DEP0018127DA - Freitragender pfettenloser Holzdachstuhl - Google Patents
Freitragender pfettenloser HolzdachstuhlInfo
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Description
Die meist üblichen Holzdachstühle besitzen bei grösseren Spannweiten ein Hänge- und Sprengwerk, das die die Dachdeckung tragenden, auf mindestens zwei Pfetten aufruhenden Sparren etwa in halber Länge unterstützt. Da diese Bauart einerseits den Dachraum durch sein Balkenwerk weitgehend für Wohnzwecke unbrauchbar macht und überdies sehr viel Bauholz benötigt, hat man bereits freitragende Holzdachstühle geschaffen, bei denen die Sparren auf keinen Pfetten mehr aufliegen und in der zum First parallelen Richtung nur durch Spreizlatten versteift, sowie paarweise durch quer zum First laufende Kehlbalken gegeneinander abgestützt sind. Am Fusspunkt werden die Sparren in die Deckenbalken der Balkendecke eingebaut.
Ist an Stelle einer Holzbalkendecke eine Hartdecke vorhanden oder besitzt der Dachstuhl eine Ueberhöhe, so dass das Einklauen in die Bundtrame nicht möglich ist, so konnten derartige freitragende Dachstühle nicht ausgeführt werden.
Durch die Erfindung wird ein freitragender pfettenloser Holzdachstuhl der vorgenannten Art geschaffen, der auf jeder Decke und bei jeder beliebigen Ueberhöhe über dieser Decke aufstellbar ist. Erfindungsgemäss sind die einzelnen Sparren mit der Decke durch einen Fuss verbunden, der aus einer mit der Decke fest verbundenen zum Sparren parallel liegenden Schwelle, einer darauf ruhenden und den Sparren stützenden Säule und sich kreuzenden Streben zur zusätzlichen Verbindung von Schwelle,
Säule und Sparren besteht. Mit Hilfe einer solchen Konstruktion können die Sparren auf jede Decke, auch eine Hartdecke und mit jeder beliebigen Ueberhöhe aufgesetzt werden, indem die Säule der Ueberhöhe angepasst wird. Die schrägen von unten aussen nach oben innen verlaufenden Streben werden zweckmässig mit den Sparren verklaut und durch ein oder mehrere Zangenpaare verbunden.
In der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel des Dachstuhles nach der Erfindung dargestellt. Fig. 1 zeigt einen Querschnitt durch den gesamten Dachstuhl und Fig. 2 den Fusspunkt der Sparren in vergrössertem Masstabe.
Der Dachstuhl besitzt im Abstand von 80 bis 85 cm liegende Sparren 1, die durch Kehlbalken 2 gegeneinander abgesteift sind. Zur Verbindung der Sparren in der zum Giebel parallelen Richtung dienen beim Anschluss an die Mauer die Führungsplatten 3, sowie doppelt angebrachte Spreizlatten 4 (Fig. 2), die an den Kreuzungspunkten mit den Sparren eingekerbt sind und auf diese Weise die ungeschwächt bleibenden Sparren distanzieren und gegen Verdrehung sichern. Aehnliche doppelte Spreizlatten verbinden auch die Kehlbalken miteinander. Da es sich hier um die Ueberdachung einer Hartdecke, z.B. Betonbalkendecke 6 handelt, sind die Sparren mit der Hartdecke in der Weise kraftschlüssig verbunden, dass auf die Hartdecke unterhalb jedes Sparrens Schwellen 7 aufgelegt und diese untereinander durch querliegende Staffelhölzer 8 verbunden sind, welche in Einkerbungen der Schwellen 7 eingreifen und durch Ankerschrauben 9 an der Hartdecke befestigt sind. Das andere Ende der Schwellen ist im oberen Ende der Hauswand 10 eingemauert. An diesem äusseren Ende der Schwelle 7 ist eine damit verzapfte Säule 11 aufgesetzt. Diese stützt teils unmittelbar den Sparren 1 und teils die Führungsplatte 3, die in eine Kerbe der Säulenstirnfläche eingreift. Schwelle 7, Säule 11 und Sparren 1 sind ausserdem durch die doppelten Zangenstreben 12 und die einfachen
Schrägstreben 13 miteinander verbunden. Die Schrägstrebe 13 ist mit den Sparren überdies durch zwei Zangenpaare 14 und 15 verbunden und am oberen Ende in eine Kerbe 16 des Sparrens eingeklaut. Insbesondere durch die Strebe 13 werden die Längskräfte auf die Schwellen 7 und damit auf die Decke 6 übertragen. Sie wirkt sozusagen als Hilfsträger.
Durch die Veränderung der Säule 11 kann jede beliebige Ueberhöhe berücksichtigt werden. Fall an Stelle der Hartdecke 6 eine Balkendecke vorliegt, können die Schwellen 7, die aus Gründen der Feuersicherheit auf einer Schüttung mit Pflaster oder einem Estrich aufliegen, unmittelbar mit diesen verschraubt sein und die Staffelhölzer nur zur Querverbindung der Schwellen dienen oder auch ganz entfallen.
Bei einem solchen Dachstuhl ist der überwiegende Teil des Raumes zwischen dem Dach und der Decke von allem Balkenwerk frei und kann daher für Wohn- oder andere Gebrauchszwecke verwendet werden. Derartige Dachstühle lassen sich bis zu einer Spannweite von 12 m (Innenabstand der Aussenmauern) aufführen, ohne dass übermässige Querschnitte der Sparren erforderlich sind. Bei einer Spannweite von 10 m sind z.B. Sparren vom Querschnitt 6 x 15 cm ausreichend. Gegenüber den üblichen Dachstühlen kann bei einem Dachstuhl nach der Erfindung 40 bis 45% des Holzes eingespart werden.
Claims (3)
1.) Freitragender pfettenloser Holzdachstuhl, dessen Sparren in der zum First parallelen Richtung nur durch Spreizlatten versteift und durch quer zum First verlaufende Kehlbalken gegeneinander abgestützt sind, dadurch gekennzeichnet, dass die Sparren mit der Decke durch einen Fuss verbunden sind, der aus einer mit der Decke fest verbundenen, zum Sparren parallel liegenden Schwelle (7), einer darauf ruhenden und den Sparren stützenden Säule (11) und sich kreuzenden Streben (12, 13) zur zusätzlichen Verbindung von Schwelle, Säule und Sparren besteht.
2.) Holzdachstuhl nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass die von unten aussen nach oben innen verlaufenden Schrägstreben (13) mit den Sparren verklaut und durch ein oder mehrere Zangenpaare (14, 15) in an sich bekannter Weise verbunden sind.
3.) Holzdachstuhl nach Anspruch 1 oder 2, dadurch gekennzeichnet, dass die die Sparren versteifenden Spreizlatten (4) innen und aussen angebracht sind, quadratisch oder annähernd quadratischen Querschnitt und Kerben besitzen, in welche die ungeschwächt belassenen Sparren eingreifen.
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