspruch 1, gekennzeichnet durch die Verwendung eines Faserfliesses aus PeCe-Faser.
3. Verfahren zur Herstellung von Zentriermembranen nach einem oder beiden vorhergehenden Ansprüchen, dadurch gekennzeichnet, dass zum Zwecke der Erhöhung der Steifigkeit und Formbeständigkeit der Membran, die Fasern unter Anwendung von Druck und Hitze örtlich miteinander verschweisst werden.
4. Verfahren nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, dass das Verschweissen gegebenenfalls unter gleichzeitiger Formgebung in beheizten Rasterformen erfolgt.
5. Verfahren nach den Ansprüchen 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, dass Nahtverbindungen unter Anwendung von Druck und Hitze durch Schweissen hergestellt werden.
6. Zentriermembran nach den Ansprüchen 1 bis 5, dadurch gekennzeichnet, dass der Schwingungsspulenkörper mit der Zentriermembran zusammen aus einem Stück geformt ist.
7. Zentriermembran nach den Ansprüchen 1 bis 6, dadurch gekennzeichnet, dass sie mit einer Lautsprechermembran aus dem gleichen Stoff verbunden ist.
8. Zentriermembran nach den Ansprüchen 1 bis 7, dadurch gekennzeichnet, dass die durch örtliche Verschweissung der Fasern versteifte Membran zur Erhöhung der Durchbiegungsfähigkeit eine konzentrische verlaufende Wellung aufweist, die so flach gehalten ist, dass ein schädliches seitliches Auswandern des Spulenkörpers nicht möglich ist.

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